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Bindungsstile

Vermeidender Bindungsstil: Was die Forschung beschreibt und was sie über einen Menschen nicht sagt

Ein vermeidender Bindungsstil bezeichnet in der Forschung einen hohen Wert auf der Skala Bindungsvermeidung. Wer dort hoch liegt, hält Nähe, Abhängigkeit und das Zeigen eigener Gefühle eher klein und sucht unter Belastung seltener direkt Unterstützung. Das ist eine Position auf einem Kontinuum, keine Diagnose und kein Persönlichkeitstyp. Warum sich ein bestimmter Mensch zurückzieht, lässt sich daraus nicht ablesen123.

Vielleicht sind Sie auf den Begriff „vermeidender Bindungsstil“ gestoßen, weil sich jemand zurückzieht, sobald es nah wird. Weil er in schlechten Phasen kaum erreichbar ist und Aussprachen ausweicht. Oder Sie fragen für sich selbst, weil Sie diesen Rückzug an sich kennen.

In beiden Fällen verspricht der Begriff eine Erklärung. Einen Teil davon kann die Forschung liefern. Er betrifft allerdings den, der sich zurückzieht: seine Erwartungen an Nähe und die Art, wie er mit ihnen umgeht. Über den Menschen, von dem er sich zurückzieht, sagt der Begriff nichts aus.

Was bedeutet „vermeidend“ in der Bindungsforschung?

Vermeidend heißt, dass jemand Nähe und Abhängigkeit in engen Beziehungen lieber klein hält. Die Forschung zu Erwachsenen beschreibt Bindung auf zwei Skalen, Bindungsangst und Bindungsvermeidung, und jeder Mensch hat auf beiden einen Wert1. Ein „vermeidender Bindungsstil“ ist in dieser Sprache ein hoher Wert auf der zweiten Skala bei niedrigem Wert auf der ersten. Wie sich daraus vier Eckpunkte ergeben, ist unter die vier Bindungsstile nachzulesen.

Was die Skala misst, lässt sich an ihren Fragen ablesen. Shaver und Mikulincer nennen als typische Aussagen aus dem Fragebogen von Brennan, Clark und Shaver (1998) diese vier2 (eigene Übersetzung):

  • „Ich versuche, meinem Partner nicht zu nahe zu kommen.“
  • „Ich zeige einem Partner lieber nicht, was ich tief im Inneren fühle.“
  • „Ich fühle mich wohl dabei, mich auf Partner zu verlassen.“ (umgekehrt gewertet)
  • „Ich wende mich mit vielem an meinen Partner, auch um Trost und Zuspruch.“ (umgekehrt gewertet)

Keine dieser Aussagen fragt nach Angst. Sie fragen, wie viel emotionale Nähe, Abhängigkeit und Offenheit sich für jemanden stimmig anfühlt. Die Alltagswendung „Angst vor Nähe“ trifft das deshalb nur ungefähr, denn Angst ist in dieser Forschung die andere Skala. Und Wörter wie „vermeidender Bindungstyp“ oder „Vermeider“ machen aus einem Wert auf einer Skala eine Person.

Woher kommt ein vermeidender Bindungsstil, und was hat die Kindheit damit zu tun?

Der Name stammt aus Mary Ainsworths Beobachtungen einjähriger Kinder. Kinder ihrer Gruppe A weinten bei der Trennung von der Mutter selten und mieden sie bei der Rückkehr4.

Shaver und Mikulincer halten ihr Bild vermeidender Erwachsener für vereinbar mit Ainsworths Analyse dieser Kinder. Deren Mütter wirkten nach dieser Analyse ärgerlicher, fühlten sich mit Körperkontakt weniger wohl und duldeten Angst und Bedürftigkeit des Kindes weniger2. Das ist eine Deutung, die zwei Beobachtungen verbindet. Wie ein bestimmter erwachsener Mensch zu seiner Position auf der Skala gekommen ist, lässt sich daraus nicht rekonstruieren.

Was passiert bei Vermeidung im Inneren?

Bei Vermeidung wird der Wunsch nach Nähe gedämpft. So beschreibt es die Forschung, und sie nennt das eine deaktivierende Strategie. Nach der Darstellung von Shaver und Mikulincer, die sich auf Cassidy und Kobak (1988) stützt, besteht sie in Versuchen, die Distanz zu Bindungspersonen möglichst groß zu halten, gegenseitige Abhängigkeit zu meiden, nach Unabhängigkeit und Kontrolle zu streben, belastende Gedanken zu unterdrücken und schmerzhafte Erinnerungen fernzuhalten2.

Das Gegenstück auf der Seite der Bindungsangst heißt Hyperaktivierung. Dabei bleibt das Bindungssystem hochgefahren, und die Nähe der Bindungspersonen sowie ihre Unterstützung und Liebe werden immer wieder gesucht2. Die beiden Strategien laufen in entgegengesetzte Richtungen.

Warum zieht sich jemand zurück, wenn es ihm schlecht geht?

Menschen mit hohen Werten bitten dann seltener offen um Hilfe. Das zeigt eine Studie an Paaren. Nancy Collins und Brooke Feeney beobachteten in einer Studie von 2000 insgesamt 93 Paare, in denen jeweils eine Person dem Partner ein persönliches Problem anvertraute. Personen mit hoher Bindungsvermeidung suchten dabei seltener direkt Unterstützung und griffen häufiger zu indirekten Wegen3.

Ein zweiter Befund derselben Studie ist mindestens so wichtig. Wie die Person, die sich anvertraut hatte, das Gespräch danach wahrnahm, hing nicht mit ihrer Bindungsvermeidung zusammen3. Die Vermeidung zeigte sich also im Suchen von Hilfe. Einen Unterschied in der Wahrnehmung fand die Studie nicht. Ein nicht signifikantes Ergebnis bei 93 Paaren beweist allerdings nicht, dass es keinen gibt. Die Autorinnen halten selbst fest, dass ihr Laboraufbau mit fest verteilten Rollen und Kamera solche Unterschiede möglicherweise schwer sichtbar macht.

Shaver und Mikulincer beschreiben außerdem eine Asymmetrie zwischen Alltag und Ausnahme. Nach ihrer Darstellung berichten vermeidend gebundene Menschen im Alltag ein angemessenes Wohlbefinden, zeigen unter schwerem und anhaltendem Stress aber deutliche Anzeichen von Belastung2.

Wollen vermeidend gebundene Menschen eigentlich Nähe?

Die Forschung gibt darauf eine geteilte Antwort, und beide Hälften gehören zusammen.

In Experimenten, in denen Bedrohliches kurz und kaum wahrnehmbar eingeblendet wurde, schienen vermeidend gebundene Menschen Bindungsthemen vorbewusst zu aktivieren, obwohl sie bewusst jedes Bedürfnis nach Liebe und Unterstützung bestritten. Shaver und Mikulincer sehen darin eine Parallele zu Befunden, nach denen Selbstauskunft und körperliche Reaktionen bei Vermeidenden auseinanderfallen2. Unter hoher geistiger Belastung, die nach Deutung der Autoren die Hemmung stört, wurden bindungsbezogene Sorgen bei ihnen deutlich aktiver2.

Ebenso deutlich betonen dieselben Autoren die andere Hälfte. Die vorbewusste Aktivierung wird automatisch und sehr schnell gehemmt, sobald es um Trennung geht. In solchen Lagen entsprechen die Reaktionen dem, was die Menschen über sich sagen und wie sie sich verhalten. Vermeidend gebundene Erwachsene hätten gelernt, die Neigung zu unterdrücken, bei Bezugspersonen Nähe zu suchen. Ihre Selbstauskünfte seien deshalb ziemlich genaue Zusammenfassungen ihres Verhaltens in Bindungssituationen2.

Belegt ist damit, dass das Bindungssystem bei Vermeidung nicht einfach fehlt. Die Formel „eigentlich wollen sie doch Nähe“ geht darüber hinaus. Was ein bestimmter Mensch will und ob er es je anders erleben wird, sagt keine dieser Studien.

Woran erkennt man einen vermeidenden Bindungsstil, und warum nicht von außen?

Gemessen wird er über Aussagen, die jemand über sich selbst macht, im Fragebogen oder im Interview. Beide Wege erfassen Verschiedenes; was sie jeweils leisten, erklärt der Text darüber, was Bindungstests leisten.

Von außen sichtbar ist nur Verhalten. Die Befunde auf dieser Seite beschreiben aber Unterschiede zwischen Gruppen von Menschen mit höheren und niedrigeren Werten, im Durchschnitt. Sie sind keine Merkmale, an denen sich ein Einzelner zuordnen ließe. Ein Rückzug kann zu einem hohen Wert auf der Vermeidungsskala passen. Ob er von dort kommt, zeigt er nicht. Deshalb steht hier keine Liste mit Anzeichen. Warum diese Haltung für Erkennungslisten überhaupt gilt, begründet der Beitrag zu den vier Bindungsstilen.

Was heißt das für den Umgang mit einem vermeidenden Partner?

Die Studien auf dieser Seite geben dafür keine Anleitung. Zwei Befunde verschieben aber die Frage. Unterstützung wird bei hoher Vermeidung seltener offen und häufiger indirekt gesucht. Und wie Menschen, die sich anvertrauten, das Gespräch danach erlebten, hing in der Beobachtungsstudie nicht an der Vermeidung3. Für die Annahme, Zuwendung komme bei solchen Menschen grundsätzlich nicht an, liefert diese Studie deshalb keinen Anhaltspunkt; widerlegen kann ein einzelner Nullbefund sie aber nicht.

Die Frage, ob sich Warten lohnt oder ob eine Beziehung eine Zukunft hat, beantwortet keine dieser Arbeiten. Sie beschreiben Mittelwerte, keine Verläufe einzelner Paare. Wenn Sie der Rückzug eines Menschen dauerhaft belastet, ist ein Gespräch in einer Paar- oder Lebensberatung ein besserer Ort für diese Frage als jeder Text.

Ist „ängstlich-vermeidend“ dasselbe?

Es ist eine andere Position auf denselben zwei Skalen. Kim Bartholomew und Leonard Horowitz unterschieden 1991 innerhalb der Vermeidung zwei Formen: dismissing, wörtlich etwa „abweisend“, mit hoher Vermeidung und niedriger Angst, und fearful, ängstlich-vermeidend, mit hohen Werten auf beiden Skalen2.

Shaver und Mikulincer deuten den Unterschied so: Bei der ersten Form funktionieren die deaktivierenden Strategien. Bei der zweiten brechen sie unter starker Belastung zusammen. Ängstlich-vermeidende Menschen wünschen sich Nähe und fühlen sich zugleich außerstande, anderen zu vertrauen und sich auf sie zu verlassen2. Dieser Artikel handelt von der ersten Form. Mit der desorganisierten Bindung ist keine der beiden gleichzusetzen.

Was bedeutet ein vermeidender Bindungsstil für die Sexualität?

Vor allem etwas über das Wozu. Mikulincer und Shaver fassen die Forschungslage 2007 so zusammen, dass bei Vermeidung die Begrenzung von Intimität und der Gewinn von Status und Macht die wichtigsten sexuellen Motive zu sein scheinen5. In ihrer Übersicht stehen dazu mehrere Einzelbefunde:

  • Mehrere Studien fanden bei höherer Vermeidung seltener Geschlechtsverkehr, bei Jugendlichen wie bei jungen Erwachsenen.
  • Vier Studien fanden positivere Einstellungen zu unverbindlichem Sex. Ähnliches zeigte sich auch bei ängstlich gebundenen Frauen.
  • Vermeidend gebundene Menschen berichteten weniger Lust beim Sex und drückten dabei seltener Zuneigung aus. Negative Gefühle beim Sex fanden sich bei Angst und Vermeidung gleichermaßen.
  • Nähe oder Zuneigung wurden seltener als Grund für Sex genannt, Selbstaufwertung, das Dazugehören zur eigenen Gruppe, Anpassung an Gruppendruck oder die Möglichkeit, damit anzugeben, häufiger.
  • Angst wie Vermeidung gingen mit weniger offenen Gesprächen über Sexuelles einher.

Einer der Befunde verbindet Sexualität und Gespräch unmittelbar. In einer Studie von Impett und Peplau (2002), wie die Übersicht sie wiedergibt, nannten sexuell aktive Frauen mit hoher Vermeidung als Grund für unerwünschten Sex häufiger, vertraulichen Gesprächen über die Beziehung aus dem Weg zu gehen5.

Das sind Zusammenhänge, die eine Übersicht aus vielen Studien berichtet, keine Befunde einer einzelnen. Das Gesamtbild für beide Skalen, mit der Frage nach Vorliebe und Zufriedenheit, zeigt der Artikel über Bindung und Sexualität.

Ist ein vermeidender Bindungsstil eine Störung?

Bindungsvermeidung ist eine Dimension, auf der jeder Mensch einen Wert hat, und keine Diagnose1. Ähnlich klingende Namen gehören zu anderen Begriffen. Die ICD-10 kennt eine „Ängstliche (vermeidende) Persönlichkeitsstörung“ (F60.6). Ihre amtliche Definition beschreibt Anspannung, Unsicherheit, eine andauernde Sehnsucht nach Zuneigung und Akzeptiertwerden und eine Überempfindlichkeit gegenüber Zurückweisung und Kritik6. Das ist eine klinische Kategorie mit eigenen Kriterien und nicht dasselbe wie ein hoher Wert auf der Vermeidungsskala.

Auch „Bindungsstörung“ ist ein anderer Begriff. Die reaktive Bindungsstörung (F94.1) ist eine Diagnose, die in den ersten fünf Lebensjahren auftritt, nach der amtlichen Definition wahrscheinlich als Folge schwerer Vernachlässigung, Missbrauch oder Misshandlung6.

Lässt sich ein vermeidender Bindungsstil ändern?

Im Mittel verschiebt sich die Position mit der Zeit. Eine Längsschnittuntersuchung über Menschen zwischen 13 und 72 Jahren fand, dass Bindungsvermeidung über die Lebensspanne linear abnahm. Männer lagen dort in jedem Alter im Mittel höher als Frauen. In einer Partnerschaft zu sein sagte niedrigere Werte vorher, ohne dass damit gezeigt wäre, dass die Beziehung sie senkt7.

Für Therapie ist die Lage bei der Vermeidung weniger klar als bei der Bindungsangst. Ein Überblick über Therapiestudien findet danach mehr Sicherheit und weniger Bindungsangst; für die Bindungsvermeidung bleibt der Befund unklar8. Wer das genauer wissen will: Ob sich ein Bindungsstil ändern lässt führt aus, was diese Arbeiten zeigen und was nicht.

Wer mehr über die beiden Skalen und die Herkunft der Bindungstheorie wissen will, findet beides im Überblick zu den Bindungsstilen.

Vertiefung: Deaktivierung, Selbstauskunft und die Grenzen der Befunde

Woher der Gedanke der Deaktivierung stammt. Als Ainsworths Kategorien auf Erwachsene übertragen wurden, nannten Mary Main und andere 1985 die erwachsene Form der Vermeidung dismissing with respect to attachment. Cassidy und Kobak stellten 1988 die Deaktivierung als typische Strategie dieser Gruppe der Hyperaktivierung ängstlicher Personen gegenüber. Shaver und Mikulincer verknüpfen beide Linien mit den Skalen der Fragebogenforschung: Hohe Werte auf der Vermeidungsskala entsprechen der deaktivierenden, hohe Werte auf der Angstskala der hyperaktivierenden Strategie2. Die Einzelarbeiten von 1985 und 1988 sind für diese Seite nicht selbst eingesehen, sie stehen hier so, wie die Übersicht sie wiedergibt.

Was die Selbstauskunft kann. Aus der Interviewforschung kam der Einwand, Fragebögen erfassten nur, was jemand bewusst über sich weiß. Shaver und Mikulincer halten dagegen, dass Menschen mit hohen Vermeidungswerten im Fragebogen auch in Verfahren, die nicht auf Selbstauskunft beruhen, Effekte zeigen, die zu deaktivierenden Strategien passen: das Ausblenden schmerzhafter Gedanken, das Übersehen eigener Feindseligkeit, ein Auseinanderfallen bewusster und unbewusster Reaktionen2. Wie sich der Ärger dabei zeigt, behandelt Bindungssicherheit und Durchsetzungsfähigkeit.

Wie belastbar die Befunde zur Sexualität sind. Die Liste oben gibt eine Übersicht wieder, die Mikulincer und Shaver über viele Einzelstudien geschrieben haben. Das macht sie breiter abgestützt als eine einzelne Erhebung, aber abhängig von deren Auswahl. Die Einzelstudien selbst sind für diese Seite nicht eingesehen; ob sie sich für Aussagen über Ursache und Wirkung eignen, lässt sich hier deshalb nicht beurteilen.

Was diese Seite nicht belegt. Sie sagt nichts darüber, wie sich eine Beziehung zwischen einem ängstlich und einem vermeidend gebundenen Menschen entwickelt; Studien zu solchen Paarungen liegen vor, sind für diese Seite aber nicht im Volltext geprüft. Sie gibt keine Prognose für einzelne Menschen und keine Schritte, mit denen sich ein Partner „erreichen“ ließe. Und sie nennt keine feste deutsche Fachübersetzung für dismissing; eine solche war für diese Seite nicht belegbar.


  1. Mikulincer, M., & Shaver, P. R. (2016). Attachment in Adulthood: Structure, Dynamics, and Change (2. Aufl.). Guilford Press. Zwei kontinuierliche Dimensionen der Erwachsenenbindung. Exakte Seitenangaben ohne Volltexteinsicht nicht geprüft.
  2. Shaver, P. R., & Mikulincer, M. (2002). Attachment-related psychodynamics. Attachment & Human Development, 4(2), S. 133–161. DOI 10.1080/14616730210154171. Fragebogen-Items nach Brennan, Clark & Shaver (1998) S. 135; Unterscheidung dismissing/fearful nach Bartholomew & Horowitz (1991) S. 135 und 154; Deaktivierung nach Cassidy & Kobak (1988) S. 141; Selbstauskunft und unbewusste Prozesse S. 146; vorbewusste Aktivierung und ihre Hemmung S. 150–151; Anschluss an Ainsworth S. 150–151. Die referierten Einzelarbeiten sind nicht selbst eingesehen.
  3. Collins, N. L., & Feeney, B. C. (2000). A safe haven: An attachment theory perspective on support seeking and caregiving in intimate relationships. Journal of Personality and Social Psychology, 78(6), S. 1053–1073. DOI 10.1037/0022-3514.78.6.1053. 93 Paare, Verhaltensbeobachtung; Nullbefund zum erlebten Unterstützungsgefühl S. 1063.
  4. Ainsworth, M. D. S., Blehar, M. C., Waters, E., & Wall, S. (1978). Patterns of Attachment. Gruppe A, klassifiziert nach dem Verhalten in den Wiedervereinigungsepisoden. Die Beobachtung ist über Ainsworths Übersichtsartikel von 1979 (American Psychologist, S. 932) belegt, der das Buch zusammenfasst; im Buch selbst ist die Stelle nicht nachgeschlagen.
  5. Mikulincer, M., & Shaver, P. R. (2007). A Behavioral Systems Perspective on the Psychodynamics of Attachment and Sexuality. In: Diamond, Blatt & Lichtenberg (Hrsg.), Attachment and Sexuality, S. 51–78. Analytic Press. Eingesehen in der Manuskriptfassung der Autoren; die Einzelbefunde sind dort zusammengefasst, die Einzelstudien nicht selbst eingesehen.
  6. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (2026). ICD-10-GM Version 2026, Kodes F60.6 und F94.1. Amtlicher Wortlaut der Definitionen.
  7. Chopik, W. J., Edelstein, R. S., & Grimm, K. J. (2019). Longitudinal changes in attachment orientation over a 59-year period. Journal of Personality and Social Psychology, 116(4), S. 598–611. DOI 10.1037/pspp0000167. Vorbehalt: Mittelwertsveränderungen; der Beziehungsstatus sagt niedrigere Werte vorher, eine Wirkung ist damit nicht gezeigt.
  8. Taylor, P., Rietzschel, J., Danquah, A., & Berry, K. (2015). Changes in attachment representations during psychological therapy. Psychotherapy Research, 25(2), S. 222–238. DOI 10.1080/10503307.2014.886791. Vorbehalt: systematischer Review, kein randomisierter Wirksamkeitsnachweis.

Diese Seite hat viel über den Blick auf einen anderen Menschen gesprochen. Wenn Sie die Frage lieber an sich selbst richten möchten: Der Selbstauskunftsbogen legt Ihnen 21 Aussagen vor und spiegelt, welche der drei Linien des Verlangens bei Ihnen am deutlichsten hervortritt. Eine Diagnose stellt er nicht, und gespeichert wird nichts.