Don-Juan-Syndrom: woher das Etikett stammt und was über Rückzug bekannt ist
Das Don-Juan-Syndrom ist als Diagnose nicht belegt. Sein Name geht auf eine Theaterfigur zurück, die 1630 zuerst gedruckt wurde und die Otto Rank 1922 psychoanalytisch deutete. Die heutige Bindungsforschung beschreibt ein nüchterneres Muster. Menschen mit hoher Bindungsvermeidung nutzen Sex nach einer Übersicht von 2007 eher, um Intimität zu begrenzen und Status zu gewinnen, als um ihn zu genießen.
Für einen Mann, der schnell nah kommt und dann nicht bleibt, liegt ein alter Name bereit. Man nennt ihn einen Don Juan, und manche sprechen gleich von einem Don-Juan-Syndrom oder Don-Juan-Komplex. Das Etikett hilft, weil es aus einer verwirrenden Erfahrung ein bekanntes Muster macht. Erklären kann es wenig. Warum das so ist, zeigt seine Geschichte. Was sich über das Gehen selbst sagen lässt, kommt aus der Bindungsforschung, und davon handelt der letzte Abschnitt.
Gibt es das Don-Juan-Syndrom wirklich?
Als Diagnose lässt es sich nicht belegen. Die Weltgesundheitsorganisation führt in der ICD-10, Fassung von 2019, unter F52.7 eine Kategorie für gesteigertes sexuelles Verlangen. Im Original heißt sie „Excessive sexual drive“. Als eingeschlossene Begriffe nennt sie nur Nymphomanie und Satyriasis. Der Name Don Juan kommt im ganzen Abschnitt F50 bis F59 nicht vor1.
In der Fachliteratur taucht der Ausdruck trotzdem auf, zumindest in Titeln. Ein Aufsatz von 1981 im Bulletin of the Menninger Clinic spricht schon im Titel von Donjuanismus: „Don Juanism: A Disorder of the Self“. Ein weiterer von 2006 im Transactional Analysis Journal trägt den Titel „The Don Juan Syndrome“23. Was diese Arbeiten unter dem Begriff verstehen, wurde für diese Seite nicht eingesehen. Belegt ist nur, dass es den Ausdruck in Fachzeitschriften gibt.
Eine Diagnose gibt es für sexuelles Verhalten, das jemandem entgleitet. Für die ICD-11, das Klassifikationssystem der Weltgesundheitsorganisation, hat eine Arbeitsgruppe die zwanghafte sexuelle Verhaltensstörung ausgearbeitet, abgekürzt CSBD. Sie ordnet diese Störung bei den Impulskontrollstörungen ein und bewusst nicht bei den Süchten, anders als das Alltagswort Sexsucht nahelegt4.
Die Arbeitsgruppe zieht dabei ausdrücklich eine Grenze. Wer viel sexuelles Interesse hat und viel Sex, soll die Diagnose nicht bekommen, solange er die Kontrolle über sein Verhalten behält und weder erheblich darunter leidet noch im Leben deutlich beeinträchtigt ist4. Viel Verlangen und viel Sex machen nach dieser Beschreibung also noch keine Störung.
Der Name Don Juan kommt aus einer ganz anderen Welt, vom Theater.
Woher kommt die Figur Don Juan?
Aus dem spanischen Theater des 17. Jahrhunderts. Die älteste bekannte Bearbeitung ist ein Drama von Tirso de Molina, El burlador de Sevilla y convidado de piedra. Entstanden ist es wohl zwischen 1616 und 1625, gedruckt wurde es erstmals 16305. Von dort aus wandert der Stoff auffällig schnell durch die europäischen Gattungen:
- 1665 als Komödie: Molières Dom Juan ou le Festin de pierre, uraufgeführt am 15. Februar in Paris6
- 1787 als Oper: Mozarts und Da Pontes Don Giovanni, uraufgeführt am 29. Oktober in Prag7
- 1813 als Novelle: E. T. A. Hoffmanns Don Juan, zuerst gedruckt in einer Leipziger Musikzeitschrift8
- 1843 als philosophische Abhandlung: das Don-Juan-Kapitel in Søren Kierkegaards Entweder/Oder9
- 1844 noch einmal als Drama: José Zorrillas Don Juan Tenorio10
Schon vor dem ersten Druck war der Stoff unterwegs. Für die 1620er Jahre sind Bearbeitungen und Aufführungen bis nach Lima und nach Italien bezeugt, dort unter eigenem Titel5. Die Figur war also von Anfang an weniger ein Werk als ein Stoff, den sich jede Bühne neu zurechtlegte.
Warum sieht jede Epoche etwas anderes in Don Juan?
Weil er als Bühnenfigur entstand und nie als Fallbeschreibung gedacht war. Jede Bearbeitung konnte ihn mit einer anderen Frage verbinden.
Bei E. T. A. Hoffmann ist er kein Mann, der vor etwas davonläuft. Der Teufel hat ihm den Gedanken eingegeben, in der Liebe und im Genuss der Frauen lasse sich schon auf Erden erfüllen, was sonst nur als himmlische Verheißung im Menschen wohnt. Hoffmanns Erzähler erwägt, Donna Anna sei vom Himmel dazu bestimmt gewesen, ihn seine göttliche Natur erkennen zu lassen. Er sieht sie aber erst zu spät, zur Zeit seines höchsten Frevels, und von da an wird ihm jeder Genuss zum Hohn gegen Natur und Schöpfer8. Das ist eine Geschichte vom maßlosen Suchen und vom verpassten Augenblick. Von Bindungsscheu erzählt sie nicht.
Kierkegaard wiederum liest Don Juan als „sinnliches Genie“, als Kategorie des Ästhetischen, in der sich eine unmittelbare, musikalisch gefasste Begierde verkörpert9. Das ist weder eine Diagnose noch ein Widerspruch zu einer. Es ist eine andere Art von Frage an denselben Stoff.
Wer einen Menschen heute einen Don Juan nennt, spricht dagegen über eine Person. Tragen kann das nur eine seelische Deutung, und eine solche Deutung mit Datum stammt von Otto Rank.
Was hat Otto Rank über Don Juan geschrieben?
Für Rank stehen die vielen Frauen, die Don Juan verführt, für die eine, die sich nicht ersetzen lässt, für die Mutter. Den Vortrag dazu hielt er im April 1922 in Wien, das Buch Die Don Juan-Gestalt erschien 1924. Jede neue Eroberung bleibt nach Rank unbefriedigend, weil sie den Wunsch, zur Mutter zurückzukehren, nur zum Teil erfüllt11. Keine Frau kann einlösen, was er sucht, und deshalb folgt die nächste. Die Stelle im Wortlaut steht im Grundlagentext zum Funktionieren ohne Spüren.
Das Wort Flucht kommt an den geprüften Stellen nicht vor. Rank beschreibt Vermeidung, das Verleugnen von Schuld und Angst und ein Sich-Entziehen aus unangenehmen Lagen11. Die geläufige Kurzform, Don Juan fliehe vor der Liebe, ist eine spätere Verdichtung und nicht Ranks Wortlaut.
Zwei Grenzen gehören dazu. Ob es vor Rank schon eine seelische Deutung gab, lässt sich mit den geprüften Quellen nicht entscheiden. Und Rank deutet eine Figur. Was seine Deutung über einen bestimmten lebenden Menschen aussagt, müsste an diesem Menschen geprüft werden.
Ist ein Casanova dasselbe wie ein Don Juan?
Casanova hat gelebt, Don Juan ist erfunden, und schon das trennt die beiden. Die psychoanalytische Deutung, die an Don Juan hängt, ist für Casanova in den geprüften Quellen auch nicht in vergleichbarer Form belegt.
Giacomo Casanova hat seine Lebensgeschichte selbst geschrieben, auf Französisch, ungefähr in den Jahren 1789 bis 1798. F. A. Brockhaus erwarb das Manuskript 1820. Gelesen, zitiert und gedeutet wurde danach über ein Jahrhundert lang aber eine von Jean Laforgue bearbeitete, stellenweise gefälschte Fassung. Casanovas eigener Text erschien vollständig und textgetreu erst 1960 bis 1962; das Originalmanuskript ging 2010 an die französische Nationalbibliothek12.
Auch der Mann, an dem sich Generationen von Deutungen abgearbeitet haben, lag ihnen also nur in einer Bearbeitung vor. Wer eine Lebensgeschichte als Beleg für ein seelisches Muster liest, liest zuerst eine Erzählung, und im Fall Casanovas jahrzehntelang nicht einmal die des Erzählers.
Warum wollen sich manche Menschen nicht binden?
Die Forschung zur Bindung nennt das Vermeidung. Gemeint ist die Neigung, Nähe und Abhängigkeit zu begrenzen. Als Bindungsvermeidung wird sie auf einer Skala gemessen, auf der jeder Mensch einen Wert hat, nur unterschiedlich hoch. Daneben steht eine zweite Skala, die Bindungsangst. Sie beschreibt die Sorge, zurückgewiesen oder verlassen zu werden13. Wer mit Bindungsangst die Scheu vor einer festen Beziehung meint, findet das in der Forschung eher unter Vermeidung.
Mario Mikulincer und Phillip Shaver haben 2007 zusammengefasst, was über Bindung und Sexualität bekannt ist. Danach geht es Menschen mit hohen Werten auf einer der beiden Skalen beim Sex oft weniger darum, ihn zu genießen. Sex dient ihnen als Mittel für ein Bindungsziel, und die Ziele unterscheiden sich13.
| Hohe Bindungsangst | Hohe Bindungsvermeidung | |
|---|---|---|
| Kern | Sorge, zurückgewiesen oder verlassen zu werden | Neigung, Nähe und Abhängigkeit zu begrenzen |
| Wozu Sex vor allem dient | Angst vor Zurückweisung dämpfen, Nähe, Bestätigung und Liebe sichern | Intimität klein halten, Status und Macht gewinnen |
Dass ein Mann, der schnell nah kommt und dann geht, auf diese Weise Nähe klein hält, ist eine naheliegende Deutung. Ein Befund über ihn ist es nicht.
Wie eine solche Neigung entstehen kann, beschreiben Mikulincer, Shaver und Pereg 2003 für einen von zwei Entwicklungswegen. Wer erlebt hat, dass die Suche nach Nähe bestraft oder nicht beantwortet wurde, lernt, Nähe als unerwünschte Möglichkeit zu sehen. Er hält Abstand zu dem, wovon der Schmerz ausging, zu den Menschen, an die er gebunden ist14.
Keiner dieser Befunde erklärt, warum ein bestimmter Mann gegangen ist. Es sind Zusammenhänge in Gruppen, und Bindungsvermeidung ist ein Maß für Erwartungen an Nähe, keine Krankheit. Wie die beiden Skalen zusammenspielen, zeigt der Text über die vier Bindungsstile. Welche Rolle der Bindungsstil für die Sexualität spielt und welche nicht, steht unter Bindung und Sexualität. Ob Bindungsvermeidung im Erwachsenenalter festliegt oder sich noch verschiebt, prüft der Text zur Frage, ob sich ein Bindungsstil ändern kann. Und warum es manchen Menschen schwerfällt, Nähe und Hilfe überhaupt anzunehmen, behandelt der Grundlagentext zum Funktionieren ohne Spüren.
Vertiefung: Datierungen, Befundlage und was dieser Text nicht zeigt
Wie sicher sind die Datierungen? Sie stammen aus mehreren übereinstimmenden Nachschlagewerken und Sekundärdarstellungen und gelten hier als vorläufig. Keines der Primärwerke ist für diese Seite im Original eingesehen worden, mit zwei Ausnahmen: Hoffmanns Novelle und Ranks Buch sind im Volltext geprüft567811. Beim frühesten Datum gehört die Unschärfe der Quelle mit ins Bild. 1630 ist der erste Druck, die Entstehung wird auf etwa 1616 bis 1625 geschätzt. Die Zuschreibung an Tirso de Molina ist die in der Forschung übliche, nicht die einzige diskutierte5.
Was die Klassifikationen zeigen und was nicht. Für die ICD-10 ist das Online-Verzeichnis der WHO in der Fassung von 2019 eingesehen, und zwar die Kategorie F52.7 und der Abschnitt F50 bis F591. Nicht durchsucht sind das alphabetische Register der ICD-10, die deutsche Fassung ICD-10-GM und das DSM-5. Die Aussage gilt deshalb eng für diese Stelle. Die ICD-11-Beschreibung stammt aus dem Aufsatz der Arbeitsgruppe, die die Diagnose vorgeschlagen hat; der ICD-11-Eintrag selbst wurde nicht eingesehen4. Beantwortet ist damit, dass die ICD-11-Diagnose für zwanghaftes sexuelles Verhalten Kontrollverlust voraussetzt und viel Verlangen allein ausdrücklich ausschließt.
Was die Aufsatztitel tragen. Die beiden Aufsätze von 1981 und 2006 sind nur über ihre bibliografischen Angaben bekannt. Frei zugänglich war keiner von beiden, und ihr Inhalt steht deshalb nicht auf dieser Seite23. Wie sie den Ausdruck gebrauchen, ist offen.
Was die Bindungsbefunde tragen. Die Aussagen über Motive sind eine Zusammenfassung der Forschungslage durch Mikulincer und Shaver und nicht das Ergebnis einer einzelnen Erhebung13. Sie gelten für Menschen mit hohen Werten im Mittel, nicht für jeden Einzelnen. Der Entwicklungsweg nach Mikulincer, Shaver und Pereg ist ein Modell aus einer Übersichtsarbeit14.
Was „sinnliches Genie“ hier trägt. Die Kierkegaard-Deutung ist bibliografisch geprüft, nicht am Volltext des Don-Juan-Kapitels9. Sie steht hier als Beleg dafür, dass es neben der seelischen eine ältere, ästhetische Deutungstradition gibt. Eine Auslegung dieser Tradition will sie nicht sein.
Welche Ausgabe zitiert wird, ist bei Casanova keine Formalie. Eine vor 1960 erschienene Fassung gibt Laforgues Bearbeitung wieder, nicht Casanovas Wortlaut12. Jede Aussage über „das, was Casanova schreibt“, ist also nur so gut wie die Angabe, welche Edition gemeint ist. Auch diese Einordnung beruht auf übereinstimmenden Sekundärdarstellungen, nicht auf einer eingesehenen Ausgabe.
Was dieser Text nicht zeigt. Erstens, dass sich aus der Deutungsgeschichte einer literarischen Figur etwas über einen bestimmten Menschen ableiten ließe. Zweitens, dass Bindungsvermeidung die einzige Erklärung dafür wäre, dass jemand Beziehungen immer wieder verlässt. Andere Erklärungen wurden für diese Seite nicht geprüft. Drittens, dass die Frage nach einem klinischen Begriff damit abschließend beantwortet wäre. Sie bleibt hier ausdrücklich offen, statt mit einer plausiblen Formulierung geschlossen zu werden.
Wenn Sie statt einer Figur lieber sich selbst befragen möchten, bietet der Selbstauskunftsbogen 21 Aussagen zu den drei Linien des Verlangens. Am Ende zeigt er, welche davon bei Ihnen im Vordergrund steht, als Anstoß zum Nachdenken und nicht als Diagnose.
- Weltgesundheitsorganisation (2019). International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems, 10th Revision (ICD-10), Version 2019. Online-Browser, icd.who.int/browse10/2019/en, Kategorie F52.7 „Excessive sexual drive“ (eingeschlossen: Nymphomania, Satyriasis) und Abschnitt F50–F59, abgerufen am 24.09.2026. Online-Tabellenverzeichnis eingesehen. Vorbehalt: Das alphabetische Register der ICD-10, die ICD-10-GM, das DSM-5 und die ICD-11 wurden auf den Ausdruck nicht durchsucht.
- Eber, M. (1981). Don Juanism: A Disorder of the Self. Bulletin of the Menninger Clinic 45(4), S. 307–316. Vorbehalt: nur bibliografische Angaben, Inhalt nicht eingesehen. Angeführt ist allein, dass der Ausdruck im Titel steht.
- Novellino, M. (2006). The Don Juan Syndrome: The Script of the Great Losing Lover. Transactional Analysis Journal 36(1), S. 33–43. DOI 10.1177/036215370603600106. Vorbehalt wie [2].
- Kraus, S. W., Krueger, R. B., Briken, P., First, M. B., Stein, D. J., Kaplan, M. S., Voon, V., Abdo, C. H. N., Grant, J. E., Atalla, E., & Reed, G. M. (2018). Compulsive sexual behaviour disorder in the ICD-11. World Psychiatry 17(1), S. 109–110. DOI 10.1002/wps.20499. Volltext eingesehen. Vorbehalt: Text der Arbeitsgruppe, die die Diagnose für die ICD-11 vorgeschlagen hat; der ICD-11-Eintrag selbst wurde nicht eingesehen.
- Tirso de Molina (1630). El burlador de Sevilla y convidado de piedra. Erstdruck in: Doze comedias de Lope de Vega Carpio y otros autores, segunda parte, Barcelona. Vorbehalt: Entstehung vermutlich 1616–1625, erste bezeugte Aufführungen und Bearbeitungen ca. 1623/1625; Fundstelle vorläufig: aus mehreren übereinstimmenden Sekundärquellen zusammengetragen, kein Primärwerk eingesehen. Die Autorschaft Tirso de Molinas ist die in der Forschung übliche Zuschreibung.
- Molière (1665). Dom Juan ou le Festin de pierre. Uraufführung 15.02.1665, Théâtre du Palais-Royal, Paris. Vorbehalt: Datierung über Standard-Sekundärquellen abgesichert, kein Primärwerk eingesehen.
- Mozart, W. A., & Da Ponte, L. (1787). Don Giovanni. Uraufführung 29.10.1787, Ständetheater Prag. Vorbehalt: Datierung mehrfach übereinstimmend bestätigt, kein Primärwerk eingesehen.
- Hoffmann, E. T. A. (1813). Don Juan. Erstdruck 31.03.1813 in der Allgemeinen musikalischen Zeitung, Leipzig; Buchfassung 1814 in Fantasiestücke in Callots Manier, Bd. 1. Volltext geprüft (Projekt Gutenberg und Wikisource, beide abgerufen 2026-09-04). Original gemeinfrei (Hoffmann † 1822); moderne Editionen tragen eigene Herausgeberrechte, hier kein Zitat.
- Kierkegaard, S. (1843). Entweder/Oder. Ein Lebensfragment, darin: „Die unmittelbaren erotischen Stadien oder das Musikalisch-Erotische“. Vorbehalt: bibliografisch geprüft, Wortlaut des Kapitels nicht am Volltext eingesehen. Die Einordnung als ästhetische Kategorie („sinnliches Genie“) stammt aus übereinstimmenden Sekundärdarstellungen.
- Zorrilla, J. (1844). Don Juan Tenorio. Uraufführung 1844, Spanien. Vorbehalt: Datierung über Sekundärquellen bestätigt, kein Primärwerk eingesehen.
- Rank, O. (1924). Die Don Juan-Gestalt. Internationaler Psychoanalytischer Verlag, Leipzig/Wien, S. 55; Vermeidungs- und Verleugnungsstellen S. 14 und S. 48. Zuerst als Vortrag vor der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung am 26.04.1922, danach in Imago Bd. VIII (1922). Paraphrase von S. 55, am Volltext-Scan mit gedruckter Originalpaginierung geprüft; der Wortlaut steht auf der Überblicksseite. Rank † 1939, das deutsche Original ist gemeinfrei.
- Casanova, G. (verfasst ca. 1789–1798). Histoire de ma vie. Erste vollständige und textgetreue Ausgabe: F. A. Brockhaus (Wiesbaden) und Librairie Plon (Paris), 1960–1962. Manuskript 1820 von Brockhaus erworben; bis zur kritischen Ausgabe war nur die von Jean Laforgue bearbeitete Fassung zugänglich; Originalmanuskript seit 2010 bei der Bibliothèque nationale de France. Vorbehalt: Fundstelle vorläufig (Angaben der französischen Nationalbibliothek und übereinstimmende Nachschlagewerke), kein Volltext der Edition eingesehen.
- Mikulincer, M., & Shaver, P. R. (2007). A Behavioral Systems Perspective on the Psychodynamics of Attachment and Sexuality. In: Diamond, Blatt & Lichtenberg (Hrsg.), Attachment and Sexuality, S. 51–78. Analytic Press. Zusammenfassung der Forschungslage zu den zwei Bindungsdimensionen und zu sexuellen Motiven; Wortlaut am Autoren-PDF eingesehen.
- Mikulincer, M., Shaver, P. R., & Pereg, D. (2003). Attachment Theory and Affect Regulation: The Dynamics, Development, and Cognitive Consequences of Attachment-Related Strategies. Motivation and Emotion 27(2), S. 77–102, hier S. 96–97. Volltext eingesehen.