Sekundäre Traumatisierung: wenn fremde Geschichten hängen bleiben
Sekundäre Traumatisierung heißt, dass man vom Trauma eines anderen Menschen hört und selbst davon belastet wird. Der Fachbegriff der Forschung setzt ein Trauma voraus. Belastendes Zuhören ohne Trauma ist etwas anderes, aber nicht folgenlos. Forschende berichten von mehr emotionaler Empfindlichkeit, von Erinnerungen, die Jahre später wiederkehren, und von Schuld. In Zahlen gefasst ist das nicht.
Wer beruflich zuhört (in der Forschung, im Journalismus, in der Beratung, in der Pflege), kennt den Moment, in dem eine fremde Geschichte nicht am Arbeitsplatz bleibt. Sie kommt beim Einschlafen wieder, oder Wochen später in einem Gespräch, das nichts damit zu tun hat. Der naheliegende Name dafür ist sekundäre Traumatisierung, auch Sekundärtraumatisierung oder sekundäres Trauma genannt.
Ob der Name passt, hängt an einer Bedingung. Der Unterschied ist keine Wortklauberei, denn er entscheidet, welche Forschung überhaupt etwas über die eigene Lage sagt.
Was bezeichnet „sekundäre Traumatisierung“ genau?
Eine Belastung, die daraus entsteht, dass man vom Trauma eines anderen Menschen hört. Fachlich ist der Begriff eng. Nikki Kiyimba und Michelle O'Reilly sprechen in einer Methodenarbeit von sekundärer traumatischer Belastung und geben dafür eine ältere Definition wieder. Sekundäre traumatische Belastung sei als natürliche Folge von Empathie zwischen zwei Menschen beschrieben worden, von denen einer ursprünglich traumatisiert wurde und der andere davon betroffen ist, dass er von diesen Erfahrungen hört1.
In dieser Definition steckt eine Bedingung. Sie setzt voraus, dass jemand traumatisiert wurde. Wo das nicht der Fall ist, beschreibt der Begriff keine mildere Variante. Nach seiner eigenen Bestimmung trifft er dann gar nicht zu. Das ist zunächst eine Entlastung und dann ein Problem, denn der Fall verschwindet damit nicht. Er hat nur keinen Namen mehr.
Woran zeigt sich, dass Zuhören belastet, auch ohne Trauma?
An Veränderungen im Alltag, wie sie Forschende selbst beschreiben. Sharon Mallon und Iris Elliott haben elf qualitativ Forschende aus sensiblen, aber nicht durchweg als Trauma eingeordneten Feldern miteinander sprechen lassen. Eine Stimme aus der Runde beschreibt, das Zuhören habe die eigene emotionale Empfindlichkeit erhöht. Draußen in der Welt sei man viel emotionaler geworden, wenn dieselben Themen aufkamen2.
Der zweite Punkt betrifft die Zeit. Man spreche davon, einmal hineinzugehen, heißt es in einem anderen Beitrag, tatsächlich aber kehre man viele Male zu diesen Geschichten zurück. Wer das sagt, könne sich Jahre später zurück in jenen Raum versetzen, das Gegenüber sehen, es hören2.
Ein dritter Punkt betrifft den Nutzen. Wer den Eindruck hatte, von einem Interview beruflich profitiert zu haben, trug nach dieser Arbeit zusätzliche emotionale Lasten, im Wortlaut eines Beitrags das Gefühl, das Unglück anderer Menschen beinahe zum eigenen Vorteil zu benutzen2. Der berufliche Nutzen nahm die Last also nicht weg. Er kam bei diesen Forschenden als eigene hinzu.
Daneben kreist die Runde um das schlechte Gewissen, aus Erzähltem Forschungsmaterial zu machen, um den Druck, professionell zu wirken, und um das Ende eines Projekts, mit dem Gefühl, nichts zurückgeben zu können2. Diese Punkte führt der Überblick Erzählen und Begehren einzeln aus. Elf Personen, ein Gespräch, kein Effektmaß und keine Häufigkeitsangabe. Was die Arbeit liefert, ist eine Beschreibung, kein Krankheitsbild.
Wo hört der klinische Begriff auf zu passen?
Dort, wo seine Bedingung fehlt. Die Definition setzt ein ursprüngliches Trauma voraus1. Wer Aussagen, die unter dieser Bedingung gewonnen wurden, auf das Zuhören bei intimem, nicht gewaltförmigem Stoff überträgt, wechselt den Gegenstand.
Die Grenze verläuft dabei nicht dort, wo man sie vermutet. Kiyimba und O'Reilly kamen zu ihrer Arbeit über eine Beobachtung an einem Projekt, dessen Thema nicht offenkundig sensibel war. Trotzdem reichten Sorge und Hilflosigkeit der beteiligten Transkriptionskraft aus, um ein Nachgespräch angezeigt erscheinen zu lassen. Daraufhin befragten die Autorinnen acht weitere Menschen, die qualitative Daten transkribieren1. Die Trennlinie liegt also nicht einfach zwischen harmlosem und schlimmem Material.
Wen trifft belastendes Zuhören außer den Interviewenden?
Auch die, die das Material weiterverarbeiten, und die, die im Feld zuhören, ohne helfen zu dürfen. Transkribierende erleben sich nach einer älteren Arbeit, die Kiyimba und O'Reilly wiedergeben, als unsichtbar und am Rand des Forschungsprozesses. Die beiden Autorinnen argumentieren, dass gerade diese Unsichtbarkeit das Risiko emotionaler Schäden erhöhe, möglicherweise bis zu einer stellvertretenden, sogenannten vikariösen Traumatisierung. In der qualitativen Forschung sei das bisher kaum als Problem behandelt worden1.
Näher am Trauma liegt ein Befund aus Eswatini. Megan Nguyen und Kolleg:innen haben Feldforschungs-Mitarbeitende befragt, die zu HIV und Gewalt Interviews führen und aus derselben Gemeinschaft stammen wie die Befragten. Sie berichten starke Schuldgefühle darüber, den Menschen, denen sie bei der Arbeit begegnen, keine unmittelbare Hilfe leisten zu können. Die Grenze der eigenen Rolle, zuhören zu dürfen und nicht eingreifen zu dürfen, wird so selbst zur Last3. Die Studie beruht auf knapp zwanzig Interviews und nennt keine Häufigkeit.
Für Dolmetschende und gemeindenah angeworbene Übersetzerinnen liegt eine eigene, schärfere Beobachtung vor. Rachel Berman und Vappu Tyyskä halten fest, dass Ethikkommissionen darauf eingerichtet sind, Forschungsteilnehmende zu schützen, während für gemeindenah angeworbene Übersetzerinnen und Interviewerinnen nach ihrer Kenntnis wenig vorgesehen ist. Das wiegt umso schwerer, als diese Personen in der Regel schlecht bezahlt werden, nicht im realistischen Verhältnis zu ihrer Arbeit4. Als mögliche Probleme der Übersetzerinnen nennen sie die Vertraulichkeit in einer kleinen Gemeinschaft und das Risiko, die eigene Gemeinschaft schlecht aussehen zu lassen oder vor ihr schlecht dazustehen. Über ihr eigenes Projekt schreiben sie, das Verhältnis zu den Übersetzerinnen habe mit der Abgabe der Transkripte und der Bezahlung geendet. Ob die Übersetzerinnen danach Schwierigkeiten hatten, wissen sie nicht4.
Dieselbe Arbeit benennt die Ursache ohne Beschönigung. Man habe im Allgemeinen angenommen, die Übersetzerinnen und Interviewerinnen arbeiteten „für“ das Forschungsteam statt „mit“ ihm. Man habe sie benutzt, statt mit ihnen zu arbeiten4. Die vier Fragen, an denen die beiden Autorinnen ihr Problem entlangführen, lauten: Wessen Sprache ist das? Wessen Gemeinschaft und Kultur? Wessen Macht und Autorität? Und wessen Risiko4?
Für den klinischen Bereich ist die Belastung dieser Gruppe erhoben. Angelika Geiling und Kolleg:innen haben fünfundzwanzig Studien zu Dolmetschenden in der psychischen Gesundheitsversorgung Geflüchteter zusammengetragen (sechs quantitative, neunzehn qualitative). Die Anteile mit schwerer sekundärer traumatischer Belastung reichen dort von 5 bis 50 Prozent. Für eine Metaanalyse gab es zu wenige quantitative Studien. Eine Häufigkeit lässt sich daraus nicht ablesen. Einen naheliegenden Mechanismus führt die Übersicht ausdrücklich als Vermutung, nicht als bestätigten Effekt: Dolmetschende sprächen in der ersten Person und seien deshalb stärker betroffen5. Für das Forschungsinterview selbst ist diese Belastung nicht gemessen. Was zur Verfügung steht, ist die Analogie aus dem klinischen Feld.
Was unterscheidet sekundäre Traumatisierung von belastendem Zuhören?
Die Voraussetzung, und mit ihr die Art der Forschung, die es dazu gibt. Nebeneinandergestellt sieht die Lage der hier ausgewerteten Arbeiten so aus:
| Sekundäre traumatische Belastung | Belastendes Zuhören ohne Trauma | |
|---|---|---|
| Voraussetzung | Das Gehörte handelt von einem Trauma1 | Sensible Themen, nicht durchweg als Trauma eingeordnet2 |
| Beschrieben als | natürliche Folge von Empathie mit einem traumatisierten Menschen | Veränderung im Alltag nach langem, nahem Zuhören |
| Untersucht hier bei | Dolmetschenden in der psychischen Versorgung Geflüchteter, 25 Studien5 | elf qualitativ Forschenden in einem gemeinsamen Gespräch2 |
| Was berichtet wird | schwere Belastung bei 5 bis 50 Prozent, je nach Studie | mehr Empfindlichkeit, wiederkehrende Erinnerungen, Schuld, fehlende Unterstützung |
| Zahlen | aus einzelnen Studien, stark voneinander abweichend | keine |
Nach der linken Spalte ist der Begriff benannt. Wer lange zugehört hat, ohne dass von einem Trauma die Rede war, steht in der rechten, und dort gibt es Beschreibungen, keine Zahlen.
Was hilft, und was fehlt an Unterstützung?
Beschrieben ist vor allem, was fehlt. In der Runde von Mallon und Elliott ist fehlende Unterstützung durch die eigene Institution einer der wiederkehrenden Punkte2. Kiyimba und O'Reilly hielten schon bei einem Projekt ohne offenkundig sensibles Thema ein Nachgespräch für angezeigt1. Berman und Tyyskä vermuten im Rückblick, ein Nachgespräch zwischen Projektleitung und Übersetzerinnen hätte mögliche Probleme sichtbar machen und auffangen können. Stattgefunden hat es nicht4.
Ob ein Nachgespräch oder Supervision die Belastung senkt, messen diese Arbeiten nicht. Sie beschreiben eine Lücke, keinen erprobten Ausweg. Wie viel Abstand beim Zuhören angemessen ist und wann er in Gleichgültigkeit umschlägt, behandelt die Seite über professionelle Distanz beim Zuhören.
Vertiefung: Begriffe, Zeitverlauf, Dosis und die Grenze des Sagbaren
Welche Begriffe im Umlauf sind. Die hier ausgewerteten Arbeiten sind englischsprachig. Sie sprechen von secondary traumatic stress, also sekundärer traumatischer Belastung, und von vicarious traumatisation, der stellvertretenden oder vikariösen Traumatisierung. Die Definition oben ist bei Kiyimba und O'Reilly eine referierte, sie stammt nach ihrer Angabe aus einer Arbeit von Devilly und Kolleg:innen aus dem Jahr 20091. Wie der deutsche Ausdruck sekundäre Traumatisierung zu diesen Begriffen steht, klärt diese Seite nicht.
Nimmt die Belastung mit der Zeit zu? Das ist die Frage, auf die der Alltagsverstand mit Ja antwortet, und die geprüfte Literatur tut es nicht. Kiyimba und O'Reilly halten fest, dass wiederholte Auseinandersetzung mit demselben Material eine kumulative Wirkung riskiere. Das ist eine Annahme, die in dieser Literatur oft wiederholt und nirgends gemessen wird1.
In die andere Richtung zeigt eine Übersichtsarbeit zu vikariösem posttraumatischem Wachstum. Shekinah Manning-Jones und Kolleg:innen berichten, dass mehrere qualitative Studien mit zunehmendem Zeitverlauf ein Abklingen der anfänglichen Belastung beschreiben, ersetzt durch persönliches Wachstum. Es ist ihre eigene Zusammenfassung dieser Studien, ebenfalls ohne Zahlen. Niemand misst dort, nach wie vielen Monaten. Dieselbe Arbeit hält fest, dass das Verhältnis von sekundärer Belastung zu positivem Wachstum in der Forschung uneinheitlich ausfällt. Es finden sich ein positiv-linearer Zusammenhang, gar kein Zusammenhang und ein kurvilinearer6.
Damit ist beides nicht belegt, weder „mehr Stunden, mehr Schaden“ noch „mit der Zeit wird es von selbst besser“.
Die Dosis-Frage hat keine Antwort, und das ist selbst ein Ergebnis. Die gesichtete Literatur wurde gezielt daraufhin durchgesehen, ob irgendwo ein stundenbasiertes Belastungsmaß auftaucht, etwa Stunden Tonmaterial, Anzahl Interviews oder Dauer eines Projekts als Vorhersagegröße. In keiner der gesichteten Arbeiten kommt eine solche Größe vor, weder in der Trauma-Literatur noch in der zu sensiblen, nicht-traumatischen Themen noch in der zu Transkription und Dolmetschen. Aus einer Stundenzahl lässt sich deshalb nicht ablesen, wie wahrscheinlich eine bestimmte Belastung wird.
Was sich sagen lässt, und was nicht. Zulässig ist der Satz, dass anhaltendes, empathisch beteiligtes Zuhören einen emotionalen Preis hat, auch dann, wenn das Gehörte klinisch nicht als traumatisch eingeordnet wird. Belegt ist er mit einer qualitativen Arbeit mit elf Beteiligten2.
Nicht zulässig ist, daraus eine Diagnose zu machen. Der klinische Begriff ist schon nach seiner Definition an ein Trauma gebunden1. Keine der hier ausgewerteten Arbeiten prüft ihn an intimem, nicht gewaltförmigem Stoff. Wer die Begriffe trotzdem benutzt, gewinnt nur den Anschein von Wissen und verliert die Unterscheidung, die er eigentlich gebraucht hätte.
Was offen bleibt. Eine Untersuchung, die die Belastung Forschender speziell bei Interviews über Begehren zum Gegenstand hat (nicht über Gewalt, Verlust oder Krankheit), fand sich in der gesichteten Literatur nicht; gezielt danach gesucht wurde allerdings nicht. Die dort gesichteten Arbeiten aus der Sexualforschung fragen nach der Belastung der Befragten, nicht der Fragenden. Ob es eine solche Untersuchung gibt, bleibt damit offen.
Was hier steht, ersetzt weder Supervision noch ein Gespräch mit einer Fachperson. Wenn Sie den Eindruck haben, dass Gehörtes Ihren Alltag verändert, ist das ein Grund, mit jemandem darüber zu sprechen, und kein Grund, sich selbst eine Diagnose zu geben.
Wovon die eigene Aufmerksamkeit für fremde Geschichten lebt, ist am Ende eine Frage nach dem eigenen Verlangen. Das Buch macht daraus seinen Gegenstand. Der Selbstauskunftsbogen geht ihr in Fragen nach, nicht in Kategorien, und behält keine Antwort.
- Kiyimba, N., & O'Reilly, M. (2016). The risk of secondary traumatic stress in the qualitative transcription process: A research note. Qualitative Research 16(4), S. 468–476; Abschnitte „Transcriptionist wellbeing“, „The emotional reactions precipitated by transcribing distressing data“, „The possibility of transcriptionists' secondary stress and vicarious traumatisation“ und „Discussion“. Gelesen wurde ein Autor:innen-Manuskript ohne Verlagspaginierung; die Fundstellen sind abschnittsgenau, nicht seitengenau. Die Definition ist im Original eine referierte Bestimmung („has been defined as“, nach Devilly u. a. 2009), keine eigene Prägung der Autorinnen; auch „unsichtbar und am Rand“ geben sie nach einer älteren Arbeit wieder (Gregory, Russell & Phillips 1997), die für diese Seite nicht eingesehen wurde. Die deutsche Wiedergabe ist eine eigene Übersetzung.
- Mallon, S., & Elliott, I. (2019). The Emotional Risks of Turning Stories into Data: An Exploration of the Experiences of Qualitative Researchers Working on Sensitive Topics. Societies 9(3), Art. 62; Abschnitte 5.1–5.4. Gespräch von elf qualitativ Forschenden aus sensiblen Feldern (u. a. Tod und Sterben, Totgeburt, Obdachlosigkeit, Schwangerschaftsabbruch, Suizid, Drogenabhängigkeit, gelebte Erfahrung psychischer Erkrankung). Kein Effektmaß, keine Häufigkeitsangabe. Die deutsche Wiedergabe der Äußerungen aus der Runde ist eine eigene Übersetzung. Eng zu lesen: Die Arbeit setzt bei sensiblen, nicht durchweg als Trauma eingeordneten Themen an und schließt selbst mit dem Hinweis auf Material, das Forschende als traumatisch erleben können.
- Nguyen, M., Goldsamt, L., Mazibuko, N., Zondo, S., & Fielding-Miller, R. (2021). Emotional distress among frontline research staff. Social Science & Medicine 281, Art. 114101; Abschnitt 4.2. Gelesen wurde das Autor:innen-Manuskript (CC BY 4.0) über PubMed Central; Fundstelle abschnittsgenau. Reichweite: knapp zwanzig Interviews, keine Prävalenzrate; Feldforschungs-Mitarbeitende in Eswatini, aus derselben Gemeinschaft rekrutiert, Erhebungsthema HIV und Gewalt. Die deutsche Wiedergabe ist eine eigene Übersetzung.
- Berman, R. C., & Tyyskä, V. (2011). A Critical Reflection on the Use of Translators/Interpreters in a Qualitative Cross-Language Research Project. International Journal of Qualitative Methods 10(2), S. 178–190; die zitierten Stellen auf S. 180, S. 181 und S. 186. Open Access (CC BY). Vorbehalt zur Fundstelle: Der Kolumnentitel des gelesenen PDF nennt „2010, 10(1)“, während Verlagsnachweis und Sekundärzitate 2011, 10(2), 178–190 angeben; die Startseite 178 passt zu 10(2). Der Widerspruch ist dokumentiert und nicht stillschweigend geglättet. Deutsche Wiedergabe als eigene Übersetzung.
- Geiling, A., Knaevelsrud, C., Böttche, M., & Stammel, N. (2021). Mental Health and Work Experiences of Interpreters in the Mental Health Care of Refugees: A Systematic Review. Frontiers in Psychiatry 12, Art. 710789. 25 Studien (6 quantitative, 19 qualitative). Vorbehalt: Der Wortlaut stammt aus einer Volltext-Extraktion und wurde für dieses Projekt nicht eigenständig gegengelesen; die Bibliografie ist über die Verlagsseite bestätigt. Eng zu lesen: Die dort berichtete Streuung zwischen Studien ist keine Prävalenzangabe, und der Erklärungsansatz „Dolmetschen in der ersten Person“ wird in der Übersicht selbst als Vermutung geführt.
- Manning-Jones, S., de Terte, I., & Stephens, C. (2015). Vicarious posttraumatic growth: A systematic literature review. International Journal of Wellbeing 5(2), S. 125–139; Abschnitte 4.4 und 5. Die Aussage zum Abklingen mit der Zeit ist die Zusammenfassung der Autor:innen über mehrere qualitative Studien, nicht ein eigener quantitativer Befund; sie wird hier ausdrücklich ihnen zugeschrieben und nicht den referierten Primärstudien, die für diese Seite nicht eingesehen wurden.