Narrative Identität: Was aus einer Lebensgeschichte wird, die jemand anders behält
Narrative Identität ist ein Rahmenmodell für ein Selbst, das sich in Geschichten fasst. Was aus einer Lebensgeschichte wird, die jemand anders behält, ist nicht gemessen. Im Labor erinnern Menschen, die etwas für eine bestimmte Person beschrieben haben, eher ihre Fassung als die Vorlage. Erfahren sie später, dass die Nachricht woanders landete, verschwindet das. Gemessen wurde über Minuten bis Wochen.
Wer einmal ausführlich über sein Leben gesprochen hat (in einem Interview, für ein Projekt, für jemanden, der es aufschreiben wollte), kennt die Frage, die hinterherkommt: Was ist jetzt damit? Solange nichts zurückkommt, bleibt sie unbeantwortet, und leicht zu stellen ist sie nicht.
Für das, was da übergeben wurde, hat die Psychologie einen Begriff. Was das Übergeben bewirkt, ist dagegen schmaler erforscht, als der Begriff vermuten lässt. Am nächsten kommt ein Laborversuch, und auch der misst etwas anderes.
Was bedeutet „narrative Identität“?
Das Wort narrativ heißt erzählend. Gemeint ist ein Selbst, das sich in Geschichten fasst, also eine Identität in Erzählform. Ausgearbeitet hat das Modell der Psychologe Dan McAdams. Im Rückblick beschreibt er, wie er in den 1980er Jahren den Identitätsbegriff von Erik Erikson als Geschichte gefasst hat. Identität ist danach eine verinnerlichte Lebensgeschichte, die sich weiter verändert. Sie gibt einem Leben einen Sinn nach rückwärts und nach vorn. Sie verortet eine Person in der Welt, fügt ihre Jahre zu einem Ganzen und stiftet Bedeutung und Zweck1. Das ist ein Rahmen für die Forschung, kein einzelner Befund.
Inzwischen wird diese Geschichte nach McAdams weniger fest gedacht. Er sieht sie stärker in laufenden Beziehungen und Gesprächen verankert, ja als einen Teil davon1. Für eine Lebensgeschichte, die jemand einer anderen Person übergeben hat, ist das kein Detail. Gehört sie zum Gespräch, dann hängt etwas davon ab, was aus diesem Gespräch wird. Diese Folgerung zieht diese Seite, nicht McAdams. Wie Menschen ihre eigene Vergangenheit erinnern und was das Erzählen daran ändert, ist gemessen worden. Davon handeln die Abschnitte weiter unten.
Hilft es, wenn die eigene Geschichte rund wird?
Dafür, dass eine Geschichte in sich geschlossen ist, gibt es den schwächsten Beleg. Eine Übersicht um Jonathan Adler hat 2016 die Forschung dazu gesichtet. Gefragt war, ob Merkmale erzählter Lebensgeschichten das Wohlbefinden besser vorhersagen, als es Persönlichkeitsmerkmale allein schon tun. Am deutlichsten war das bei dem, wovon eine Geschichte handelt, etwa bei Antrieb, Gefühlston und Sinnstiftung. Für ihren Aufbau, zum Beispiel ihre Kohärenz, fehlen solche Belege nach der Übersicht weitgehend, obwohl viel Theorie dafür spricht2.
Dazu kommt eine Grenze der Methode. Die meisten gesichteten Studien haben nur zu einem Zeitpunkt gemessen und Zusammenhänge berechnet. In welche Richtung ein solcher Zusammenhang wirkt, lässt sich damit kaum bestimmen2. Ein Versprechen wie „Erzähle es zu Ende, dann geht es dir besser“ lässt sich daraus nicht ableiten.
Ist die Idee, dass ein Leben eine Geschichte ist, unbestritten?
Nein. Der Philosoph Galen Strawson hat 2004 in Against Narrativity, also gegen die Narrativität, zwei Annahmen zurückgewiesen. Nach der ersten begreifen Menschen ihr Leben in der Regel als Geschichte. Nach der zweiten gehört ein solches Selbstverständnis zu einem guten Leben. Strawson hält beide für falsch. Es gebe Menschen, die ihr Leben ganz und gar nicht erzählend auffassen, und es gebe gute Arten, so zu leben3.
Er unterscheidet dazu zwei Weisen, sich selbst in der Zeit zu erleben. Wer diachron empfindet, spürt, dass das eigene Selbst schon in der fernen Vergangenheit da war und in der fernen Zukunft noch da sein wird. Wer episodisch empfindet, hat dieses Gefühl nicht. Solche Menschen neigen nach Strawson vermutlich nicht besonders dazu, ihr Leben als Erzählung zu sehen. Ärmer ist ihr Leben deshalb nicht. Es ist nach Strawson nicht weniger gefühlvoll und nicht weniger offen für Freundschaft, Liebe und Treue3.
Für eine übergebene Erzählung ist das mehr als eine Randbemerkung. Wenn umstritten ist, ob ein Leben als Geschichte zu verstehen ist, dann ist auch der Verlust einer erzählten Fassung nicht ohne Weiteres ein Verlust der narrativen Identität. Die Frage wird dadurch genauer. Sie lautet dann, was eine bestimmte, tatsächlich übergebene Erzählung noch bewirkt und was nicht mehr.
Wie verändert das Erzählen die eigene Erinnerung?
Im Labor erinnern Menschen nach dem Erzählen eher die erzählte Fassung. Zuerst aber zur Erinnerung selbst, denn sie folgt auch ohne Zuhörer der Gegenwart. Gregory Markus hat dieselben Menschen 1973 und 1982 befragt und sie beim zweiten Mal gebeten, ihre politischen Ansichten von 1973 aus dem Gedächtnis anzugeben. Ihre Erinnerungen lagen näher an ihrer Haltung von 1982 als an der Antwort, die sie tatsächlich gegeben hatten. Markus schließt daraus, dass die Autobiografie im Kopf nach einer Änderung so überarbeitet wird, dass die Änderung nicht mehr zu sehen ist. Dass die Befragten absichtlich täuschen wollten, hält er für so gut wie ausgeschlossen4. Gemessen hat er das an politischen Einstellungen, nicht an Lebensgeschichten. Was das für die Erinnerung an die eigene sexuelle Vorgeschichte heißen kann, fragt die Seite über das autobiografische Gedächtnis beim Wiedererzählen.
Der zweite Befund betrifft das Erzählen. Im sogenannten saying-is-believing-Verfahren beschreiben Versuchspersonen eine dritte Person für ein Gegenüber, dessen Haltung zu ihr sie kennen, und passen die Beschreibung dieser Haltung an. Fragt man sie später nach der ursprünglichen Vorlage, folgt ihre Erinnerung der angepassten Fassung. Sie halten am Ende für wahr und erinnern, was sie gesagt haben, und weniger das, was sie vorher über die Person gelesen hatten5.
Überträgt man das vorsichtig auf eine erzählte Lebensgeschichte, dann liefert das Erzählen nicht bloß ab, was schon feststand. Die Fassung, die dabei entsteht, könnte selbst auf die Erinnerung der erzählenden Person zurückwirken. Das ist eine Übertragung dieser Seite, kein Befund der Versuche. Wie sie aufgebaut sind, beschreibt der Überblick Erzählen und Begehren genauer.
Was ändert sich, wenn eine dritte Person die Erzählung entgegennimmt?
Sie hört nicht nur für sich. Thomas Trezise beschreibt, dass jemand, der Interviews für ein Videoarchiv führt, andere Zuhörende vertritt und auch für die hört, die ebenfalls wissen wollen6.
Die Arbeit stammt aus der Auseinandersetzung mit Zeugnissen Überlebender des Holocaust. Das ist ein anderer Gegenstand als eine erzählte Lebensgeschichte im Allgemeinen. Die Figur wird hier deshalb nur als Rolle übernommen, ohne ihren Kontext.
Als Rolle ist sie genau, und sie verschiebt die Frage. Wer einer solchen Person erzählt, spricht auch zu denen, die sie vertritt. Bleibt danach alles aus, ist mehr misslungen als ein Gespräch. Ausgeblieben ist eine Vertretung. Diese Lesart stammt von dieser Seite, nicht von Trezise.
Was passiert mit dem Gesagten, wenn nichts zurückkommt?
Untersucht ist das nicht. Am nächsten kommt ein Versuch, in dem eine Nachricht nachträglich an die falsche Person ging. Gerald Echterhoff, René Kopietz und E. Tory Higgins ließen Studierende eine Nachricht für eine namentlich genannte Person schreiben und abschicken. Einem Teil teilten sie danach mit, wegen eines Problems bei der Übermittlung habe eine andere Person die Nachricht bekommen und gelesen. Bei ihnen wirkte das Gesagte nicht mehr auf die eigene Erinnerung zurück.
Es half nicht, dass die Ersatzperson die Haltung der ursprünglich gemeinten teilte. Selbst als sie zur selben Gruppe gehörte und die Schreibenden erfuhren, dass sie die Nachricht verstanden hatte, blieb die Wirkung aus. Entscheidend war nach den Autoren die Verbindung zu der Person, für die ursprünglich geschrieben worden war. In einem der Versuche veränderte der Wechsel die Stimmung der Teilnehmenden nicht messbar. Die Rückwirkung fiel also weg, ohne dass sich das in der Stimmung zeigte7.
Wie weit dieser Versuch vom Fall einer übergebenen Lebensgeschichte entfernt ist, zeigt der Vergleich nach denselben Merkmalen5, 7:
| Im Versuch | Bei einer übergebenen Lebensgeschichte | |
|---|---|---|
| Was erzählt wurde | eine vorgelegte Beschreibung einer erfundenen Person | das eigene Leben |
| Was danach geschah | die Nachricht landete angeblich bei jemand anderem | sie bleibt bei der Person, der sie erzählt wurde, und es kommt nichts zurück |
| Zeitraum | Minuten bis wenige Wochen | Monate oder Jahre |
| Wer erzählte | deutsche Studierende, überwiegend Frauen, im Schnitt 23 bis 24 Jahre alt | Menschen jeden Alters |
Die rechte Spalte ist bisher nicht untersucht. Ob ein bloßes Ausbleiben jeder Antwort ähnlich wirkt wie eine umgeleitete Nachricht, sagt der Versuch nicht.
Ist das dasselbe, wie sein Leben für sich selbst zu erzählen?
Nein. Wer sein Leben aufschreibt und für sich behält, hat die Verfügung darüber nicht abgegeben. Wer es einer anderen Person übergibt, hat zweierlei getan, erzählt und übergeben. Nur das Übergeben kann scheitern, und das Erzählen lässt sich trotzdem nicht rückgängig machen.
Eine Rangfolge folgt daraus nicht. Für sich allein zu erzählen ist weder besser noch schlechter. Der Unterschied liegt darin, dass die eine Fassung bei der erzählenden Person bleibt und die andere nicht. Wer wissen will, was aus einer übergebenen Erzählung wird, stellt deshalb eine andere Frage als jemand, der sein Leben für sich sortiert.
Wer mit einer solchen Erfahrung selbst nicht zurechtkommt, ist bei einer Fachperson besser aufgehoben als bei einer Übersicht über Forschungslücken.
Vertiefung: Herkunft des Begriffs, die Versuche im Einzelnen und eine Rolle, die selten benannt wird
Wie McAdams sein Modell heute einordnet. In seinem Rückblick von 2018 hält McAdams fest, dass die narrative Identität inzwischen vielgestaltiger und beweglicher gedacht wird als in seiner Fassung von 1985. Er nennt sie auch stärker kulturell geprägt1. Das spricht dagegen, das Modell als Ausstattung jedes Menschen zu lesen. So ordnet diese Seite es ein.
Was die Übersicht von Adler und Kollegen genau prüft. Sie teilt die Merkmale erzählter Lebensgeschichten in vier Gruppen. Drei betreffen den Inhalt: Themen des Antriebs, Themen des Gefühls und Themen, in denen jemand Erlebtes zu einem Sinn verbindet. Die vierte betrifft den Aufbau, also etwa Kohärenz. Geprüft wird die zusätzliche Vorhersagekraft, das heißt, ob diese Merkmale über Persönlichkeitsmerkmale und andere Größen hinaus etwas über das Wohlbefinden sagen. Zum Aufbau halten die Autoren fest, dass trotz reicher Theorie nur sehr wenige Studien das direkt untersucht haben2. Ein Zusammenhang, auch einer über die Zeit, zeigt ohnehin noch keine Wirkung.
Wie Markus die Begründungen gemessen hat. Das Panel umfasste zwei Generationen, 898 Eltern und 1.135 ihrer Kinder, für die alle Angaben vorlagen. Wer eine Entwicklung in Erinnerung hatte, die seinen eigenen früheren Antworten widersprach, hatte trotzdem fast immer eine Erklärung dafür; nur 5 bis 10 Prozent blieben sie schuldig. Die Art dieser Erklärungen war statistisch dieselbe wie bei Veränderungen, die tatsächlich stattgefunden hatten4. Eine plausible Begründung sagt also noch nichts darüber, ob das Begründete stimmt.
Die umgeleitete Nachricht im Einzelnen. In Experiment 2 (69 Teilnehmende) ging die Nachricht angeblich an jemanden aus einer anderen Gruppe, der aber dieselbe Haltung zur beschriebenen Person hatte. Diese Übereinstimmung reichte nach den Autoren nicht aus, um die Trennung von der ursprünglichen Empfängerin auszugleichen. In Experiment 3 (118 Teilnehmende) gehörte die neue Empfängerin zur selben Gruppe, und alle erfuhren, dass sie die Nachricht verstanden hatte. Auch dann verschwand die Wirkung auf die Erinnerung. Der Stimmungsvergleich ist ein Nullbefund aus Experiment 2. Gefunden wurde kein Unterschied, und das ist nicht dasselbe wie ein nachgewiesenes Gleichbleiben7.
Die Rolle der Stellvertretung, und warum sie hier ohne ihren Kontext steht. Trezise bestreitet nicht, dass die Zuhörenden zählen. Er rechnet Dori Laub ausdrücklich an, auf die Beziehungsseite des Zeugnisses aufmerksam gemacht zu haben. Laub habe darauf bestanden, dass die Zuhörerin als Zeugin der Zeugin eine entscheidende Rolle dafür spiele, dass eine solche Erzählung beginnt und sich entfaltet. Trezises Kritik gilt Laubs Art des Zuhörens. Sie scheine Laub in gewissem Maß daran gehindert zu haben, den anderen Zuhörenden zuzuhören. In dieser Auseinandersetzung fällt der Satz über die Interviewenden, die für andere hören. Er gehört zu Trezises Gegenvorschlag und ist kein empirischer Befund6.
Dass dieser Zusammenhang hier nur mit ausdrücklicher Herkunftsangabe auftaucht, hat einen Grund, den dasselbe Feld selbst formuliert. Marianne Hirsch und Leo Spitzer warnen davor, Trauma und Sprachzusammenbruch so stark zu betonen, dass darüber der Reichtum an Wissen verdeckt wird. Diesen Reichtum haben Tausende von Zeuginnen und Zeugen übermittelt, die aussagen wollten8. Ein Vokabular, das jedes Erzählen zur Grenzerfahrung erklärt, beschreibt weder deren Lage noch die eines Menschen, der sein Leben in einem Interview erzählt hat.
Falls Sie gerade merken, dass Sie Ihre eigene Geschichte länger nicht in eigenen Worten gehört haben: Der Selbstauskunftsbogen besteht aus Fragen, nicht aus Ergebnissen, und niemand liest mit.
- McAdams, D. P. (2018). Narrative Identity: What Is It? What Does It Do? How Do You Measure It? Imagination, Cognition and Personality 37(3), S. 359–372; die Stellen auf S. 361. Rückblick des Autors auf sein Modell, kein empirischer Einzelbefund. Verlagsfassung gelesen. Die deutsche Wiedergabe ist eine eigene Übersetzung.
- Adler, J. M., Lodi-Smith, J., Philippe, F. L., & Houle, I. (2016). The Incremental Validity of Narrative Identity in Predicting Well-Being: A Review of the Field and Recommendations for the Future. Personality and Social Psychology Review 20(2), S. 142–175; die Stellen auf S. 142, 168 und 170. Forschungsüberblick. Verlagsfassung gelesen. Die deutsche Wiedergabe ist eine eigene Übersetzung.
- Strawson, G. (2004). Against Narrativity. Ratio 17(4), S. 428–452; die Stellen auf S. 429–431. Philosophischer Aufsatz, kein empirischer Befund. Verlagsfassung gelesen. Die deutsche Wiedergabe ist eine eigene Übersetzung.
- Markus, G. B. (1986). Stability and Change in Political Attitudes: Observed, Recalled, and „Explained“. Political Behavior 8(1), S. 21–44; Abstract S. 21, Korrelationen S. 31, Erklärungsbereitschaft und Täuschungsabsicht S. 39. Panel 1973/1982, 898 Eltern und 1.135 Kinder mit vollständigen Daten. Die Seitenzahlen stammen aus den Kolumnentiteln eines Repositoriums-Scans, nicht aus einem Verlagssatz. Die deutsche Wiedergabe ist eine eigene Übersetzung.
- Echterhoff, G., Higgins, E. T., & Levine, J. M. (2009). Shared Reality: Experiencing Commonality With Others' Inner States About the World. Perspectives on Psychological Science 4(5), S. 496–521; die Stellen auf S. 502. Übersichtsarbeit; die referierten Einzelstudien wurden für diese Seite nicht im Original eingesehen. Die deutsche Wiedergabe ist eine eigene Übersetzung.
- Trezise, T. (2008). Between History and Psychoanalysis: A Case Study in the Reception of Holocaust Survivor Testimony. History & Memory 20(1), S. 7–47; die Würdigung Laubs auf S. 7, die Stelle zur Interviewerin als Stellvertreterin auf S. 24, die Kritik an Laubs Art des Zuhörens im selben Abschnitt (Binnenseite nicht ausgezeichnet). Herkunftsfeld: Auseinandersetzung mit der Rezeption von Video-Zeugnissen Überlebender des Holocaust, kein Befund über Lebenserzählungen im Allgemeinen. Die deutsche Wiedergabe ist eine eigene Übersetzung.
- Echterhoff, G., Kopietz, R., & Higgins, E. T. (2013). Adjusting Shared Reality: Communicators' Memory Changes As Their Connection With Their Audience Changes. Social Cognition 31(2), S. 162–186; Experimente 2 (N = 69) und 3 (N = 118). Vorbehalt: Gelesen wurde die Autorenfassung, nicht der Verlagssatz; Band, Heft und Seiten stammen aus einer Metadatenquelle. Gemessen wurde über Minuten bis wenige Wochen, an deutschen Studierenden.
- Hirsch, M., & Spitzer, L. (2009). The witness in the archive: Holocaust Studies / Memory Studies. Memory Studies 2(2), S. 151–170; Fundstelle abschnittsgenau. Die deutsche Wiedergabe ist eine eigene Übersetzung.