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title: "Wie entsteht ein Fetisch? Vier Erklärungsmodelle | Schatten der Psyche"
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Wie Begehren entsteht

# Wie entsteht ein Fetisch? Vier Erklärungsmodelle und was sie taugen

![Ein gewöhnlicher, glatter Kieselstein, der auf einem leuchtenden, edlen Sockel ausgestellt wird.](https://schatten-der-psyche.de/_ipx/f_webp&q_82&s_1440x810/images/c-00-begehren-entsteht.jpg)

Für die Entstehung eines Fetischs gibt es vier ernstzunehmende Erklärungsmodelle: Kopplung, Übergangsobjekt, Bindung und Kulturgeschichte. Keines von ihnen erklärt den Einzelfall. Sie beschreiben, wie eine Verknüpfung entstehen kann, nicht warum ausgerechnet dieses Objekt bei diesem Menschen. Diese Lücke ist der eigentliche Forschungsstand. Der Begriff selbst stammt aus dem Jahr 1887.

Die Frage wird fast immer in einer bestimmten Tonlage gestellt: nicht neugierig, sondern prüfend. Wer wissen will, wie so etwas entsteht, will meistens wissen, ob es einen Grund gibt, und ob dieser Grund etwas Schlimmes ist.

Die Forschungslage gibt darauf eine unbefriedigende und zugleich entlastende Antwort. Es gibt mehrere Modelle, sie erklären jeweils einen Teil, und die entscheidende Stelle bleibt bei allen vieren offen.

Vorab eine Unterscheidung, ohne die der Rest nicht funktioniert: **Ein Fetisch ist keine Diagnose.** Gemeint ist eine sexuelle Vorliebe für Gegenstände oder für Körperteile außerhalb der Genitalien. Die klinische Kategorie heißt fetischistische Störung und verlangt zusätzlich klinisch bedeutsamen Leidensdruck oder eine Beeinträchtigung<sup>1</sup>. Dieser Artikel handelt von der Entstehung einer Vorliebe, nicht von einem Krankheitsbild.

Und noch eine Zahl vorweg, weil sie die Frage anders färbt. Christian Joyal und Julie Carpentier haben 2016 eine an der Bevölkerung Québecs ausgerichtete Stichprobe von 1.040 Personen befragt und fanden, dass mehrere der Kategorien, die das Diagnosesystem als Paraphilien führt, häufiger vorkommen als die Schwelle, ab der ein Merkmal üblicherweise als statistisch ungewöhnlich gilt<sup>2</sup>. Fetischistisches Interesse gehört dazu. Wer also fragt, wie so etwas entsteht, fragt nicht nach einer Ausnahme.

## Modell 1: Wie funktioniert die Kopplung von Reiz und Erregung?

Das älteste Modell ist zugleich das am besten geprüfte. Alfred Binet führte 1887 den Begriff in die Sexualwissenschaft ein und erklärte die Sache als zufällige Verknüpfung: Ein an sich neutraler Gegenstand fällt mit sexueller Erregung zusammen und bleibt mit ihr verbunden<sup>3</sup>. Binet unterschied dabei bereits einen kleinen Fetischismus, den er für normal hielt (jeder Mensch hat Vorlieben für Details), von einem großen, bei dem ein einzelnes Detail alle anderen Aspekte verdrängt.

Experimentell geprüft wurde diese Idee erst deutlich später. Stanley Rachman zeigte 1966 an drei männlichen Versuchspersonen, dass sich sexuelle Erregung auf einen zuvor neutralen Reiz übertragen lässt: Ein Bild von Stiefeln wurde wiederholt unmittelbar vor erregenden Aufnahmen gezeigt, und nach 24 bis 65 Durchgängen reagierten die Versuchspersonen auf die Stiefel allein<sup>4</sup>. Eine Replikation, die zusätzlich für Pseudokonditionierung kontrollierte, folgte 1968<sup>5</sup>.

Eine Ergänzung stammt von McGuire und Kollegen, die die Rolle wiederholter Fantasie betonten: Nicht das ursprüngliche Erlebnis müsse erregend gewesen sein. Die Erregung könne sich über die wiederholte Erinnerung daran erst aufbauen<sup>6</sup>.

**Und hier ist die Grenze des Modells.** Es erklärt, **dass** gekoppelt wird. Es erklärt nicht, warum bei diesem Menschen ausgerechnet dieser Gegenstand gekoppelt wurde und Millionen anderer gleichzeitig vorhandener Reize nicht. Als alleinige Ursache trägt die Kopplung nicht, denn die Forschung am Menschen ist in diesem Feld dünn und methodisch anfällig, wie ein Überblick von 2004 ausdrücklich festhält<sup>7</sup>. Eine experimentelle Arbeit von 2004 fand Konditionierungseffekte bei Frauen und Männern, aber weniger robust als in Tierversuchen<sup>8</sup>.

## Modell 2: Was hat ein Fetisch mit einem Übergangsobjekt zu tun?

Donald Winnicott beschrieb 1953 das **Übergangsobjekt**: den Gegenstand, mit dem ein Kind den Weg von der Verschmelzung mit der Bezugsperson zum Getrenntsein bewältigt<sup>9</sup>. Entscheidend ist bei ihm nicht der Gegenstand, sondern sein **Gebrauch**. Dieselbe Decke kann ein Übergangsobjekt sein oder eben nur eine Decke<sup>10</sup>.

Bei gelingender Entwicklung verliert das Objekt allmählich seine Bedeutung und geht in einem weiteren Feld auf: Spiel, Kunst, Kultur<sup>9</sup>. Winnicott selbst hat die Linie zum Fetisch gezogen: Das Übergangsobjekt **kann** sich zu einem Fetischobjekt entwickeln und in die erwachsene Sexualität hineinreichen<sup>9</sup>.

Zwei Dinge sind an dieser Stelle wichtig. Der Modalvorbehalt gehört dazu: Winnicott schreibt, dass es geschehen kann, nicht dass es geschieht. Und die Richtung ist nicht die einer Störung. Das Übergangsobjekt ist bei ihm gesunde Entwicklung; der Fetisch ist eine mögliche Fortsetzung davon, nicht ihr Defekt.

Louise Kaplan hat die beiden 2006 gegeneinander geschärft: Das Übergangsobjekt ermöglicht es, unbekanntes Gelände zu betreten; die fetischistische Strategie wehrt eine wahrgenommene Bedrohung ab<sup>11</sup>. Das ist eine Unterscheidung nach Funktion, nicht nach Gegenstand, und damit näher an Winnicotts eigener Logik als jede Liste von Objekten.

## Modell 3: Spielt der Bindungsstil eine Rolle?

Hier ist die Antwort am ehrlichsten kurz: Man weiß es nicht.

Zur Verbindung von Bindung und Sexualität allgemein gibt es belastbare Forschung. Sie betrifft sexuelle Motive und Zufriedenheit, nicht sexuelle Vorlieben; dazu steht mehr im Artikel über [Bindungsstile und was die Forschung wirklich sagt](https://schatten-der-psyche.de/bindungsstile). Zur Verbindung von Bindung und **Fetisch** ließ sich in diesem Projekt genau eine empirische Arbeit finden: eine Querschnittsstudie an iranischen Medizinstudierenden, die unsichere Bindung als vermittelnde Größe zwischen Persönlichkeitsmerkmalen und fetischistischem Verhalten modelliert<sup>12</sup>.

Diese eine Studie trägt die Behauptung nicht. Kleine Stichprobe, Querschnittsdesign, ein kultureller Kontext. Daraus lässt sich kein allgemeiner Zusammenhang ableiten. Die naheliegende Idee, ein Fetisch sei ein Ersatzobjekt für eine unerreichbare Bezugsperson, ist theoretisch plausibel und **empirisch ungeprüft**. Sie steht hier als das, was sie ist: eine Hypothese.

## Modell 4: Warum heißt es überhaupt „Fetisch“?

Das vierte Modell erklärt nicht die Entstehung einer Vorliebe, sondern die Entstehung des Begriffs, und es verändert, wie die anderen drei zu lesen sind.

William Pietz hat in drei Aufsätzen zwischen 1985 und 1988 gezeigt, dass der Fetisch als Idee nicht in einer außereuropäischen Gesellschaft entstanden ist, sondern in den Kontaktzonen der westafrikanischen Küste im 16. und 17. Jahrhundert, als Kategorie, mit der europäische Händler und Missionare eine fremde Praxis beschrieben, die sie nicht verstanden<sup>13</sup>. Im 19. Jahrhundert wurde der Begriff zweimal übernommen: von Marx für den Warenfetischismus und von der Sexualwissenschaft für die sexuelle Vorliebe. Beide Male wurde die koloniale Herkunft mit übernommen und zugleich unsichtbar.

J. Lorand Matory hat diese Analyse 2018 um eine afroatlantische Perspektive erweitert und argumentiert, dass die europäischen Fetischismus-Theorien selbst Züge dessen tragen, was sie beschreiben<sup>14</sup>.

Der Ertrag für die Ausgangsfrage ist kein historischer, sondern ein methodischer: Der Begriff, mit dem gefragt wird, ist nicht neutral. Er trägt eine Wertung mit, die älter ist als jede Theorie über die Entstehung.

## Wann entsteht ein Fetisch?

Diese Frage wird in populären Darstellungen mit einer Zahl beantwortet, meist mit einer Altersspanne in der späten Kindheit. Für diese Seite ließ sich dafür **keine einzige peer-reviewte Arbeit** finden. Die Angabe kursiert in Ratgeberformaten, und keines von ihnen nennt eine Studie.

Der Grund ist nicht Nachlässigkeit der Forschung, sondern ein Designproblem, das sich nicht umgehen lässt. Was sich erheben lässt, ist der Zeitpunkt, zu dem jemand ein Interesse **bemerkt hat**, rückblickend, per Selbstauskunft. Was sich damit nicht erheben lässt, ist der Zeitpunkt, zu dem es **entstanden ist**. Zwischen beidem können Jahre liegen, und niemand kann sagen, wie viele.

Um die zweite Frage zu beantworten, bräuchte es eine prospektive Längsschnittstudie, die Kinder über Jahre begleitet und dabei die Entwicklung sexueller Interessen erhebt. Eine solche Studie gibt es aus naheliegenden forschungsethischen Gründen nicht, und es wird sie nicht geben.

Was daraus folgt, ist unbequem und ehrlich: Die verbreitete Auskunft, Fetische entstünden „fast immer in der Jugend“, ist keine Erkenntnis, sondern eine Vermutung, die durch Wiederholung den Ton einer Erkenntnis angenommen hat. Sie ist plausibel, denn die drei psychologischen Modelle oben legen alle eine frühe Prägephase nahe. Belegt ist sie nicht.

## Was erklärt keines der vier Modelle?

Die Auswahl. Alle vier beschreiben Mechanismen: Verknüpfung, Übergang, Beziehungserfahrung, kulturelle Codierung. Keines beantwortet, warum ein bestimmter Mensch ein bestimmtes Objekt besetzt und ein anderer, unter äußerlich vergleichbaren Bedingungen, keines.

Das ist keine Wissenslücke, die demnächst geschlossen wird. Es ist die Stelle, an der die Modelle prinzipiell aufhören, weil sie über Populationen sprechen und die Frage nach dem Einzelfall gestellt wird. Wer die Frage „warum ich?“ an die Forschung richtet, bekommt aus methodischen Gründen keine Antwort.

<details>

<summary>Vertiefung: Befundlage, Methodenkritik und die Herkunft des Begriffs</summary>



**Zur Datierung von McGuire und Kollegen.** Die Arbeit wird in der Literatur teils auf 1964, teils auf 1965 datiert; die DOI-Zuordnung spricht für 1964, die große Mehrzahl der Zitierungen verwendet 1965. In diesem Projekt ist die Frage nicht abschließend geklärt, weil das Original nicht eingesehen wurde. Deshalb steht die Jahreszahl im Quellenverzeichnis mit Vorbehalt<sup><a href="#quellen">6</a></sup>. Für die Sache selbst ist das folgenlos, für ein Zitat wäre es das nicht.

**Was Rachmans Experiment methodisch wirklich zeigt.** Drei Versuchspersonen, alle männlich, ein einziger Reiztyp, gemessen wurde eine körperliche Reaktion<sup><a href="#quellen">4</a></sup>. Das ist ein Machbarkeitsnachweis: Es zeigt, dass eine solche Kopplung im Labor herstellbar ist. Es zeigt nicht, dass Fetische im Leben so entstehen, und schon gar nicht, dass sie so und nur so entstehen. Die Replikation von 1968 macht den Befund robuster, ändert aber nichts an seiner Reichweite<sup><a href="#quellen">5</a></sup>.

Der Überblicksartikel von 2004 formuliert das Problem in aller Deutlichkeit: Die Verhaltenstherapie-Literatur ist reich an Fallberichten, die menschliche empirische Forschung dagegen begrenzt und von methodischen Vermengungen belastet<sup><a href="#quellen">7</a></sup>. Robuster sind die Befunde aus der Tierforschung, mit dem bekannten Übertragungsproblem.

**Warum die Reihenfolge der Modelle nicht ihre Rangfolge ist.** Die vier Modelle arbeiten auf verschiedenen Ebenen und schließen einander nicht aus. Die Kopplung beschreibt einen Lernvorgang, das Übergangsobjekt eine Entwicklungsfunktion, die Bindung eine Beziehungsgeschichte, die Kulturgeschichte den Rahmen, in dem all das benannt wird. Ein Erklärungsversuch, der eine Ebene für die eigentliche erklärt, hat sich zwischen ihnen entschieden, ohne dass die Befundlage diese Entscheidung hergäbe.

**Was in diesem Feld ausdrücklich nicht belegt ist.** Drei Behauptungen, die in populären Darstellungen häufig vorkommen und in diesem Projekt keine Quelle haben: dass sich der Ort eines Fetischs neuroanatomisch aus der Nachbarschaft von Körperrepräsentationen im Gehirn ableiten lasse; dass sich aus einem Bindungsstil eine bestimmte Vorliebe vorhersagen lasse; und dass Fetische durch **Prägung** im ethologischen Sinn entstünden, also durch eine Festlegung in einem biologisch definierten Zeitfenster, wie sie bei Tieren beschrieben ist. Die dritte Behauptung ist im Netz besonders verbreitet, weil sie wissenschaftlich klingt; eine peer-reviewte Primärarbeit am Menschen, die das zeigt, ließ sich nicht finden. Die vierte, das Entstehungsalter, hat einen eigenen Abschnitt in der Kurzfassung bekommen, weil sie zu häufig gestellt wird, um sie in eine Aufzählung zu schieben.

**Zur Sprache.** Der Ausdruck „Fetischist“ wird in diesem Projekt nicht verwendet. Eine Vorliebe ist kein Personentyp, und die Bezeichnung macht aus einem Merkmal eine Identität, die weder die Diagnostik noch die zitierte Forschung hergibt. Aus demselben Grund steht „Perversion“ hier nicht als Synonym für Fetisch: Es ist ein Urteil, kein Fachbegriff.

**Was dieser Artikel offenlässt.** Fünf Anschlussfragen haben je einen eigenen Artikel: wie weit <a href="https://schatten-der-psyche.de/wie-begehren-entsteht/konditionierung-und-grenzen">Konditionierung als Erklärung trägt und wo sie endet</a>, was <a href="https://schatten-der-psyche.de/wie-begehren-entsteht/winnicotts-uebergangsobjekt">Winnicotts Übergangsobjekt</a> mit einem Fetisch zu tun hat, wo genau die Grenze zwischen <a href="https://schatten-der-psyche.de/wie-begehren-entsteht/fetisch-vorliebe-stoerung">Fetisch, Vorliebe und Störung</a> verläuft, ob <a href="https://schatten-der-psyche.de/wie-begehren-entsteht/erregung-und-verlangen">Erregung und Verlangen dasselbe sind</a> (sie sind es nicht) und was es bedeutet, wenn <a href="https://schatten-der-psyche.de/wie-begehren-entsteht/erregungsdiskordanz">der Körper reagiert, ohne dass jemand das will</a>. Offen bleibt dagegen weiterhin, ob und in welchem Alter Fetische überwiegend entstehen: Für eine Altersaussage ließ sich keine tragfähige Quelle finden, und diese Seite wird deshalb bewusst noch nicht geschrieben.

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1. American Psychiatric Association (2013). *Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders*, 5. Aufl. American Psychiatric Publishing, Arlington. Kapitel „Paraphilic Disorders“: Kriterium A (wiederkehrende, intensive Erregung durch nichtlebende Objekte oder nicht-genitale Körperteile über mindestens sechs Monate), Kriterium B (klinisch bedeutsamer Leidensdruck oder Beeinträchtigung).
2. Joyal, C. C., &amp; Carpentier, J. (2016). The Prevalence of Paraphilic Interests and Behaviors in the General Population: A Provincial Survey. *The Journal of Sex Research* 54(2), S. 161–171. N = 1.040, Stichprobe an der Bevölkerung Québecs ausgerichtet. **Vorbehalt:** Der Volltext war nicht zugänglich; die kursierenden Einzelprozentzahlen stammen aus einer Presseinformation der Universität und werden hier deshalb nicht wiedergegeben. Die Jahresangabe ist uneinheitlich (Online-Erstveröffentlichung 2016, Bandzuordnung 2017).
3. Binet, A. (1887). Le fétichisme dans l'amour. *Revue Philosophique* 24, S. 143–167 und 252–274. Einführung des Begriffs; Erklärung über zufällige Verknüpfung; Unterscheidung von „petit“ und „grand fétichisme“. Bibliografisch verifiziert; die inhaltlichen Thesen sind über Sekundärliteratur bestätigt, der Originaltext wurde nicht vollständig eingesehen.
4. Rachman, S. (1966). Sexual Fetishism: An Experimental Analogue. *The Psychological Record* 16, S. 293–296. Drei Versuchspersonen, Kriterium fünf aufeinanderfolgender Reaktionen, erreicht nach 30, 65 und 24 Durchgängen.
5. Rachman, S., &amp; Hodgson, R. J. (1968). Experimentally-Induced „Sexual Fetishism“: Replication and Development. *The Psychological Record* 18, S. 25–27.
6. McGuire, R. J., Carlisle, J. M., &amp; Young, B. G. Sexual Deviations as Conditioned Behaviour. *Behaviour Research and Therapy* 2(2–4), S. 185–190. **Vorbehalt zur Jahreszahl:** teils 1964, teils 1965 zitiert; die DOI-Zuordnung spricht für 1964, die verbreitete Zitierpraxis für 1965. Das Original wurde nicht eingesehen, die Frage ist offen.
7. Akins, C. K. (2004). The Role of Pavlovian Conditioning in Sexual Behavior: A Comparative Analysis of Human and Nonhuman Animals. *International Journal of Comparative Psychology* 17(2), S. 241–262.
8. Hoffmann, H., Janssen, E., &amp; Turner, S. L. (2004). Classical Conditioning of Sexual Arousal in Women and Men: Effects of Varying Awareness and Biological Relevance of the Conditioned Stimulus. *Archives of Sexual Behavior* 33(1), S. 43–53.
9. Winnicott, D. W. (1953). Transitional Objects and Transitional Phenomena. *International Journal of Psycho-Analysis* 34, S. 89–97. Übergangsobjekt, Diffusion ins kulturelle Feld, sowie Winnicotts eigener Hinweis auf die mögliche Entwicklung zum Fetischobjekt. Kein wörtliches Zitat übernommen.
10. Winnicott, D. W. (1971). *Playing and Reality.* Tavistock, London, Kapitel 1. „Nicht das Objekt, sondern sein Gebrauch“; hier paraphrasiert.
11. Kaplan, L. J. (2006). *Cultures of Fetishism.* Palgrave Macmillan, New York, Kap. 1–2. Unterscheidung zwischen Übergangsobjekt und fetischistischer Strategie.
12. Zadeh Mohammadian, A. (2019). *The Neuroscience Journal of Shefaye Khatam* 7(2), S. 44–55. **Vorbehalt:** kleine Stichprobe (iranische Medizinstudierende), Querschnittsdesign, kulturell gebundener Kontext. Einzige gefundene empirische Arbeit zu Bindung und Fetisch; als Beleg für einen allgemeinen Zusammenhang nicht ausreichend.
13. Pietz, W. (1985, 1987, 1988). The Problem of the Fetish, I / II / IIIa. *RES: Anthropology and Aesthetics* 9, S. 5–17; 13, S. 23–45; 16, S. 105–124. Thesen über Sekundärliteratur bestätigt.
14. Matory, J. L. (2018). *The Fetish Revisited: Marx, Freud, and the Gods Black People Make.* Duke University Press, Durham. Kernthesen über Rezensionen bestätigt, Volltext nicht eingesehen.

</details>

Die Frage „warum ich?“ beantwortet keines der vier Modelle. Die nach dem eigenen Muster lässt sich immerhin stellen: Der [Selbstauskunftsbogen](https://schatten-der-psyche.de/selbsttest) dauert zwölf Minuten und speichert nichts. Wie die vier Modelle zusammenhängen und woran sie jeweils scheitern, steht ausführlicher [im Buch](https://schatten-der-psyche.de/ueber-das-buch).

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