[{"data":1,"prerenderedAt":286},["ShallowReactive",2],{"artikel:liste":3,"content:normalitaet-und-scham\u002Fist-sexsucht-eine-diagnose":255},[4,15,21,25,32,37,41,45,52,57,61,65,69,73,77,84,88,92,98,102,107,111,115,119,123,127,131,137,141,145,149,153,157,161,165,170,174,178,182,186,190,194,198,202,207,213,217,221,226,230,235,239,243,247,251],{"route":5,"title":6,"description":7,"image":8,"imageAlt":9,"cluster":10,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":14},"\u002Fbegehren-ohne-genuss\u002Falexithymie-bei-maennern","Alexithymie: was sie ist, was ein Test misst und was bei Männern stimmt","Alexithymie heißt, Gefühle schwer zu erkennen und zu benennen. Was ein Test wie die TAS-20 misst und was die Forschung bei Männern korrigiert hat.","\u002Fimages\u002Fi-01-alexithymie.jpg","Ein farbenfrohes, herzförmiges Objekt, das perfekt verschlossen in einem durchsichtigen Glaswürfel liegt.","I","speiche","live","T1","2026-09-24",{"route":16,"title":17,"description":18,"image":19,"imageAlt":20,"cluster":10,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":14},"\u002Fbegehren-ohne-genuss\u002Fdon-juan-muster","Don-Juan-Syndrom: woher das Etikett stammt und was über Rückzug bekannt ist","Ist das Don-Juan-Syndrom eine Diagnose? Wie Otto Rank die Figur 1922 las und was die Bindungsforschung über Menschen weiß, die Nähe klein halten.","\u002Fimages\u002Fi-02-don-juan.jpg","Eine endlose Reihe eleganter, identischer Torbögen, die in die Ferne führen.",{"route":22,"title":23,"description":24,"cluster":10,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":14},"\u002Fbegehren-ohne-genuss\u002Fhelfersyndrom","Helfersyndrom: was Schmidbauer meint und was eine Studie dazu zeigt","Was Wolfgang Schmidbauer mit dem Helfersyndrom meint, was eine Studie an Pflegekräften fand und wie das Muster mit Bowlbys Bindungstheorie zusammenhängt.",{"route":26,"title":27,"description":28,"image":29,"imageAlt":30,"cluster":10,"type":31,"status":12,"tuer":13,"updated":14},"\u002Fbegehren-ohne-genuss","Begehren ohne Genuss: Warum manche Menschen funktionieren und dabei wenig spüren","Innere Leere ist auch für die Forschung schwer zu fassen. Was eine Übersicht über 99 Studien zeigt und warum wenig Spüren als Schutz beginnen kann.","\u002Fimages\u002Fi-00-begehren-ohne-genuss.jpg","Eine sterile, aber beeindruckende moderne Architekturhalle, die von kühlem Licht durchflutet wird.","pfeiler",{"route":33,"title":34,"description":35,"cluster":10,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":36},"\u002Fbegehren-ohne-genuss\u002Fleistungsdruck-beim-sex","Leistungsdruck beim Sex: was hinter dem Zwang steckt, immer zu können","Leistungsdruck beim Sex: woher der Maßstab stammt, an dem sich manche Männer messen, und was die Forschung über Wollen und Genießen weiß.","2026-09-25",{"route":38,"title":39,"description":40,"cluster":10,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":14},"\u002Fbegehren-ohne-genuss\u002Fparentifizierung-erkennen","Parentifizierung erkennen: was der Begriff meint und was ein Test nicht zeigt","Parentifizierung heißt, ein Kind wird für die Gefühle der Eltern zuständig. Was dazugehört, was nicht und warum ein Fragebogen das nicht entscheidet.",{"route":42,"title":43,"description":44,"cluster":10,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":14},"\u002Fbegehren-ohne-genuss\u002Fvermeidung-oder-entscheidung","Wenn aus einem Nicht-Getanen im Rückblick eine Entscheidung wird","Nachträgliche Gründe sind gut erforscht, aber nur für Getanes. Was Experimente und Freeze-Forschung über eine Vermeidung sagen, die man Entscheidung nennt.",{"route":46,"title":47,"description":48,"cluster":49,"type":11,"status":50,"tuer":13,"updated":51},"\u002Fbindungsstile\u002Fbindung-und-sexualitaet","Bindung und Sexualität: Was der Bindungsstil über Sex aussagt und was nicht","Unsichere Bindung verändert nicht, was Menschen begehren, sondern wozu sie Sex benutzen. Was die Forschung zeigt, mit Studien und Jahreszahlen.","A","geprüft","2026-08-28",{"route":53,"title":54,"description":55,"cluster":49,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":56},"\u002Fbindungsstile\u002Fbindung-und-sexualpraktiken","Bindungsstil und Sexualpraktiken: Was die Forschung misst und was nicht","Bindungsangst und -vermeidung sagen etwas über sexuelle Zufriedenheit, Häufigkeit und Kommunikation. Über einzelne Praktiken sagen sie nichts.","2026-08-29",{"route":58,"title":59,"description":60,"cluster":49,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":56},"\u002Fbindungsstile\u002Fbindungsstil-aendern","Kann sich ein Bindungsstil ändern? Was die Längsschnittforschung zeigt","Bindungssicherheit ist mäßig stabil, nicht festgelegt. Was Längsschnittstudien über Alter, Therapie und die sogenannte erarbeitete Sicherheit zeigen.",{"route":62,"title":63,"description":64,"cluster":49,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":14},"\u002Fbindungsstile\u002Fdesorganisierte-bindung","Desorganisierter Bindungsstil: Was Main und Solomon beschrieben haben","Desorganisierter Bindungsstil: woran Fachleute ihn bei Säuglingen erkennen und warum man ihn nicht mit Tests für Erwachsene verwechseln sollte.",{"route":66,"title":67,"description":68,"cluster":49,"type":11,"status":50,"tuer":13,"updated":51},"\u002Fbindungsstile\u002Fdie-vier-bindungsstile","Die vier Bindungsstile und warum die Forschung sie nicht als Typen führt","Sicher, ängstlich, vermeidend, ängstlich-vermeidend: woher die vier Stile kommen, wie sie gemessen werden und warum sie keine Persönlichkeitstypen sind.",{"route":70,"title":71,"description":72,"cluster":49,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":56},"\u002Fbindungsstile\u002Fdurchsetzungsfaehigkeit","Bindungssicherheit und Durchsetzungsfähigkeit: was belegt ist und was nicht","Ob sichere Bindung durchsetzungsfähiger macht, ist schwächer belegt, als es klingt. Was die Forschung tatsächlich misst, mit Studien und Jahreszahlen.",{"route":74,"title":75,"description":76,"cluster":49,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":36},"\u002Fbindungsstile\u002Fgaslighting-was-es-wirklich-bedeutet","Gaslighting: Was der Begriff bedeutet und wo er aufhört","Was bedeutet Gaslighting? Was die Forschung darunter versteht, warum ein Machtgefälle dazugehört und warum verschiedene Erinnerungen allein keines sind.",{"route":78,"title":79,"description":80,"image":81,"imageAlt":82,"cluster":49,"type":31,"status":50,"tuer":13,"updated":83},"\u002Fbindungsstile","Bindungsstile: Was die Forschung sagt","Woher die Bindungsstile stammen, was Bowlby und Ainsworth zeigten, und warum die Forschung von Skalen statt Typen spricht.","\u002Fimages\u002Fa-00-bindungsstile.jpg","Eine dynamische, in sich verschlungene abstrakte Skulptur aus farbigen Elementen.","2026-09-18",{"route":85,"title":86,"description":87,"cluster":49,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":36},"\u002Fbindungsstile\u002Fnarzissmus-erkennen","Narzisst erkennen: Was die Diagnose verlangt und was man von außen nicht sieht","Woran lässt sich ein Narzisst erkennen? Was DSM-5 und ICD-11 für die Diagnose verlangen und welche Frage sich über eine Beziehung beantworten lässt.",{"route":89,"title":90,"description":91,"cluster":49,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":56},"\u002Fbindungsstile\u002Fsexuelle-wuensche-aeussern","Sexuelle Wünsche äußern und warum es manchen Menschen schwerer fällt","Warum manche Menschen sexuelle Wünsche kaum aussprechen: was drei Studien zu Bindung und sexueller Kommunikation zeigen, und wo sie sich widersprechen",{"route":93,"title":94,"description":95,"image":96,"imageAlt":97,"cluster":49,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":36},"\u002Fbindungsstile\u002Fvermeidender-bindungsstil","Vermeidender Bindungsstil: Was die Forschung beschreibt und was sie über einen Menschen nicht sagt","Was meint die Forschung mit vermeidendem Bindungsstil? Rückzug bei Nähe, seltener Bitten um Hilfe, Sexualität und warum daraus kein Etikett wird.","\u002Fimages\u002Fa-01-vermeidender-bindungsstil.jpg","Ein kühler, minimalistischer Raum, der durch eine halbdurchlässige Wand in zwei Bereiche getrennt wird.",{"route":99,"title":100,"description":101,"cluster":49,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":56},"\u002Fbindungsstile\u002Fwas-bindungstests-leisten","Was Bindungstests leisten: Selbstauskunft und das Interview im Vergleich","Selbstauskunftstests und das Adult Attachment Interview überschneiden sich kaum. Was jedes der beiden Verfahren misst, und was daraus folgt.",{"route":103,"title":104,"description":105,"cluster":106,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":14},"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Fanerkennung-als-beduerfnis","Anerkennung als Bedürfnis: warum es wehtut, nicht gehört zu werden","Ist das Bedürfnis nach Anerkennung ein Grundbedürfnis? Was Honneth und Taylor begründen, was die Psychologie dazu misst und wo beides getrennt bleibt.","J",{"route":108,"title":109,"description":110,"cluster":106,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":14},"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Feinwilligung-als-beziehung","Einwilligung als Beziehung: Warum das Formular das Falsche regelt","Informierte Einwilligung als Prozess statt einmaliger Unterschrift. Was rolling consent in der Oral History meint und warum es kein DSGVO-Widerruf ist.",{"route":112,"title":113,"description":114,"cluster":106,"type":31,"status":12,"tuer":13,"updated":14},"\u002Ferzaehlen-und-begehren","Erzählen und Begehren: Warum sich das Erzählte ändert, sobald jemand zuhört","Den Stranger-on-a-train-Effekt gibt es als Fachbegriff nicht. Was zum Erzählen vor Fremden belegt ist und wie das Zuhören das Erzählte verändert.",{"route":116,"title":117,"description":118,"cluster":106,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":14},"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Fnarrative-identitaet-abgenommen","Narrative Identität: Was aus einer Lebensgeschichte wird, die jemand anders behält","Narrative Identität meint ein Selbst, das sich in Geschichten fasst. Was belegt ist, wenn man die eigene erzählt und nichts zurückkommt.",{"route":120,"title":121,"description":122,"cluster":106,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":14},"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Fsekundaere-belastung-zuhoerende","Sekundäre Traumatisierung: wenn fremde Geschichten hängen bleiben","Sekundäre Traumatisierung setzt als Fachbegriff ein Trauma voraus. Was Zuhörende ohne Trauma berichten und welche Unterstützung dabei fehlt.",{"route":124,"title":125,"description":126,"cluster":106,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":14},"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Fsexuelle-biografie-als-erzaehlung","Falsche Erinnerungen? Wie weit die eigene sexuelle Geschichte beim Wiedererzählen abweicht","Warum sich falsche Erinnerungen richtig anfühlen und wie verlässlich das autobiografische Gedächtnis für die eigene sexuelle Vorgeschichte ist, laut Studien.",{"route":128,"title":129,"description":130,"cluster":106,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":14},"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Fzuhoererin-schutzdistanz","Professionelle Distanz beim Zuhören, und was sie von Gleichgültigkeit trennt","Professionelle Distanz muss keine Kälte sein. Was Georg Simmel über den Fremden schrieb und was Studien über gespielte Wärme im Interview zeigen.",{"route":132,"title":133,"description":134,"cluster":135,"type":11,"status":12,"tuer":136,"updated":56},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Ffoucaults-ars-erotica","Foucaults ars erotica: hält die Zuschreibung an die arabische Welt historisch stand?","Foucault zählte „arabo-moslemische Gesellschaften“ ohne Beleg zur ars erotica. Was die arabische Liebesliteratur zeigt, und was Kritik daran einwendet.","E","T4",{"route":138,"title":139,"description":140,"cluster":135,"type":31,"status":12,"tuer":136,"updated":36},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet","Was im Westen ‚Tantra' heißt, und was Tantra tatsächlich war","Was hierzulande als Tantra gilt, ist eine Erfindung der 1960er Jahre. Das historische Tantra war etwas anderes. Sexuelles Ritual war darin nicht die Mitte.",{"route":142,"title":143,"description":144,"cluster":135,"type":11,"status":12,"tuer":136,"updated":36},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Fkamasutra","Was wirklich im Kamasutra steht, und warum der Westen es für einen Stellungskatalog hält","Das Kamasutra gilt als Sexstellungsbuch. Nur eines seiner 36 Kapitel handelt von Stellungen. Was der Text stattdessen lehrt und woher die Verwechslung kommt.",{"route":146,"title":147,"description":148,"cluster":135,"type":11,"status":12,"tuer":136,"updated":56},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Frechter-und-linker-weg","Der 'linke Weg' im Tantra: Verehrung der Frau oder ihre Instrumentalisierung?","Dakṣiṇācāra und Vāmācāra sind mehr als rechts und links. Was die Forschung zur Frauenrolle im „linken Weg“ fand und was offenbleibt.",{"route":150,"title":151,"description":152,"cluster":135,"type":11,"status":12,"tuer":136,"updated":51},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Frussischer-eros","Der russische Eros: warum Russlands Sexualkultur als eigener Sonderweg gilt","Der russische Eros ist keine Volkscharakter-Eigenschaft, sondern eine Diskursgeschichte wiederholter Zyklen von Öffnung und staatlicher Kontrolle.",{"route":154,"title":155,"description":156,"cluster":135,"type":11,"status":12,"tuer":136,"updated":56},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Fsamenerhalt","Samenerhalt: die taoistische Lehre und was von ihr trägt","Die taoistische Lehre vom Samenerhalt trennt Orgasmus und Samenerguss. Das ist real. Ihre Heilsversprechen wie Langlebigkeit sind es nicht. Was belegt ist.",{"route":158,"title":159,"description":160,"cluster":135,"type":11,"status":12,"tuer":136,"updated":56},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Ftaoistische-kunst-der-schlafgemaecher","Die Kunst der Schlafgemächer: was fangzhong shu wirklich war","Fangzhong shu galt als „chinesisches Kamasutra“. Tatsächlich war es eine Gesundheitslehre, die Sex der Kultivierung unterordnete, nicht dem Genuss.",{"route":162,"title":163,"description":164,"cluster":135,"type":11,"status":12,"tuer":136,"updated":56},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Fvan-gulik","Robert van Gulik: wie das Wissen über Chinas Sexualkultur in den Westen kam","Ein niederländischer Diplomat schrieb 1961 das erste westliche Standardwerk zur Sexualgeschichte Chinas und prägte damit auch Foucaults „ars erotica“.",{"route":166,"title":167,"description":168,"cluster":169,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":56},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fasexualitaet","Asexualität: Was sie ist und was sie nicht ist","Asexualität heißt fehlende sexuelle Anziehung, nicht fehlendes Verlangen. Was das Ace-Spektrum umfasst und warum es keine Diagnose ist.","F",{"route":171,"title":172,"description":173,"cluster":169,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":36},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fhochsensibilitaet-test","Hochsensibilität im Test: Was der Fragebogen misst und was er offenlässt","Was ein Hochsensibilitätstest erfasst, wie viele Menschen in die hochsensible Gruppe fallen und warum die Forschung selbst bessere Messverfahren verlangt.",{"route":175,"title":176,"description":177,"cluster":169,"type":31,"status":12,"tuer":13,"updated":56},"\u002Fnormalitaet-und-scham","Wann ist eine sexuelle Vorliebe ein Problem? Die Antwort der Diagnosesysteme","Nicht der Inhalt einer Vorliebe entscheidet darüber, ob sie klinisch bedeutsam ist, sondern zwei andere Kriterien. Was DSM-5 und ICD-11 tatsächlich verlangen.",{"route":179,"title":180,"description":181,"cluster":169,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":36},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fist-sexsucht-eine-diagnose","Ist Sexsucht eine anerkannte Diagnose?","Die WHO führt Sexsucht nicht als Sucht. Was es stattdessen gibt, und was hohes Verlangen von Kontrollverlust und schlechtem Gewissen trennt.",{"route":183,"title":184,"description":185,"cluster":169,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":56},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fscham-nach-einer-fantasie","Scham nach einer sexuellen Fantasie: Was sie bedeutet und was nicht","Eine beunruhigende Fantasie erfüllt für sich kein Diagnosekriterium. Was sexuelle Scham danach auslöst und woher sie kommt.",{"route":187,"title":188,"description":189,"cluster":169,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":56},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fsexuelle-skripte","Sexuelle Skripte: Warum Begehren einem Muster folgt","Gagnon und Simon erklärten sexuelles Verhalten 1973 über drei Ebenen erlernter Skripte, nicht als biologischen Trieb. Was das Modell trägt.",{"route":191,"title":192,"description":193,"cluster":169,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":51},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Ftrauma-und-sexualitaet","Trauma und Sexualität: Was die Forschung zeigt und wo sie unsicher bleibt","Große Stichproben finden keinen generellen Zusammenhang zwischen Kindheitstrauma und bestimmten sexuellen Vorlieben. Was einzelne Studien trotzdem zeigen.",{"route":195,"title":196,"description":197,"cluster":169,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":56},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Funterdrueckung-schadet","Schadet Unterdrückung häufiger als die Vorliebe selbst?","Verstecken und Selbststigma hängen mit mehr Angst und Depression zusammen als die Vorliebe selbst. Was das Minoritätenstress-Modell zeigt.",{"route":199,"title":200,"description":201,"cluster":169,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":56},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fvorliebe-und-stoerung","Vorliebe oder Störung? Was die Diagnosekriterien im Einzelnen verlangen","Kriterium B ist nur die halbe Antwort. DSM-5 und die ICD-11-Arbeitsgruppe ordnen sexuelle Vorlieben nach zwei verschiedenen Logiken.",{"route":203,"title":204,"description":205,"cluster":206,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":56},"\u002Fschattenarbeit\u002Ffreuds-trieblehre-heute","Freuds Trieblehre heute: was von den Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie trägt","Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie: Das Stufenmodell (oral, anal, phallisch) stammt nicht aus 1905. Wie Freuds Theorie wuchs und was davon heute trägt.","B",{"route":208,"title":209,"description":210,"image":211,"imageAlt":212,"cluster":206,"type":31,"status":12,"tuer":13,"updated":51},"\u002Fschattenarbeit","Schattenarbeit: was C. G. Jung wirklich gemeint hat","Der Schatten ist bei Jung nicht die dunkle Seite und nicht das Böse, sondern etwas deutlich Unbequemeres. Was im Original steht und was die Belege hergeben.","\u002Fimages\u002Fb-00-schattenarbeit.jpg","Eine Lichtinstallation in einem Raum, die farbige, abstrakte Schatten an die Wände wirft.",{"route":214,"title":215,"description":216,"cluster":206,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":56},"\u002Fschattenarbeit\u002Findividuation","Individuation bei C. G. Jung: was der Begriff bedeutet und was nicht","Individuation ist bei Jung ein lebenslanger Prozess, kein Zustand und keine Selbstverwirklichung. Was der Begriff meint, und wo die Belege enden.",{"route":218,"title":219,"description":220,"cluster":206,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":51},"\u002Fschattenarbeit\u002Fschattenarbeit-im-netz","Schattenarbeit-Übungen im Netz: was sie mit Jung teilen und was nicht","Übungen, Journaling-Listen, 30-Tage-Programme: Was online Schattenarbeit heißt, teilt mit Jung oft nur den Namen. Was helfen kann und was unbelegt ist.",{"route":222,"title":223,"description":224,"status":50,"updated":225},"\u002Fseiten\u002Finhaltsverzeichnis","Inhalt","Vier Teile, zwölf Kapitel: die Gliederung von „Der Schatten des Begehrens“.","2026-09-16",{"route":227,"title":228,"description":229,"status":50,"updated":225},"\u002Fseiten\u002Fueber-das-buch","Über das Buch","Entstehung, Quellenarbeit und Haltung hinter „Der Schatten des Begehrens“, einem narrativen Sachbuch über Tiefenpsychologie, Kulturgeschichte und Sexualität.",{"route":231,"title":232,"description":233,"cluster":234,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":56},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Ferregung-und-verlangen","Sind Erregung und Verlangen dasselbe? Zwei Modelle, ein Unterschied","Erregung ist eine Reaktion, Verlangen ein Bedürfnis. Beide können unabhängig auftreten. Was Bassons zirkuläres Modell und das Dual-Control-Modell zeigen.","C",{"route":236,"title":237,"description":238,"cluster":234,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":56},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Ferregungsdiskordanz","Erregungsdiskordanz: Wenn der Körper reagiert, ohne dass jemand erregt sein will","Arousal non-concordance: Körper und Erleben fallen nicht immer zusammen, bei Frauen im Mittel seltener als bei Männern. Eine Reaktion ist keine Zustimmung.",{"route":240,"title":241,"description":242,"cluster":234,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":56},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Ffetisch-vorliebe-stoerung","Fetisch, Vorliebe, Störung: wo verläuft die Grenze wirklich?","Ein Fetisch ist keine Diagnose. Was das DSM-5 zusätzlich verlangt, damit daraus eine fetischistische Störung wird, und was die ICD-11 dazu sagt.",{"route":244,"title":245,"description":246,"cluster":234,"type":31,"status":12,"tuer":13,"updated":51},"\u002Fwie-begehren-entsteht","Wie entsteht ein Fetisch? Vier Erklärungsmodelle und was sie taugen","Kopplung, Übergangsobjekt, Bindung, Kulturgeschichte: Vier Modelle erklären, wie ein Fetisch entsteht. Keines erklärt, warum ausgerechnet dieses Objekt.",{"route":248,"title":249,"description":250,"cluster":234,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":56},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Fkonditionierung-und-grenzen","Wie Konditionierung eine sexuelle Vorliebe formen kann und wo das Modell endet","Ein neutraler Reiz kann durch Kopplung mit Erregung selbst erregend werden, zeigte Rachmans Experiment 1966. Warum das den Einzelfall trotzdem nicht erklärt.",{"route":252,"title":253,"description":254,"cluster":234,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":56},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Fwinnicotts-uebergangsobjekt","Winnicotts Übergangsobjekt: was ein Kuscheltier mit einem Fetisch zu tun hat","Warum der Teddybär eines Kindes und ein Fetisch aus derselben Theorie stammen, und was Winnicott damit ausdrücklich nicht gemeint hat.",{"frontmatter":256,"sections":276,"html":281,"empfehlungen":282},{"title":180,"metaTitle":180,"description":181,"cluster":169,"type":11,"tuer":13,"anzeigenziel":257,"status":12,"updated":36,"citeKeys":258,"vertiefungTitel":275},false,[259,260,261,262,263,264,265,266,267,268,269,270,271,272,273,274],"kraus2018icd11","who-icd11-2026","kafka2010","kraus2016addiction","bfarm-icd10gm2026","who-cddr2024","bfarm-icd11stand2026","carnes1983","wizla2024","steele2013","prause2015","gola2016","grubbs2015","grubbs2019","dickenson2018","dgsucht2024","Vertiefung: Die Sucht-Kontroverse, Prävalenz und was noch offen ist",{"snippet":277,"kurzfassung":278,"vertiefung":279,"angebot":280},"\u003Cp>Als Sucht ist Sexsucht in der ICD-11 der WHO keine Diagnose. Eine Arbeitsgruppe hat dafür die\nzwanghafte sexuelle Verhaltensstörung (CSBD) beschrieben. Sie ordnet sie bei den\nImpulskontrollstörungen ein, bewusst nicht bei den Süchten, weil noch offen sei, ob dieselben\nProzesse ablaufen wie bei einer Sucht. Hohes Verlangen allein reicht für diese Diagnose\nnicht\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n","\u003Cp>Vielleicht sind Sie auf das Wort „Sexsucht“ gestoßen, weil Sie sich fragen, ob Ihr eigenes\nVerlangen noch in einem guten Maß ist. Vielleicht hat es jemand über einen anderen Menschen\ngesagt, und Sie wollen wissen, was daran ist. In beiden Fällen klingt das Wort, als gäbe es eine\nfeste medizinische Antwort.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Die gibt es nicht in der Form, die das Wort nahelegt. Was die Klassifikation der WHO tatsächlich\nkennt, ist enger gefasst und anders begründet. Und die Arbeitsgruppe, die die Diagnose\nbeschrieben hat, trennt ausdrücklich zwischen verlorener Kontrolle und schlechtem Gewissen. Wie\ndie Diagnosesysteme allgemein entscheiden,\n\u003Ca href=\"\u002Fnormalitaet-und-scham\">wann eine sexuelle Vorliebe als Problem gilt\u003C\u002Fa>, ist die Grundlage für\nalles, was hier folgt.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Ist Sexsucht eine anerkannte Diagnose?\u003C\u002Fh2>\n\u003Cp>Nein, jedenfalls nicht als Sucht. Die ICD-11, das Klassifikationssystem der\nWeltgesundheitsorganisation, kennt die \u003Cem>Compulsive Sexual Behaviour Disorder\u003C\u002Fem>, wörtlich übersetzt\ndie zwanghafte sexuelle Verhaltensstörung, kurz CSBD. Die zuständige Arbeitsgruppe hat sie nicht\nbei den Störungen durch Substanzgebrauch und abhängiges Verhalten eingeordnet, sondern bei den\nImpulskontrollstörungen. Sie begründet das selbst mit einer bewusst zurückhaltenden\nPosition. Noch sei nicht gesichert, ob die Prozesse, die das Verhalten entstehen und\nandauern lassen, denen bei Substanzstörungen, Glücksspiel oder Gaming entsprechen\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>So steht es auch im Text der ICD-11 selbst. Dort trägt CSBD den Code 6C72 und gehört zu den\nImpulskontrollstörungen, neben Pyromanie und Kleptomanie. Der Abschnitt über Störungen durch\nSuchtverhalten, zu dem die Glücksspiel- und die Gamingstörung gehören, schließt sie ausdrücklich\naus\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">2\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Das ist mehr als eine Frage der Schublade. Wer „Sexsucht“ sagt, legt nahe, dass dahinter dieselben\nProzesse ablaufen wie bei einer Abhängigkeit von Substanzen. Diese Annahme hält die\nArbeitsgruppe für ungeklärt.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Und das amerikanische Diagnosehandbuch DSM-5? Für seine Neufassung hat Martin Kafka 2010 eine\nDiagnose „Hypersexual Disorder“ vorgeschlagen, also eine Störung der\nHypersexualität\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">3\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Die American Psychiatric Association hat den Vorschlag\nnicht ins DSM-5 aufgenommen. Das hält eine Übersicht von Shane Kraus, Valerie Voon und Marc\nPotenza aus dem Jahr 2016 fest. Als Gründe vermuten die drei mehrere, darunter fehlende Daten in\nwichtigen Forschungsbereichen\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">4\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Gibt es in Deutschland eine Diagnose für Sexsucht?\u003C\u002Fh2>\n\u003Cp>Nicht unter diesem Namen, und auch nicht als CSBD. Für die Verschlüsselung von Krankheiten ist in\nDeutschland weiterhin die ICD-10-GM die amtliche Klassifikation. Eine zwanghafte sexuelle\nVerhaltensstörung kennt sie nicht. Am nächsten kommt ihr die Kategorie F52.7 „Gesteigertes\nsexuelles Verlangen“. Sie steht dort bei den sexuellen Funktionsstörungen und hat keinen\nbeschreibenden Text\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">5\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Auch die WHO selbst nennt diese Kategorie der ICD-10\nin ihrem klinischen Handbuch zur ICD-11 als diejenige, die CSBD am nächsten verwandt\nist\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">6\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Das ändert sich erst mit der Einführung der ICD-11. Sie wird für die Verschlüsselung von\nKrankheiten nach Auskunft des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte noch mehrere\nJahre in Anspruch nehmen\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">7\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Ab wann gilt man als sexsüchtig?\u003C\u002Fh2>\n\u003Cp>Im Sinn einer Diagnose gar nicht, weil es in der ICD-11 keine Suchtdiagnose für sexuelles\nVerhalten gibt. Für CSBD beschreibt der Text der ICD-11 ein anhaltendes Muster, in dem jemand\nintensive, wiederkehrende sexuelle Impulse nicht steuern kann und deshalb immer wieder sexuell\nhandelt. Das Muster zeigt sich über einen längeren Zeitraum. Als Beispiel nennt die WHO sechs\nMonate oder mehr, eine feste Grenze setzt sie damit nicht. Und es führt zu deutlichem\nLeidensdruck oder zu einer deutlichen Beeinträchtigung in wichtigen\nLebensbereichen\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">2\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Mögliche Symptome nennt der Text ebenfalls. Das Verhalten rückt so in den Mittelpunkt, dass\nGesundheit, Körperpflege, andere Interessen und Pflichten zu kurz kommen. Viele Versuche, es\ndeutlich einzuschränken, scheitern. Und es geht weiter, obwohl es schadet oder kaum noch\nBefriedigung bringt\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">2\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Das Verhalten selbst kann dabei ganz\nverschieden aussehen. Das klinische Handbuch der WHO nennt Sex mit anderen, Selbstbefriedigung,\nPornografie, Cybersex, Telefonsex und andere wiederholte sexuelle Handlungen\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">6\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Zwei Grenzen zieht die Arbeitsgruppe ausdrücklich, und beide schützen vor einer zu schnellen\nDiagnose:\u003C\u002Fp>\n\u003Cul>\n\u003Cli>\u003Cstrong>Hohes Verlangen allein reicht nicht.\u003C\u002Fstrong> Wer viel sexuelles Interesse hat und häufig sexuellen\nAktivitäten nachgeht, aber die Kontrolle über sein Verhalten behält und weder deutlich leidet\nnoch beeinträchtigt ist, soll die Diagnose nicht bekommen\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>\u003Cstrong>Moralische Verurteilung allein reicht nicht.\u003C\u002Fstrong> Negative Gefühle, die aus moralischen Urteilen\noder aus Missbilligung der eigenen sexuellen Impulse stammen, begründen die Diagnose nicht,\nwenn das Verhalten sonst nicht als krankhaft gälte\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fli>\n\u003C\u002Ful>\n\u003Cp>Das klinische Handbuch der WHO von 2024 enthält beide Grenzen und nennt weitere. Kurze Phasen von\nbis zu einigen Monaten, in denen sexuelle Impulse und sexuelles Verhalten zunehmen, weil sich etwa\nnach einem Umzug oder einer Veränderung des Beziehungsstatus neue Gelegenheiten ergeben, sollen\ndie Diagnose nicht allein begründen. Dasselbe gilt für Leidensdruck, der nur aus tatsächlicher\noder befürchteter Missbilligung durch andere stammt\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">6\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Eine Häufigkeit, ab der Sex „zu viel“ wäre, nennt die Arbeitsgruppe nicht. Es geht um Kontrolle\nund um Folgen, nicht um eine Zahl pro Woche. Ungewöhnliche Vorlieben sind dabei ein eigenes\nThema, mit eigenen Kategorien und\n\u003Ca href=\"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fvorliebe-und-stoerung\">eigenen Diagnosekriterien\u003C\u002Fa>.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Sexsucht, Hypersexualität, CSBD: Ist das dasselbe?\u003C\u002Fh2>\n\u003Cp>Die drei Wörter klingen wie Synonyme. Sie stammen aber aus verschiedenen Richtungen und\nbedeuten verschiedenes. Ein vierter Begriff kommt aus der Forschung dazu.\u003C\u002Fp>\n\u003Cdiv class=\"tabelle\" role=\"region\" aria-label=\"Tabelle\" tabindex=\"0\">\n\u003Ctable>\n\u003Cthead>\n\u003Ctr>\n\u003Cth>Begriff\u003C\u002Fth>\n\u003Cth>Wo er auftaucht\u003C\u002Fth>\n\u003Cth>Status\u003C\u002Fth>\n\u003C\u002Ftr>\n\u003C\u002Fthead>\n\u003Ctbody>\n\u003Ctr>\n\u003Ctd>„Sexsucht“ (\u003Cem>sexual addiction\u003C\u002Fem>)\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>Suchtbegriff, etwa im Titel des Buches von Patrick Carnes (1983)\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">8\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>in der ICD-11 keine Suchtdiagnose\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">2\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>\u003C\u002Ftd>\n\u003C\u002Ftr>\n\u003Ctr>\n\u003Ctd>„Hypersexualität“ (\u003Cem>Hypersexual Disorder\u003C\u002Fem>)\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>Vorschlag von Martin Kafka (2010) für das DSM-5\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">3\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>nicht ins DSM-5 aufgenommen\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">4\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>\u003C\u002Ftd>\n\u003C\u002Ftr>\n\u003Ctr>\n\u003Ctd>CSBD (\u003Cem>Compulsive Sexual Behaviour Disorder\u003C\u002Fem>)\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>WHO-Arbeitsgruppe für die ICD-11\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>Diagnose in der ICD-11 (6C72), eingeordnet als Impulskontrollstörung\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">2\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>\u003C\u002Ftd>\n\u003C\u002Ftr>\n\u003Ctr>\n\u003Ctd>Problematischer Pornografiekonsum (PPU)\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>Forschungsbegriff, etwa neben CSBD im Titel einer Studie von Wizła und Lewczuk (2024)\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">9\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>dort als häufigste Erscheinungsform von CSBD geführt\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">9\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>; die WHO nennt Pornografiekonsum als eine mögliche Ausdrucksform\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">6\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>\u003C\u002Ftd>\n\u003C\u002Ftr>\n\u003C\u002Ftbody>\n\u003C\u002Ftable>\n\u003C\u002Fdiv>\n\u003Cp>Wer „Sexsucht“ und „CSBD“ gleichsetzt, verwischt also den Unterschied, auf den die\nArbeitsgruppe Wert legt: Das eine Wort unterstellt eine Sucht, das andere lässt diese Frage\nausdrücklich offen.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Woher kommt der Begriff „Sexsucht“?\u003C\u002Fh2>\n\u003Cp>Mit dem Wort im Titel erschien 1983 das Buch \u003Cem>Out of the Shadows: Understanding Sexual\nAddiction\u003C\u002Fem> von Patrick Carnes\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">8\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Wizła und Lewczuk führen es 2024 als\nBeispiel dafür an, dass zwanghaftes Sexualverhalten auch als Sucht gedacht und erforscht wurde,\nneben Deutungen als Zwang oder als Impulsivität\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">9\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Ob Carnes das Suchtmodell\nbegründet und mit dem Zwölf-Schritte-Programm der Anonymen Alkoholiker verbunden hat, ist für\ndiese Seite nicht am Buch geprüft [BELEG FEHLT: Carnes als Begründer des Suchtmodells,\nZwölf-Schritte-Bezug].\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Die klinische Einordnung stammt von anderen Autor:innen. In den Autorenlisten der\nWHO-Arbeitsgruppe und der Übersicht von Kraus, Voon und Potenza taucht Carnes nicht\nauf\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>,\u003Ca href=\"#quellen\">4\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Die Selbsthilfelinie und die klinische Klassifikation\nsind also personell zwei getrennte Stränge.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Ist Sexsucht eine Sucht wie eine Alkohol- oder Drogensucht?\u003C\u002Fh2>\n\u003Cp>Das ist in der Forschung umstritten und nicht entschieden. Für eine Nähe zur Sucht spricht ein\nBefund aus der Bildgebung, den Kraus, Voon und Potenza in ihrer Übersicht zusammenfassen. Männer\nmit zwanghaftem Sexualverhalten reagierten danach im Hirnscanner auf pornografische Videos\nstärker als Vergleichspersonen. Das betraf Regionen, die auch bei Drogenabhängigen auf Suchtreize\nansprechen. Genannt werden der dorsale vordere Gyrus cinguli, das ventrale Striatum und die\nAmygdala\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">4\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Dieselben Autor:innen ziehen daraus aber keinen Schluss auf eine Sucht. Trotz der wachsenden Zahl\nsolcher Befunde gebe es erhebliche Wissenslücken, die eine Einordnung als Sucht weiterhin\nerschwerten, schreiben sie\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">4\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Es gibt auch Studien, die eine Suchtparallele schon im Titel bestreiten. Zwei Arbeiten mit\nHirnstrommessung (EEG), an denen Nicole Prause beteiligt war, heißen sinngemäß „Sexuelles\nVerlangen, nicht Hypersexualität, hängt mit neurophysiologischen Reaktionen auf sexuelle Bilder\nzusammen“ (2013) und sprechen 2015 von Befunden, die mit „Pornosucht“ nicht vereinbar\nseien\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">10\u003C\u002Fa>,\u003Ca href=\"#quellen\">11\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>In der ersten Studie sahen 52 Menschen, die nach eigener Angabe Mühe hatten, ihren Konsum\nsexueller Bilder zu steuern, unter anderem sexuelle und neutrale Fotos. Gemessen wurde dabei eine\nbestimmte Hirnstromreaktion, die P300. Wie viel stärker sie bei sexuellen als bei neutralen\nBildern ausfiel, hing mit dem sexuellen Verlangen zusammen. Der Zusammenhang war negativ. Je\nstärker das Verlangen nach Sex mit einer anderen Person, desto kleiner fiel der Unterschied aus.\nMit keinem der drei Fragebögen zu Hypersexualität hing die Reaktion\nzusammen\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">10\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Die Autor:innen sehen darin keine Stütze für Modelle\nkrankhafter Hypersexualität und fordern selbst eine Wiederholung mit anderen\nTeilnehmenden\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">10\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Was die Studie von 2015 im Einzelnen gemessen hat, ist für diese Seite nicht am Volltext geprüft\n[BELEG FEHLT: Befunde von Prause u. a. 2015]. Ein Jahr später erschien in derselben Zeitschrift\nein Kommentar, der ihre Befunde schon im Titel als möglicherweise vereinbar mit Suchtmodellen\nliest\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">12\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Wann wird aus schlechtem Gewissen ein Gefühl von Sucht?\u003C\u002Fh2>\n\u003Cp>Die Diagnose zieht hier eine klare Linie. Leidensdruck, der aus moralischen Urteilen über die\neigenen sexuellen Impulse stammt, begründet nach der WHO-Arbeitsgruppe allein keine CSBD, solange\ndas Verhalten sonst nicht als krankhaft gälte\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Schlechtes Gewissen und\nverlorene Kontrolle sind für die Diagnose also zwei verschiedene Dinge, auch wenn sich beides\nähnlich anfühlen kann.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Das klinische Handbuch der WHO beschreibt diesen Fall genauer. Wer das eigene Sexualverhalten\nreligiös oder moralisch verurteilt oder das Urteil anderer fürchtet, nennt sich danach unter\nUmständen selbst „sexsüchtig“. Dann sei sorgfältig zu prüfen, ob dieses Bild nur aus dem eigenen\noder fremden Urteil stammt oder ob die Kontrolle tatsächlich beeinträchtigt ist und die übrigen\nVoraussetzungen erfüllt sind\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">6\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Wie eng das Gefühl, süchtig zu sein, mit moralischer Missbilligung zusammenhängt, untersucht eine\neigene Forschungslinie um Joshua Grubbs. Ihre Titel benennen die These: \u003Cem>Transgression as\nAddiction\u003C\u002Fem>, mit Religiosität und moralischer Missbilligung als Prädiktoren wahrgenommener\nPornografiesucht (2015)\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">13\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>, und ein Modell pornografiebezogener Probleme\ndurch moralische Inkongruenz, gestützt auf einen systematischen Review und eine Metaanalyse\n(2019)\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">14\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Die Befunde selbst sind für diese Seite nicht am Volltext geprüft\n[BELEG FEHLT: Ergebnisse von Grubbs u. a. 2015 und 2019].\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Eine Einordnung dieser Seite, kein Forschungsbefund: Die Belastung, die die Arbeitsgruppe hier\nausklammert, ähnelt der, die im Grundlagentext als\n\u003Ca href=\"\u002Fnormalitaet-und-scham\">Unterschied zwischen Leidensdruck und Scham\u003C\u002Fa> auftaucht. Gelitten wird\ndann weniger am Verhalten als an seinem Urteil darüber. Keine der hier verwendeten Quellen stellt\ndiese Verbindung selbst her.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Wie verbreitet ist erlebter Kontrollverlust beim Sex?\u003C\u002Fh2>\n\u003Cp>Belastbare Zahlen gibt es für das Erleben, nicht für die Diagnose. Janna Dickenson und\nKolleg:innen befragten 2016 eine repräsentative US-Stichprobe von 2.325 Erwachsenen zwischen 18\nund 50 Jahren. 8,6 Prozent erreichten auf einem Fragebogen zu zwanghaftem Sexualverhalten einen\nWert, der als klinisch auffällig gilt: 10,3 Prozent der Männer und 7,0 Prozent der\nFrauen\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">15\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Diese Zahl misst Leidensdruck oder Beeinträchtigung, die Menschen mit Schwierigkeiten\nverbinden, sexuelle Gefühle, Impulse und Verhalten zu steuern. Sie ist keine Zahl von Menschen\nmit einer CSBD-Diagnose und schon gar keine Zahl von „Sexsüchtigen“. Eine Diagnose kann nur eine\nFachperson stellen, ein Fragebogen kann das nicht.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Der Unterschied zwischen den Geschlechtern fiel kleiner aus, als in der Fachliteratur bis dahin\nangenommen\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">15\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Warum, lässt sich mit den vorliegenden Studien nicht klären.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Was hier steht, ersetzt kein Gespräch mit einer Fachperson. Wenn das eigene sexuelle Verhalten\nSie belastet, kann eine sexualmedizinische oder psychotherapeutische Einschätzung klären, was\ndiese Seite nur allgemein beschreiben kann.\u003C\u002Fp>\n","\u003Cp>\u003Cstrong>Wo die Kontroverse steht.\u003C\u002Fstrong> Geprüft ist für diese Seite die Übersicht von Kraus, Voon und\nPotenza (2016). Sie trägt Bildgebungsbefunde zusammen, die an Suchtprozesse erinnern, und hält\ndie Einordnung als Sucht trotzdem ausdrücklich für nicht geklärt\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">4\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Von der\nGegenseite ist die EEG-Studie von Steele u. a. (2013) im Volltext geprüft, die von Prause u. a.\n(2015) nur über Titel und Kurzfassung bekannt\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">10\u003C\u002Fa>,\u003Ca href=\"#quellen\">11\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Den\nKommentar von Mateusz Gola, der die Befunde von 2015 anders liest, kennt diese Seite nur dem Titel\nnach\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">12\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Deshalb gilt hier keine der beiden Seiten als widerlegt oder\nbestätigt.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>\u003Cstrong>Vorschlag und Verabschiedung.\u003C\u002Fstrong> Die Einordnung als Impulskontrollstörung und die beiden\nAusschlussgrenzen stammen aus der Veröffentlichung der WHO-Arbeitsgruppe, im Volltext\ngeprüft\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Die Einordnung steht so auch im Text der ICD-11 selbst, gelesen in\nder Druckfassung, die die WHO zum Release 2026-01 bereitstellt\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">2\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Beide\nAusschlussgrenzen stehen im klinischen Handbuch der WHO von 2024\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">6\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Beim\nDSM-5 ist Kafkas Vorschlag nur bibliografisch belegt\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">3\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Dass er nicht\naufgenommen wurde, berichten Kraus, Voon und Potenza im Volltext. Die Gründe nennen sie als\nVermutung, und den Wortlaut des DSM-5 selbst gibt diese Seite nicht\nwieder\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">4\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>\u003Cstrong>Was die Prävalenzzahl nicht sagt.\u003C\u002Fstrong> Dickenson und Kolleg:innen haben einen Fragebogen\nausgewertet, das \u003Cem>Compulsive Sexual Behavior Inventory\u003C\u002Fem> mit 13 Fragen. Als auffällig galt ein\nWert von 35 oder mehr von 65 möglichen Punkten\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">15\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Ein solcher Schwellenwert\nsortiert vor. Er ersetzt weder das Gespräch noch die klinische Prüfung der Kriterien. Die Zahl\ngilt zudem für die USA und für Erwachsene bis 50.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>\u003Cstrong>Was diese Seite offen lässt.\u003C\u002Fstrong>\u003C\u002Fp>\n\u003Cul>\n\u003Cli>\u003Cstrong>Moral und Suchtgefühl.\u003C\u002Fstrong> Die Ergebnisse der Forschungslinie um Grubbs sind hier nicht am\nVolltext geprüft und werden deshalb nicht wiedergegeben.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>\u003Cstrong>Bindung und Gefühlsregulation.\u003C\u002Fstrong> Wizła und Lewczuk haben 2024 in einer polnischen\nOnline-Befragung 1.002 Erwachsene untersucht. Bindungsangst und Schwierigkeiten, Gefühle zu\nregulieren, gingen dort mit stärkeren Symptomen von CSBD und problematischem Pornografiekonsum\neinher. Die Zusammenhänge mit unsicherer Bindung wurden zumindest teilweise über die\nSchwierigkeiten mit der Gefühlsregulation vermittelt\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">9\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Offen bleibt, was\ndavon Ursache ist. Die Studie ist ein Querschnitt, und die Autor:innen raten selbst zur Vorsicht\nbei ihren Schlüssen\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">9\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>\u003Cstrong>Internationale Zahlen.\u003C\u002Fstrong> Es gibt eine große internationale Befragung zu CSBD. Ihre\nErgebnisse sind für diese Seite nicht am Original geprüft und werden deshalb nicht genannt.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>\u003Cstrong>Behandlung.\u003C\u002Fstrong> Was bei erlebtem Kontrollverlust hilft, beantwortet diese Seite nur für einen\nAusschnitt. Die deutsche Leitlinie zu Internetnutzungsstörungen von 2024 empfiehlt bei einer\nPornografie-Nutzungsstörung kognitiv-verhaltenstherapeutische Ansätze als Methoden der ersten\nWahl. Zu anderen Verfahren, auch zum Zwölf-Schritte-Programm, gibt es danach nur vereinzelte\nStudien, deren methodische Grenzen keine allgemeingültige Empfehlung\nerlauben\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">16\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Für zwanghaftes Sexualverhalten, das sich nicht über\nPornografie im Internet äußert, ist die Leitlinie nicht geschrieben.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>\u003Cstrong>Ursachen.\u003C\u002Fstrong> Das klinische Handbuch der WHO berichtet, dass CSBD bei Erwachsenen mit hohen\nRaten von Traumata in der Kindheit in Verbindung gebracht wird, darunter sexueller Missbrauch.\nHäufig kommen weitere psychische Erkrankungen hinzu, auch Störungen durch\nSubstanzgebrauch\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">6\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Welche Rolle solche Erfahrungen oder eine allgemeine\nImpulsivität für die Entstehung spielen, ist hier nicht recherchiert und wird nicht behauptet.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>\u003Cstrong>Geschlechterunterschied.\u003C\u002Fstrong> Warum er kleiner ist als früher angenommen, ist offen.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>\u003Cstrong>Pornosucht und Sexsucht.\u003C\u002Fstrong> Wizła und Lewczuk beschreiben CSBD als möglichen Oberbegriff und\nproblematischen Pornografiekonsum als seine häufigste Erscheinungsform\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">9\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\nNach der deutschen Leitlinie ließe sich die Pornografie-Nutzungsstörung gut als Unterform von\nCSBD verstehen. Als Alternative nennt sie die Einordnung als Verhaltenssucht, die viele\nForschende fordern\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">16\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Einheitlich beantwortet ist die Frage damit nicht.\u003C\u002Fli>\n\u003C\u002Ful>\n\u003Chr>\n\n\u003Col id=\"quellen\">\n\u003Cli>Kraus, S. W., Krueger, R. B., Briken, P., First, M. B., Stein, D. J., Kaplan, M. S., Voon, V., Abdo, C. H. N., Grant, J. E., Atalla, E., &amp; Reed, G. M. (2018). Compulsive sexual behaviour disorder in the ICD-11. \u003Cem>World Psychiatry\u003C\u002Fem> 17(1), S. 109–110. Einordnung als Impulskontrollstörung samt Begründung und beide Ausschlussgrenzen aus dem Volltext. Veröffentlichung der WHO-Arbeitsgruppe. Den Text der ICD-11 selbst gibt Quelle 2 wieder.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>World Health Organization (2026). \u003Cem>ICD-11 for Mortality and Morbidity Statistics\u003C\u002Fem>, Release 2026-01. Code 6C72 und Abschnitt 6C50–6C5Z, gelesen in der Druckfassung aus den Release-Dateien der WHO (englisch, eigene Wiedergabe). \u003Cstrong>Vorbehalt:\u003C\u002Fstrong> Die Online-Ansicht selbst und eine deutsche Fassung wurden nicht eingesehen.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Kafka, M. P. (2010). Hypersexual Disorder: A Proposed Diagnosis for DSM-V. \u003Cem>Archives of Sexual Behavior\u003C\u002Fem> 39(2), S. 377–400. \u003Cstrong>Vorbehalt:\u003C\u002Fstrong> nur bibliografisch verwendet (Vorschlag laut Titel), Inhalt nicht am Volltext geprüft.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Kraus, S. W., Voon, V., &amp; Potenza, M. N. (2016). Should compulsive sexual behavior be considered an addiction? \u003Cem>Addiction\u003C\u002Fem> 111(12), S. 2097–2106. Aus dem Volltext, auch die Nichtaufnahme ins DSM-5. Deren Gründe nennen die Autor:innen nur als Vermutung.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (2026). \u003Cem>ICD-10-GM Version 2026\u003C\u002Fem>, Kode F52.7. Amtlicher Wortlaut.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>World Health Organization (2024). \u003Cem>Clinical Descriptions and Diagnostic Requirements for ICD-11 Mental, Behavioural and Neurodevelopmental Disorders\u003C\u002Fem>. Genf: WHO. Abschnitt zu CSBD S. 526–530, Verhältnis zur ICD-10 S. 29. Aus dem Volltext (englisch, eigene Wiedergabe).\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (2026). \u003Cem>ICD-11\u003C\u002Fem>. Informationsseite zum Stand der Einführung in Deutschland, abgerufen am 25.09.2026. \u003Cstrong>Vorbehalt:\u003C\u002Fstrong> Die Seite trägt kein Datum.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Carnes, P. J. (1983). \u003Cem>Out of the Shadows: Understanding Sexual Addiction\u003C\u002Fem>. CompCare Publications, Minneapolis. \u003Cstrong>Vorbehalt:\u003C\u002Fstrong> nur bibliografisch geprüft, der Inhalt des Buches ist nicht eingesehen.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Wizła, M., &amp; Lewczuk, K. (2024). The Associations Between Attachment Insecurity and Compulsive Sexual Behavior Disorder or Problematic Pornography Use: The Mediating Role of Emotion Regulation Difficulties. \u003Cem>Archives of Sexual Behavior\u003C\u002Fem> 53(9), S. 3419–3436. Aus dem Volltext (Open Access). Querschnitt, polnische Gelegenheitsstichprobe aus einem Online-Panel, keine Aussage über Ursachen.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Steele, V. R., Staley, C., Fong, T., &amp; Prause, N. (2013). Sexual desire, not hypersexuality, is related to neurophysiological responses elicited by sexual images. \u003Cem>Socioaffective Neuroscience &amp; Psychology\u003C\u002Fem> 3, Artikel 20770. Aus dem Volltext (Open Access). 52 Teilnehmende mit selbstberichteten Problemen, keine Patientinnen und Patienten in Behandlung. In der Fachdebatte umstritten rezipiert.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Prause, N., Steele, V. R., Staley, C., Sabatinelli, D., &amp; Hajcak, G. (2015). Modulation of late positive potentials by sexual images in problem users and controls inconsistent with ‚porn addiction‘. \u003Cem>Biological Psychology\u003C\u002Fem> 109, S. 192–199. \u003Cstrong>Vorbehalt:\u003C\u002Fstrong> nur bibliografisch verwendet; Befunde nicht am Volltext geprüft; in der Fachdebatte umstritten rezipiert.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Gola, M. (2016). Decreased LPP for sexual images in problematic pornography users may be consistent with addiction models. Everything depends on the model. (Commentary on Prause, Steele, Staley, Sabatinelli, &amp; Hajcak, 2015). \u003Cem>Biological Psychology\u003C\u002Fem> 120, S. 156–158. \u003Cstrong>Vorbehalt:\u003C\u002Fstrong> nur bibliografisch verwendet (Lesart laut Titel), Inhalt nicht eingesehen.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Grubbs, J. B., Exline, J. J., Pargament, K. I., Hook, J. N., &amp; Carlisle, R. D. (2015). Transgression as Addiction: Religiosity and Moral Disapproval as Predictors of Perceived Addiction to Pornography. \u003Cem>Archives of Sexual Behavior\u003C\u002Fem> 44(1), S. 125–136. \u003Cstrong>Vorbehalt:\u003C\u002Fstrong> nur bibliografisch verwendet; Befunde nicht am Volltext geprüft.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Grubbs, J. B., Perry, S. L., Wilt, J. A., &amp; Reid, R. C. (2019). Pornography Problems Due to Moral Incongruence: An Integrative Model with a Systematic Review and Meta-Analysis. \u003Cem>Archives of Sexual Behavior\u003C\u002Fem> 48(2), S. 397–415. \u003Cstrong>Vorbehalt:\u003C\u002Fstrong> nur bibliografisch verwendet; Befunde nicht am Volltext geprüft.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Dickenson, J. A., Gleason, N., Coleman, E., &amp; Miner, M. H. (2018). Prevalence of Distress Associated With Difficulty Controlling Sexual Urges, Feelings, and Behaviors in the United States. \u003Cem>JAMA Network Open\u003C\u002Fem> 1(7), e184468. Aus dem Volltext. Misst Leidensdruck über einen Fragebogen, keine Diagnosen.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Deutsche Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie (2024). \u003Cem>S1-Leitlinie Diagnostik und Therapie von Internetnutzungsstörungen\u003C\u002Fem>. AWMF-Register Nr. 076-011, Version 1.1. Kapitel 11 zur Pornografie-Nutzungsstörung, S. 65–68. Aus dem Volltext. \u003Cstrong>Vorbehalt:\u003C\u002Fstrong> Leitlinie für Internetnutzungsstörungen, keine Leitlinie zu CSBD insgesamt.\u003C\u002Fli>\n\u003C\u002Fol>","\u003Cp>Diese Seite hat die Frage nach der Diagnose beantwortet. Die Frage nach dem eigenen Begehren\nbleibt dabei offen, und sie lässt sich anders stellen. Der \u003Ca data-cta=\"primary\" href=\"\u002Fselbsttest\">Selbstauskunftsbogen\u003C\u002Fa>\nzeigt Ihnen, welche der drei Linien des Verlangens bei Ihnen am deutlichsten hervortritt. Er\nstellt keine Diagnose, und Ihre Antworten bleiben nicht gespeichert. Wie die drei Linien\nzusammenhängen, erzählt \u003Ca href=\"\u002Fueber-das-buch\">das Buch\u003C\u002Fa>.\u003C\u002Fp>","",[283,284,285],{"route":171,"title":172,"description":173},{"route":195,"title":196,"description":197},{"route":187,"title":188,"description":189},1790367872454]