[{"data":1,"prerenderedAt":161},["ShallowReactive",2],{"content:leseprobe\u002Fsexueller-impuls":3,"artikel:liste":12},{"frontmatter":4,"sections":9,"html":10,"empfehlungen":11},{"titel":5,"untertitel":6,"teil":7,"kapitel":7,"status":8},"Die Standuhr, die nachgeht","Wo das Begehren anfängt",1,"geprüft",{},"\u003Cp>Die Standuhr in Mara Behrens' Praxis geht zwei Minuten nach.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Sie hat sie nie richten lassen.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Der Raum liegt im ersten Stock eines Altbaus, drei Fenster nach Norden, zwei Sessel, kein\nSchreibtisch dazwischen. Auf dem niedrigen Tisch steht eine Schachtel Papiertaschentücher, auf\ndie Mara nie zeigt. Wer sie braucht, findet sie. Das Hinschieben macht aus dem Weinen ein\nEreignis, und Ereignisse sind das Gegenteil von dem, was hier gebraucht wird.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Es ist die dritte Sitzung an diesem Vormittag. Die erste war ein Mann, der seit einem Jahr nicht\nmehr kann und es seiner Frau nicht sagt. Die zweite eine Studentin, die alles kann und nichts\ndabei spürt. Zwischen beiden hat Mara das Fenster geöffnet, zwei Minuten gelüftet, es wieder bis\nauf den Spalt geschlossen. Sie tut das seit elf Jahren. Es ist kein Aberglaube, sie glaubt an\nnichts dergleichen. Es ist ein Schnitt. Was im Raum war, geht hinaus, bevor der Nächste kommt.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>…\u003C\u002Fp>\n",[],[13,21,27,31,35,39,44,48,52,58,62,66,70,74,78,82,87,91,95,99,103,107,111,116,120,124,128,132,136,141,145,149,153,157],{"route":14,"title":15,"description":16,"cluster":17,"type":18,"status":8,"tuer":19,"updated":20},"\u002Fbindungsstile\u002Fbindung-und-sexualitaet","Bindung und Sexualität: Was der Bindungsstil über Sex aussagt — und was nicht","Unsichere Bindung verändert nicht, was Menschen begehren, sondern wozu sie Sex benutzen. Was die Forschung zeigt, mit Studien und Jahreszahlen.","A","speiche","T1","2026-08-28",{"route":22,"title":23,"description":24,"cluster":17,"type":18,"status":25,"tuer":19,"updated":26},"\u002Fbindungsstile\u002Fbindung-und-sexualpraktiken","Bindungsstil und Sexualpraktiken: Was die Forschung misst — und was nicht","Bindungsangst und -vermeidung sagen etwas über sexuelle Zufriedenheit, Häufigkeit und Kommunikation. Über einzelne Praktiken sagen sie nichts.","live","2026-08-29",{"route":28,"title":29,"description":30,"cluster":17,"type":18,"status":25,"tuer":19,"updated":26},"\u002Fbindungsstile\u002Fbindungsstil-aendern","Kann sich ein Bindungsstil ändern? Was die Längsschnittforschung zeigt","Bindungssicherheit ist mäßig stabil, nicht festgelegt. Was Längsschnittstudien über Alter, Therapie und die sogenannte erarbeitete Sicherheit zeigen.",{"route":32,"title":33,"description":34,"cluster":17,"type":18,"status":8,"tuer":19,"updated":20},"\u002Fbindungsstile\u002Fdie-vier-bindungsstile","Die vier Bindungsstile — und warum die Forschung sie nicht als Typen führt","Sicher, ängstlich, vermeidend, ängstlich-vermeidend: woher die vier Stile kommen, wie sie gemessen werden und warum sie keine Persönlichkeitstypen sind.",{"route":36,"title":37,"description":38,"cluster":17,"type":18,"status":25,"tuer":19,"updated":26},"\u002Fbindungsstile\u002Fdurchsetzungsfaehigkeit","Bindungssicherheit und Durchsetzungsfähigkeit: was belegt ist und was nicht","Ob sichere Bindung durchsetzungsfähiger macht, ist schwächer belegt, als es klingt. Was die Forschung tatsächlich misst, mit Studien und Jahreszahlen.",{"route":40,"title":41,"description":42,"cluster":17,"type":43,"status":8,"tuer":19,"updated":26},"\u002Fbindungsstile","Bindungsstile: Was die Forschung wirklich sagt","Woher die vier Bindungsstile stammen, was Bowlby und Ainsworth tatsächlich gezeigt haben — und warum die Forschung heute von Skalen spricht statt von Typen.","pfeiler",{"route":45,"title":46,"description":47,"cluster":17,"type":18,"status":25,"tuer":19,"updated":26},"\u002Fbindungsstile\u002Fsexuelle-wuensche-aeussern","Sexuelle Wünsche äußern — und warum es manchen Menschen schwerer fällt","Warum manche Menschen sexuelle Wünsche kaum aussprechen: was drei Studien zu Bindung und sexueller Kommunikation zeigen — und wo sie sich widersprechen",{"route":49,"title":50,"description":51,"cluster":17,"type":18,"status":25,"tuer":19,"updated":26},"\u002Fbindungsstile\u002Fwas-bindungstests-leisten","Was Bindungstests leisten: Selbstauskunft und das Interview im Vergleich","Selbstauskunftstests und das Adult Attachment Interview überschneiden sich kaum. Was jedes der beiden Verfahren misst — und was daraus folgt.",{"route":53,"title":54,"description":55,"cluster":56,"type":18,"status":25,"tuer":57,"updated":26},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Ffoucaults-ars-erotica","Foucaults ars erotica — hält die Zuschreibung an die arabische Welt historisch stand?","Foucault zählte „arabo-moslemische Gesellschaften\" zur ars erotica – ohne Beleg. Was die arabische Liebesliteratur zeigt, und was Kritik daran einwendet.","E","T4",{"route":59,"title":60,"description":61,"cluster":56,"type":43,"status":25,"tuer":57,"updated":26},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet","Was im Westen ‚Tantra' heißt — und was Tantra tatsächlich war","Was hierzulande als Tantra gilt, ist eine Erfindung der 1960er Jahre. Das historische Tantra war etwas anderes — sexuelles Ritual war darin nicht die Mitte.",{"route":63,"title":64,"description":65,"cluster":56,"type":18,"status":25,"tuer":57,"updated":26},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Frechter-und-linker-weg","Der 'linke Weg' im Tantra — Verehrung der Frau oder ihre Instrumentalisierung?","Dakṣiṇācāra und Vāmācāra sind mehr als rechts und links. Was die Forschung zur Frauenrolle im „linken Weg\" fand – und was offenbleibt.",{"route":67,"title":68,"description":69,"cluster":56,"type":18,"status":25,"tuer":57,"updated":20},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Frussischer-eros","Der russische Eros — warum Russlands Sexualkultur als eigener Sonderweg gilt","Der russische Eros ist keine Volkscharakter-Eigenschaft, sondern eine Diskursgeschichte wiederholter Zyklen von Öffnung und staatlicher Kontrolle.",{"route":71,"title":72,"description":73,"cluster":56,"type":18,"status":25,"tuer":57,"updated":26},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Fsamenerhalt","Samenerhalt — die taoistische Lehre und was von ihr trägt","Die taoistische Lehre vom Samenerhalt trennt Orgasmus und Samenerguss – real. Ihre Heilsversprechen wie Langlebigkeit sind es nicht. Was belegt ist.",{"route":75,"title":76,"description":77,"cluster":56,"type":18,"status":25,"tuer":57,"updated":26},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Ftaoistische-kunst-der-schlafgemaecher","Die Kunst der Schlafgemächer — was fangzhong shu wirklich war","Fangzhong shu galt als „chinesisches Kamasutra\". Tatsächlich war es eine Gesundheitslehre, die Sex der Kultivierung unterordnete, nicht dem Genuss.",{"route":79,"title":80,"description":81,"cluster":56,"type":18,"status":25,"tuer":57,"updated":26},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Fvan-gulik","Robert van Gulik — wie das Wissen über Chinas Sexualkultur in den Westen kam","Ein niederländischer Diplomat schrieb 1961 das erste westliche Standardwerk zur Sexualgeschichte Chinas – und prägte damit auch Foucaults „ars erotica\".",{"route":83,"title":84,"description":85,"cluster":86,"type":18,"status":25,"tuer":19,"updated":26},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fasexualitaet","Asexualität: Was sie ist – und was sie nicht ist","Asexualität heißt fehlende sexuelle Anziehung, nicht fehlendes Verlangen. Was das Ace-Spektrum umfasst und warum es keine Diagnose ist.","F",{"route":88,"title":89,"description":90,"cluster":86,"type":43,"status":25,"tuer":19,"updated":26},"\u002Fnormalitaet-und-scham","Wann ist eine sexuelle Vorliebe ein Problem? Die Antwort der Diagnosesysteme","Nicht der Inhalt einer Vorliebe entscheidet darüber, ob sie klinisch bedeutsam ist, sondern zwei andere Kriterien. Was DSM-5 und ICD-11 tatsächlich verlangen.",{"route":92,"title":93,"description":94,"cluster":86,"type":18,"status":25,"tuer":19,"updated":26},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fscham-nach-einer-fantasie","Scham nach einer sexuellen Fantasie: Was sie bedeutet – und was nicht","Eine beunruhigende Fantasie erfüllt für sich kein Diagnosekriterium. Was sexuelle Scham danach auslöst – und woher sie kommt.",{"route":96,"title":97,"description":98,"cluster":86,"type":18,"status":25,"tuer":19,"updated":26},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fsexuelle-skripte","Sexuelle Skripte: Warum Begehren einem Muster folgt","Gagnon und Simon erklärten sexuelles Verhalten 1973 über drei Ebenen erlernter Skripte – nicht als biologischen Trieb. Was das Modell trägt.",{"route":100,"title":101,"description":102,"cluster":86,"type":18,"status":25,"tuer":19,"updated":20},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Ftrauma-und-sexualitaet","Trauma und Sexualität: Was die Forschung zeigt – und wo sie unsicher bleibt","Große Stichproben finden keinen generellen Zusammenhang zwischen Kindheitstrauma und bestimmten sexuellen Vorlieben. Was einzelne Studien trotzdem zeigen.",{"route":104,"title":105,"description":106,"cluster":86,"type":18,"status":25,"tuer":19,"updated":26},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Funterdrueckung-schadet","Schadet Unterdrückung häufiger als die Vorliebe selbst?","Verstecken und Selbststigma hängen mit mehr Angst und Depression zusammen als die Vorliebe selbst. Was das Minoritätenstress-Modell zeigt.",{"route":108,"title":109,"description":110,"cluster":86,"type":18,"status":25,"tuer":19,"updated":26},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fvorliebe-und-stoerung","Vorliebe oder Störung? Was die Diagnosekriterien im Einzelnen verlangen","Kriterium B ist nur die halbe Antwort. DSM-5 und die ICD-11-Arbeitsgruppe ordnen sexuelle Vorlieben nach zwei verschiedenen Logiken.",{"route":112,"title":113,"description":114,"cluster":115,"type":18,"status":25,"tuer":19,"updated":26},"\u002Fschattenarbeit\u002Ffreuds-trieblehre-heute","Freuds Trieblehre heute — was von den Drei Abhandlungen trägt","Das Stufenmodell oral–anal–phallisch stammt nicht aus 1905. Wie Freuds Theorie über zwanzig Jahre gewachsen ist — und was davon heute noch Bestand hat.","B",{"route":117,"title":118,"description":119,"cluster":115,"type":43,"status":25,"tuer":19,"updated":20},"\u002Fschattenarbeit","Schattenarbeit: was C. G. Jung wirklich gemeint hat","Der Schatten ist bei Jung nicht die dunkle Seite und nicht das Böse, sondern etwas deutlich Unbequemeres. Was im Original steht — und was die Belege hergeben.",{"route":121,"title":122,"description":123,"cluster":115,"type":18,"status":25,"tuer":19,"updated":26},"\u002Fschattenarbeit\u002Findividuation","Individuation bei C. G. Jung — was der Begriff bedeutet und was nicht","Individuation ist bei Jung ein lebenslanger Prozess, kein Zustand und keine Selbstverwirklichung. Was der Begriff meint — und wo die Belege enden.",{"route":125,"title":126,"description":127,"cluster":115,"type":18,"status":25,"tuer":19,"updated":20},"\u002Fschattenarbeit\u002Fschattenarbeit-im-netz","Schattenarbeit im Netz — was das Wort dort bedeutet und was nicht","Journaling-Listen, 30-Tage-Programme: Was online Schattenarbeit heißt, teilt mit Jung oft nur den Namen. Was trotzdem helfen kann — und was unbelegt ist.",{"route":129,"title":130,"description":131,"status":8,"updated":20},"\u002Fseiten\u002Finhaltsverzeichnis","Inhalt","Vier Teile, zwölf Kapitel: die Gliederung von „Der Schatten des Begehrens\".",{"route":133,"title":134,"description":135,"status":8,"updated":20},"\u002Fseiten\u002Fueber-das-buch","Über das Buch","Entstehung, Quellenarbeit und Haltung hinter „Der Schatten des Begehrens\" — ein narratives Sachbuch über Tiefenpsychologie, Kulturgeschichte und Sexualität.",{"route":137,"title":138,"description":139,"cluster":140,"type":18,"status":25,"tuer":19,"updated":26},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Ferregung-und-verlangen","Sind Erregung und Verlangen dasselbe? Zwei Modelle, ein Unterschied","Erregung ist eine Reaktion, Verlangen ein Bedürfnis — beide können unabhängig auftreten. Was Bassons zirkuläres Modell und das Dual-Control-Modell zeigen.","C",{"route":142,"title":143,"description":144,"cluster":140,"type":18,"status":25,"tuer":19,"updated":26},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Ferregungsdiskordanz","Erregungsdiskordanz: Wenn der Körper reagiert, ohne dass jemand erregt sein will","Körper und Erleben fallen nicht immer zusammen — bei Frauen im Mittel seltener als bei Männern. Und eine körperliche Reaktion ist kein Zeichen von Zustimmung.",{"route":146,"title":147,"description":148,"cluster":140,"type":18,"status":25,"tuer":19,"updated":26},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Ffetisch-vorliebe-stoerung","Fetisch, Vorliebe, Störung — wo verläuft die Grenze wirklich?","Ein Fetisch ist keine Diagnose. Was das DSM-5 zusätzlich verlangt, damit daraus eine fetischistische Störung wird — und was die ICD-11 dazu sagt.",{"route":150,"title":151,"description":152,"cluster":140,"type":43,"status":25,"tuer":19,"updated":20},"\u002Fwie-begehren-entsteht","Wie entsteht ein Fetisch? Vier Erklärungsmodelle und was sie taugen","Kopplung, Übergangsobjekt, Bindung, Kulturgeschichte: Vier Modelle erklären, wie eine Vorliebe entsteht — keines davon, warum ausgerechnet dieses Objekt.",{"route":154,"title":155,"description":156,"cluster":140,"type":18,"status":25,"tuer":19,"updated":26},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Fkonditionierung-und-grenzen","Wie Konditionierung eine sexuelle Vorliebe formen kann — und wo das Modell endet","Ein neutraler Reiz kann durch Kopplung mit Erregung selbst erregend werden, zeigte Rachmans Experiment 1966. Warum das den Einzelfall trotzdem nicht erklärt.",{"route":158,"title":159,"description":160,"cluster":140,"type":18,"status":25,"tuer":19,"updated":26},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Fwinnicotts-uebergangsobjekt","Winnicotts Übergangsobjekt — was ein Kuscheltier mit einem Fetisch zu tun hat","Warum der Teddybär eines Kindes und ein Fetisch aus derselben Theorie stammen — und was Winnicott damit ausdrücklich nicht gemeint hat.",1789551436013]