[{"data":1,"prerenderedAt":168},["ShallowReactive",2],{"artikel:liste":3,"content:kulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Fvan-gulik":153},[4,13,19,23,27,31,36,40,44,50,54,58,62,66,70,74,79,83,87,91,95,99,103,108,112,116,120,124,128,133,137,141,145,149],{"route":5,"title":6,"description":7,"cluster":8,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":12},"\u002Fbindungsstile\u002Fbindung-und-sexualitaet","Bindung und Sexualität: Was der Bindungsstil über Sex aussagt — und was nicht","Unsichere Bindung verändert nicht, was Menschen begehren, sondern wozu sie Sex benutzen. Was die Forschung zeigt, mit Studien und Jahreszahlen.","A","speiche","geprüft","T1","2026-08-28",{"route":14,"title":15,"description":16,"cluster":8,"type":9,"status":17,"tuer":11,"updated":18},"\u002Fbindungsstile\u002Fbindung-und-sexualpraktiken","Bindungsstil und Sexualpraktiken: Was die Forschung misst — und was nicht","Bindungsangst und -vermeidung sagen etwas über sexuelle Zufriedenheit, Häufigkeit und Kommunikation. Über einzelne Praktiken sagen sie nichts.","live","2026-08-29",{"route":20,"title":21,"description":22,"cluster":8,"type":9,"status":17,"tuer":11,"updated":18},"\u002Fbindungsstile\u002Fbindungsstil-aendern","Kann sich ein Bindungsstil ändern? Was die Längsschnittforschung zeigt","Bindungssicherheit ist mäßig stabil, nicht festgelegt. Was Längsschnittstudien über Alter, Therapie und die sogenannte erarbeitete Sicherheit zeigen.",{"route":24,"title":25,"description":26,"cluster":8,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":12},"\u002Fbindungsstile\u002Fdie-vier-bindungsstile","Die vier Bindungsstile — und warum die Forschung sie nicht als Typen führt","Sicher, ängstlich, vermeidend, ängstlich-vermeidend: woher die vier Stile kommen, wie sie gemessen werden und warum sie keine Persönlichkeitstypen sind.",{"route":28,"title":29,"description":30,"cluster":8,"type":9,"status":17,"tuer":11,"updated":18},"\u002Fbindungsstile\u002Fdurchsetzungsfaehigkeit","Bindungssicherheit und Durchsetzungsfähigkeit: was belegt ist und was nicht","Ob sichere Bindung durchsetzungsfähiger macht, ist schwächer belegt, als es klingt. Was die Forschung tatsächlich misst, mit Studien und Jahreszahlen.",{"route":32,"title":33,"description":34,"cluster":8,"type":35,"status":10,"tuer":11,"updated":18},"\u002Fbindungsstile","Bindungsstile: Was die Forschung wirklich sagt","Woher die vier Bindungsstile stammen, was Bowlby und Ainsworth tatsächlich gezeigt haben — und warum die Forschung heute von Skalen spricht statt von Typen.","pfeiler",{"route":37,"title":38,"description":39,"cluster":8,"type":9,"status":17,"tuer":11,"updated":18},"\u002Fbindungsstile\u002Fsexuelle-wuensche-aeussern","Sexuelle Wünsche äußern — und warum es manchen Menschen schwerer fällt","Warum manche Menschen sexuelle Wünsche kaum aussprechen: was drei Studien zu Bindung und sexueller Kommunikation zeigen — und wo sie sich widersprechen",{"route":41,"title":42,"description":43,"cluster":8,"type":9,"status":17,"tuer":11,"updated":18},"\u002Fbindungsstile\u002Fwas-bindungstests-leisten","Was Bindungstests leisten: Selbstauskunft und das Interview im Vergleich","Selbstauskunftstests und das Adult Attachment Interview überschneiden sich kaum. Was jedes der beiden Verfahren misst — und was daraus folgt.",{"route":45,"title":46,"description":47,"cluster":48,"type":9,"status":17,"tuer":49,"updated":18},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Ffoucaults-ars-erotica","Foucaults ars erotica — hält die Zuschreibung an die arabische Welt historisch stand?","Foucault zählte „arabo-moslemische Gesellschaften\" zur ars erotica – ohne Beleg. Was die arabische Liebesliteratur zeigt, und was Kritik daran einwendet.","E","T4",{"route":51,"title":52,"description":53,"cluster":48,"type":35,"status":17,"tuer":49,"updated":18},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet","Was im Westen ‚Tantra' heißt — und was Tantra tatsächlich war","Was hierzulande als Tantra gilt, ist eine Erfindung der 1960er Jahre. Das historische Tantra war etwas anderes — sexuelles Ritual war darin nicht die Mitte.",{"route":55,"title":56,"description":57,"cluster":48,"type":9,"status":17,"tuer":49,"updated":18},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Frechter-und-linker-weg","Der 'linke Weg' im Tantra — Verehrung der Frau oder ihre Instrumentalisierung?","Dakṣiṇācāra und Vāmācāra sind mehr als rechts und links. Was die Forschung zur Frauenrolle im „linken Weg\" fand – und was offenbleibt.",{"route":59,"title":60,"description":61,"cluster":48,"type":9,"status":17,"tuer":49,"updated":12},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Frussischer-eros","Der russische Eros — warum Russlands Sexualkultur als eigener Sonderweg gilt","Der russische Eros ist keine Volkscharakter-Eigenschaft, sondern eine Diskursgeschichte wiederholter Zyklen von Öffnung und staatlicher Kontrolle.",{"route":63,"title":64,"description":65,"cluster":48,"type":9,"status":17,"tuer":49,"updated":18},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Fsamenerhalt","Samenerhalt — die taoistische Lehre und was von ihr trägt","Die taoistische Lehre vom Samenerhalt trennt Orgasmus und Samenerguss – real. Ihre Heilsversprechen wie Langlebigkeit sind es nicht. Was belegt ist.",{"route":67,"title":68,"description":69,"cluster":48,"type":9,"status":17,"tuer":49,"updated":18},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Ftaoistische-kunst-der-schlafgemaecher","Die Kunst der Schlafgemächer — was fangzhong shu wirklich war","Fangzhong shu galt als „chinesisches Kamasutra\". Tatsächlich war es eine Gesundheitslehre, die Sex der Kultivierung unterordnete, nicht dem Genuss.",{"route":71,"title":72,"description":73,"cluster":48,"type":9,"status":17,"tuer":49,"updated":18},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Fvan-gulik","Robert van Gulik — wie das Wissen über Chinas Sexualkultur in den Westen kam","Ein niederländischer Diplomat schrieb 1961 das erste westliche Standardwerk zur Sexualgeschichte Chinas – und prägte damit auch Foucaults „ars erotica\".",{"route":75,"title":76,"description":77,"cluster":78,"type":9,"status":17,"tuer":11,"updated":18},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fasexualitaet","Asexualität: Was sie ist – und was sie nicht ist","Asexualität heißt fehlende sexuelle Anziehung, nicht fehlendes Verlangen. Was das Ace-Spektrum umfasst und warum es keine Diagnose ist.","F",{"route":80,"title":81,"description":82,"cluster":78,"type":35,"status":17,"tuer":11,"updated":18},"\u002Fnormalitaet-und-scham","Wann ist eine sexuelle Vorliebe ein Problem? Die Antwort der Diagnosesysteme","Nicht der Inhalt einer Vorliebe entscheidet darüber, ob sie klinisch bedeutsam ist, sondern zwei andere Kriterien. Was DSM-5 und ICD-11 tatsächlich verlangen.",{"route":84,"title":85,"description":86,"cluster":78,"type":9,"status":17,"tuer":11,"updated":18},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fscham-nach-einer-fantasie","Scham nach einer sexuellen Fantasie: Was sie bedeutet – und was nicht","Eine beunruhigende Fantasie erfüllt für sich kein Diagnosekriterium. Was sexuelle Scham danach auslöst – und woher sie kommt.",{"route":88,"title":89,"description":90,"cluster":78,"type":9,"status":17,"tuer":11,"updated":18},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fsexuelle-skripte","Sexuelle Skripte: Warum Begehren einem Muster folgt","Gagnon und Simon erklärten sexuelles Verhalten 1973 über drei Ebenen erlernter Skripte – nicht als biologischen Trieb. Was das Modell trägt.",{"route":92,"title":93,"description":94,"cluster":78,"type":9,"status":17,"tuer":11,"updated":12},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Ftrauma-und-sexualitaet","Trauma und Sexualität: Was die Forschung zeigt – und wo sie unsicher bleibt","Große Stichproben finden keinen generellen Zusammenhang zwischen Kindheitstrauma und bestimmten sexuellen Vorlieben. Was einzelne Studien trotzdem zeigen.",{"route":96,"title":97,"description":98,"cluster":78,"type":9,"status":17,"tuer":11,"updated":18},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Funterdrueckung-schadet","Schadet Unterdrückung häufiger als die Vorliebe selbst?","Verstecken und Selbststigma hängen mit mehr Angst und Depression zusammen als die Vorliebe selbst. Was das Minoritätenstress-Modell zeigt.",{"route":100,"title":101,"description":102,"cluster":78,"type":9,"status":17,"tuer":11,"updated":18},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fvorliebe-und-stoerung","Vorliebe oder Störung? Was die Diagnosekriterien im Einzelnen verlangen","Kriterium B ist nur die halbe Antwort. DSM-5 und die ICD-11-Arbeitsgruppe ordnen sexuelle Vorlieben nach zwei verschiedenen Logiken.",{"route":104,"title":105,"description":106,"cluster":107,"type":9,"status":17,"tuer":11,"updated":18},"\u002Fschattenarbeit\u002Ffreuds-trieblehre-heute","Freuds Trieblehre heute — was von den Drei Abhandlungen trägt","Das Stufenmodell oral–anal–phallisch stammt nicht aus 1905. Wie Freuds Theorie über zwanzig Jahre gewachsen ist — und was davon heute noch Bestand hat.","B",{"route":109,"title":110,"description":111,"cluster":107,"type":35,"status":17,"tuer":11,"updated":12},"\u002Fschattenarbeit","Schattenarbeit: was C. G. Jung wirklich gemeint hat","Der Schatten ist bei Jung nicht die dunkle Seite und nicht das Böse, sondern etwas deutlich Unbequemeres. Was im Original steht — und was die Belege hergeben.",{"route":113,"title":114,"description":115,"cluster":107,"type":9,"status":17,"tuer":11,"updated":18},"\u002Fschattenarbeit\u002Findividuation","Individuation bei C. G. Jung — was der Begriff bedeutet und was nicht","Individuation ist bei Jung ein lebenslanger Prozess, kein Zustand und keine Selbstverwirklichung. Was der Begriff meint — und wo die Belege enden.",{"route":117,"title":118,"description":119,"cluster":107,"type":9,"status":17,"tuer":11,"updated":12},"\u002Fschattenarbeit\u002Fschattenarbeit-im-netz","Schattenarbeit im Netz — was das Wort dort bedeutet und was nicht","Journaling-Listen, 30-Tage-Programme: Was online Schattenarbeit heißt, teilt mit Jung oft nur den Namen. Was trotzdem helfen kann — und was unbelegt ist.",{"route":121,"title":122,"description":123,"status":10,"updated":12},"\u002Fseiten\u002Finhaltsverzeichnis","Inhalt","Vier Teile, zwölf Kapitel: die Gliederung von „Der Schatten des Begehrens\".",{"route":125,"title":126,"description":127,"status":10,"updated":12},"\u002Fseiten\u002Fueber-das-buch","Über das Buch","Entstehung, Quellenarbeit und Haltung hinter „Der Schatten des Begehrens\" — ein narratives Sachbuch über Tiefenpsychologie, Kulturgeschichte und Sexualität.",{"route":129,"title":130,"description":131,"cluster":132,"type":9,"status":17,"tuer":11,"updated":18},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Ferregung-und-verlangen","Sind Erregung und Verlangen dasselbe? Zwei Modelle, ein Unterschied","Erregung ist eine Reaktion, Verlangen ein Bedürfnis — beide können unabhängig auftreten. Was Bassons zirkuläres Modell und das Dual-Control-Modell zeigen.","C",{"route":134,"title":135,"description":136,"cluster":132,"type":9,"status":17,"tuer":11,"updated":18},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Ferregungsdiskordanz","Erregungsdiskordanz: Wenn der Körper reagiert, ohne dass jemand erregt sein will","Körper und Erleben fallen nicht immer zusammen — bei Frauen im Mittel seltener als bei Männern. Und eine körperliche Reaktion ist kein Zeichen von Zustimmung.",{"route":138,"title":139,"description":140,"cluster":132,"type":9,"status":17,"tuer":11,"updated":18},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Ffetisch-vorliebe-stoerung","Fetisch, Vorliebe, Störung — wo verläuft die Grenze wirklich?","Ein Fetisch ist keine Diagnose. Was das DSM-5 zusätzlich verlangt, damit daraus eine fetischistische Störung wird — und was die ICD-11 dazu sagt.",{"route":142,"title":143,"description":144,"cluster":132,"type":35,"status":17,"tuer":11,"updated":12},"\u002Fwie-begehren-entsteht","Wie entsteht ein Fetisch? Vier Erklärungsmodelle und was sie taugen","Kopplung, Übergangsobjekt, Bindung, Kulturgeschichte: Vier Modelle erklären, wie eine Vorliebe entsteht — keines davon, warum ausgerechnet dieses Objekt.",{"route":146,"title":147,"description":148,"cluster":132,"type":9,"status":17,"tuer":11,"updated":18},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Fkonditionierung-und-grenzen","Wie Konditionierung eine sexuelle Vorliebe formen kann — und wo das Modell endet","Ein neutraler Reiz kann durch Kopplung mit Erregung selbst erregend werden, zeigte Rachmans Experiment 1966. Warum das den Einzelfall trotzdem nicht erklärt.",{"route":150,"title":151,"description":152,"cluster":132,"type":9,"status":17,"tuer":11,"updated":18},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Fwinnicotts-uebergangsobjekt","Winnicotts Übergangsobjekt — was ein Kuscheltier mit einem Fetisch zu tun hat","Warum der Teddybär eines Kindes und ein Fetisch aus derselben Theorie stammen — und was Winnicott damit ausdrücklich nicht gemeint hat.",{"frontmatter":154,"sections":162,"html":166,"empfehlungen":167},{"title":72,"metaTitle":155,"description":73,"cluster":48,"type":9,"tuer":49,"anzeigenziel":156,"status":17,"updated":18,"citeKeys":157,"vertiefungTitel":161},"Robert van Gulik: China-Bild und westliche Rezeption",false,[158,159,160],"vangulik1961","rocha2011","wile1992","Vertiefung — was van Gulik selbst schrieb und was über ihn geschrieben wurde",{"snippet":163,"kurzfassung":164,"vertiefung":165},"\u003Cp>Robert Hans van Gulik (1910–1967), niederländischer Diplomat und Sinologe, veröffentlichte 1961\nmit „Sexual Life in Ancient China&quot; das erste westliche Standardwerk zur chinesischen\nSexualitätsgeschichte. Bis in die 1980er Jahre blieb es die maßgebliche Darstellung im Westen —\nund prägte damit auch, wie Michel Foucault China als Beispiel einer „ars erotica&quot; beschrieb.\u003C\u002Fp>\n","\u003Cp>Fast jede westliche Vorstellung von taoistischer Sexualität, von „Essenz-Erhaltung&quot; bis zum\nSu Nü Jing, geht letztlich auf ein einziges Buch zurück. Wer verstehen will, warum dieses Wissen\nim Westen so und nicht anders ankam, muss seinen Autor kennen.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch3>Wer war Robert van Gulik?\u003C\u002Fh3>\n\u003Cp>Van Gulik war kein akademischer Sexualhistoriker im engeren Sinne, sondern niederländischer\nDiplomat mit sinologischer Ausbildung. 1961 veröffentlichte er bei Brill in Leiden „Sexual Life\nin Ancient China: A Preliminary Survey of Chinese Sex and Society from ca. 1500 B.C. till 1644\nA.D.&quot; — ein Werk von fast 400 Seiten, das die chinesische Sexualitätsgeschichte von der\nShang-Zeit bis zum Ende der Ming-Dynastie in zehn Kapiteln und zwei Anhängen\nbehandelt\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Bibliografisch ist das Werk gut dokumentiert: mehrere\nNachdrucke (1974, 2003, 2021), Bibliothekskataloge weltweit, eine feste Katalognummer bei der\nUS-Kongressbibliothek.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch3>Was steht in dem Buch — und was lässt sich darüber sagen, ohne es geprüft zu haben?\u003C\u002Fh3>\n\u003Cp>Hier ist Zurückhaltung angebracht, und die Zurückhaltung selbst ist Teil der Geschichte, die\ndiese Seite erzählt. Van Guliks Buch behandelt nachweislich die taoistischen Sexualpraktiken\n(fangzhong shu), den Samenerhalt und die Su-Nü-Jing-Überlieferung als zentrale Quellen des alten\nchinesischen Sexualwissens — das ergibt sich aus dem Inhaltsverzeichnis und aus\nSekundärbeschreibungen des Werks. Was sich \u003Cstrong>nicht\u003C\u002Fstrong> sagen lässt, ohne den Volltext selbst\neingesehen zu haben: welche konkreten Formulierungen, Wertungen oder Fehler van Gulik dabei\nverwendet. Diese Seite zitiert ihn deshalb nicht wörtlich — eine Lücke, die ehrlicher ist als ein\nplausibel klingendes Zitat, das niemand geprüft hat.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Ein Anhang des Buches sticht heraus: „Indian and Chinese Sexual Mysticism&quot; untersucht auf rund\nzwanzig Seiten die Verbindungen zwischen chinesischer und indischer Sexualmystik und ihre\nBedeutung für den Ursprung des Tantrismus\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup> — van Gulik dachte die\nKulturgeschichte der Sexualität also bereits 1961 über eine einzelne Kultur hinaus, in genau die\nRichtung, in die diese \u003Ca href=\"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\">Kulturgeschichte der Sexualität\u003C\u002Fa> heute\nnoch verweist.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch3>Warum war dieses eine Buch so einflussreich?\u003C\u002Fh3>\n\u003Cp>Weil es bis in die 1980er Jahre praktisch konkurrenzlos war. Van Guliks Werk war die maßgebliche\nwestliche Darstellung chinesischer Sexualitätsgeschichte und prägte das Bild Chinas als\nGesellschaft mit einer „ars erotica&quot; — ein Begriff, den später vor allem Michel Foucault bekannt\nmachte\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">2\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Eine peer-reviewte Untersuchung von 2011 argumentiert, dass Foucaults\nChinabild stark durch van Guliks Darstellung geprägt wurde\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">3\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup> — mehr dazu\nauf der Seite zu \u003Ca href=\"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Ffoucaults-ars-erotica\">Foucaults ars-erotica-Begriff\u003C\u002Fa>.\nDiese Verbindung ist eine Aussage über die Rezeptionsgeschichte, keine Aussage darüber, dass\nFoucault van Gulik namentlich zitiert hätte.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Erst 1992, gut dreißig Jahre nach van Gulik, erschien mit Douglas Wiles „Art of the Bedchamber&quot;\ndie erste umfassende englische Übersetzung der chinesischen Sexual-Yoga-Klassiker\nselbst\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">4\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup> — eine Ergänzung, die van Guliks historischen Überblick um\nPrimärtexte im Volltext erweiterte, statt ihn zu ersetzen.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch3>Was ist an diesem Wissenstransfer selbst bemerkenswert?\u003C\u002Fh3>\n\u003Cp>Dass ein einziges Buch, geschrieben von einem einzelnen Diplomaten ohne akademisches\nSexualhistoriker-Mandat, über zwanzig Jahre lang praktisch das gesamte westliche Wissen über ein\nThema trug — inklusive der Vorstellungen, die ein Philosoph wie Foucault später zu einer\nKulturtheorie verallgemeinerte. Das ist kein Vorwurf an van Gulik, dessen Pionierrolle unbestritten\nist. Es ist ein Hinweis darauf, wie schmal die Quellenbasis war, auf der ein bis heute\nwirkmächtiges Chinabild entstand — und ein Grund, an genau dieser Stelle besonders genau zu\nprüfen, was belegt ist und was nur weitergereicht wurde.\u003C\u002Fp>\n","\u003Cp>\u003Cstrong>Warum diese Seite van Gulik nicht wörtlich zitiert.\u003C\u002Fstrong> Der Grundsatz dieses Projekts lautet:\nkeine Behauptung ohne nachprüfbare Quelle. Für van Guliks eigene Formulierungen zu Qi, Jing,\nSamenerhalt oder dem Su Nü Jing liegt in diesem Projekt keine Volltext-Einsicht vor — weder ein\nZitat noch eine Seitenangabe lassen sich daraus ableiten. Zwei Wege stünden offen: den Volltext\nzu beschaffen, oder auf allgemeine, bibliografisch abgesicherte Aussagen über van Guliks\nPionierrolle zu beschränken. Diese Seite geht den zweiten Weg. Das ist ein bewusster Verzicht,\nkein Zufall.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>\u003Cstrong>Was van Guliks Werk historisch einordnet, ohne es selbst zu bewerten.\u003C\u002Fstrong> Eine Verlagsdarstellung\nder Neuauflage von 2021 bezeichnet das Werk ausdrücklich als „Pionierüberblick&quot;\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">5\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup> —\neine Formulierung, die die historische Bedeutung markiert, ohne eine inhaltliche Wertung über die\nRichtigkeit einzelner Aussagen zu treffen. Diese Unterscheidung ist hier wichtig: Pionierarbeit\nund Fehlerfreiheit sind zwei verschiedene Dinge, und ein Werk kann das eine sein, ohne dass das\nandere automatisch folgt.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>\u003Cstrong>Was diese Seite offenlässt.\u003C\u002Fstrong> Ob und an welchen Stellen van Guliks Darstellung heute als\nüberholt gilt, ließe sich nur mit einer eigenen fachhistorischen Aufarbeitung seines Werks im\nVergleich zur neueren Forschung beantworten — dafür reicht die vorliegende Quellenbasis nicht.\nWas die „Kunst der Schlafgemächer&quot; selbst lehrte, unabhängig von ihrer westlichen Rezeption,\nbehandelt die \u003Ca href=\"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Ftaoistische-kunst-der-schlafgemaecher\">Seite zu fangzhong\nshu\u003C\u002Fa>; die konkrete Lehre\nvom \u003Ca href=\"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Fsamenerhalt\">Samenerhalt\u003C\u002Fa> hat ebenfalls eine eigene Seite.\u003C\u002Fp>\n\u003Chr>\n\u003Cp>Wie diese Episode der Wissensgeschichte in die größere Erzählung des Buches eingebettet ist, zeigt\ndas \u003Ca href=\"\u002F\">Inhaltsverzeichnis auf der Startseite\u003C\u002Fa>; Hintergrund zur Quellenarbeit des Buches insgesamt\ngibt die \u003Ca href=\"\u002Fueber-das-buch\">Seite über das Buch\u003C\u002Fa>.\u003C\u002Fp>\n\u003Col id=\"quellen\">\n\u003Cli>Van Gulik, R. H. (1961). \u003Cem>Sexual Life in Ancient China: A Preliminary Survey of Chinese Sex and Society from ca. 1500 B.C. till 1644 A.D.\u003C\u002Fem> Brill, Leiden. Appendix I: „Indian and Chinese Sexual Mysticism\", S. 339–359. Bibliografisch verifiziert (LCCN 62019807, OCLC 14592699); Aufbau und Umfang von Appendix I über Bibliothekskataloge bestätigt. \u003Cstrong>Vorbehalt:\u003C\u002Fstrong> Der Volltext wurde nicht eingesehen — keine wörtlichen Zitate oder Seitenangaben zu einzelnen inhaltlichen Aussagen des Werks.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Rocha, L. A. (2011). Scientia sexualis versus ars erotica: Foucault, van Gulik, Needham. \u003Cem>Studies in History and Philosophy of Biological and Biomedical Sciences\u003C\u002Fem> 42(3), S. 328–343. — van Guliks Darstellung Chinas als Prägung von Foucaults „ars erotica\"-Bild.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Rocha, L. A. (2011), a. a. O. — dieselbe Quelle für die Aussage über die Rezeptionslinie van Gulik → Foucault.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Wile, D. (1992). \u003Cem>Art of the Bedchamber: The Chinese Sexual Yoga Classics.\u003C\u002Fem> State University of New York Press, Albany. — erste umfassende englische Übersetzung der chinesischen Sexual-Yoga-Klassiker, dreißig Jahre nach van Gulik.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Brill (2021). Verlagsdarstellung der Neuauflage von „Sexual Life in Ancient China\". \u003Cstrong>Hinweis:\u003C\u002Fstrong> Verlagstext, keine unabhängige wissenschaftliche Bewertung; hier ausschließlich als Beleg für die anhaltende verlegerische Einordnung als Pionierwerk herangezogen. Bewusst ohne Eintrag in der Bibliografie und ohne `citeKey` — eine Verlagsdarstellung ist keine zitierfähige Fachquelle und wird deshalb nur an dieser Stelle geführt.\u003C\u002Fli>\n\u003C\u002Fol>","",[],1789551435380]