[{"data":1,"prerenderedAt":280},["ShallowReactive",2],{"artikel:liste":3,"content:kulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Fkamasutra":255},[4,15,21,25,32,37,41,45,52,57,61,65,69,73,77,84,88,92,98,102,107,111,115,119,123,127,131,137,141,145,149,153,157,161,165,170,174,178,182,186,190,194,198,202,207,213,217,221,226,230,235,239,243,247,251],{"route":5,"title":6,"description":7,"image":8,"imageAlt":9,"cluster":10,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":14},"\u002Fbegehren-ohne-genuss\u002Falexithymie-bei-maennern","Alexithymie: was sie ist, was ein Test misst und was bei Männern stimmt","Alexithymie heißt, Gefühle schwer zu erkennen und zu benennen. Was ein Test wie die TAS-20 misst und was die Forschung bei Männern korrigiert hat.","\u002Fimages\u002Fi-01-alexithymie.jpg","Ein farbenfrohes, herzförmiges Objekt, das perfekt verschlossen in einem durchsichtigen Glaswürfel liegt.","I","speiche","live","T1","2026-09-24",{"route":16,"title":17,"description":18,"image":19,"imageAlt":20,"cluster":10,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":14},"\u002Fbegehren-ohne-genuss\u002Fdon-juan-muster","Don-Juan-Syndrom: woher das Etikett stammt und was über Rückzug bekannt ist","Ist das Don-Juan-Syndrom eine Diagnose? Wie Otto Rank die Figur 1922 las und was die Bindungsforschung über Menschen weiß, die Nähe klein halten.","\u002Fimages\u002Fi-02-don-juan.jpg","Eine endlose Reihe eleganter, identischer Torbögen, die in die Ferne führen.",{"route":22,"title":23,"description":24,"cluster":10,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":14},"\u002Fbegehren-ohne-genuss\u002Fhelfersyndrom","Helfersyndrom: was Schmidbauer meint und was eine Studie dazu zeigt","Was Wolfgang Schmidbauer mit dem Helfersyndrom meint, was eine Studie an Pflegekräften fand und wie das Muster mit Bowlbys Bindungstheorie zusammenhängt.",{"route":26,"title":27,"description":28,"image":29,"imageAlt":30,"cluster":10,"type":31,"status":12,"tuer":13,"updated":14},"\u002Fbegehren-ohne-genuss","Begehren ohne Genuss: Warum manche Menschen funktionieren und dabei wenig spüren","Innere Leere ist auch für die Forschung schwer zu fassen. Was eine Übersicht über 99 Studien zeigt und warum wenig Spüren als Schutz beginnen kann.","\u002Fimages\u002Fi-00-begehren-ohne-genuss.jpg","Eine sterile, aber beeindruckende moderne Architekturhalle, die von kühlem Licht durchflutet wird.","pfeiler",{"route":33,"title":34,"description":35,"cluster":10,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":36},"\u002Fbegehren-ohne-genuss\u002Fleistungsdruck-beim-sex","Leistungsdruck beim Sex: was hinter dem Zwang steckt, immer zu können","Leistungsdruck beim Sex: woher der Maßstab stammt, an dem sich manche Männer messen, und was die Forschung über Wollen und Genießen weiß.","2026-09-25",{"route":38,"title":39,"description":40,"cluster":10,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":14},"\u002Fbegehren-ohne-genuss\u002Fparentifizierung-erkennen","Parentifizierung erkennen: was der Begriff meint und was ein Test nicht zeigt","Parentifizierung heißt, ein Kind wird für die Gefühle der Eltern zuständig. Was dazugehört, was nicht und warum ein Fragebogen das nicht entscheidet.",{"route":42,"title":43,"description":44,"cluster":10,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":14},"\u002Fbegehren-ohne-genuss\u002Fvermeidung-oder-entscheidung","Wenn aus einem Nicht-Getanen im Rückblick eine Entscheidung wird","Nachträgliche Gründe sind gut erforscht, aber nur für Getanes. Was Experimente und Freeze-Forschung über eine Vermeidung sagen, die man Entscheidung nennt.",{"route":46,"title":47,"description":48,"cluster":49,"type":11,"status":50,"tuer":13,"updated":51},"\u002Fbindungsstile\u002Fbindung-und-sexualitaet","Bindung und Sexualität: Was der Bindungsstil über Sex aussagt und was nicht","Unsichere Bindung verändert nicht, was Menschen begehren, sondern wozu sie Sex benutzen. Was die Forschung zeigt, mit Studien und Jahreszahlen.","A","geprüft","2026-08-28",{"route":53,"title":54,"description":55,"cluster":49,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":56},"\u002Fbindungsstile\u002Fbindung-und-sexualpraktiken","Bindungsstil und Sexualpraktiken: Was die Forschung misst und was nicht","Bindungsangst und -vermeidung sagen etwas über sexuelle Zufriedenheit, Häufigkeit und Kommunikation. Über einzelne Praktiken sagen sie nichts.","2026-08-29",{"route":58,"title":59,"description":60,"cluster":49,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":56},"\u002Fbindungsstile\u002Fbindungsstil-aendern","Kann sich ein Bindungsstil ändern? Was die Längsschnittforschung zeigt","Bindungssicherheit ist mäßig stabil, nicht festgelegt. Was Längsschnittstudien über Alter, Therapie und die sogenannte erarbeitete Sicherheit zeigen.",{"route":62,"title":63,"description":64,"cluster":49,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":14},"\u002Fbindungsstile\u002Fdesorganisierte-bindung","Desorganisierter Bindungsstil: Was Main und Solomon beschrieben haben","Desorganisierter Bindungsstil: woran Fachleute ihn bei Säuglingen erkennen und warum man ihn nicht mit Tests für Erwachsene verwechseln sollte.",{"route":66,"title":67,"description":68,"cluster":49,"type":11,"status":50,"tuer":13,"updated":51},"\u002Fbindungsstile\u002Fdie-vier-bindungsstile","Die vier Bindungsstile und warum die Forschung sie nicht als Typen führt","Sicher, ängstlich, vermeidend, ängstlich-vermeidend: woher die vier Stile kommen, wie sie gemessen werden und warum sie keine Persönlichkeitstypen sind.",{"route":70,"title":71,"description":72,"cluster":49,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":56},"\u002Fbindungsstile\u002Fdurchsetzungsfaehigkeit","Bindungssicherheit und Durchsetzungsfähigkeit: was belegt ist und was nicht","Ob sichere Bindung durchsetzungsfähiger macht, ist schwächer belegt, als es klingt. Was die Forschung tatsächlich misst, mit Studien und Jahreszahlen.",{"route":74,"title":75,"description":76,"cluster":49,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":36},"\u002Fbindungsstile\u002Fgaslighting-was-es-wirklich-bedeutet","Gaslighting: Was der Begriff bedeutet und wo er aufhört","Was bedeutet Gaslighting? Was die Forschung darunter versteht, warum ein Machtgefälle dazugehört und warum verschiedene Erinnerungen allein keines sind.",{"route":78,"title":79,"description":80,"image":81,"imageAlt":82,"cluster":49,"type":31,"status":50,"tuer":13,"updated":83},"\u002Fbindungsstile","Bindungsstile: Was die Forschung sagt","Woher die Bindungsstile stammen, was Bowlby und Ainsworth zeigten, und warum die Forschung von Skalen statt Typen spricht.","\u002Fimages\u002Fa-00-bindungsstile.jpg","Eine dynamische, in sich verschlungene abstrakte Skulptur aus farbigen Elementen.","2026-09-18",{"route":85,"title":86,"description":87,"cluster":49,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":36},"\u002Fbindungsstile\u002Fnarzissmus-erkennen","Narzisst erkennen: Was die Diagnose verlangt und was man von außen nicht sieht","Woran lässt sich ein Narzisst erkennen? Was DSM-5 und ICD-11 für die Diagnose verlangen und welche Frage sich über eine Beziehung beantworten lässt.",{"route":89,"title":90,"description":91,"cluster":49,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":56},"\u002Fbindungsstile\u002Fsexuelle-wuensche-aeussern","Sexuelle Wünsche äußern und warum es manchen Menschen schwerer fällt","Warum manche Menschen sexuelle Wünsche kaum aussprechen: was drei Studien zu Bindung und sexueller Kommunikation zeigen, und wo sie sich widersprechen",{"route":93,"title":94,"description":95,"image":96,"imageAlt":97,"cluster":49,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":36},"\u002Fbindungsstile\u002Fvermeidender-bindungsstil","Vermeidender Bindungsstil: Was die Forschung beschreibt und was sie über einen Menschen nicht sagt","Was meint die Forschung mit vermeidendem Bindungsstil? Rückzug bei Nähe, seltener Bitten um Hilfe, Sexualität und warum daraus kein Etikett wird.","\u002Fimages\u002Fa-01-vermeidender-bindungsstil.jpg","Ein kühler, minimalistischer Raum, der durch eine halbdurchlässige Wand in zwei Bereiche getrennt wird.",{"route":99,"title":100,"description":101,"cluster":49,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":56},"\u002Fbindungsstile\u002Fwas-bindungstests-leisten","Was Bindungstests leisten: Selbstauskunft und das Interview im Vergleich","Selbstauskunftstests und das Adult Attachment Interview überschneiden sich kaum. Was jedes der beiden Verfahren misst, und was daraus folgt.",{"route":103,"title":104,"description":105,"cluster":106,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":14},"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Fanerkennung-als-beduerfnis","Anerkennung als Bedürfnis: warum es wehtut, nicht gehört zu werden","Ist das Bedürfnis nach Anerkennung ein Grundbedürfnis? Was Honneth und Taylor begründen, was die Psychologie dazu misst und wo beides getrennt bleibt.","J",{"route":108,"title":109,"description":110,"cluster":106,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":14},"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Feinwilligung-als-beziehung","Einwilligung als Beziehung: Warum das Formular das Falsche regelt","Informierte Einwilligung als Prozess statt einmaliger Unterschrift. Was rolling consent in der Oral History meint und warum es kein DSGVO-Widerruf ist.",{"route":112,"title":113,"description":114,"cluster":106,"type":31,"status":12,"tuer":13,"updated":14},"\u002Ferzaehlen-und-begehren","Erzählen und Begehren: Warum sich das Erzählte ändert, sobald jemand zuhört","Den Stranger-on-a-train-Effekt gibt es als Fachbegriff nicht. Was zum Erzählen vor Fremden belegt ist und wie das Zuhören das Erzählte verändert.",{"route":116,"title":117,"description":118,"cluster":106,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":14},"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Fnarrative-identitaet-abgenommen","Narrative Identität: Was aus einer Lebensgeschichte wird, die jemand anders behält","Narrative Identität meint ein Selbst, das sich in Geschichten fasst. Was belegt ist, wenn man die eigene erzählt und nichts zurückkommt.",{"route":120,"title":121,"description":122,"cluster":106,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":14},"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Fsekundaere-belastung-zuhoerende","Sekundäre Traumatisierung: wenn fremde Geschichten hängen bleiben","Sekundäre Traumatisierung setzt als Fachbegriff ein Trauma voraus. Was Zuhörende ohne Trauma berichten und welche Unterstützung dabei fehlt.",{"route":124,"title":125,"description":126,"cluster":106,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":14},"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Fsexuelle-biografie-als-erzaehlung","Falsche Erinnerungen? Wie weit die eigene sexuelle Geschichte beim Wiedererzählen abweicht","Warum sich falsche Erinnerungen richtig anfühlen und wie verlässlich das autobiografische Gedächtnis für die eigene sexuelle Vorgeschichte ist, laut Studien.",{"route":128,"title":129,"description":130,"cluster":106,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":14},"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Fzuhoererin-schutzdistanz","Professionelle Distanz beim Zuhören, und was sie von Gleichgültigkeit trennt","Professionelle Distanz muss keine Kälte sein. Was Georg Simmel über den Fremden schrieb und was Studien über gespielte Wärme im Interview zeigen.",{"route":132,"title":133,"description":134,"cluster":135,"type":11,"status":12,"tuer":136,"updated":56},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Ffoucaults-ars-erotica","Foucaults ars erotica: hält die Zuschreibung an die arabische Welt historisch stand?","Foucault zählte „arabo-moslemische Gesellschaften“ ohne Beleg zur ars erotica. Was die arabische Liebesliteratur zeigt, und was Kritik daran einwendet.","E","T4",{"route":138,"title":139,"description":140,"cluster":135,"type":31,"status":12,"tuer":136,"updated":36},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet","Was im Westen ‚Tantra' heißt, und was Tantra tatsächlich war","Was hierzulande als Tantra gilt, ist eine Erfindung der 1960er Jahre. Das historische Tantra war etwas anderes. Sexuelles Ritual war darin nicht die Mitte.",{"route":142,"title":143,"description":144,"cluster":135,"type":11,"status":12,"tuer":136,"updated":36},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Fkamasutra","Was wirklich im Kamasutra steht, und warum der Westen es für einen Stellungskatalog hält","Das Kamasutra gilt als Sexstellungsbuch. Nur eines seiner 36 Kapitel handelt von Stellungen. Was der Text stattdessen lehrt und woher die Verwechslung kommt.",{"route":146,"title":147,"description":148,"cluster":135,"type":11,"status":12,"tuer":136,"updated":56},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Frechter-und-linker-weg","Der 'linke Weg' im Tantra: Verehrung der Frau oder ihre Instrumentalisierung?","Dakṣiṇācāra und Vāmācāra sind mehr als rechts und links. Was die Forschung zur Frauenrolle im „linken Weg“ fand und was offenbleibt.",{"route":150,"title":151,"description":152,"cluster":135,"type":11,"status":12,"tuer":136,"updated":51},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Frussischer-eros","Der russische Eros: warum Russlands Sexualkultur als eigener Sonderweg gilt","Der russische Eros ist keine Volkscharakter-Eigenschaft, sondern eine Diskursgeschichte wiederholter Zyklen von Öffnung und staatlicher Kontrolle.",{"route":154,"title":155,"description":156,"cluster":135,"type":11,"status":12,"tuer":136,"updated":56},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Fsamenerhalt","Samenerhalt: die taoistische Lehre und was von ihr trägt","Die taoistische Lehre vom Samenerhalt trennt Orgasmus und Samenerguss. Das ist real. Ihre Heilsversprechen wie Langlebigkeit sind es nicht. Was belegt ist.",{"route":158,"title":159,"description":160,"cluster":135,"type":11,"status":12,"tuer":136,"updated":56},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Ftaoistische-kunst-der-schlafgemaecher","Die Kunst der Schlafgemächer: was fangzhong shu wirklich war","Fangzhong shu galt als „chinesisches Kamasutra“. Tatsächlich war es eine Gesundheitslehre, die Sex der Kultivierung unterordnete, nicht dem Genuss.",{"route":162,"title":163,"description":164,"cluster":135,"type":11,"status":12,"tuer":136,"updated":56},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Fvan-gulik","Robert van Gulik: wie das Wissen über Chinas Sexualkultur in den Westen kam","Ein niederländischer Diplomat schrieb 1961 das erste westliche Standardwerk zur Sexualgeschichte Chinas und prägte damit auch Foucaults „ars erotica“.",{"route":166,"title":167,"description":168,"cluster":169,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":56},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fasexualitaet","Asexualität: Was sie ist und was sie nicht ist","Asexualität heißt fehlende sexuelle Anziehung, nicht fehlendes Verlangen. Was das Ace-Spektrum umfasst und warum es keine Diagnose ist.","F",{"route":171,"title":172,"description":173,"cluster":169,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":36},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fhochsensibilitaet-test","Hochsensibilität im Test: Was der Fragebogen misst und was er offenlässt","Was ein Hochsensibilitätstest erfasst, wie viele Menschen in die hochsensible Gruppe fallen und warum die Forschung selbst bessere Messverfahren verlangt.",{"route":175,"title":176,"description":177,"cluster":169,"type":31,"status":12,"tuer":13,"updated":56},"\u002Fnormalitaet-und-scham","Wann ist eine sexuelle Vorliebe ein Problem? Die Antwort der Diagnosesysteme","Nicht der Inhalt einer Vorliebe entscheidet darüber, ob sie klinisch bedeutsam ist, sondern zwei andere Kriterien. Was DSM-5 und ICD-11 tatsächlich verlangen.",{"route":179,"title":180,"description":181,"cluster":169,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":36},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fist-sexsucht-eine-diagnose","Ist Sexsucht eine anerkannte Diagnose?","Die WHO führt Sexsucht nicht als Sucht. Was es stattdessen gibt, und was hohes Verlangen von Kontrollverlust und schlechtem Gewissen trennt.",{"route":183,"title":184,"description":185,"cluster":169,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":56},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fscham-nach-einer-fantasie","Scham nach einer sexuellen Fantasie: Was sie bedeutet und was nicht","Eine beunruhigende Fantasie erfüllt für sich kein Diagnosekriterium. Was sexuelle Scham danach auslöst und woher sie kommt.",{"route":187,"title":188,"description":189,"cluster":169,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":56},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fsexuelle-skripte","Sexuelle Skripte: Warum Begehren einem Muster folgt","Gagnon und Simon erklärten sexuelles Verhalten 1973 über drei Ebenen erlernter Skripte, nicht als biologischen Trieb. Was das Modell trägt.",{"route":191,"title":192,"description":193,"cluster":169,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":51},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Ftrauma-und-sexualitaet","Trauma und Sexualität: Was die Forschung zeigt und wo sie unsicher bleibt","Große Stichproben finden keinen generellen Zusammenhang zwischen Kindheitstrauma und bestimmten sexuellen Vorlieben. Was einzelne Studien trotzdem zeigen.",{"route":195,"title":196,"description":197,"cluster":169,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":56},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Funterdrueckung-schadet","Schadet Unterdrückung häufiger als die Vorliebe selbst?","Verstecken und Selbststigma hängen mit mehr Angst und Depression zusammen als die Vorliebe selbst. Was das Minoritätenstress-Modell zeigt.",{"route":199,"title":200,"description":201,"cluster":169,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":56},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fvorliebe-und-stoerung","Vorliebe oder Störung? Was die Diagnosekriterien im Einzelnen verlangen","Kriterium B ist nur die halbe Antwort. DSM-5 und die ICD-11-Arbeitsgruppe ordnen sexuelle Vorlieben nach zwei verschiedenen Logiken.",{"route":203,"title":204,"description":205,"cluster":206,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":56},"\u002Fschattenarbeit\u002Ffreuds-trieblehre-heute","Freuds Trieblehre heute: was von den Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie trägt","Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie: Das Stufenmodell (oral, anal, phallisch) stammt nicht aus 1905. Wie Freuds Theorie wuchs und was davon heute trägt.","B",{"route":208,"title":209,"description":210,"image":211,"imageAlt":212,"cluster":206,"type":31,"status":12,"tuer":13,"updated":51},"\u002Fschattenarbeit","Schattenarbeit: was C. G. Jung wirklich gemeint hat","Der Schatten ist bei Jung nicht die dunkle Seite und nicht das Böse, sondern etwas deutlich Unbequemeres. Was im Original steht und was die Belege hergeben.","\u002Fimages\u002Fb-00-schattenarbeit.jpg","Eine Lichtinstallation in einem Raum, die farbige, abstrakte Schatten an die Wände wirft.",{"route":214,"title":215,"description":216,"cluster":206,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":56},"\u002Fschattenarbeit\u002Findividuation","Individuation bei C. G. Jung: was der Begriff bedeutet und was nicht","Individuation ist bei Jung ein lebenslanger Prozess, kein Zustand und keine Selbstverwirklichung. Was der Begriff meint, und wo die Belege enden.",{"route":218,"title":219,"description":220,"cluster":206,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":51},"\u002Fschattenarbeit\u002Fschattenarbeit-im-netz","Schattenarbeit-Übungen im Netz: was sie mit Jung teilen und was nicht","Übungen, Journaling-Listen, 30-Tage-Programme: Was online Schattenarbeit heißt, teilt mit Jung oft nur den Namen. Was helfen kann und was unbelegt ist.",{"route":222,"title":223,"description":224,"status":50,"updated":225},"\u002Fseiten\u002Finhaltsverzeichnis","Inhalt","Vier Teile, zwölf Kapitel: die Gliederung von „Der Schatten des Begehrens“.","2026-09-16",{"route":227,"title":228,"description":229,"status":50,"updated":225},"\u002Fseiten\u002Fueber-das-buch","Über das Buch","Entstehung, Quellenarbeit und Haltung hinter „Der Schatten des Begehrens“, einem narrativen Sachbuch über Tiefenpsychologie, Kulturgeschichte und Sexualität.",{"route":231,"title":232,"description":233,"cluster":234,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":56},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Ferregung-und-verlangen","Sind Erregung und Verlangen dasselbe? Zwei Modelle, ein Unterschied","Erregung ist eine Reaktion, Verlangen ein Bedürfnis. Beide können unabhängig auftreten. Was Bassons zirkuläres Modell und das Dual-Control-Modell zeigen.","C",{"route":236,"title":237,"description":238,"cluster":234,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":56},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Ferregungsdiskordanz","Erregungsdiskordanz: Wenn der Körper reagiert, ohne dass jemand erregt sein will","Arousal non-concordance: Körper und Erleben fallen nicht immer zusammen, bei Frauen im Mittel seltener als bei Männern. Eine Reaktion ist keine Zustimmung.",{"route":240,"title":241,"description":242,"cluster":234,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":56},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Ffetisch-vorliebe-stoerung","Fetisch, Vorliebe, Störung: wo verläuft die Grenze wirklich?","Ein Fetisch ist keine Diagnose. Was das DSM-5 zusätzlich verlangt, damit daraus eine fetischistische Störung wird, und was die ICD-11 dazu sagt.",{"route":244,"title":245,"description":246,"cluster":234,"type":31,"status":12,"tuer":13,"updated":51},"\u002Fwie-begehren-entsteht","Wie entsteht ein Fetisch? Vier Erklärungsmodelle und was sie taugen","Kopplung, Übergangsobjekt, Bindung, Kulturgeschichte: Vier Modelle erklären, wie ein Fetisch entsteht. Keines erklärt, warum ausgerechnet dieses Objekt.",{"route":248,"title":249,"description":250,"cluster":234,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":56},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Fkonditionierung-und-grenzen","Wie Konditionierung eine sexuelle Vorliebe formen kann und wo das Modell endet","Ein neutraler Reiz kann durch Kopplung mit Erregung selbst erregend werden, zeigte Rachmans Experiment 1966. Warum das den Einzelfall trotzdem nicht erklärt.",{"route":252,"title":253,"description":254,"cluster":234,"type":11,"status":12,"tuer":13,"updated":56},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Fwinnicotts-uebergangsobjekt","Winnicotts Übergangsobjekt: was ein Kuscheltier mit einem Fetisch zu tun hat","Warum der Teddybär eines Kindes und ein Fetisch aus derselben Theorie stammen, und was Winnicott damit ausdrücklich nicht gemeint hat.",{"frontmatter":256,"sections":270,"html":275,"empfehlungen":276},{"title":143,"metaTitle":257,"description":144,"cluster":135,"type":11,"tuer":136,"anzeigenziel":258,"status":12,"updated":36,"citeKeys":259,"vertiefungTitel":269},"Kamasutra: was wirklich drinsteht",false,[260,261,262,263,264,265,266,267,268],"doniger2002","vatsyayana1883","doniger2007","doniger2016","vatsyayana2002","singh2021","lcnafburton2026","gndarbuthnot2026","lcnafindraji2026","Vertiefung: Fachbegriffe, Übersetzungen und was offen bleibt",{"snippet":271,"kurzfassung":272,"vertiefung":273,"angebot":274},"\u003Cp>Das Kamasutra ist ein indisches Lehrbuch über kāma, den Sinnengenuss, den es als eines von drei\nLebenszielen behandelt. Sexstellungen beschreibt nur eines seiner 36 Kapitel. Im Westen\nverbreitete sich der Text durch eine englische Übersetzung von 1883. Sie erschien unter einem\nerfundenen Verlag, und nach Wendy Doniger verzerrt sie gerade die Stellen über Frauen.\u003C\u002Fp>\n","\u003Cp>Der Name ist berühmt, der Inhalt kaum. Wendy Doniger, die den Text gemeinsam mit Sudhir Kakar neu\nins Englische übertragen hat, fasst das westliche Bild in einem Satz zusammen: „Most Americans and\nEuropeans today think that the Kamasutra is just about sexual positions.“\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup> Wer das Buch\naufschlägt, findet etwas anderes.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Was ist das Kamasutra eigentlich?\u003C\u002Fh2>\n\u003Cp>Ein Lehrbuch über den Genuss, geschrieben auf Sanskrit. Als „indische Liebeslehre“ ist es damit\nnur zur Hälfte beschrieben, denn der Text stellt Liebe und Sexualität in einen größeren Rahmen. Er\nbeginnt mit einer Verbeugung vor dharma, artha und kāma, drei Zielen des Lebens. Kāma bestimmt er\nals Genuss passender Dinge durch die fünf Sinne, in der englischen Fassung „the enjoyment of\nappropriate objects by the five senses“\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">2\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Die Übersetzung von 1883 beschreibt den Aufbau selbst: „The whole consists of seven parts,\nthirty-six chapters, and sixty-four paragraphs.“\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">3\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup> Die sieben Teile behandeln\nnacheinander:\u003C\u002Fp>\n\u003Col>\n\u003Cli>Allgemeines: die drei Lebensziele, die Künste, Haus und Alltag des Städters, Frauen,\nFreunde und Boten\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>die sexuelle Vereinigung, in zehn Kapiteln\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>den Erwerb einer Ehefrau\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>das Leben als Ehefrau\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>die Frauen anderer Männer\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Kurtisanen\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Mittel, andere für sich zu gewinnen, darunter Schmuck, Arzneien und Rezepte\u003C\u002Fli>\n\u003C\u002Fol>\n\u003Cp>Wie das Kamasutra neben Tantra und der chinesischen Kunst der Schlafgemächer steht, zeigt der\nVergleich im \u003Ca href=\"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\">Überblick zur Kulturgeschichte der Sexualität\u003C\u002Fa>.\nDiese Seite geht dem Text selbst nach: seinem Inhalt, seiner Herkunft und dem Weg, auf dem er in\nden Westen kam.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Wie viele Stellungen stehen wirklich im Kamasutra?\u003C\u002Fh2>\n\u003Cp>Es ist nur ein Kapitel. Gemeint ist das sechste des zweiten Teils, bei Burton\nüberschrieben mit „Of the different ways of lying down, and various kinds of congress“\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">4\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\nDer zweite Teil insgesamt, der von der sexuellen Vereinigung handelt, umfasst zehn der 36 Kapitel.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Wer die Wörter der englischen Übersetzung auszählt, kommt für diesen Teil auf rund ein Viertel des\nTextes und für das Stellungskapitel auf einen kleinen Bruchteil davon\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">4\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Das ist eine\nZählung dieser Seite, keine Angabe aus der Fachliteratur, und sie misst eine Übersetzung, die nach\nDoniger an einer von ihr verglichenen Stelle fast doppelt so lang ist wie eine direkte Übertragung\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">5\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Über\ndas Sanskrit-Original sagt sie deshalb nichts Genaues. Dass der größere Teil des Buches von\nanderem handelt, bleibt davon unberührt.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Warum heißt der Teil über die Vereinigung „Vierundsechzig“?\u003C\u002Fh2>\n\u003Cp>Die Zahl bezeichnet den ganzen Teil, keine Liste von 64 Stellungen. Im Text ist\n„Vierundsechzig“ (\u003Cem>catuḥṣaṣṭi\u003C\u002Fem>) der Name dieses ganzen Teils: „This part of the Kama Shastra,\nwhich treats of sexual union, is also called ‚Sixty-four‘“\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">6\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Vātsyāyana referiert drei Erklärungen, die er vorfand. Nach der ersten hatte der Teil 64 Kapitel.\nNach der zweiten bezieht sich der Name auf einen Abschnitt des Rigveda mit 64 Versen. Die Schule\ndes Bābhravya zählte acht Themen zu je acht Arten. Vātsyāyana selbst hält den Namen für einen\nZufall, weil der Teil noch weitere Themen enthalte: „the name ‚sixty-four‘ is given to it only\naccidentally“\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">6\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Getrennt davon kennt der erste Teil noch eine zweite Reihe, die\nvierundsechzig Künste\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">6\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Worum geht es in den übrigen Kapiteln?\u003C\u002Fh2>\n\u003Cp>Um ein ganzes Leben, in dessen Mitte der Genuss steht, aber nicht an erster Stelle. Die Rangfolge\nist ausdrücklich festgelegt: „Dharma is better than Artha, and Artha is better than Kama.“ Nur für\nden König gelte artha als vorrangig, für Kurtisanen kāma. Mokṣa, die Erlösung, nennt der Text\ngetrennt davon als Ziel des Alters\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">2\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Zum Schluss sagt er über sich, er solle nicht bloß\nals Werkzeug benutzt werden, um Begierden zu befriedigen: „This work is not to be used merely as an\ninstrument for satisfying our desires.“\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">7\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Doniger zählt auf, was der Text behandelt: wie man eine Partnerin oder einen Partner findet, wie\nman in der Ehe Einfluss behält, Ehebruch, das Leben als Kurtisane oder mit ihr, den Gebrauch von\nDrogen, und zuletzt auch die Stellungen. Sie nennt ihn ein Buch über die Kunst zu\nleben\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Auffällig ist, wen das Buch als Leserschaft vorsieht. Frauen sollen es ausdrücklich studieren,\njunge Frauen vor der Ehe und danach, in Burtons Wortlaut, „with the consent of their\nhusbands“\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">8\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Den Einwand, Frauen dürften keine Lehrwerke studieren, führt Vātsyāyana an\nund weist ihn zurück\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">8\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Bei solchen Stellen ist Vorsicht geboten, denn gerade für die Passagen über\nFrauen weist Doniger der Burton-Übersetzung Verzerrungen nach\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">9\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Wann und von wem wurde das Kamasutra geschrieben?\u003C\u002Fh2>\n\u003Cp>Wahrscheinlich im dritten Jahrhundert nach Christus in Nordindien\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. An anderer Stelle grenzt\nDoniger das weiter ein, auf die zweite Hälfte des Jahrhunderts und vielleicht auf Pataliputra, nahe\ndem heutigen Patna im Bundesstaat Bihar\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">10\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Burton hatte 1883 noch eine weite Spanne vom ersten bis zum sechsten\nJahrhundert angesetzt. Er stützte sich auf einen im Text erwähnten König des ersten Jahrhunderts\nund darauf, dass der Astronom Varāhamihira im sechsten Jahrhundert das Werk benutzte. Ein genaues\nDatum hielt er für unmöglich\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">11\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Über den Verfasser weiß man fast nichts. Als Autor gilt Vātsyāyana, und Burton nahm an, das sei\nder Familienname, sein eigener Name dagegen Mallanaga\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">11\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Nicht einmal über Yaśodhara, der\nim dreizehnten Jahrhundert den maßgeblichen Kommentar schrieb, ist nach Doniger etwas\nbekannt\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">10\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Warum gilt das Kamasutra im Westen als reines Stellungsbuch?\u003C\u002Fh2>\n\u003Cp>Ein Grund könnte in der Zensur liegen, unter der es in den Westen kam. Doniger vermutet, der Stellungsteil\nsei in Zeiten der Zensur womöglich die meistgelesene Passage gewesen. Für heutige Leser hält sie\nihn für den am wenigsten brauchbaren: „that part is the least useful“\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Wegen der Zensurgesetze erschien die englische Fassung nicht offiziell. Auf\ndem Titelblatt steht als Druckort ein erfundenes „Cosmopoli“, dazu der Vermerk „for private\ncirculation only“\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">12\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Förmlich veröffentlicht wurde die Übersetzung in England und den USA\nnach Doniger erst 1962, sie gehörte aber schon lange vorher zu den am häufigsten raubgedruckten\nBüchern in englischer Sprache\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">5\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Das Bild hat auch eine gelehrte Seite. Wie im Westen die Vorstellung einer östlichen Liebeskunst\nentstand, verfolgt die Seite über \u003Ca href=\"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Ffoucaults-ars-erotica\">Foucaults \u003Cem>ars erotica\u003C\u002Fem>\u003C\u002Fa>.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Was ist an der Burton-Übersetzung von 1883 problematisch?\u003C\u002Fh2>\n\u003Cp>Nach Doniger ist sie die Form, in der das Werk in Indien wie in Europa fast ausschließlich bekannt\nist\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">13\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Verlässlich ist sie in mehrfacher Hinsicht nicht, und das beginnt beim Verlag. Um die Zensurgesetze zu umgehen, gründete Burton nach Doniger einen Verlag,\nden es nicht gab: „Burton set up an imaginary publishing house“, die Kama Shastra Society of London\nand Benares\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">5\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Auch der Name Burton führt in die Irre. Nach Donigers späterer Darstellung stammt die Arbeit mehr\nvon Forster Fitzgerald Arbuthnot als von Burton, und noch mehr von den indischen Gelehrten\nBhagavanlal Indrajit und Shivaram Parashuram Bhide. Burton selbst habe die Übersetzung später\n„Arbuthnot’s Vatsyayana“ genannt\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">13\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Schwerer wiegt der Umgang mit dem Text. An einer Passage, die sie mit ihrer eigenen Übersetzung\nvergleicht, zeigt Doniger, dass Burton sie verwässert und aufgebläht hat, bis sie fast doppelt so\nlang war\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">5\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Den gravierendsten Eingriff sieht sie in einem einzelnen Wort. Ein von Burton\neingefügtes „not“ verneint das Recht der Ehefrau, einem untreuen Mann mit harten Worten\nentgegenzutreten\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">9\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. In ihrem Buch von 2016 geht sie weiter: Die Übersetzung mache aus\ndirekter Rede von Frauen indirekte, vertausche Geschlechter und nehme den Frauen im Text ihre\nStimme\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">13\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Ist das Kamasutra dasselbe wie Tantra?\u003C\u002Fh2>\n\u003Cp>Nein. Das Kamasutra ordnet den Genuss als eines von drei Lebenszielen in ein weltliches Leben\nein\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">2\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Worin sich das vom Tantra unterscheidet und wo die taoistische Lehre steht, ist im\n\u003Ca href=\"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\">Vergleich der drei Traditionen\u003C\u002Fa> zusammengestellt. Die\nchinesische Seite dieses Vergleichs vertieft die Seite über die\n\u003Ca href=\"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Ftaoistische-kunst-der-schlafgemaecher\">Kunst der Schlafgemächer\u003C\u002Fa>.\u003C\u002Fp>\n","\u003Cp>\u003Cstrong>Welche Fachbegriffe stehen hinter den drei Lebenszielen?\u003C\u002Fstrong> Für die Gruppe aus dharma, artha und\nkāma steht der Sanskrit-Begriff \u003Cem>trivarga\u003C\u002Fem>, „Dreiergruppe“, aus \u003Cem>tri\u003C\u002Fem> für drei und\n\u003Cem>varga\u003C\u002Fem> für Abteilung oder Klasse. Der weitere Begriff \u003Cem>puruṣārtha\u003C\u002Fem>, „Ziele des Menschen“, schließt\nzusätzlich \u003Cem>mokṣa\u003C\u002Fem> ein, die Erlösung\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">14\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Sukhdev Singh referiert dazu Daud Ali: Der trivarga\ngehöre zum Haushalter, mokṣa zum Weltentsagenden. Die Lehrtexte über kāma, die Gattung\n\u003Cem>kāmaśāstra\u003C\u002Fem>, verstehe Ali als „an ethical\u002Fpractical framework for the enjoyment of pleasures“,\nals ethischen und praktischen Rahmen für den Genuss\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">14\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Das Kamasutra selbst setzt den\ntrivarga an den Anfang seiner Entstehungserzählung, in der Prajāpati hunderttausend Kapitel über\ndie drei Ziele verkündet\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">14\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Alis eigene Aufsätze lagen für diese Seite nicht vor, die\nAussagen stehen deshalb ausdrücklich unter „nach Singh“.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>\u003Cstrong>Gibt es eine neuere Übersetzung als die von 1883?\u003C\u002Fstrong> Ja. 2002 erschien bei Oxford University\nPress eine neue, vollständige englische Übersetzung von Wendy Doniger und Sudhir Kakar, 2009 neu\naufgelegt in der Reihe Oxford World’s Classics\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">15\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Doniger beschreibt sie als Arbeit für\ndiese Reihe\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Ihr Wortlaut, ihre Einleitung und die mitübersetzten Kommentarauszüge konnten\nfür diese Seite nicht eingesehen werden. Alle Zitate aus dem Kamasutra folgen deshalb der Fassung von 1883, und\nwo es auf den Unterschied ankommt, steht Donigers Urteil über sie daneben.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>\u003Cstrong>Darf man die Fassung von 1883 heute frei verwenden?\u003C\u002Fstrong> Das ist offen, und das hat Folgen dafür,\nwie diese Seite zitiert. Nach deutschem Recht endet der Schutz eines Werks 70 Jahre nach dem Tod\ndes Urhebers, und an dieser Übersetzung waren vier Menschen beteiligt. Für drei ist das Sterbejahr\nin Normdateien belegt: Richard Francis Burton starb 1890\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">16\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>, Forster Fitzgerald Arbuthnot\n1901\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">17\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>, Bhagavanlal Indrajit 1888\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">18\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Für Shivaram Parashuram Bhide fand sich in keiner\nNormdatei ein Eintrag. Ob er rechtlich als Mitübersetzer zählt, ist ebenfalls ungeklärt. Die\nGemeinfreiheit der Fassung ist damit nicht belegt. Die wenigen kurzen Sätze aus ihr stehen hier\ndeshalb als Zitate im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG), mit Quelle und zu dem Zweck, den Text zu\nerörtern. Das ist eine Einordnung dieser Seite, keine Rechtsberatung.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>\u003Cstrong>Was sich nicht belegen ließ.\u003C\u002Fstrong> Eine Fachquelle, die den Anteil der Stellungen am Gesamttext in\nProzent angibt, fand sich nicht; die Zahlen auf dieser Seite sind eigene Zählung. Offen bleibt auch, seit wann die Gattung \u003Cem>kāmaśāstra\u003C\u002Fem> existiert und wann die\nVierergruppe mit mokṣa die Dreiergruppe ablöste [BELEG FEHLT]. Für Donigers Buch von 2016 ist das\nKapitel belegt, aus dem die Aussagen über Arbuthnot, Indrajit und Bhide stammen, nicht aber die\ngenaue Seite.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>\u003Cstrong>Was diese Seite nicht behandelt.\u003C\u002Fstrong> Wie westliches Wissen über die chinesische Sexualkultur über\neinen niederländischen Diplomaten vermittelt wurde, erzählt die Seite über\n\u003Ca href=\"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Fvan-gulik\">Robert van Gulik\u003C\u002Fa>. Beim Kamasutra lief diese\nVermittlung über die Übersetzung von 1883, deren Geschichte oben steht.\u003C\u002Fp>\n\u003Chr>\n\n\u003Col id=\"quellen\">\n\u003Cli>Doniger, W. (2002). On the Kamasutra. \u003Cem>Daedalus\u003C\u002Fem> 131(2), S. 126–129, hier S. 126. Das westliche Bild („just about sexual positions“), der Stellungsteil als „the least useful“, das Buch als Lehre von der Kunst zu leben, Datierung ins dritte Jahrhundert; Neuübersetzung mit Sudhir Kakar. \u003Cstrong>Hinweis:\u003C\u002Fstrong> Der Aufsatz datiert die Burton-Übersetzung auf derselben Seite auf 1893. Das widerspricht dem Titelblatt (1883) und wird hier nicht übernommen.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Vatsyayana (1883). \u003Cem>The Kama Sutra of Vatsyayana\u003C\u002Fem>. Übersetzt von R. F. Burton, F. F. Arbuthnot, Bhagavanlal Indrajit und S. P. Bhide. Kama Shastra Society, „Cosmopoli“ [London] (Project Gutenberg #27827, Transkription eines Nachdrucks). Teil I, Kapitel I und II: die drei Lebensziele, ihre Rangfolge, die Bestimmung von kāma, mokṣa als Ziel des Alters. Seitenmarken der Transkription nur als Anhalt. Wörtliche Zitate aus dieser Übersetzung stehen hier unter dem Zitatrecht (§ 51 UrhG), siehe Vertiefung.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Vatsyayana (1883), a. a. O. Einleitung: Aufbau in sieben Teilen, 36 Kapiteln und 64 Abschnitten; Themen der Teile nach dem Inhaltsverzeichnis.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Vatsyayana (1883), a. a. O. Teil II, Kapitel VI: die Stellungen; Teil II umfasst zehn Kapitel. Der Textanteil ist eine eigene Wortzählung dieser Seite an der englischen Übersetzung, keine Angabe über das Sanskrit-Original.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Doniger (2002), a. a. O., S. 128. Burtons Fassung an einer verglichenen Passage „watered down“ und „padded“, fast doppelt so lang; der erfundene Verlag zur Umgehung der Zensur; förmliche Veröffentlichung in England und den USA erst 1962 (Donigers Angabe, nicht unabhängig geprüft); vielfach raubgedruckt.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Vatsyayana (1883), a. a. O. Teil II, Kapitel II (Anfang): der Name „Sixty-four“ und die drei älteren Erklärungen; die vierundsechzig Künste in Teil I, Kapitel III.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Vatsyayana (1883), a. a. O. Schlusswort (Teil VII, Kapitel II, auch in Burtons Einleitung zitiert).\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Vatsyayana (1883), a. a. O. Teil I, Kapitel III: Frauen als Leserinnen, im Wortlaut der Übersetzung von 1883.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Doniger (2002), a. a. O., S. 128 f.: Burtons Fassung verzerre durchgehend, was die Geschlechter betrifft (S. 128); das eingefügte „not“ in der Passage über die Ehefrau (S. 129).\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Doniger, W. (2007). Reading the „Kamasutra“: the strange &amp; the familiar. \u003Cem>Daedalus\u003C\u002Fem> 136(2), S. 66–78, hier S. 66. Datierung in die zweite Hälfte des dritten Jahrhunderts, Nordindien, vielleicht Pataliputra; Unkenntnis über den Kommentator Yaśodhara (13. Jahrhundert).\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Vatsyayana (1883), a. a. O. Einleitung: Datierungsspanne vom ersten bis sechsten Jahrhundert und der Name des Verfassers.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Vatsyayana (1883), a. a. O. Titelblatt: „Cosmopoli: MDCCCLXXXIII: for the Kama Shastra Society of London and Benares, and for private circulation only.“\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Doniger, W. (2016). \u003Cem>Redeeming the Kamasutra\u003C\u002Fem>. Oxford University Press, New York. Kapitel 7, S. 125–146, Abschnitt „Sir Richard Burton’s version of the Kamasutra“: Anteil von Arbuthnot, Indrajit und Bhide, Umgang mit den Stimmen der Frauen, Verbreitung der Fassung. \u003Cstrong>Vorbehalt:\u003C\u002Fstrong> eingesehen nur der autorisierte Buchauszug (Literary Hub, 11.03.2016) ohne Seitenzählung; die genaue Seite ist nicht geprüft.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Singh, S. (2021). Nāgaraka in the Kāmasūtra: An Introduction to Masculinity in Early India. \u003Cem>Masculinities and Social Change\u003C\u002Fem> 10(1), S. 54–76, hier S. 58 und Anm. 5, S. 71. doi:10.17583\u002Fmcs.2021.5933. trivarga, puruṣārtha, Einordnung der Gattung kāmaśāstra. \u003Cstrong>Vorbehalt:\u003C\u002Fstrong> Die Aussagen zu Daud Ali sind Singhs Referat; Alis Aufsätze selbst wurden nicht eingesehen.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Vatsyayana Mallanaga (2002). \u003Cem>Kamasutra: A New, Complete English Translation of the Sanskrit Text\u003C\u002Fem>. Übersetzt von W. Doniger und S. Kakar. Oxford University Press, Oxford und New York; Neuausgabe Oxford World’s Classics 2009. \u003Cstrong>Vorbehalt:\u003C\u002Fstrong> nur bibliografisch belegt, Volltext nicht eingesehen.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Library of Congress (2026). Burton, Richard Francis, Sir, 1821–1890. LC Name Authority File n80057204. Sterbejahr 1890.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Deutsche Nationalbibliothek (2026). Arbuthnot, F. F. GND 1027424708. Sterbejahr 1901.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Library of Congress (2026). Bhagvānlal Indrājī, 1839–1888. LC Name Authority File n90703666. Sterbejahr 1888.\u003C\u002Fli>\n\u003C\u002Fol>","\u003Cp>Welchen Platz Indien neben China, der arabischen Welt und Russland im Buch einnimmt, lässt sich im\n\u003Ca data-cta=\"primary\" href=\"\u002Fueber-das-buch#inhalt-des-buches\">Inhaltsverzeichnis\u003C\u002Fa> nachsehen. Nach welchen Regeln es Quellen\nprüft und Lücken offen ausweist, erklärt die \u003Ca href=\"\u002Fueber-das-buch\">Seite über das Buch\u003C\u002Fa>.\u003C\u002Fp>","",[277,278,279],{"route":154,"title":155,"description":156},{"route":150,"title":151,"description":152},{"route":146,"title":147,"description":148},1790367872115]