[{"data":1,"prerenderedAt":234},["ShallowReactive",2],{"artikel:liste":3,"content:erzaehlen-und-begehren\u002Fsexuelle-biografie-als-erzaehlung":214},[4,13,17,21,26,30,34,41,46,50,54,58,62,67,71,75,80,84,88,92,96,100,104,110,114,118,122,126,130,134,139,143,147,151,155,159,163,168,172,176,180,185,189,194,198,202,206,210],{"route":5,"title":6,"description":7,"cluster":8,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":12},"\u002Fbegehren-ohne-genuss\u002Falexithymie-bei-maennern","Alexithymie: was sie ist, was ein Test misst und was bei Männern stimmt","Alexithymie heißt, Gefühle schwer zu erkennen und zu benennen. Was ein Test wie die TAS-20 misst und was die Forschung bei Männern korrigiert hat.","I","speiche","live","T1","2026-09-24",{"route":14,"title":15,"description":16,"cluster":8,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":12},"\u002Fbegehren-ohne-genuss\u002Fdon-juan-muster","Don-Juan-Syndrom: woher das Etikett stammt und was über Rückzug bekannt ist","Ist das Don-Juan-Syndrom eine Diagnose? Wie Otto Rank die Figur 1922 las und was die Bindungsforschung über Menschen weiß, die Nähe klein halten.",{"route":18,"title":19,"description":20,"cluster":8,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":12},"\u002Fbegehren-ohne-genuss\u002Fhelfersyndrom","Helfersyndrom: was Schmidbauer meint und was eine Studie dazu zeigt","Was Wolfgang Schmidbauer mit dem Helfersyndrom meint, was eine Studie an Pflegekräften fand und wie das Muster mit Bowlbys Bindungstheorie zusammenhängt.",{"route":22,"title":23,"description":24,"cluster":8,"type":25,"status":10,"tuer":11,"updated":12},"\u002Fbegehren-ohne-genuss","Begehren ohne Genuss: Warum manche Menschen funktionieren und dabei wenig spüren","Innere Leere ist auch für die Forschung schwer zu fassen. Was eine Übersicht über 99 Studien zeigt und warum wenig Spüren als Schutz beginnen kann.","pfeiler",{"route":27,"title":28,"description":29,"cluster":8,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":12},"\u002Fbegehren-ohne-genuss\u002Fparentifizierung-erkennen","Parentifizierung erkennen: was der Begriff meint und was ein Test nicht zeigt","Parentifizierung heißt, ein Kind wird für die Gefühle der Eltern zuständig. Was dazugehört, was nicht und warum ein Fragebogen das nicht entscheidet.",{"route":31,"title":32,"description":33,"cluster":8,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":12},"\u002Fbegehren-ohne-genuss\u002Fvermeidung-oder-entscheidung","Wenn aus einem Nicht-Getanen im Rückblick eine Entscheidung wird","Nachträgliche Gründe sind gut erforscht, aber nur für Getanes. Was Experimente und Freeze-Forschung über eine Vermeidung sagen, die man Entscheidung nennt.",{"route":35,"title":36,"description":37,"cluster":38,"type":9,"status":39,"tuer":11,"updated":40},"\u002Fbindungsstile\u002Fbindung-und-sexualitaet","Bindung und Sexualität: Was der Bindungsstil über Sex aussagt und was nicht","Unsichere Bindung verändert nicht, was Menschen begehren, sondern wozu sie Sex benutzen. Was die Forschung zeigt, mit Studien und Jahreszahlen.","A","geprüft","2026-08-28",{"route":42,"title":43,"description":44,"cluster":38,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fbindungsstile\u002Fbindung-und-sexualpraktiken","Bindungsstil und Sexualpraktiken: Was die Forschung misst und was nicht","Bindungsangst und -vermeidung sagen etwas über sexuelle Zufriedenheit, Häufigkeit und Kommunikation. Über einzelne Praktiken sagen sie nichts.","2026-08-29",{"route":47,"title":48,"description":49,"cluster":38,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fbindungsstile\u002Fbindungsstil-aendern","Kann sich ein Bindungsstil ändern? Was die Längsschnittforschung zeigt","Bindungssicherheit ist mäßig stabil, nicht festgelegt. Was Längsschnittstudien über Alter, Therapie und die sogenannte erarbeitete Sicherheit zeigen.",{"route":51,"title":52,"description":53,"cluster":38,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":12},"\u002Fbindungsstile\u002Fdesorganisierte-bindung","Desorganisierter Bindungsstil: Was Main und Solomon beschrieben haben","Desorganisierter Bindungsstil: woran Fachleute ihn bei Säuglingen erkennen und warum man ihn nicht mit Tests für Erwachsene verwechseln sollte.",{"route":55,"title":56,"description":57,"cluster":38,"type":9,"status":39,"tuer":11,"updated":40},"\u002Fbindungsstile\u002Fdie-vier-bindungsstile","Die vier Bindungsstile und warum die Forschung sie nicht als Typen führt","Sicher, ängstlich, vermeidend, ängstlich-vermeidend: woher die vier Stile kommen, wie sie gemessen werden und warum sie keine Persönlichkeitstypen sind.",{"route":59,"title":60,"description":61,"cluster":38,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fbindungsstile\u002Fdurchsetzungsfaehigkeit","Bindungssicherheit und Durchsetzungsfähigkeit: was belegt ist und was nicht","Ob sichere Bindung durchsetzungsfähiger macht, ist schwächer belegt, als es klingt. Was die Forschung tatsächlich misst, mit Studien und Jahreszahlen.",{"route":63,"title":64,"description":65,"cluster":38,"type":25,"status":39,"tuer":11,"updated":66},"\u002Fbindungsstile","Bindungsstile: Was die Forschung sagt","Woher die Bindungsstile stammen, was Bowlby und Ainsworth zeigten, und warum die Forschung von Skalen statt Typen spricht.","2026-09-18",{"route":68,"title":69,"description":70,"cluster":38,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fbindungsstile\u002Fsexuelle-wuensche-aeussern","Sexuelle Wünsche äußern und warum es manchen Menschen schwerer fällt","Warum manche Menschen sexuelle Wünsche kaum aussprechen: was drei Studien zu Bindung und sexueller Kommunikation zeigen, und wo sie sich widersprechen",{"route":72,"title":73,"description":74,"cluster":38,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fbindungsstile\u002Fwas-bindungstests-leisten","Was Bindungstests leisten: Selbstauskunft und das Interview im Vergleich","Selbstauskunftstests und das Adult Attachment Interview überschneiden sich kaum. Was jedes der beiden Verfahren misst, und was daraus folgt.",{"route":76,"title":77,"description":78,"cluster":79,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":12},"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Fanerkennung-als-beduerfnis","Anerkennung als Bedürfnis: warum es wehtut, nicht gehört zu werden","Ist das Bedürfnis nach Anerkennung ein Grundbedürfnis? Was Honneth und Taylor begründen, was die Psychologie dazu misst und wo beides getrennt bleibt.","J",{"route":81,"title":82,"description":83,"cluster":79,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":12},"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Feinwilligung-als-beziehung","Einwilligung als Beziehung: Warum das Formular das Falsche regelt","Informierte Einwilligung als Prozess statt einmaliger Unterschrift. Was rolling consent in der Oral History meint und warum es kein DSGVO-Widerruf ist.",{"route":85,"title":86,"description":87,"cluster":79,"type":25,"status":10,"tuer":11,"updated":12},"\u002Ferzaehlen-und-begehren","Erzählen und Begehren: Warum sich das Erzählte ändert, sobald jemand zuhört","Den Stranger-on-a-train-Effekt gibt es als Fachbegriff nicht. Was zum Erzählen vor Fremden belegt ist und wie das Zuhören das Erzählte verändert.",{"route":89,"title":90,"description":91,"cluster":79,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":12},"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Fnarrative-identitaet-abgenommen","Narrative Identität: Was aus einer Lebensgeschichte wird, die jemand anders behält","Narrative Identität meint ein Selbst, das sich in Geschichten fasst. Was belegt ist, wenn man die eigene erzählt und nichts zurückkommt.",{"route":93,"title":94,"description":95,"cluster":79,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":12},"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Fsekundaere-belastung-zuhoerende","Sekundäre Traumatisierung: wenn fremde Geschichten hängen bleiben","Sekundäre Traumatisierung setzt als Fachbegriff ein Trauma voraus. Was Zuhörende ohne Trauma berichten und welche Unterstützung dabei fehlt.",{"route":97,"title":98,"description":99,"cluster":79,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":12},"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Fsexuelle-biografie-als-erzaehlung","Falsche Erinnerungen? Wie weit die eigene sexuelle Geschichte beim Wiedererzählen abweicht","Warum sich falsche Erinnerungen richtig anfühlen und wie verlässlich das autobiografische Gedächtnis für die eigene sexuelle Vorgeschichte ist, laut Studien.",{"route":101,"title":102,"description":103,"cluster":79,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":12},"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Fzuhoererin-schutzdistanz","Professionelle Distanz beim Zuhören, und was sie von Gleichgültigkeit trennt","Professionelle Distanz muss keine Kälte sein. Was Georg Simmel über den Fremden schrieb und was Studien über gespielte Wärme im Interview zeigen.",{"route":105,"title":106,"description":107,"cluster":108,"type":9,"status":10,"tuer":109,"updated":45},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Ffoucaults-ars-erotica","Foucaults ars erotica: hält die Zuschreibung an die arabische Welt historisch stand?","Foucault zählte „arabo-moslemische Gesellschaften“ ohne Beleg zur ars erotica. Was die arabische Liebesliteratur zeigt, und was Kritik daran einwendet.","E","T4",{"route":111,"title":112,"description":113,"cluster":108,"type":25,"status":10,"tuer":109,"updated":45},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet","Was im Westen ‚Tantra' heißt, und was Tantra tatsächlich war","Was hierzulande als Tantra gilt, ist eine Erfindung der 1960er Jahre. Das historische Tantra war etwas anderes. Sexuelles Ritual war darin nicht die Mitte.",{"route":115,"title":116,"description":117,"cluster":108,"type":9,"status":10,"tuer":109,"updated":45},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Frechter-und-linker-weg","Der 'linke Weg' im Tantra: Verehrung der Frau oder ihre Instrumentalisierung?","Dakṣiṇācāra und Vāmācāra sind mehr als rechts und links. Was die Forschung zur Frauenrolle im „linken Weg“ fand und was offenbleibt.",{"route":119,"title":120,"description":121,"cluster":108,"type":9,"status":10,"tuer":109,"updated":40},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Frussischer-eros","Der russische Eros: warum Russlands Sexualkultur als eigener Sonderweg gilt","Der russische Eros ist keine Volkscharakter-Eigenschaft, sondern eine Diskursgeschichte wiederholter Zyklen von Öffnung und staatlicher Kontrolle.",{"route":123,"title":124,"description":125,"cluster":108,"type":9,"status":10,"tuer":109,"updated":45},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Fsamenerhalt","Samenerhalt: die taoistische Lehre und was von ihr trägt","Die taoistische Lehre vom Samenerhalt trennt Orgasmus und Samenerguss. Das ist real. Ihre Heilsversprechen wie Langlebigkeit sind es nicht. Was belegt ist.",{"route":127,"title":128,"description":129,"cluster":108,"type":9,"status":10,"tuer":109,"updated":45},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Ftaoistische-kunst-der-schlafgemaecher","Die Kunst der Schlafgemächer: was fangzhong shu wirklich war","Fangzhong shu galt als „chinesisches Kamasutra“. Tatsächlich war es eine Gesundheitslehre, die Sex der Kultivierung unterordnete, nicht dem Genuss.",{"route":131,"title":132,"description":133,"cluster":108,"type":9,"status":10,"tuer":109,"updated":45},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Fvan-gulik","Robert van Gulik: wie das Wissen über Chinas Sexualkultur in den Westen kam","Ein niederländischer Diplomat schrieb 1961 das erste westliche Standardwerk zur Sexualgeschichte Chinas und prägte damit auch Foucaults „ars erotica“.",{"route":135,"title":136,"description":137,"cluster":138,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fasexualitaet","Asexualität: Was sie ist und was sie nicht ist","Asexualität heißt fehlende sexuelle Anziehung, nicht fehlendes Verlangen. Was das Ace-Spektrum umfasst und warum es keine Diagnose ist.","F",{"route":140,"title":141,"description":142,"cluster":138,"type":25,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fnormalitaet-und-scham","Wann ist eine sexuelle Vorliebe ein Problem? Die Antwort der Diagnosesysteme","Nicht der Inhalt einer Vorliebe entscheidet darüber, ob sie klinisch bedeutsam ist, sondern zwei andere Kriterien. Was DSM-5 und ICD-11 tatsächlich verlangen.",{"route":144,"title":145,"description":146,"cluster":138,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fscham-nach-einer-fantasie","Scham nach einer sexuellen Fantasie: Was sie bedeutet und was nicht","Eine beunruhigende Fantasie erfüllt für sich kein Diagnosekriterium. Was sexuelle Scham danach auslöst und woher sie kommt.",{"route":148,"title":149,"description":150,"cluster":138,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fsexuelle-skripte","Sexuelle Skripte: Warum Begehren einem Muster folgt","Gagnon und Simon erklärten sexuelles Verhalten 1973 über drei Ebenen erlernter Skripte, nicht als biologischen Trieb. Was das Modell trägt.",{"route":152,"title":153,"description":154,"cluster":138,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":40},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Ftrauma-und-sexualitaet","Trauma und Sexualität: Was die Forschung zeigt und wo sie unsicher bleibt","Große Stichproben finden keinen generellen Zusammenhang zwischen Kindheitstrauma und bestimmten sexuellen Vorlieben. Was einzelne Studien trotzdem zeigen.",{"route":156,"title":157,"description":158,"cluster":138,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Funterdrueckung-schadet","Schadet Unterdrückung häufiger als die Vorliebe selbst?","Verstecken und Selbststigma hängen mit mehr Angst und Depression zusammen als die Vorliebe selbst. Was das Minoritätenstress-Modell zeigt.",{"route":160,"title":161,"description":162,"cluster":138,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fvorliebe-und-stoerung","Vorliebe oder Störung? Was die Diagnosekriterien im Einzelnen verlangen","Kriterium B ist nur die halbe Antwort. DSM-5 und die ICD-11-Arbeitsgruppe ordnen sexuelle Vorlieben nach zwei verschiedenen Logiken.",{"route":164,"title":165,"description":166,"cluster":167,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fschattenarbeit\u002Ffreuds-trieblehre-heute","Freuds Trieblehre heute: was von den Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie trägt","Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie: Das Stufenmodell (oral, anal, phallisch) stammt nicht aus 1905. Wie Freuds Theorie wuchs und was davon heute trägt.","B",{"route":169,"title":170,"description":171,"cluster":167,"type":25,"status":10,"tuer":11,"updated":40},"\u002Fschattenarbeit","Schattenarbeit: was C. G. Jung wirklich gemeint hat","Der Schatten ist bei Jung nicht die dunkle Seite und nicht das Böse, sondern etwas deutlich Unbequemeres. Was im Original steht und was die Belege hergeben.",{"route":173,"title":174,"description":175,"cluster":167,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fschattenarbeit\u002Findividuation","Individuation bei C. G. Jung: was der Begriff bedeutet und was nicht","Individuation ist bei Jung ein lebenslanger Prozess, kein Zustand und keine Selbstverwirklichung. Was der Begriff meint, und wo die Belege enden.",{"route":177,"title":178,"description":179,"cluster":167,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":40},"\u002Fschattenarbeit\u002Fschattenarbeit-im-netz","Schattenarbeit-Übungen im Netz: was sie mit Jung teilen und was nicht","Übungen, Journaling-Listen, 30-Tage-Programme: Was online Schattenarbeit heißt, teilt mit Jung oft nur den Namen. Was helfen kann und was unbelegt ist.",{"route":181,"title":182,"description":183,"status":39,"updated":184},"\u002Fseiten\u002Finhaltsverzeichnis","Inhalt","Vier Teile, zwölf Kapitel: die Gliederung von „Der Schatten des Begehrens“.","2026-09-16",{"route":186,"title":187,"description":188,"status":39,"updated":184},"\u002Fseiten\u002Fueber-das-buch","Über das Buch","Entstehung, Quellenarbeit und Haltung hinter „Der Schatten des Begehrens“, einem narrativen Sachbuch über Tiefenpsychologie, Kulturgeschichte und Sexualität.",{"route":190,"title":191,"description":192,"cluster":193,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Ferregung-und-verlangen","Sind Erregung und Verlangen dasselbe? Zwei Modelle, ein Unterschied","Erregung ist eine Reaktion, Verlangen ein Bedürfnis. Beide können unabhängig auftreten. Was Bassons zirkuläres Modell und das Dual-Control-Modell zeigen.","C",{"route":195,"title":196,"description":197,"cluster":193,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Ferregungsdiskordanz","Erregungsdiskordanz: Wenn der Körper reagiert, ohne dass jemand erregt sein will","Körper und Erleben fallen nicht immer zusammen: bei Frauen im Mittel seltener als bei Männern. Und eine körperliche Reaktion ist kein Zeichen von Zustimmung.",{"route":199,"title":200,"description":201,"cluster":193,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Ffetisch-vorliebe-stoerung","Fetisch, Vorliebe, Störung: wo verläuft die Grenze wirklich?","Ein Fetisch ist keine Diagnose. Was das DSM-5 zusätzlich verlangt, damit daraus eine fetischistische Störung wird, und was die ICD-11 dazu sagt.",{"route":203,"title":204,"description":205,"cluster":193,"type":25,"status":10,"tuer":11,"updated":40},"\u002Fwie-begehren-entsteht","Wie entsteht ein Fetisch? Vier Erklärungsmodelle und was sie taugen","Kopplung, Übergangsobjekt, Bindung, Kulturgeschichte: Vier Modelle erklären, wie ein Fetisch entsteht. Keines erklärt, warum ausgerechnet dieses Objekt.",{"route":207,"title":208,"description":209,"cluster":193,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Fkonditionierung-und-grenzen","Wie Konditionierung eine sexuelle Vorliebe formen kann und wo das Modell endet","Ein neutraler Reiz kann durch Kopplung mit Erregung selbst erregend werden, zeigte Rachmans Experiment 1966. Warum das den Einzelfall trotzdem nicht erklärt.",{"route":211,"title":212,"description":213,"cluster":193,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Fwinnicotts-uebergangsobjekt","Winnicotts Übergangsobjekt: was ein Kuscheltier mit einem Fetisch zu tun hat","Warum der Teddybär eines Kindes und ein Fetisch aus derselben Theorie stammen, und was Winnicott damit ausdrücklich nicht gemeint hat.",{"frontmatter":215,"sections":228,"html":232,"empfehlungen":233},{"title":98,"metaTitle":216,"description":99,"cluster":79,"type":9,"tuer":11,"anzeigenziel":217,"status":10,"updated":12,"citeKeys":218,"vertiefungTitel":227},"Falsche Erinnerungen an das eigene Leben?",false,[219,220,221,222,223,224,225,226],"mcadams2018","markus1986","baldwin2019","echterhoff2009","bond2026","glassman2023","talarico2003","adlerlodismith2016","Vertiefung: Messzahlen, Methodenfallen und eine offene Lücke",{"snippet":229,"kurzfassung":230,"vertiefung":231},"\u003Cp>Das autobiografische Gedächtnis gibt die eigene Geschichte nicht immer gleich wieder.\nJugendliche, die mehrmals nach Sex gefragt wurden, nannten nicht selten ein anderes Alter oder\nnahmen eine Angabe zurück. Gemessen wurde über bis zu 15 Monate. Über neun Jahre folgte die\nErinnerung der heutigen Meinung, bei politischen Fragen. Zum Begehren fand sich keine Studie.\u003C\u002Fp>\n","\u003Cp>Es gibt eine Frage, die man sich selten laut stellt: War das damals wirklich so, wie ich es heute\nerzähle? Meistens bleibt es bei einem kurzen Zögern. Wer genauer hinsieht, merkt, dass die eigene\nVorgeschichte je nach Zeitpunkt anders ausfällt, und hält das für eine Schwäche des eigenen\nGedächtnisses.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Die Gedächtnisforschung kennt dieses Auseinanderfallen und hat es mit Zahlen unterlegt, auch für falsche Erinnerungen, die sich richtig anfühlen. Nur\nnicht überall dort, wo man sie gern hätte.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch3>Was ist das autobiografische Gedächtnis?\u003C\u002Fh3>\n\u003Cp>Gemeint ist die Erinnerung an das eigene Leben, an Erlebnisse, an Zeitpunkte und daran, wie das\neine zum anderen geführt hat. Aus solchen Erinnerungen wird mit der Zeit eine Geschichte. Der\nPsychologe Dan McAdams beschreibt Identität als verinnerlichte Lebensgeschichte, die sich\nfortentwickelt. Mit einer Formulierung Erik Eriksons gibt sie einem Leben einen Sinn im Rückblick\nund in der Vorausschau. Sie verortet eine Person in der Welt und fügt ihr Leben in der Zeit\nzusammen\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Wichtig ist ein Nachsatz, den McAdams 2018 selbst angebracht hat. Man denke sich diese\nLebensgeschichte heute beweglicher als noch Mitte der 1980er Jahre, stärker kulturell geprägt und\nstärker an Beziehungen und Gespräche gebunden\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Wenn die eigene Geschichte\nauch im Erzählen entsteht, liegt die Frage nahe, ob sie beim zweiten Erzählen dieselbe bleibt.\nWas aus einer solchen Geschichte wird, wenn eine andere Person sie behält, behandelt die Seite\nüber \u003Ca href=\"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Fnarrative-identitaet-abgenommen\">narrative Identität\u003C\u002Fa>. Woher die\nMuster stammen, in die eine sexuelle Lebensgeschichte beim Erzählen fällt, erklärt die\nDarstellung der drei Ebenen \u003Ca href=\"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fsexuelle-skripte\">sexueller Skripte\u003C\u002Fa>.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch3>Wie zuverlässig ist das autobiografische Gedächtnis?\u003C\u002Fh3>\n\u003Cp>Über Jahre weicht es messbar ab. Wie das aussieht, zeigt ein Panel mit 898 Eltern und 1.135 ihrer Kinder, die 1973 und 1982 befragt wurden. Beim zweiten\nTermin sollten sie angeben, wie sie neun Jahre zuvor politisch gedacht hatten. Was sie aus der\nErinnerung nannten, passte besser zu ihrer Meinung von 1982 als zu der Antwort, die 1973\nprotokolliert worden war. Ausgewertet hat das Gregory Markus\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">2\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Der Befund\ngilt für politische Einstellungen, nicht für Lebensgeschichten.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Wie groß der Abstand zwischen Aufzeichnung und Erinnerung werden kann, zeigt eine Metaanalyse von\n16 Studien mit 25.471 Personen. Alle wurden zweimal erfasst, einmal zeitnah und teils über Akten\noder Fremdauskunft, später noch einmal aus der Erinnerung. Jessie Baldwin und Kolleg:innen finden\neine Übereinstimmung von κ = 0,19 (95-Prozent-Konfidenzintervall 0,14–0,24). Von denen, deren\nErfahrung zeitnah dokumentiert war, berichteten sie später im Mittel 52 Prozent \u003Cstrong>nicht\u003C\u002Fstrong>. Und bei\n56 Prozent der später Berichtenden fand sich keine passende zeitnahe Dokumentation. Die beiden\nMessarten, so der Schluss der Autor:innen, erfassen \u003Cstrong>verschiedene Personengruppen\u003C\u002Fstrong> und sind\nnicht austauschbar\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">3\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Der Gegenstand dieser Arbeit ist Kindheitsmisshandlung, weder Sexualität noch Begehren. Belegt\nsind damit die \u003Cem>Struktur\u003C\u002Fem> (dokumentierte Vorgeschichte und spätere Erinnerung fallen auseinander) und\ndie \u003Cem>Größenordnung\u003C\u002Fem>. Eine Übertragung auf sexuelles Erleben geben diese Zahlen nicht her.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch3>Verändert das Erzählen selbst die Erinnerung?\u003C\u002Fh3>\n\u003Cp>Im Labor ja. Gerald Echterhoff und Kollegen haben Versuche zusammengefasst, in denen Menschen\neine Person für ein Gegenüber beschreiben. Sie wissen vorher, ob das Gegenüber diese Person mag,\nund färben ihre Beschreibung danach. Später sollen sie wiedergeben, was sie ursprünglich über die\nPerson gelesen hatten. Ihre Erinnerung folgt dann der eigenen, gefärbten Beschreibung. Für wahr\nhalten sie am Ende eher die eigenen Worte als das, was ursprünglich auf dem Blatt\nstand\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">4\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Zwei Grenzen gehören dazu. Beschrieben wurde eine Person, die die Teilnehmenden nur aus einem\nvorgelegten Text kannten, und zwischen Erzählen und Erinnern lagen etwa zehn Minuten bis wenige\nWochen\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">4\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Ob eine erzählte Lebensgeschichte über Jahre ähnlich auf die\nErinnerung zurückwirkt, ist damit nicht untersucht.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch3>Wie zuverlässig sind Angaben über die eigene sexuelle Vorgeschichte?\u003C\u002Fh3>\n\u003Cp>Für die Mehrheit stabil, für die Betroffenen selbst überraschend wenig. Julia Bond und\nKolleg:innen befragten eine US-Kohorte von 13- bis 17-Jährigen zu Beginn sowie nach 4, 9 und 15\nMonaten zu fünf sexuellen Praktiken. Über die gesamte Stichprobe lag die Konsistenz hoch, bei 81\nbis 94 Prozent je nach Praktik. Betrachtet man aber nur diejenigen, die die Praktik überhaupt\nangaben, lag die Inkonsistenz bei 31 bis 62 Prozent. Sie nannten ein anderes Alter oder\nwiderriefen die frühere Angabe\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">5\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Eine zweite Auswertung zeigt, wo solche Widersprüche sitzen. Jill Glassman, Elizabeth Baumler\nund Karin Coyle haben vier randomisierte Präventionsstudien mit Jugendlichen in Texas und\nKalifornien (2000–2010) daraufhin durchgesehen. Die Rate irgendeiner Inkonsistenz lag bei 12 bis 18\nProzent je Studie, und Jungen waren in allen vier Studien inkonsistenter als Mädchen. Bei drei der\nvier Studien machten \u003Cstrong>zeitübergreifende\u003C\u002Fstrong> Widersprüche den Großteil aus, also unterschiedliche\nAntworten auf dieselbe Frage zu verschiedenen Messzeitpunkten\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">6\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Beide Arbeiten messen Jugendliche über Monate und fragen nach Ereignissen und Zeitpunkten. Für\nErwachsene über Jahrzehnte sagen sie nichts. Sie zeigen, dass schon unter günstigen Bedingungen,\nbei kurzem Abstand und einfacher Frage, ein erheblicher Teil der Angaben wandert.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch3>Warum fühlt sich eine falsche Erinnerung richtig an?\u003C\u002Fh3>\n\u003Cp>Weil sich Sicherheit und Genauigkeit nicht decken. Jennifer Talarico und David Rubin haben 54\nStudierende zum 11. September 2001 befragt und zugleich zu einem alltäglichen Ereignis derselben\nTage. Die Konsistenz beider Erinnerungen nahm über die Zeit \u003Cstrong>gleich stark\u003C\u002Fstrong> ab. Lebendigkeit,\nErinnerungsqualität und das Vertrauen in die eigene Genauigkeit sanken aber nur bei den\nAlltagserinnerungen. Bei den Erinnerungen an den 11. September blieben sie hoch, obwohl diese\nnicht genauer waren\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">7\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Hinzu kommt, dass eine verschobene Erinnerung selten ohne Erklärung dasteht. Im Neun-Jahres-Panel\nkonnten auch diejenigen ihren erinnerten Meinungswandel begründen, deren Angaben den gemessenen\nDaten widersprachen. Ohne Erklärung blieben nur 5 bis 10 Prozent. In ihrer Art unterschieden\nsich diese Erklärungen statistisch nicht von denen für einen Wandel, den es tatsächlich gegeben\nhatte\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">2\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Überträgt man das auf die eigene sexuelle Vergangenheit, dann zeigt weder das Gefühl, sich genau zu\nerinnern, noch eine gute Begründung, dass es so war. Das ist eine Folgerung, kein eigener Befund\nder Studien.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch3>Heißt das, dass man sich seine Geschichte ausdenkt?\u003C\u002Fh3>\n\u003Cp>Nein, und die Unterscheidung ist wichtig. Eine Erinnerung, die sich verschoben hat, ist keine\nerfundene, und eine Erinnerungsverfälschung ist keine Lüge. Markus hält es für so gut wie sicher, dass seine Befragten nicht absichtlich täuschen\nwollten\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">2\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Und die Metaanalyse zu Misshandlung in der Kindheit findet mit zwei\nErhebungsarten \u003Cstrong>verschiedene Personengruppen\u003C\u002Fstrong>\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">3\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Das ist etwas anderes\nals ein Irrtum, der sich aufklären ließe.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Auch die Form der Befragung verschiebt das Ergebnis. In derselben Metaanalyse stimmten\ninterviewbasierte Rückblicke häufiger mit der zeitnahen Dokumentation überein als\nFragebogen-Rückblicke\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">3\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Wie gefragt wird, gehört damit zum Befund.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Für eine Leserin, die auf ihre eigene Geschichte zurückblickt, folgt daraus eine bescheidenere\nErwartung an die Rückschau. Zwei Fassungen derselben Vorgeschichte müssen nicht gegeneinander\nausgespielt werden. Belegt ist, dass sie auseinanderfallen, nicht, welche von beiden die Person\n„eigentlich“ war.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch3>Gilt das auch für das Begehren selbst?\u003C\u002Fh3>\n\u003Cp>Hier hört die Befundlage auf. Alle Arbeiten auf dieser Seite prüfen, wie das autobiografische\nGedächtnis \u003Cem>Ereignisse, Zeitpunkte, Häufigkeiten oder Meinungen\u003C\u002Fem> wiedergibt. Die Frage nach dem\nBegehren zielt auf einen \u003Cem>inneren Zustand\u003C\u002Fem> über Jahre, also darauf, was jemand wollte, was er vermisst hat, was ihn erregt hat. Nebeneinander\ngestellt sieht das so aus\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">2\u003C\u002Fa>, \u003Ca href=\"#quellen\">3\u003C\u002Fa>, \u003Ca href=\"#quellen\">4\u003C\u002Fa>, \u003Ca href=\"#quellen\">5\u003C\u002Fa>,\n\u003Ca href=\"#quellen\">6\u003C\u002Fa>, \u003Ca href=\"#quellen\">7\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>:\u003C\u002Fp>\n\u003Cdiv class=\"tabelle\" role=\"region\" aria-label=\"Tabelle\" tabindex=\"0\">\n\u003Ctable>\n\u003Cthead>\n\u003Ctr>\n\u003Cth>Arbeit\u003C\u002Fth>\n\u003Cth>Wer\u003C\u002Fth>\n\u003Cth>Abstand\u003C\u002Fth>\n\u003Cth>Was erinnert wurde\u003C\u002Fth>\n\u003C\u002Ftr>\n\u003C\u002Fthead>\n\u003Ctbody>\n\u003Ctr>\n\u003Ctd>Markus 1986\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>898 Eltern, 1.135 Kinder\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>neun Jahre\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>politische Einstellungen\u003C\u002Ftd>\n\u003C\u002Ftr>\n\u003Ctr>\n\u003Ctd>Baldwin u. a. 2019\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>16 Studien, 25.471 Personen\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>Kindheit bis zur späteren Befragung\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>Misshandlung in der Kindheit\u003C\u002Ftd>\n\u003C\u002Ftr>\n\u003Ctr>\n\u003Ctd>Echterhoff u. a. 2009\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>Versuchspersonen im Labor\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>zehn Minuten bis wenige Wochen\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>Angaben über eine Person aus einem Text\u003C\u002Ftd>\n\u003C\u002Ftr>\n\u003Ctr>\n\u003Ctd>Bond u. a. 2026\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>13- bis 17-Jährige, USA\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>bis 15 Monate\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>Alter beim ersten Mal, fünf Praktiken\u003C\u002Ftd>\n\u003C\u002Ftr>\n\u003Ctr>\n\u003Ctd>Glassman u. a. 2023\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>Jugendliche aus vier Präventionsstudien\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>zwischen Messzeitpunkten\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>ob etwas stattgefunden hat\u003C\u002Ftd>\n\u003C\u002Ftr>\n\u003Ctr>\n\u003Ctd>Talarico &amp; Rubin 2003\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>54 Studierende\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>wiederholte Befragung\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>11. September und ein Alltagsereignis\u003C\u002Ftd>\n\u003C\u002Ftr>\n\u003Ctr>\n\u003Ctd>gesucht, nicht gefunden\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>Erwachsene\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>Jahre\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>Begehren, sexuelle Zufriedenheit\u003C\u002Ftd>\n\u003C\u002Ftr>\n\u003C\u002Ftbody>\n\u003C\u002Ftable>\n\u003C\u002Fdiv>\n\u003Cp>Zu retrospektiven Angaben über Begehren und sexuelle Zufriedenheit über Jahre hinweg wurde gezielt\ngesucht, und nichts Belastbares gefunden. Der naheliegende Satz „auch das Begehren wird falsch\nerinnert“ steht deshalb nicht hier. Er wäre eine Analogie, keine Aussage über Daten. Untersucht\nsind Ereignisse und Häufigkeiten, nicht das Begehren. Mehr lässt sich nicht sagen.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Für die eigene Geschichte ist eine Fachperson die bessere Gesprächspartnerin als jede Übersicht\nüber Messungen.\u003C\u002Fp>\n","\u003Cp>\u003Cstrong>Warum zwei Messarten verschiedene Menschen finden.\u003C\u002Fstrong> Der Befund von Baldwin und Kolleg:innen ist\nmethodisch interessanter als die Schlagzeile „Erinnerung ist unzuverlässig“. Ein κ von 0,19 heißt\nnicht, dass eine der beiden Messungen falsch ist. Es heißt, dass sie sich kaum überlappen. Zwei\nDetails der Metaanalyse schärfen das. Die Übereinstimmung war bei interviewbasierter Erhebung\nhöher als bei Fragebögen, und sie war \u003Cstrong>unabhängig vom Alter bei der retrospektiven\nBefragung\u003C\u002Fstrong>\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">3\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>\u003Cstrong>Die beruhigende Gesamtzahl ist die gefährlichste.\u003C\u002Fstrong> In der Kohorte von Bond und Kolleg:innen sieht\neine Konsistenz von 81 bis 94 Prozent nach einem guten Messinstrument aus. Naheliegend ist, dass\nsie vor allem dadurch entsteht, dass die große Mehrheit „nein“ antwortet und dabei bleibt. Wer etwas zu\nberichten hat, berichtet es beim zweiten Mal in bis zu 62 Prozent der Fälle anders. Eine Zahl über\ndie Gesamtstichprobe und eine Zahl über die Berichtenden sind bei seltenen Ereignissen zwei\nverschiedene Auskünfte, und die zweite ist diejenige, die für eine einzelne Person\nzählt\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">5\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>\u003Cstrong>Wo die Widersprüche sitzen.\u003C\u002Fstrong> Glassman und Kolleginnen unterscheiden Inkonsistenzen innerhalb\neines Fragebogens von solchen zwischen zwei Messzeitpunkten. Bei drei der vier ausgewerteten\nStudien war die zweite Sorte der Hauptanteil (8,5 bis 11,0 Prozent in den Mittelschulstudien, 6,2\nProzent in einer der beiden Highschool-Studien). Das ist die für dieses Thema einschlägige Form,\ndenn hier beantwortet dieselbe Person dieselbe Frage später anders\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">6\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>\u003Cstrong>Warum der Versuch von Talarico und Rubin so klar ist.\u003C\u002Fstrong> Er befragt dieselben Personen zu zwei\nErinnerungen, einer außergewöhnlichen und einer beliebigen, und misst beide am selben Maßstab. So\ntrennt er zwei Dinge, die im Alltag verschmelzen: wie sicher sich eine Erinnerung anfühlt, und wie\ngenau sie ist\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">7\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>\u003Cstrong>Hilft es, die eigene Geschichte stimmig zu erzählen?\u003C\u002Fstrong> Die Frage liegt bei jeder Arbeit an der\neigenen Biografie nahe. Eine Übersicht von Jonathan Adler und Kolleg:innen ordnet die Merkmale\nerzählter Lebensgeschichten in vier Gruppen: Motive, Gefühle, Sinnstiftung und Struktur. Geprüft\nwurde, ob sie Wohlbefinden über Persönlichkeitsmerkmale hinaus erklären. Am stärksten ist die\nBefundlage für Motive, Gefühle und Sinnstiftung. Für die Struktur, etwa die Geschlossenheit\neiner Geschichte, fehlen entsprechende Belege weitgehend, obwohl es dazu viel Theorie gibt. Die\nmeisten Studien sind außerdem Querschnittsvergleiche, sodass offen bleibt, was Ursache\nund was Folge ist\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">8\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Vorsichtig gelesen heißt das, dass eine stimmige Form allein\nnach dieser Übersicht nicht als hilfreich belegt ist.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>\u003Cstrong>Was fehlt.\u003C\u002Fstrong> Die hier ausgewerteten Arbeiten zu sexuellen Selbstauskünften fragen nach\nEreignissen und Zeitpunkten, und sie messen über Monate. Ein Studiendesign, das retrospektive\nAngaben über \u003Cem>Begehren\u003C\u002Fem> an einer zeitnahen Aufzeichnung desselben inneren Zustands prüft, müsste\ndiesen Zustand zweimal erheben, einmal damals und einmal Jahre später. Eine solche Untersuchung\nwurde nicht gefunden. Deshalb endet die Antwort an dieser Stelle.\u003C\u002Fp>\n\u003Chr>\n\u003Cp>Wenn Sie an dieser Stelle weiterdenken möchten, ohne dass eine Auswertung daraus wird: Der\n\u003Ca href=\"\u002Fselbsttest\">Selbstauskunftsbogen\u003C\u002Fa> stellt Fragen zu dem, was anzieht. Er speichert nichts und\nordnet niemanden ein.\u003C\u002Fp>\n\u003Col id=\"quellen\">\n\u003Cli>McAdams, D. P. (2018). Narrative Identity: What Is It? What Does It Do? How Do You Measure It? \u003Cem>Imagination, Cognition and Personality\u003C\u002Fem> 37(3), S. 359–372; die Stellen auf S. 361. Rückblick des Autors auf sein Modell der narrativen Identität, kein empirischer Einzelbefund. Verlags-PDF gelesen. Die deutsche Wiedergabe ist eine eigene Übersetzung.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Markus, G. B. (1986). Stability and Change in Political Attitudes: Observed, Recalled, and „Explained“. \u003Cem>Political Behavior\u003C\u002Fem> 8(1), S. 21–44; Abstract S. 21, Korrelationen S. 31, Erklärungen und Täuschungsabsicht S. 39. Panel 1973\u002F1982, 898 Eltern und 1.135 Kinder mit vollständigen Daten. Die Seitenzahlen stammen aus den Kolumnentiteln eines Repositoriums-Scans, nicht aus einem Verlagssatz. Ausführlicher dargestellt im Überblicksartikel [Erzählen und Begehren](\u002Ferzaehlen-und-begehren).\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Baldwin, J. R., Reuben, A., Newbury, J. B., &amp; Danese, A. (2019). Agreement Between Prospective and Retrospective Measures of Childhood Maltreatment: A Systematic Review and Meta-analysis. \u003Cem>JAMA Psychiatry\u003C\u002Fem> 76(6), S. 584–593; Kernzahlen S. 584–585. Open Access (CC BY), Version of Record gelesen. \u003Cstrong>Eng zu lesen:\u003C\u002Fstrong> Gegenstand ist Kindheitsmisshandlung, nicht Sexualität oder Begehren; die Arbeit trägt die Struktur des Auseinanderfallens und die Größenordnung, nicht die Übertragung auf sexuelles Erleben.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Echterhoff, G., Higgins, E. T., &amp; Levine, J. M. (2009). Shared Reality: Experiencing Commonality With Others' Inner States About the World. \u003Cem>Perspectives on Psychological Science\u003C\u002Fem> 4(5), S. 496–521; die Stellen auf S. 502. Übersichtsarbeit; die referierten Einzelstudien wurden für diese Seite nicht im Original eingesehen. Die deutsche Wiedergabe ist eine eigene Übersetzung.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Bond, J. C., Ybarra, M. L., Ranker, L. R., &amp; Nelson, K. M. (2026). Consistency of Adolescent Self-Report of Age at First Engagement in Five Sexual Behaviors. \u003Cem>The Journal of Sex Research\u003C\u002Fem> 63(6), S. 1031–1038. Kohorte 13- bis 17-Jähriger in den USA, Rekrutierung 2022–2023. \u003Cstrong>Fundstelle vorläufig:\u003C\u002Fstrong> Der Volltext wurde über die frei zugängliche Datenbankfassung gelesen, die Seitenangaben stammen aus den bibliografischen Metadaten, nicht aus dem Satzspiegel.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Glassman, J. R., Baumler, E. R., &amp; Coyle, K. K. (2023). Inconsistencies in Adolescent Self-Reported Sexual Behavior: Experience from Four Randomized Controlled Trials. \u003Cem>Prevention Science\u003C\u002Fem> 24(4), S. 640–649. Vier randomisierte Präventionsstudien, Texas und Kalifornien, 2000–2010. \u003Cstrong>Fundstelle vorläufig\u003C\u002Fstrong>, wie bei [5].\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Talarico, J. M., &amp; Rubin, D. C. (2003). Confidence, Not Consistency, Characterizes Flashbulb Memories. \u003Cem>Psychological Science\u003C\u002Fem> 14(5), S. 455–461; Abstract S. 455, Ergebnisse S. 457. 54 Studierende. \u003Cstrong>Vorbehalt:\u003C\u002Fstrong> Gelesen wurde eine Kopie auf einer Universitäts-Kursseite mit vollständigem Verlagssatz, kein Verlagsdownload; die Seitenzahlen stammen aus den Kolumnentiteln dieses Satzes.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Adler, J. M., Lodi-Smith, J., Philippe, F. L., &amp; Houle, I. (2016). The Incremental Validity of Narrative Identity in Predicting Well-Being: A Review of the Field and Recommendations for the Future. \u003Cem>Personality and Social Psychology Review\u003C\u002Fem> 20(2), S. 142–175; die Stellen auf S. 142, 168 und 170. Forschungsüberblick, Verlags-PDF gelesen. \u003Cstrong>Eng zu lesen:\u003C\u002Fstrong> Die Übersicht prüft Zusammenhänge mit Wohlbefinden, keine Wirkung, und nicht die sexuelle Biografie im Besonderen.\u003C\u002Fli>\n\u003C\u002Fol>","",[],1790283454127]