[{"data":1,"prerenderedAt":232},["ShallowReactive",2],{"artikel:liste":3,"content:erzaehlen-und-begehren\u002Fsekundaere-belastung-zuhoerende":214},[4,13,17,21,26,30,34,41,46,50,54,58,62,67,71,75,80,84,88,92,96,100,104,110,114,118,122,126,130,134,139,143,147,151,155,159,163,168,172,176,180,185,189,194,198,202,206,210],{"route":5,"title":6,"description":7,"cluster":8,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":12},"\u002Fbegehren-ohne-genuss\u002Falexithymie-bei-maennern","Alexithymie: was sie ist, was ein Test misst und was bei Männern stimmt","Alexithymie heißt, Gefühle schwer zu erkennen und zu benennen. Was ein Test wie die TAS-20 misst und was die Forschung bei Männern korrigiert hat.","I","speiche","live","T1","2026-09-24",{"route":14,"title":15,"description":16,"cluster":8,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":12},"\u002Fbegehren-ohne-genuss\u002Fdon-juan-muster","Don-Juan-Syndrom: woher das Etikett stammt und was über Rückzug bekannt ist","Ist das Don-Juan-Syndrom eine Diagnose? Wie Otto Rank die Figur 1922 las und was die Bindungsforschung über Menschen weiß, die Nähe klein halten.",{"route":18,"title":19,"description":20,"cluster":8,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":12},"\u002Fbegehren-ohne-genuss\u002Fhelfersyndrom","Helfersyndrom: was Schmidbauer meint und was eine Studie dazu zeigt","Was Wolfgang Schmidbauer mit dem Helfersyndrom meint, was eine Studie an Pflegekräften fand und wie das Muster mit Bowlbys Bindungstheorie zusammenhängt.",{"route":22,"title":23,"description":24,"cluster":8,"type":25,"status":10,"tuer":11,"updated":12},"\u002Fbegehren-ohne-genuss","Begehren ohne Genuss: Warum manche Menschen funktionieren und dabei wenig spüren","Innere Leere ist auch für die Forschung schwer zu fassen. Was eine Übersicht über 99 Studien zeigt und warum wenig Spüren als Schutz beginnen kann.","pfeiler",{"route":27,"title":28,"description":29,"cluster":8,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":12},"\u002Fbegehren-ohne-genuss\u002Fparentifizierung-erkennen","Parentifizierung erkennen: was der Begriff meint und was ein Test nicht zeigt","Parentifizierung heißt, ein Kind wird für die Gefühle der Eltern zuständig. Was dazugehört, was nicht und warum ein Fragebogen das nicht entscheidet.",{"route":31,"title":32,"description":33,"cluster":8,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":12},"\u002Fbegehren-ohne-genuss\u002Fvermeidung-oder-entscheidung","Wenn aus einem Nicht-Getanen im Rückblick eine Entscheidung wird","Nachträgliche Gründe sind gut erforscht, aber nur für Getanes. Was Experimente und Freeze-Forschung über eine Vermeidung sagen, die man Entscheidung nennt.",{"route":35,"title":36,"description":37,"cluster":38,"type":9,"status":39,"tuer":11,"updated":40},"\u002Fbindungsstile\u002Fbindung-und-sexualitaet","Bindung und Sexualität: Was der Bindungsstil über Sex aussagt und was nicht","Unsichere Bindung verändert nicht, was Menschen begehren, sondern wozu sie Sex benutzen. Was die Forschung zeigt, mit Studien und Jahreszahlen.","A","geprüft","2026-08-28",{"route":42,"title":43,"description":44,"cluster":38,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fbindungsstile\u002Fbindung-und-sexualpraktiken","Bindungsstil und Sexualpraktiken: Was die Forschung misst und was nicht","Bindungsangst und -vermeidung sagen etwas über sexuelle Zufriedenheit, Häufigkeit und Kommunikation. Über einzelne Praktiken sagen sie nichts.","2026-08-29",{"route":47,"title":48,"description":49,"cluster":38,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fbindungsstile\u002Fbindungsstil-aendern","Kann sich ein Bindungsstil ändern? Was die Längsschnittforschung zeigt","Bindungssicherheit ist mäßig stabil, nicht festgelegt. Was Längsschnittstudien über Alter, Therapie und die sogenannte erarbeitete Sicherheit zeigen.",{"route":51,"title":52,"description":53,"cluster":38,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":12},"\u002Fbindungsstile\u002Fdesorganisierte-bindung","Desorganisierter Bindungsstil: Was Main und Solomon beschrieben haben","Desorganisierter Bindungsstil: woran Fachleute ihn bei Säuglingen erkennen und warum man ihn nicht mit Tests für Erwachsene verwechseln sollte.",{"route":55,"title":56,"description":57,"cluster":38,"type":9,"status":39,"tuer":11,"updated":40},"\u002Fbindungsstile\u002Fdie-vier-bindungsstile","Die vier Bindungsstile und warum die Forschung sie nicht als Typen führt","Sicher, ängstlich, vermeidend, ängstlich-vermeidend: woher die vier Stile kommen, wie sie gemessen werden und warum sie keine Persönlichkeitstypen sind.",{"route":59,"title":60,"description":61,"cluster":38,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fbindungsstile\u002Fdurchsetzungsfaehigkeit","Bindungssicherheit und Durchsetzungsfähigkeit: was belegt ist und was nicht","Ob sichere Bindung durchsetzungsfähiger macht, ist schwächer belegt, als es klingt. Was die Forschung tatsächlich misst, mit Studien und Jahreszahlen.",{"route":63,"title":64,"description":65,"cluster":38,"type":25,"status":39,"tuer":11,"updated":66},"\u002Fbindungsstile","Bindungsstile: Was die Forschung sagt","Woher die Bindungsstile stammen, was Bowlby und Ainsworth zeigten, und warum die Forschung von Skalen statt Typen spricht.","2026-09-18",{"route":68,"title":69,"description":70,"cluster":38,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fbindungsstile\u002Fsexuelle-wuensche-aeussern","Sexuelle Wünsche äußern und warum es manchen Menschen schwerer fällt","Warum manche Menschen sexuelle Wünsche kaum aussprechen: was drei Studien zu Bindung und sexueller Kommunikation zeigen, und wo sie sich widersprechen",{"route":72,"title":73,"description":74,"cluster":38,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fbindungsstile\u002Fwas-bindungstests-leisten","Was Bindungstests leisten: Selbstauskunft und das Interview im Vergleich","Selbstauskunftstests und das Adult Attachment Interview überschneiden sich kaum. Was jedes der beiden Verfahren misst, und was daraus folgt.",{"route":76,"title":77,"description":78,"cluster":79,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":12},"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Fanerkennung-als-beduerfnis","Anerkennung als Bedürfnis: warum es wehtut, nicht gehört zu werden","Ist das Bedürfnis nach Anerkennung ein Grundbedürfnis? Was Honneth und Taylor begründen, was die Psychologie dazu misst und wo beides getrennt bleibt.","J",{"route":81,"title":82,"description":83,"cluster":79,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":12},"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Feinwilligung-als-beziehung","Einwilligung als Beziehung: Warum das Formular das Falsche regelt","Informierte Einwilligung als Prozess statt einmaliger Unterschrift. Was rolling consent in der Oral History meint und warum es kein DSGVO-Widerruf ist.",{"route":85,"title":86,"description":87,"cluster":79,"type":25,"status":10,"tuer":11,"updated":12},"\u002Ferzaehlen-und-begehren","Erzählen und Begehren: Warum sich das Erzählte ändert, sobald jemand zuhört","Den Stranger-on-a-train-Effekt gibt es als Fachbegriff nicht. Was zum Erzählen vor Fremden belegt ist und wie das Zuhören das Erzählte verändert.",{"route":89,"title":90,"description":91,"cluster":79,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":12},"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Fnarrative-identitaet-abgenommen","Narrative Identität: Was aus einer Lebensgeschichte wird, die jemand anders behält","Narrative Identität meint ein Selbst, das sich in Geschichten fasst. Was belegt ist, wenn man die eigene erzählt und nichts zurückkommt.",{"route":93,"title":94,"description":95,"cluster":79,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":12},"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Fsekundaere-belastung-zuhoerende","Sekundäre Traumatisierung: wenn fremde Geschichten hängen bleiben","Sekundäre Traumatisierung setzt als Fachbegriff ein Trauma voraus. Was Zuhörende ohne Trauma berichten und welche Unterstützung dabei fehlt.",{"route":97,"title":98,"description":99,"cluster":79,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":12},"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Fsexuelle-biografie-als-erzaehlung","Falsche Erinnerungen? Wie weit die eigene sexuelle Geschichte beim Wiedererzählen abweicht","Warum sich falsche Erinnerungen richtig anfühlen und wie verlässlich das autobiografische Gedächtnis für die eigene sexuelle Vorgeschichte ist, laut Studien.",{"route":101,"title":102,"description":103,"cluster":79,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":12},"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Fzuhoererin-schutzdistanz","Professionelle Distanz beim Zuhören, und was sie von Gleichgültigkeit trennt","Professionelle Distanz muss keine Kälte sein. Was Georg Simmel über den Fremden schrieb und was Studien über gespielte Wärme im Interview zeigen.",{"route":105,"title":106,"description":107,"cluster":108,"type":9,"status":10,"tuer":109,"updated":45},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Ffoucaults-ars-erotica","Foucaults ars erotica: hält die Zuschreibung an die arabische Welt historisch stand?","Foucault zählte „arabo-moslemische Gesellschaften“ ohne Beleg zur ars erotica. Was die arabische Liebesliteratur zeigt, und was Kritik daran einwendet.","E","T4",{"route":111,"title":112,"description":113,"cluster":108,"type":25,"status":10,"tuer":109,"updated":45},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet","Was im Westen ‚Tantra' heißt, und was Tantra tatsächlich war","Was hierzulande als Tantra gilt, ist eine Erfindung der 1960er Jahre. Das historische Tantra war etwas anderes. Sexuelles Ritual war darin nicht die Mitte.",{"route":115,"title":116,"description":117,"cluster":108,"type":9,"status":10,"tuer":109,"updated":45},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Frechter-und-linker-weg","Der 'linke Weg' im Tantra: Verehrung der Frau oder ihre Instrumentalisierung?","Dakṣiṇācāra und Vāmācāra sind mehr als rechts und links. Was die Forschung zur Frauenrolle im „linken Weg“ fand und was offenbleibt.",{"route":119,"title":120,"description":121,"cluster":108,"type":9,"status":10,"tuer":109,"updated":40},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Frussischer-eros","Der russische Eros: warum Russlands Sexualkultur als eigener Sonderweg gilt","Der russische Eros ist keine Volkscharakter-Eigenschaft, sondern eine Diskursgeschichte wiederholter Zyklen von Öffnung und staatlicher Kontrolle.",{"route":123,"title":124,"description":125,"cluster":108,"type":9,"status":10,"tuer":109,"updated":45},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Fsamenerhalt","Samenerhalt: die taoistische Lehre und was von ihr trägt","Die taoistische Lehre vom Samenerhalt trennt Orgasmus und Samenerguss. Das ist real. Ihre Heilsversprechen wie Langlebigkeit sind es nicht. Was belegt ist.",{"route":127,"title":128,"description":129,"cluster":108,"type":9,"status":10,"tuer":109,"updated":45},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Ftaoistische-kunst-der-schlafgemaecher","Die Kunst der Schlafgemächer: was fangzhong shu wirklich war","Fangzhong shu galt als „chinesisches Kamasutra“. Tatsächlich war es eine Gesundheitslehre, die Sex der Kultivierung unterordnete, nicht dem Genuss.",{"route":131,"title":132,"description":133,"cluster":108,"type":9,"status":10,"tuer":109,"updated":45},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Fvan-gulik","Robert van Gulik: wie das Wissen über Chinas Sexualkultur in den Westen kam","Ein niederländischer Diplomat schrieb 1961 das erste westliche Standardwerk zur Sexualgeschichte Chinas und prägte damit auch Foucaults „ars erotica“.",{"route":135,"title":136,"description":137,"cluster":138,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fasexualitaet","Asexualität: Was sie ist und was sie nicht ist","Asexualität heißt fehlende sexuelle Anziehung, nicht fehlendes Verlangen. Was das Ace-Spektrum umfasst und warum es keine Diagnose ist.","F",{"route":140,"title":141,"description":142,"cluster":138,"type":25,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fnormalitaet-und-scham","Wann ist eine sexuelle Vorliebe ein Problem? Die Antwort der Diagnosesysteme","Nicht der Inhalt einer Vorliebe entscheidet darüber, ob sie klinisch bedeutsam ist, sondern zwei andere Kriterien. Was DSM-5 und ICD-11 tatsächlich verlangen.",{"route":144,"title":145,"description":146,"cluster":138,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fscham-nach-einer-fantasie","Scham nach einer sexuellen Fantasie: Was sie bedeutet und was nicht","Eine beunruhigende Fantasie erfüllt für sich kein Diagnosekriterium. Was sexuelle Scham danach auslöst und woher sie kommt.",{"route":148,"title":149,"description":150,"cluster":138,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fsexuelle-skripte","Sexuelle Skripte: Warum Begehren einem Muster folgt","Gagnon und Simon erklärten sexuelles Verhalten 1973 über drei Ebenen erlernter Skripte, nicht als biologischen Trieb. Was das Modell trägt.",{"route":152,"title":153,"description":154,"cluster":138,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":40},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Ftrauma-und-sexualitaet","Trauma und Sexualität: Was die Forschung zeigt und wo sie unsicher bleibt","Große Stichproben finden keinen generellen Zusammenhang zwischen Kindheitstrauma und bestimmten sexuellen Vorlieben. Was einzelne Studien trotzdem zeigen.",{"route":156,"title":157,"description":158,"cluster":138,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Funterdrueckung-schadet","Schadet Unterdrückung häufiger als die Vorliebe selbst?","Verstecken und Selbststigma hängen mit mehr Angst und Depression zusammen als die Vorliebe selbst. Was das Minoritätenstress-Modell zeigt.",{"route":160,"title":161,"description":162,"cluster":138,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fvorliebe-und-stoerung","Vorliebe oder Störung? Was die Diagnosekriterien im Einzelnen verlangen","Kriterium B ist nur die halbe Antwort. DSM-5 und die ICD-11-Arbeitsgruppe ordnen sexuelle Vorlieben nach zwei verschiedenen Logiken.",{"route":164,"title":165,"description":166,"cluster":167,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fschattenarbeit\u002Ffreuds-trieblehre-heute","Freuds Trieblehre heute: was von den Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie trägt","Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie: Das Stufenmodell (oral, anal, phallisch) stammt nicht aus 1905. Wie Freuds Theorie wuchs und was davon heute trägt.","B",{"route":169,"title":170,"description":171,"cluster":167,"type":25,"status":10,"tuer":11,"updated":40},"\u002Fschattenarbeit","Schattenarbeit: was C. G. Jung wirklich gemeint hat","Der Schatten ist bei Jung nicht die dunkle Seite und nicht das Böse, sondern etwas deutlich Unbequemeres. Was im Original steht und was die Belege hergeben.",{"route":173,"title":174,"description":175,"cluster":167,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fschattenarbeit\u002Findividuation","Individuation bei C. G. Jung: was der Begriff bedeutet und was nicht","Individuation ist bei Jung ein lebenslanger Prozess, kein Zustand und keine Selbstverwirklichung. Was der Begriff meint, und wo die Belege enden.",{"route":177,"title":178,"description":179,"cluster":167,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":40},"\u002Fschattenarbeit\u002Fschattenarbeit-im-netz","Schattenarbeit-Übungen im Netz: was sie mit Jung teilen und was nicht","Übungen, Journaling-Listen, 30-Tage-Programme: Was online Schattenarbeit heißt, teilt mit Jung oft nur den Namen. Was helfen kann und was unbelegt ist.",{"route":181,"title":182,"description":183,"status":39,"updated":184},"\u002Fseiten\u002Finhaltsverzeichnis","Inhalt","Vier Teile, zwölf Kapitel: die Gliederung von „Der Schatten des Begehrens“.","2026-09-16",{"route":186,"title":187,"description":188,"status":39,"updated":184},"\u002Fseiten\u002Fueber-das-buch","Über das Buch","Entstehung, Quellenarbeit und Haltung hinter „Der Schatten des Begehrens“, einem narrativen Sachbuch über Tiefenpsychologie, Kulturgeschichte und Sexualität.",{"route":190,"title":191,"description":192,"cluster":193,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Ferregung-und-verlangen","Sind Erregung und Verlangen dasselbe? Zwei Modelle, ein Unterschied","Erregung ist eine Reaktion, Verlangen ein Bedürfnis. Beide können unabhängig auftreten. Was Bassons zirkuläres Modell und das Dual-Control-Modell zeigen.","C",{"route":195,"title":196,"description":197,"cluster":193,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Ferregungsdiskordanz","Erregungsdiskordanz: Wenn der Körper reagiert, ohne dass jemand erregt sein will","Körper und Erleben fallen nicht immer zusammen: bei Frauen im Mittel seltener als bei Männern. Und eine körperliche Reaktion ist kein Zeichen von Zustimmung.",{"route":199,"title":200,"description":201,"cluster":193,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Ffetisch-vorliebe-stoerung","Fetisch, Vorliebe, Störung: wo verläuft die Grenze wirklich?","Ein Fetisch ist keine Diagnose. Was das DSM-5 zusätzlich verlangt, damit daraus eine fetischistische Störung wird, und was die ICD-11 dazu sagt.",{"route":203,"title":204,"description":205,"cluster":193,"type":25,"status":10,"tuer":11,"updated":40},"\u002Fwie-begehren-entsteht","Wie entsteht ein Fetisch? Vier Erklärungsmodelle und was sie taugen","Kopplung, Übergangsobjekt, Bindung, Kulturgeschichte: Vier Modelle erklären, wie ein Fetisch entsteht. Keines erklärt, warum ausgerechnet dieses Objekt.",{"route":207,"title":208,"description":209,"cluster":193,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Fkonditionierung-und-grenzen","Wie Konditionierung eine sexuelle Vorliebe formen kann und wo das Modell endet","Ein neutraler Reiz kann durch Kopplung mit Erregung selbst erregend werden, zeigte Rachmans Experiment 1966. Warum das den Einzelfall trotzdem nicht erklärt.",{"route":211,"title":212,"description":213,"cluster":193,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Fwinnicotts-uebergangsobjekt","Winnicotts Übergangsobjekt: was ein Kuscheltier mit einem Fetisch zu tun hat","Warum der Teddybär eines Kindes und ein Fetisch aus derselben Theorie stammen, und was Winnicott damit ausdrücklich nicht gemeint hat.",{"frontmatter":215,"sections":226,"html":230,"empfehlungen":231},{"title":94,"metaTitle":216,"description":95,"cluster":79,"type":9,"tuer":11,"anzeigenziel":217,"status":10,"updated":12,"citeKeys":218,"vertiefungTitel":225},"Sekundäre Traumatisierung beim Zuhören",false,[219,220,221,222,223,224],"kiyimba2016","mallon2019","nguyen2021","berman2011","geiling2021","manningjones2015","Vertiefung: Begriffe, Zeitverlauf, Dosis und die Grenze des Sagbaren",{"snippet":227,"kurzfassung":228,"vertiefung":229},"\u003Cp>Sekundäre Traumatisierung heißt, dass man vom Trauma eines anderen Menschen hört und selbst\ndavon belastet wird. Der Fachbegriff der Forschung setzt ein Trauma voraus. Belastendes\nZuhören ohne Trauma ist etwas anderes, aber nicht folgenlos. Forschende berichten von mehr emotionaler Empfindlichkeit,\nvon Erinnerungen, die Jahre später wiederkehren, und von Schuld. In Zahlen gefasst ist das nicht.\u003C\u002Fp>\n","\u003Cp>Wer beruflich zuhört (in der Forschung, im Journalismus, in der Beratung, in der Pflege), kennt\nden Moment, in dem eine fremde Geschichte nicht am Arbeitsplatz bleibt. Sie kommt beim\nEinschlafen wieder, oder Wochen später in einem Gespräch, das nichts damit zu tun hat. Der\nnaheliegende Name dafür ist sekundäre Traumatisierung, auch Sekundärtraumatisierung oder sekundäres Trauma genannt.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Ob der Name passt, hängt an einer Bedingung. Der Unterschied ist keine Wortklauberei, denn er\nentscheidet, welche Forschung überhaupt etwas über die eigene Lage sagt.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch3>Was bezeichnet „sekundäre Traumatisierung“ genau?\u003C\u002Fh3>\n\u003Cp>Eine Belastung, die daraus entsteht, dass man vom Trauma eines anderen Menschen hört. Fachlich\nist der Begriff eng. Nikki Kiyimba und Michelle O'Reilly sprechen in einer Methodenarbeit von\nsekundärer traumatischer Belastung und geben dafür eine ältere Definition wieder. Sekundäre\ntraumatische Belastung sei als natürliche Folge von Empathie zwischen zwei Menschen beschrieben\nworden, von denen einer ursprünglich traumatisiert wurde und der andere davon betroffen ist, dass\ner von diesen Erfahrungen hört\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>In dieser Definition steckt eine Bedingung. Sie setzt voraus, dass jemand traumatisiert wurde.\nWo das nicht der Fall ist, beschreibt der Begriff keine mildere Variante. Nach seiner eigenen\nBestimmung trifft er dann gar nicht zu. Das ist zunächst eine Entlastung und dann ein Problem,\ndenn der Fall verschwindet damit nicht. Er hat nur keinen Namen mehr.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch3>Woran zeigt sich, dass Zuhören belastet, auch ohne Trauma?\u003C\u002Fh3>\n\u003Cp>An Veränderungen im Alltag, wie sie Forschende selbst beschreiben. Sharon Mallon und Iris Elliott\nhaben elf qualitativ Forschende aus sensiblen, aber nicht durchweg als Trauma eingeordneten\nFeldern miteinander sprechen lassen. Eine Stimme aus der Runde beschreibt, das Zuhören habe die\neigene emotionale Empfindlichkeit erhöht. Draußen in der Welt sei man viel emotionaler geworden,\nwenn dieselben Themen aufkamen\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">2\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Der zweite Punkt betrifft die Zeit. Man spreche davon, einmal hineinzugehen, heißt es in einem\nanderen Beitrag, tatsächlich aber kehre man viele Male zu diesen Geschichten zurück. Wer das sagt,\nkönne sich Jahre später zurück in jenen Raum versetzen, das Gegenüber sehen, es\nhören\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">2\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Ein dritter Punkt betrifft den Nutzen. Wer den Eindruck hatte, von einem Interview beruflich\nprofitiert zu haben, trug nach dieser Arbeit zusätzliche emotionale Lasten, im Wortlaut eines\nBeitrags das Gefühl, das Unglück anderer Menschen beinahe zum eigenen Vorteil zu\nbenutzen\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">2\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Der berufliche Nutzen nahm die Last also nicht weg. Er kam bei\ndiesen Forschenden als eigene hinzu.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Daneben kreist die Runde um das schlechte Gewissen, aus Erzähltem Forschungsmaterial zu machen,\num den Druck, professionell zu wirken, und um das Ende eines Projekts, mit dem Gefühl, nichts\nzurückgeben zu können\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">2\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Diese Punkte führt der Überblick\n\u003Ca href=\"\u002Ferzaehlen-und-begehren\">Erzählen und Begehren\u003C\u002Fa> einzeln aus. Elf Personen, ein Gespräch, kein\nEffektmaß und keine Häufigkeitsangabe. Was die Arbeit liefert, ist eine Beschreibung, kein\nKrankheitsbild.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch3>Wo hört der klinische Begriff auf zu passen?\u003C\u002Fh3>\n\u003Cp>Dort, wo seine Bedingung fehlt. Die Definition setzt ein ursprüngliches Trauma\nvoraus\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Wer Aussagen, die unter dieser Bedingung gewonnen wurden, auf\ndas Zuhören bei intimem, nicht gewaltförmigem Stoff überträgt, wechselt den Gegenstand.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Die Grenze verläuft dabei nicht dort, wo man sie vermutet. Kiyimba und O'Reilly kamen zu ihrer\nArbeit über eine Beobachtung an einem Projekt, dessen Thema \u003Cstrong>nicht\u003C\u002Fstrong> offenkundig sensibel war.\nTrotzdem reichten Sorge und Hilflosigkeit der beteiligten Transkriptionskraft aus, um ein\nNachgespräch angezeigt erscheinen zu lassen. Daraufhin befragten die Autorinnen acht weitere\nMenschen, die qualitative Daten transkribieren\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Die Trennlinie liegt\nalso nicht einfach zwischen harmlosem und schlimmem Material.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch3>Wen trifft belastendes Zuhören außer den Interviewenden?\u003C\u002Fh3>\n\u003Cp>Auch die, die das Material weiterverarbeiten, und die, die im Feld zuhören, ohne helfen zu\ndürfen. Transkribierende erleben sich nach einer älteren Arbeit, die Kiyimba und O'Reilly\nwiedergeben, als unsichtbar und am Rand des Forschungsprozesses. Die beiden Autorinnen argumentieren,\ndass gerade diese Unsichtbarkeit das Risiko emotionaler Schäden erhöhe, möglicherweise\nbis zu einer stellvertretenden, sogenannten vikariösen Traumatisierung. In der qualitativen\nForschung sei das bisher kaum als Problem behandelt worden\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Näher am Trauma liegt ein Befund aus Eswatini. Megan Nguyen und Kolleg:innen haben\nFeldforschungs-Mitarbeitende befragt, die zu HIV und Gewalt Interviews führen und aus derselben\nGemeinschaft stammen wie die Befragten. Sie berichten starke Schuldgefühle darüber, den Menschen,\ndenen sie bei der Arbeit begegnen, keine unmittelbare Hilfe leisten zu können. Die Grenze der\neigenen Rolle, zuhören zu dürfen und nicht eingreifen zu dürfen, wird so selbst zur\nLast\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">3\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Die Studie beruht auf knapp zwanzig Interviews und nennt keine\nHäufigkeit.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Für Dolmetschende und gemeindenah angeworbene Übersetzerinnen liegt eine eigene, schärfere\nBeobachtung vor. Rachel Berman und Vappu Tyyskä halten fest, dass Ethikkommissionen darauf\neingerichtet sind, Forschungsteilnehmende zu schützen, während für gemeindenah angeworbene\nÜbersetzerinnen und Interviewerinnen nach ihrer Kenntnis wenig vorgesehen ist. Das wiegt umso\nschwerer, als diese Personen in der Regel schlecht bezahlt werden, nicht im realistischen\nVerhältnis zu ihrer Arbeit\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">4\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Als mögliche Probleme der Übersetzerinnen\nnennen sie die Vertraulichkeit in einer kleinen Gemeinschaft und das Risiko, die eigene\nGemeinschaft schlecht aussehen zu lassen oder vor ihr schlecht dazustehen. Über ihr eigenes\nProjekt schreiben sie, das Verhältnis zu den Übersetzerinnen habe mit der Abgabe der Transkripte\nund der Bezahlung geendet. Ob die Übersetzerinnen danach Schwierigkeiten hatten, wissen sie\nnicht\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">4\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Dieselbe Arbeit benennt die Ursache ohne Beschönigung. Man habe im Allgemeinen angenommen, die\nÜbersetzerinnen und Interviewerinnen arbeiteten „für“ das Forschungsteam statt „mit“ ihm. Man\nhabe sie benutzt, statt mit ihnen zu arbeiten\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">4\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Die vier Fragen, an denen\ndie beiden Autorinnen ihr Problem entlangführen, lauten: Wessen Sprache ist das? Wessen\nGemeinschaft und Kultur? Wessen Macht und Autorität? Und wessen Risiko\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">4\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>?\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Für den klinischen Bereich ist die Belastung dieser Gruppe erhoben. Angelika Geiling und\nKolleg:innen haben fünfundzwanzig Studien zu Dolmetschenden in der psychischen\nGesundheitsversorgung Geflüchteter zusammengetragen (sechs quantitative, neunzehn qualitative).\nDie Anteile mit schwerer sekundärer traumatischer Belastung reichen dort von 5 bis 50 Prozent.\nFür eine Metaanalyse gab es zu wenige quantitative Studien. Eine Häufigkeit lässt sich daraus\nnicht ablesen. Einen naheliegenden Mechanismus\nführt die Übersicht ausdrücklich als Vermutung, nicht als bestätigten Effekt: Dolmetschende\nsprächen in der ersten Person und seien deshalb stärker betroffen\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">5\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\nFür das Forschungsinterview selbst ist diese Belastung nicht gemessen. Was zur Verfügung steht,\nist die Analogie aus dem klinischen Feld.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch3>Was unterscheidet sekundäre Traumatisierung von belastendem Zuhören?\u003C\u002Fh3>\n\u003Cp>Die Voraussetzung, und mit ihr die Art der Forschung, die es dazu gibt. Nebeneinandergestellt\nsieht die Lage der hier ausgewerteten Arbeiten so aus:\u003C\u002Fp>\n\u003Cdiv class=\"tabelle\" role=\"region\" aria-label=\"Tabelle\" tabindex=\"0\">\n\u003Ctable>\n\u003Cthead>\n\u003Ctr>\n\u003Cth>\u003C\u002Fth>\n\u003Cth>Sekundäre traumatische Belastung\u003C\u002Fth>\n\u003Cth>Belastendes Zuhören ohne Trauma\u003C\u002Fth>\n\u003C\u002Ftr>\n\u003C\u002Fthead>\n\u003Ctbody>\n\u003Ctr>\n\u003Ctd>Voraussetzung\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>Das Gehörte handelt von einem Trauma\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>Sensible Themen, nicht durchweg als Trauma eingeordnet\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">2\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>\u003C\u002Ftd>\n\u003C\u002Ftr>\n\u003Ctr>\n\u003Ctd>Beschrieben als\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>natürliche Folge von Empathie mit einem traumatisierten Menschen\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>Veränderung im Alltag nach langem, nahem Zuhören\u003C\u002Ftd>\n\u003C\u002Ftr>\n\u003Ctr>\n\u003Ctd>Untersucht hier bei\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>Dolmetschenden in der psychischen Versorgung Geflüchteter, 25 Studien\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">5\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>elf qualitativ Forschenden in einem gemeinsamen Gespräch\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">2\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>\u003C\u002Ftd>\n\u003C\u002Ftr>\n\u003Ctr>\n\u003Ctd>Was berichtet wird\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>schwere Belastung bei 5 bis 50 Prozent, je nach Studie\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>mehr Empfindlichkeit, wiederkehrende Erinnerungen, Schuld, fehlende Unterstützung\u003C\u002Ftd>\n\u003C\u002Ftr>\n\u003Ctr>\n\u003Ctd>Zahlen\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>aus einzelnen Studien, stark voneinander abweichend\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>keine\u003C\u002Ftd>\n\u003C\u002Ftr>\n\u003C\u002Ftbody>\n\u003C\u002Ftable>\n\u003C\u002Fdiv>\n\u003Cp>Nach der linken Spalte ist der Begriff benannt. Wer lange zugehört hat, ohne dass von einem\nTrauma die Rede war, steht in der rechten, und dort gibt es Beschreibungen, keine Zahlen.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch3>Was hilft, und was fehlt an Unterstützung?\u003C\u002Fh3>\n\u003Cp>Beschrieben ist vor allem, was fehlt. In der Runde von Mallon und Elliott ist fehlende\nUnterstützung durch die eigene Institution einer der wiederkehrenden Punkte\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">2\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\nKiyimba und O'Reilly hielten schon bei einem Projekt ohne offenkundig sensibles Thema ein\nNachgespräch für angezeigt\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Berman und Tyyskä vermuten im Rückblick, ein\nNachgespräch zwischen Projektleitung und Übersetzerinnen hätte mögliche Probleme sichtbar machen\nund auffangen können. Stattgefunden hat es nicht\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">4\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Ob ein Nachgespräch oder Supervision die Belastung senkt, messen diese Arbeiten nicht. Sie\nbeschreiben eine Lücke, keinen erprobten Ausweg. Wie viel Abstand beim Zuhören angemessen ist und\nwann er in Gleichgültigkeit umschlägt, behandelt die Seite über\n\u003Ca href=\"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Fzuhoererin-schutzdistanz\">professionelle Distanz beim Zuhören\u003C\u002Fa>.\u003C\u002Fp>\n","\u003Cp>\u003Cstrong>Welche Begriffe im Umlauf sind.\u003C\u002Fstrong> Die hier ausgewerteten Arbeiten sind englischsprachig. Sie\nsprechen von \u003Cem>secondary traumatic stress\u003C\u002Fem>, also sekundärer traumatischer Belastung, und von\n\u003Cem>vicarious traumatisation\u003C\u002Fem>, der stellvertretenden oder vikariösen Traumatisierung. Die Definition\noben ist bei Kiyimba und O'Reilly eine referierte, sie stammt nach ihrer Angabe aus einer Arbeit\nvon Devilly und Kolleg:innen aus dem Jahr 2009\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Wie der deutsche Ausdruck\nsekundäre Traumatisierung zu diesen Begriffen steht, klärt diese Seite nicht.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>\u003Cstrong>Nimmt die Belastung mit der Zeit zu?\u003C\u002Fstrong> Das ist die Frage, auf die der Alltagsverstand mit Ja\nantwortet, und die geprüfte Literatur tut es nicht. Kiyimba und O'Reilly halten fest, dass\nwiederholte Auseinandersetzung mit demselben Material eine kumulative Wirkung riskiere. Das ist\neine Annahme, die in dieser Literatur oft wiederholt und nirgends gemessen\nwird\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>In die andere Richtung zeigt eine Übersichtsarbeit zu vikariösem posttraumatischem Wachstum.\nShekinah Manning-Jones und Kolleg:innen berichten, dass mehrere qualitative Studien mit\nzunehmendem Zeitverlauf ein Abklingen der anfänglichen Belastung beschreiben, ersetzt durch\npersönliches Wachstum. Es ist ihre eigene Zusammenfassung dieser Studien, ebenfalls ohne Zahlen.\nNiemand misst dort, nach wie vielen Monaten. Dieselbe Arbeit hält fest, dass das Verhältnis von\nsekundärer Belastung zu positivem Wachstum in der Forschung uneinheitlich ausfällt. Es finden\nsich ein positiv-linearer Zusammenhang, gar kein Zusammenhang und ein\nkurvilinearer\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">6\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Damit ist beides nicht belegt, weder „mehr Stunden, mehr Schaden“ noch „mit der Zeit wird es von\nselbst besser“.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>\u003Cstrong>Die Dosis-Frage hat keine Antwort, und das ist selbst ein Ergebnis.\u003C\u002Fstrong> Die gesichtete Literatur\nwurde gezielt daraufhin durchgesehen, ob irgendwo ein \u003Cstrong>stundenbasiertes\u003C\u002Fstrong>\nBelastungsmaß auftaucht, etwa Stunden Tonmaterial, Anzahl Interviews oder Dauer eines Projekts\nals Vorhersagegröße. In keiner der gesichteten Arbeiten kommt eine solche Größe vor, weder in der\nTrauma-Literatur noch in der zu sensiblen, nicht-traumatischen Themen noch in der zu\nTranskription und Dolmetschen. Aus einer Stundenzahl lässt sich deshalb nicht ablesen, wie\nwahrscheinlich eine bestimmte Belastung wird.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>\u003Cstrong>Was sich sagen lässt, und was nicht.\u003C\u002Fstrong> Zulässig ist der Satz, dass anhaltendes, empathisch\nbeteiligtes Zuhören einen emotionalen Preis hat, auch dann, wenn das Gehörte klinisch nicht als\ntraumatisch eingeordnet wird. Belegt ist er mit einer qualitativen Arbeit mit elf\nBeteiligten\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">2\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Nicht zulässig ist, daraus eine Diagnose zu machen. Der klinische Begriff ist schon nach seiner\nDefinition an ein Trauma gebunden\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Keine der hier ausgewerteten Arbeiten\nprüft ihn an intimem, nicht gewaltförmigem Stoff. Wer die Begriffe trotzdem benutzt, gewinnt nur\nden Anschein von Wissen und verliert die Unterscheidung, die er eigentlich gebraucht hätte.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>\u003Cstrong>Was offen bleibt.\u003C\u002Fstrong> Eine Untersuchung, die die Belastung Forschender speziell bei Interviews\nüber \u003Cstrong>Begehren\u003C\u002Fstrong> zum Gegenstand hat (nicht über Gewalt, Verlust oder Krankheit), fand sich in\nder gesichteten Literatur nicht; gezielt danach gesucht wurde allerdings nicht. Die dort\ngesichteten Arbeiten aus der Sexualforschung fragen nach der Belastung der \u003Cstrong>Befragten\u003C\u002Fstrong>, nicht\nder Fragenden. Ob es eine solche Untersuchung gibt, bleibt damit offen.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Was hier steht, ersetzt weder Supervision noch ein Gespräch mit einer Fachperson. Wenn Sie den\nEindruck haben, dass Gehörtes Ihren Alltag verändert, ist das ein Grund, mit jemandem darüber zu\nsprechen, und kein Grund, sich selbst eine Diagnose zu geben.\u003C\u002Fp>\n\u003Chr>\n\u003Cp>Wovon die eigene Aufmerksamkeit für fremde Geschichten lebt, ist am Ende eine Frage nach dem\neigenen Verlangen. \u003Ca href=\"\u002Fueber-das-buch\">Das Buch\u003C\u002Fa> macht daraus seinen Gegenstand. Der\n\u003Ca href=\"\u002Fselbsttest\">Selbstauskunftsbogen\u003C\u002Fa> geht ihr in Fragen nach, nicht in Kategorien, und behält\nkeine Antwort.\u003C\u002Fp>\n\u003Col id=\"quellen\">\n\u003Cli>Kiyimba, N., &amp; O'Reilly, M. (2016). The risk of secondary traumatic stress in the qualitative transcription process: A research note. \u003Cem>Qualitative Research\u003C\u002Fem> 16(4), S. 468–476; Abschnitte „Transcriptionist wellbeing“, „The emotional reactions precipitated by transcribing distressing data“, „The possibility of transcriptionists' secondary stress and vicarious traumatisation“ und „Discussion“. Gelesen wurde ein Autor:innen-Manuskript ohne Verlagspaginierung; die Fundstellen sind abschnittsgenau, nicht seitengenau. Die Definition ist im Original eine referierte Bestimmung („has been defined as“, nach Devilly u. a. 2009), keine eigene Prägung der Autorinnen; auch „unsichtbar und am Rand“ geben sie nach einer älteren Arbeit wieder (Gregory, Russell &amp; Phillips 1997), die für diese Seite nicht eingesehen wurde. Die deutsche Wiedergabe ist eine eigene Übersetzung.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Mallon, S., &amp; Elliott, I. (2019). The Emotional Risks of Turning Stories into Data: An Exploration of the Experiences of Qualitative Researchers Working on Sensitive Topics. \u003Cem>Societies\u003C\u002Fem> 9(3), Art. 62; Abschnitte 5.1–5.4. Gespräch von elf qualitativ Forschenden aus sensiblen Feldern (u. a. Tod und Sterben, Totgeburt, Obdachlosigkeit, Schwangerschaftsabbruch, Suizid, Drogenabhängigkeit, gelebte Erfahrung psychischer Erkrankung). Kein Effektmaß, keine Häufigkeitsangabe. Die deutsche Wiedergabe der Äußerungen aus der Runde ist eine eigene Übersetzung. \u003Cstrong>Eng zu lesen:\u003C\u002Fstrong> Die Arbeit setzt bei sensiblen, nicht durchweg als Trauma eingeordneten Themen an und schließt selbst mit dem Hinweis auf Material, das Forschende als traumatisch erleben können.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Nguyen, M., Goldsamt, L., Mazibuko, N., Zondo, S., &amp; Fielding-Miller, R. (2021). Emotional distress among frontline research staff. \u003Cem>Social Science &amp; Medicine\u003C\u002Fem> 281, Art. 114101; Abschnitt 4.2. Gelesen wurde das Autor:innen-Manuskript (CC BY 4.0) über PubMed Central; Fundstelle abschnittsgenau. \u003Cstrong>Reichweite:\u003C\u002Fstrong> knapp zwanzig Interviews, keine Prävalenzrate; Feldforschungs-Mitarbeitende in Eswatini, aus derselben Gemeinschaft rekrutiert, Erhebungsthema HIV und Gewalt. Die deutsche Wiedergabe ist eine eigene Übersetzung.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Berman, R. C., &amp; Tyyskä, V. (2011). A Critical Reflection on the Use of Translators\u002FInterpreters in a Qualitative Cross-Language Research Project. \u003Cem>International Journal of Qualitative Methods\u003C\u002Fem> 10(2), S. 178–190; die zitierten Stellen auf S. 180, S. 181 und S. 186. Open Access (CC BY). \u003Cstrong>Vorbehalt zur Fundstelle:\u003C\u002Fstrong> Der Kolumnentitel des gelesenen PDF nennt „2010, 10(1)“, während Verlagsnachweis und Sekundärzitate 2011, 10(2), 178–190 angeben; die Startseite 178 passt zu 10(2). Der Widerspruch ist dokumentiert und nicht stillschweigend geglättet. Deutsche Wiedergabe als eigene Übersetzung.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Geiling, A., Knaevelsrud, C., Böttche, M., &amp; Stammel, N. (2021). Mental Health and Work Experiences of Interpreters in the Mental Health Care of Refugees: A Systematic Review. \u003Cem>Frontiers in Psychiatry\u003C\u002Fem> 12, Art. 710789. 25 Studien (6 quantitative, 19 qualitative). \u003Cstrong>Vorbehalt:\u003C\u002Fstrong> Der Wortlaut stammt aus einer Volltext-Extraktion und wurde für dieses Projekt nicht eigenständig gegengelesen; die Bibliografie ist über die Verlagsseite bestätigt. \u003Cstrong>Eng zu lesen:\u003C\u002Fstrong> Die dort berichtete Streuung zwischen Studien ist keine Prävalenzangabe, und der Erklärungsansatz „Dolmetschen in der ersten Person“ wird in der Übersicht selbst als Vermutung geführt.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Manning-Jones, S., de Terte, I., &amp; Stephens, C. (2015). Vicarious posttraumatic growth: A systematic literature review. \u003Cem>International Journal of Wellbeing\u003C\u002Fem> 5(2), S. 125–139; Abschnitte 4.4 und 5. Die Aussage zum Abklingen mit der Zeit ist die Zusammenfassung der Autor:innen über mehrere qualitative Studien, nicht ein eigener quantitativer Befund; sie wird hier ausdrücklich ihnen zugeschrieben und nicht den referierten Primärstudien, die für diese Seite nicht eingesehen wurden.\u003C\u002Fli>\n\u003C\u002Fol>","",[],1790283454119]