[{"data":1,"prerenderedAt":234},["ShallowReactive",2],{"artikel:liste":3,"content:erzaehlen-und-begehren\u002Fnarrative-identitaet-abgenommen":214},[4,13,17,21,26,30,34,41,46,50,54,58,62,67,71,75,80,84,88,92,96,100,104,110,114,118,122,126,130,134,139,143,147,151,155,159,163,168,172,176,180,185,189,194,198,202,206,210],{"route":5,"title":6,"description":7,"cluster":8,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":12},"\u002Fbegehren-ohne-genuss\u002Falexithymie-bei-maennern","Alexithymie: was sie ist, was ein Test misst und was bei Männern stimmt","Alexithymie heißt, Gefühle schwer zu erkennen und zu benennen. Was ein Test wie die TAS-20 misst und was die Forschung bei Männern korrigiert hat.","I","speiche","live","T1","2026-09-24",{"route":14,"title":15,"description":16,"cluster":8,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":12},"\u002Fbegehren-ohne-genuss\u002Fdon-juan-muster","Don-Juan-Syndrom: woher das Etikett stammt und was über Rückzug bekannt ist","Ist das Don-Juan-Syndrom eine Diagnose? Wie Otto Rank die Figur 1922 las und was die Bindungsforschung über Menschen weiß, die Nähe klein halten.",{"route":18,"title":19,"description":20,"cluster":8,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":12},"\u002Fbegehren-ohne-genuss\u002Fhelfersyndrom","Helfersyndrom: was Schmidbauer meint und was eine Studie dazu zeigt","Was Wolfgang Schmidbauer mit dem Helfersyndrom meint, was eine Studie an Pflegekräften fand und wie das Muster mit Bowlbys Bindungstheorie zusammenhängt.",{"route":22,"title":23,"description":24,"cluster":8,"type":25,"status":10,"tuer":11,"updated":12},"\u002Fbegehren-ohne-genuss","Begehren ohne Genuss: Warum manche Menschen funktionieren und dabei wenig spüren","Innere Leere ist auch für die Forschung schwer zu fassen. Was eine Übersicht über 99 Studien zeigt und warum wenig Spüren als Schutz beginnen kann.","pfeiler",{"route":27,"title":28,"description":29,"cluster":8,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":12},"\u002Fbegehren-ohne-genuss\u002Fparentifizierung-erkennen","Parentifizierung erkennen: was der Begriff meint und was ein Test nicht zeigt","Parentifizierung heißt, ein Kind wird für die Gefühle der Eltern zuständig. Was dazugehört, was nicht und warum ein Fragebogen das nicht entscheidet.",{"route":31,"title":32,"description":33,"cluster":8,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":12},"\u002Fbegehren-ohne-genuss\u002Fvermeidung-oder-entscheidung","Wenn aus einem Nicht-Getanen im Rückblick eine Entscheidung wird","Nachträgliche Gründe sind gut erforscht, aber nur für Getanes. Was Experimente und Freeze-Forschung über eine Vermeidung sagen, die man Entscheidung nennt.",{"route":35,"title":36,"description":37,"cluster":38,"type":9,"status":39,"tuer":11,"updated":40},"\u002Fbindungsstile\u002Fbindung-und-sexualitaet","Bindung und Sexualität: Was der Bindungsstil über Sex aussagt und was nicht","Unsichere Bindung verändert nicht, was Menschen begehren, sondern wozu sie Sex benutzen. Was die Forschung zeigt, mit Studien und Jahreszahlen.","A","geprüft","2026-08-28",{"route":42,"title":43,"description":44,"cluster":38,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fbindungsstile\u002Fbindung-und-sexualpraktiken","Bindungsstil und Sexualpraktiken: Was die Forschung misst und was nicht","Bindungsangst und -vermeidung sagen etwas über sexuelle Zufriedenheit, Häufigkeit und Kommunikation. Über einzelne Praktiken sagen sie nichts.","2026-08-29",{"route":47,"title":48,"description":49,"cluster":38,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fbindungsstile\u002Fbindungsstil-aendern","Kann sich ein Bindungsstil ändern? Was die Längsschnittforschung zeigt","Bindungssicherheit ist mäßig stabil, nicht festgelegt. Was Längsschnittstudien über Alter, Therapie und die sogenannte erarbeitete Sicherheit zeigen.",{"route":51,"title":52,"description":53,"cluster":38,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":12},"\u002Fbindungsstile\u002Fdesorganisierte-bindung","Desorganisierter Bindungsstil: Was Main und Solomon beschrieben haben","Desorganisierter Bindungsstil: woran Fachleute ihn bei Säuglingen erkennen und warum man ihn nicht mit Tests für Erwachsene verwechseln sollte.",{"route":55,"title":56,"description":57,"cluster":38,"type":9,"status":39,"tuer":11,"updated":40},"\u002Fbindungsstile\u002Fdie-vier-bindungsstile","Die vier Bindungsstile und warum die Forschung sie nicht als Typen führt","Sicher, ängstlich, vermeidend, ängstlich-vermeidend: woher die vier Stile kommen, wie sie gemessen werden und warum sie keine Persönlichkeitstypen sind.",{"route":59,"title":60,"description":61,"cluster":38,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fbindungsstile\u002Fdurchsetzungsfaehigkeit","Bindungssicherheit und Durchsetzungsfähigkeit: was belegt ist und was nicht","Ob sichere Bindung durchsetzungsfähiger macht, ist schwächer belegt, als es klingt. Was die Forschung tatsächlich misst, mit Studien und Jahreszahlen.",{"route":63,"title":64,"description":65,"cluster":38,"type":25,"status":39,"tuer":11,"updated":66},"\u002Fbindungsstile","Bindungsstile: Was die Forschung sagt","Woher die Bindungsstile stammen, was Bowlby und Ainsworth zeigten, und warum die Forschung von Skalen statt Typen spricht.","2026-09-18",{"route":68,"title":69,"description":70,"cluster":38,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fbindungsstile\u002Fsexuelle-wuensche-aeussern","Sexuelle Wünsche äußern und warum es manchen Menschen schwerer fällt","Warum manche Menschen sexuelle Wünsche kaum aussprechen: was drei Studien zu Bindung und sexueller Kommunikation zeigen, und wo sie sich widersprechen",{"route":72,"title":73,"description":74,"cluster":38,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fbindungsstile\u002Fwas-bindungstests-leisten","Was Bindungstests leisten: Selbstauskunft und das Interview im Vergleich","Selbstauskunftstests und das Adult Attachment Interview überschneiden sich kaum. Was jedes der beiden Verfahren misst, und was daraus folgt.",{"route":76,"title":77,"description":78,"cluster":79,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":12},"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Fanerkennung-als-beduerfnis","Anerkennung als Bedürfnis: warum es wehtut, nicht gehört zu werden","Ist das Bedürfnis nach Anerkennung ein Grundbedürfnis? Was Honneth und Taylor begründen, was die Psychologie dazu misst und wo beides getrennt bleibt.","J",{"route":81,"title":82,"description":83,"cluster":79,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":12},"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Feinwilligung-als-beziehung","Einwilligung als Beziehung: Warum das Formular das Falsche regelt","Informierte Einwilligung als Prozess statt einmaliger Unterschrift. Was rolling consent in der Oral History meint und warum es kein DSGVO-Widerruf ist.",{"route":85,"title":86,"description":87,"cluster":79,"type":25,"status":10,"tuer":11,"updated":12},"\u002Ferzaehlen-und-begehren","Erzählen und Begehren: Warum sich das Erzählte ändert, sobald jemand zuhört","Den Stranger-on-a-train-Effekt gibt es als Fachbegriff nicht. Was zum Erzählen vor Fremden belegt ist und wie das Zuhören das Erzählte verändert.",{"route":89,"title":90,"description":91,"cluster":79,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":12},"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Fnarrative-identitaet-abgenommen","Narrative Identität: Was aus einer Lebensgeschichte wird, die jemand anders behält","Narrative Identität meint ein Selbst, das sich in Geschichten fasst. Was belegt ist, wenn man die eigene erzählt und nichts zurückkommt.",{"route":93,"title":94,"description":95,"cluster":79,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":12},"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Fsekundaere-belastung-zuhoerende","Sekundäre Traumatisierung: wenn fremde Geschichten hängen bleiben","Sekundäre Traumatisierung setzt als Fachbegriff ein Trauma voraus. Was Zuhörende ohne Trauma berichten und welche Unterstützung dabei fehlt.",{"route":97,"title":98,"description":99,"cluster":79,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":12},"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Fsexuelle-biografie-als-erzaehlung","Falsche Erinnerungen? Wie weit die eigene sexuelle Geschichte beim Wiedererzählen abweicht","Warum sich falsche Erinnerungen richtig anfühlen und wie verlässlich das autobiografische Gedächtnis für die eigene sexuelle Vorgeschichte ist, laut Studien.",{"route":101,"title":102,"description":103,"cluster":79,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":12},"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Fzuhoererin-schutzdistanz","Professionelle Distanz beim Zuhören, und was sie von Gleichgültigkeit trennt","Professionelle Distanz muss keine Kälte sein. Was Georg Simmel über den Fremden schrieb und was Studien über gespielte Wärme im Interview zeigen.",{"route":105,"title":106,"description":107,"cluster":108,"type":9,"status":10,"tuer":109,"updated":45},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Ffoucaults-ars-erotica","Foucaults ars erotica: hält die Zuschreibung an die arabische Welt historisch stand?","Foucault zählte „arabo-moslemische Gesellschaften“ ohne Beleg zur ars erotica. Was die arabische Liebesliteratur zeigt, und was Kritik daran einwendet.","E","T4",{"route":111,"title":112,"description":113,"cluster":108,"type":25,"status":10,"tuer":109,"updated":45},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet","Was im Westen ‚Tantra' heißt, und was Tantra tatsächlich war","Was hierzulande als Tantra gilt, ist eine Erfindung der 1960er Jahre. Das historische Tantra war etwas anderes. Sexuelles Ritual war darin nicht die Mitte.",{"route":115,"title":116,"description":117,"cluster":108,"type":9,"status":10,"tuer":109,"updated":45},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Frechter-und-linker-weg","Der 'linke Weg' im Tantra: Verehrung der Frau oder ihre Instrumentalisierung?","Dakṣiṇācāra und Vāmācāra sind mehr als rechts und links. Was die Forschung zur Frauenrolle im „linken Weg“ fand und was offenbleibt.",{"route":119,"title":120,"description":121,"cluster":108,"type":9,"status":10,"tuer":109,"updated":40},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Frussischer-eros","Der russische Eros: warum Russlands Sexualkultur als eigener Sonderweg gilt","Der russische Eros ist keine Volkscharakter-Eigenschaft, sondern eine Diskursgeschichte wiederholter Zyklen von Öffnung und staatlicher Kontrolle.",{"route":123,"title":124,"description":125,"cluster":108,"type":9,"status":10,"tuer":109,"updated":45},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Fsamenerhalt","Samenerhalt: die taoistische Lehre und was von ihr trägt","Die taoistische Lehre vom Samenerhalt trennt Orgasmus und Samenerguss. Das ist real. Ihre Heilsversprechen wie Langlebigkeit sind es nicht. Was belegt ist.",{"route":127,"title":128,"description":129,"cluster":108,"type":9,"status":10,"tuer":109,"updated":45},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Ftaoistische-kunst-der-schlafgemaecher","Die Kunst der Schlafgemächer: was fangzhong shu wirklich war","Fangzhong shu galt als „chinesisches Kamasutra“. Tatsächlich war es eine Gesundheitslehre, die Sex der Kultivierung unterordnete, nicht dem Genuss.",{"route":131,"title":132,"description":133,"cluster":108,"type":9,"status":10,"tuer":109,"updated":45},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Fvan-gulik","Robert van Gulik: wie das Wissen über Chinas Sexualkultur in den Westen kam","Ein niederländischer Diplomat schrieb 1961 das erste westliche Standardwerk zur Sexualgeschichte Chinas und prägte damit auch Foucaults „ars erotica“.",{"route":135,"title":136,"description":137,"cluster":138,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fasexualitaet","Asexualität: Was sie ist und was sie nicht ist","Asexualität heißt fehlende sexuelle Anziehung, nicht fehlendes Verlangen. Was das Ace-Spektrum umfasst und warum es keine Diagnose ist.","F",{"route":140,"title":141,"description":142,"cluster":138,"type":25,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fnormalitaet-und-scham","Wann ist eine sexuelle Vorliebe ein Problem? Die Antwort der Diagnosesysteme","Nicht der Inhalt einer Vorliebe entscheidet darüber, ob sie klinisch bedeutsam ist, sondern zwei andere Kriterien. Was DSM-5 und ICD-11 tatsächlich verlangen.",{"route":144,"title":145,"description":146,"cluster":138,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fscham-nach-einer-fantasie","Scham nach einer sexuellen Fantasie: Was sie bedeutet und was nicht","Eine beunruhigende Fantasie erfüllt für sich kein Diagnosekriterium. Was sexuelle Scham danach auslöst und woher sie kommt.",{"route":148,"title":149,"description":150,"cluster":138,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fsexuelle-skripte","Sexuelle Skripte: Warum Begehren einem Muster folgt","Gagnon und Simon erklärten sexuelles Verhalten 1973 über drei Ebenen erlernter Skripte, nicht als biologischen Trieb. Was das Modell trägt.",{"route":152,"title":153,"description":154,"cluster":138,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":40},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Ftrauma-und-sexualitaet","Trauma und Sexualität: Was die Forschung zeigt und wo sie unsicher bleibt","Große Stichproben finden keinen generellen Zusammenhang zwischen Kindheitstrauma und bestimmten sexuellen Vorlieben. Was einzelne Studien trotzdem zeigen.",{"route":156,"title":157,"description":158,"cluster":138,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Funterdrueckung-schadet","Schadet Unterdrückung häufiger als die Vorliebe selbst?","Verstecken und Selbststigma hängen mit mehr Angst und Depression zusammen als die Vorliebe selbst. Was das Minoritätenstress-Modell zeigt.",{"route":160,"title":161,"description":162,"cluster":138,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fvorliebe-und-stoerung","Vorliebe oder Störung? Was die Diagnosekriterien im Einzelnen verlangen","Kriterium B ist nur die halbe Antwort. DSM-5 und die ICD-11-Arbeitsgruppe ordnen sexuelle Vorlieben nach zwei verschiedenen Logiken.",{"route":164,"title":165,"description":166,"cluster":167,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fschattenarbeit\u002Ffreuds-trieblehre-heute","Freuds Trieblehre heute: was von den Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie trägt","Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie: Das Stufenmodell (oral, anal, phallisch) stammt nicht aus 1905. Wie Freuds Theorie wuchs und was davon heute trägt.","B",{"route":169,"title":170,"description":171,"cluster":167,"type":25,"status":10,"tuer":11,"updated":40},"\u002Fschattenarbeit","Schattenarbeit: was C. G. Jung wirklich gemeint hat","Der Schatten ist bei Jung nicht die dunkle Seite und nicht das Böse, sondern etwas deutlich Unbequemeres. Was im Original steht und was die Belege hergeben.",{"route":173,"title":174,"description":175,"cluster":167,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fschattenarbeit\u002Findividuation","Individuation bei C. G. Jung: was der Begriff bedeutet und was nicht","Individuation ist bei Jung ein lebenslanger Prozess, kein Zustand und keine Selbstverwirklichung. Was der Begriff meint, und wo die Belege enden.",{"route":177,"title":178,"description":179,"cluster":167,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":40},"\u002Fschattenarbeit\u002Fschattenarbeit-im-netz","Schattenarbeit-Übungen im Netz: was sie mit Jung teilen und was nicht","Übungen, Journaling-Listen, 30-Tage-Programme: Was online Schattenarbeit heißt, teilt mit Jung oft nur den Namen. Was helfen kann und was unbelegt ist.",{"route":181,"title":182,"description":183,"status":39,"updated":184},"\u002Fseiten\u002Finhaltsverzeichnis","Inhalt","Vier Teile, zwölf Kapitel: die Gliederung von „Der Schatten des Begehrens“.","2026-09-16",{"route":186,"title":187,"description":188,"status":39,"updated":184},"\u002Fseiten\u002Fueber-das-buch","Über das Buch","Entstehung, Quellenarbeit und Haltung hinter „Der Schatten des Begehrens“, einem narrativen Sachbuch über Tiefenpsychologie, Kulturgeschichte und Sexualität.",{"route":190,"title":191,"description":192,"cluster":193,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Ferregung-und-verlangen","Sind Erregung und Verlangen dasselbe? Zwei Modelle, ein Unterschied","Erregung ist eine Reaktion, Verlangen ein Bedürfnis. Beide können unabhängig auftreten. Was Bassons zirkuläres Modell und das Dual-Control-Modell zeigen.","C",{"route":195,"title":196,"description":197,"cluster":193,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Ferregungsdiskordanz","Erregungsdiskordanz: Wenn der Körper reagiert, ohne dass jemand erregt sein will","Körper und Erleben fallen nicht immer zusammen: bei Frauen im Mittel seltener als bei Männern. Und eine körperliche Reaktion ist kein Zeichen von Zustimmung.",{"route":199,"title":200,"description":201,"cluster":193,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Ffetisch-vorliebe-stoerung","Fetisch, Vorliebe, Störung: wo verläuft die Grenze wirklich?","Ein Fetisch ist keine Diagnose. Was das DSM-5 zusätzlich verlangt, damit daraus eine fetischistische Störung wird, und was die ICD-11 dazu sagt.",{"route":203,"title":204,"description":205,"cluster":193,"type":25,"status":10,"tuer":11,"updated":40},"\u002Fwie-begehren-entsteht","Wie entsteht ein Fetisch? Vier Erklärungsmodelle und was sie taugen","Kopplung, Übergangsobjekt, Bindung, Kulturgeschichte: Vier Modelle erklären, wie ein Fetisch entsteht. Keines erklärt, warum ausgerechnet dieses Objekt.",{"route":207,"title":208,"description":209,"cluster":193,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Fkonditionierung-und-grenzen","Wie Konditionierung eine sexuelle Vorliebe formen kann und wo das Modell endet","Ein neutraler Reiz kann durch Kopplung mit Erregung selbst erregend werden, zeigte Rachmans Experiment 1966. Warum das den Einzelfall trotzdem nicht erklärt.",{"route":211,"title":212,"description":213,"cluster":193,"type":9,"status":10,"tuer":11,"updated":45},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Fwinnicotts-uebergangsobjekt","Winnicotts Übergangsobjekt: was ein Kuscheltier mit einem Fetisch zu tun hat","Warum der Teddybär eines Kindes und ein Fetisch aus derselben Theorie stammen, und was Winnicott damit ausdrücklich nicht gemeint hat.",{"frontmatter":215,"sections":228,"html":232,"empfehlungen":233},{"title":90,"metaTitle":216,"description":91,"cluster":79,"type":9,"tuer":11,"anzeigenziel":217,"status":10,"updated":12,"citeKeys":218,"vertiefungTitel":227},"Narrative Identität aus der Hand geben",false,[219,220,221,222,223,224,225,226],"mcadams2018","adlerlodismith2016","strawson2004","markus1986","echterhoff2009","trezise2008","echterhoff2013","hirschspitzer2009","Vertiefung: Herkunft des Begriffs, die Versuche im Einzelnen und eine Rolle, die selten benannt wird",{"snippet":229,"kurzfassung":230,"vertiefung":231},"\u003Cp>Narrative Identität ist ein Rahmenmodell für ein Selbst, das sich in Geschichten fasst. Was aus\neiner Lebensgeschichte wird, die jemand anders behält, ist nicht gemessen. Im Labor erinnern\nMenschen, die etwas für eine bestimmte Person beschrieben haben, eher ihre Fassung als die\nVorlage. Erfahren sie später, dass die Nachricht woanders landete, verschwindet das. Gemessen\nwurde über Minuten bis Wochen.\u003C\u002Fp>\n","\u003Cp>Wer einmal ausführlich über sein Leben gesprochen hat (in einem Interview, für ein Projekt, für\njemanden, der es aufschreiben wollte), kennt die Frage, die hinterherkommt: Was ist jetzt damit?\nSolange nichts zurückkommt, bleibt sie unbeantwortet, und leicht zu stellen ist sie nicht.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Für das, was da übergeben wurde, hat die Psychologie einen Begriff. Was das Übergeben bewirkt,\nist dagegen schmaler erforscht, als der Begriff vermuten lässt. Am nächsten kommt ein\nLaborversuch, und auch der misst etwas anderes.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch3>Was bedeutet „narrative Identität“?\u003C\u002Fh3>\n\u003Cp>Das Wort narrativ heißt erzählend. Gemeint ist ein Selbst, das sich in Geschichten fasst, also eine\nIdentität in Erzählform. Ausgearbeitet hat das Modell der Psychologe Dan McAdams. Im Rückblick\nbeschreibt er, wie er in den 1980er Jahren den Identitätsbegriff von Erik Erikson als Geschichte\ngefasst hat. Identität ist danach eine verinnerlichte Lebensgeschichte, die sich weiter verändert.\nSie gibt einem Leben einen Sinn nach rückwärts und nach vorn. Sie verortet eine Person in der Welt,\nfügt ihre Jahre zu einem Ganzen und stiftet Bedeutung und Zweck\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Das ist ein\nRahmen für die Forschung, kein einzelner Befund.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Inzwischen wird diese Geschichte nach McAdams weniger fest gedacht. Er sieht sie stärker in\nlaufenden Beziehungen und Gesprächen verankert, ja als einen Teil davon\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\nFür eine Lebensgeschichte, die jemand einer anderen Person übergeben hat, ist das kein Detail.\nGehört sie zum Gespräch, dann hängt etwas davon ab, was aus diesem Gespräch wird. Diese\nFolgerung zieht diese Seite, nicht McAdams. Wie Menschen ihre eigene Vergangenheit erinnern und was\ndas Erzählen daran ändert, ist gemessen worden. Davon handeln die Abschnitte weiter unten.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch3>Hilft es, wenn die eigene Geschichte rund wird?\u003C\u002Fh3>\n\u003Cp>Dafür, dass eine Geschichte in sich geschlossen ist, gibt es den schwächsten Beleg. Eine Übersicht\num Jonathan Adler hat 2016 die Forschung dazu gesichtet. Gefragt war, ob Merkmale erzählter\nLebensgeschichten das Wohlbefinden besser vorhersagen, als es Persönlichkeitsmerkmale allein schon\ntun. Am deutlichsten war das bei dem, wovon eine Geschichte handelt, etwa bei Antrieb, Gefühlston\nund Sinnstiftung. Für ihren Aufbau, zum Beispiel ihre Kohärenz, fehlen solche Belege nach der\nÜbersicht weitgehend, obwohl viel Theorie dafür spricht\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">2\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Dazu kommt eine Grenze der Methode. Die meisten gesichteten Studien haben nur zu einem Zeitpunkt\ngemessen und Zusammenhänge berechnet. In welche Richtung ein solcher Zusammenhang wirkt, lässt sich\ndamit kaum bestimmen\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">2\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Ein Versprechen wie „Erzähle es zu Ende, dann geht es\ndir besser“ lässt sich daraus nicht ableiten.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch3>Ist die Idee, dass ein Leben eine Geschichte ist, unbestritten?\u003C\u002Fh3>\n\u003Cp>Nein. Der Philosoph Galen Strawson hat 2004 in \u003Cem>Against Narrativity\u003C\u002Fem>, also gegen die Narrativität,\nzwei Annahmen zurückgewiesen. Nach der ersten begreifen Menschen ihr Leben in der Regel als\nGeschichte. Nach der zweiten gehört ein solches Selbstverständnis zu einem guten Leben. Strawson\nhält beide für falsch. Es gebe Menschen, die ihr Leben ganz und gar nicht erzählend auffassen, und\nes gebe gute Arten, so zu leben\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">3\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Er unterscheidet dazu zwei Weisen, sich selbst in der Zeit zu erleben. Wer \u003Cem>diachron\u003C\u002Fem> empfindet,\nspürt, dass das eigene Selbst schon in der fernen Vergangenheit da war und in der fernen Zukunft\nnoch da sein wird. Wer \u003Cem>episodisch\u003C\u002Fem> empfindet, hat dieses Gefühl nicht. Solche Menschen neigen nach\nStrawson vermutlich nicht besonders dazu, ihr Leben als Erzählung zu sehen. Ärmer ist ihr Leben\ndeshalb nicht. Es ist nach Strawson nicht weniger gefühlvoll und nicht weniger offen für\nFreundschaft, Liebe und Treue\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">3\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Für eine übergebene Erzählung ist das mehr als eine Randbemerkung. Wenn umstritten ist, ob ein\nLeben als Geschichte zu verstehen ist, dann ist auch der Verlust einer erzählten Fassung nicht\nohne Weiteres ein Verlust der narrativen Identität. Die Frage wird dadurch genauer. Sie lautet\ndann, was eine bestimmte, tatsächlich übergebene Erzählung noch bewirkt und was nicht mehr.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch3>Wie verändert das Erzählen die eigene Erinnerung?\u003C\u002Fh3>\n\u003Cp>Im Labor erinnern Menschen nach dem Erzählen eher die erzählte Fassung. Zuerst aber zur Erinnerung\nselbst, denn sie folgt auch ohne Zuhörer der Gegenwart. Gregory Markus hat dieselben Menschen\n1973 und 1982 befragt und sie beim zweiten Mal gebeten, ihre politischen Ansichten von 1973 aus\ndem Gedächtnis anzugeben. Ihre Erinnerungen lagen näher an ihrer Haltung von 1982 als an der Antwort, die sie tatsächlich gegeben hatten.\nMarkus schließt daraus, dass die Autobiografie im Kopf nach einer Änderung so überarbeitet wird,\ndass die Änderung nicht mehr zu sehen ist. Dass die Befragten absichtlich täuschen wollten, hält\ner für so gut wie ausgeschlossen\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">4\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Gemessen hat er das an politischen Einstellungen, nicht\nan Lebensgeschichten. Was das für die Erinnerung an die eigene sexuelle Vorgeschichte heißen kann,\nfragt die Seite über das\n\u003Ca href=\"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Fsexuelle-biografie-als-erzaehlung\">autobiografische Gedächtnis beim Wiedererzählen\u003C\u002Fa>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Der zweite Befund betrifft das Erzählen. Im sogenannten \u003Cem>saying-is-believing\u003C\u002Fem>-Verfahren\nbeschreiben Versuchspersonen eine dritte Person für ein Gegenüber, dessen Haltung zu ihr sie\nkennen, und passen die Beschreibung dieser Haltung an. Fragt man sie später nach der\nursprünglichen Vorlage, folgt ihre Erinnerung der angepassten Fassung. Sie halten am Ende für\nwahr und erinnern, was sie gesagt haben, und weniger das, was sie vorher über die Person gelesen\nhatten\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">5\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Überträgt man das vorsichtig auf eine erzählte Lebensgeschichte, dann liefert das Erzählen nicht\nbloß ab, was schon feststand. Die Fassung, die dabei entsteht, könnte selbst auf die Erinnerung\nder erzählenden Person zurückwirken. Das ist eine Übertragung dieser Seite, kein Befund der\nVersuche. Wie sie aufgebaut sind, beschreibt der Überblick\n\u003Ca href=\"\u002Ferzaehlen-und-begehren\">Erzählen und Begehren\u003C\u002Fa> genauer.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch3>Was ändert sich, wenn eine dritte Person die Erzählung entgegennimmt?\u003C\u002Fh3>\n\u003Cp>Sie hört nicht nur für sich. Thomas Trezise beschreibt, dass jemand, der Interviews für ein\nVideoarchiv führt, \u003Cstrong>andere Zuhörende vertritt\u003C\u002Fstrong> und auch für die hört, die ebenfalls wissen\nwollen\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">6\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Die Arbeit stammt aus der Auseinandersetzung mit Zeugnissen Überlebender des Holocaust. Das ist\nein anderer Gegenstand als eine erzählte Lebensgeschichte im Allgemeinen. Die Figur wird hier\ndeshalb nur als \u003Cem>Rolle\u003C\u002Fem> übernommen, ohne ihren Kontext.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Als Rolle ist sie genau, und sie verschiebt die Frage. Wer einer solchen Person erzählt, spricht\nauch zu denen, die sie vertritt. Bleibt danach alles aus, ist mehr misslungen als ein Gespräch.\nAusgeblieben ist eine Vertretung. Diese Lesart stammt von dieser Seite,\nnicht von Trezise.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch3>Was passiert mit dem Gesagten, wenn nichts zurückkommt?\u003C\u002Fh3>\n\u003Cp>Untersucht ist das nicht. Am nächsten kommt ein Versuch, in dem eine Nachricht nachträglich\nan die falsche Person ging. Gerald Echterhoff, René Kopietz und E. Tory Higgins ließen\nStudierende eine Nachricht für eine namentlich genannte Person schreiben und abschicken. Einem\nTeil teilten sie danach mit, wegen eines Problems bei der Übermittlung habe eine andere Person\ndie Nachricht bekommen und gelesen. Bei ihnen wirkte das Gesagte nicht mehr auf die eigene\nErinnerung zurück.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Es half nicht, dass die Ersatzperson die Haltung der ursprünglich gemeinten teilte. Selbst als sie\nzur selben Gruppe gehörte und die Schreibenden erfuhren, dass sie die Nachricht verstanden hatte,\nblieb die Wirkung aus. Entscheidend war nach den Autoren die Verbindung\nzu der Person, für die ursprünglich geschrieben worden war. In einem der Versuche veränderte der\nWechsel die Stimmung der Teilnehmenden nicht messbar. Die Rückwirkung fiel also weg, ohne dass\nsich das in der Stimmung zeigte\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">7\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Wie weit dieser Versuch vom Fall einer übergebenen Lebensgeschichte entfernt ist, zeigt der\nVergleich nach denselben Merkmalen\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">5\u003C\u002Fa>, \u003Ca href=\"#quellen\">7\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>:\u003C\u002Fp>\n\u003Cdiv class=\"tabelle\" role=\"region\" aria-label=\"Tabelle\" tabindex=\"0\">\n\u003Ctable>\n\u003Cthead>\n\u003Ctr>\n\u003Cth>\u003C\u002Fth>\n\u003Cth>Im Versuch\u003C\u002Fth>\n\u003Cth>Bei einer übergebenen Lebensgeschichte\u003C\u002Fth>\n\u003C\u002Ftr>\n\u003C\u002Fthead>\n\u003Ctbody>\n\u003Ctr>\n\u003Ctd>Was erzählt wurde\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>eine vorgelegte Beschreibung einer erfundenen Person\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>das eigene Leben\u003C\u002Ftd>\n\u003C\u002Ftr>\n\u003Ctr>\n\u003Ctd>Was danach geschah\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>die Nachricht landete angeblich bei jemand anderem\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>sie bleibt bei der Person, der sie erzählt wurde, und es kommt nichts zurück\u003C\u002Ftd>\n\u003C\u002Ftr>\n\u003Ctr>\n\u003Ctd>Zeitraum\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>Minuten bis wenige Wochen\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>Monate oder Jahre\u003C\u002Ftd>\n\u003C\u002Ftr>\n\u003Ctr>\n\u003Ctd>Wer erzählte\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>deutsche Studierende, überwiegend Frauen, im Schnitt 23 bis 24 Jahre alt\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>Menschen jeden Alters\u003C\u002Ftd>\n\u003C\u002Ftr>\n\u003C\u002Ftbody>\n\u003C\u002Ftable>\n\u003C\u002Fdiv>\n\u003Cp>Die rechte Spalte ist bisher nicht untersucht. Ob ein bloßes Ausbleiben jeder Antwort ähnlich\nwirkt wie eine umgeleitete Nachricht, sagt der Versuch nicht.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch3>Ist das dasselbe, wie sein Leben für sich selbst zu erzählen?\u003C\u002Fh3>\n\u003Cp>Nein. Wer sein Leben aufschreibt und für sich behält, hat die Verfügung darüber nicht abgegeben.\nWer es einer anderen Person übergibt, hat zweierlei getan, erzählt und übergeben. Nur das\nÜbergeben kann scheitern, und das Erzählen lässt sich trotzdem nicht rückgängig machen.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Eine Rangfolge folgt daraus nicht. Für sich allein zu erzählen ist weder besser noch schlechter.\nDer Unterschied liegt darin, dass die eine Fassung bei der erzählenden Person bleibt und die\nandere nicht. Wer wissen will, was aus einer übergebenen Erzählung wird, stellt deshalb eine\nandere Frage als jemand, der sein Leben für sich sortiert.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Wer mit einer solchen Erfahrung selbst nicht zurechtkommt, ist bei einer Fachperson besser\naufgehoben als bei einer Übersicht über Forschungslücken.\u003C\u002Fp>\n","\u003Cp>\u003Cstrong>Wie McAdams sein Modell heute einordnet.\u003C\u002Fstrong> In seinem Rückblick von 2018 hält McAdams fest, dass\ndie narrative Identität inzwischen vielgestaltiger und beweglicher gedacht wird als in seiner\nFassung von 1985. Er nennt sie auch stärker kulturell geprägt\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Das spricht\ndagegen, das Modell als Ausstattung jedes Menschen zu lesen. So ordnet diese Seite es ein.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>\u003Cstrong>Was die Übersicht von Adler und Kollegen genau prüft.\u003C\u002Fstrong> Sie teilt die Merkmale erzählter\nLebensgeschichten in vier Gruppen. Drei betreffen den Inhalt: Themen des Antriebs, Themen des\nGefühls und Themen, in denen jemand Erlebtes zu einem Sinn verbindet. Die vierte betrifft den\nAufbau, also etwa Kohärenz. Geprüft wird die zusätzliche Vorhersagekraft, das heißt, ob diese\nMerkmale über Persönlichkeitsmerkmale und andere Größen hinaus etwas über das Wohlbefinden sagen.\nZum Aufbau halten die Autoren fest, dass trotz reicher Theorie nur sehr wenige Studien das direkt\nuntersucht haben\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">2\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Ein Zusammenhang, auch einer über die Zeit, zeigt ohnehin\nnoch keine Wirkung.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>\u003Cstrong>Wie Markus die Begründungen gemessen hat.\u003C\u002Fstrong> Das Panel umfasste zwei Generationen, 898 Eltern\nund 1.135 ihrer Kinder, für die alle Angaben vorlagen. Wer eine Entwicklung in Erinnerung hatte,\ndie seinen eigenen früheren Antworten widersprach, hatte trotzdem fast immer eine Erklärung dafür; nur 5\nbis 10 Prozent blieben sie schuldig. Die Art dieser Erklärungen war statistisch dieselbe wie bei\nVeränderungen, die tatsächlich stattgefunden hatten\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">4\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\nEine plausible Begründung sagt also noch nichts darüber, ob das Begründete stimmt.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>\u003Cstrong>Die umgeleitete Nachricht im Einzelnen.\u003C\u002Fstrong> In Experiment 2 (69 Teilnehmende) ging die Nachricht\nangeblich an jemanden aus einer anderen Gruppe, der aber dieselbe Haltung zur beschriebenen\nPerson hatte. Diese Übereinstimmung reichte nach den Autoren nicht aus, um die Trennung von der\nursprünglichen Empfängerin auszugleichen. In Experiment 3 (118 Teilnehmende) gehörte die neue\nEmpfängerin zur selben Gruppe, und alle erfuhren, dass sie die Nachricht verstanden hatte. Auch\ndann verschwand die Wirkung auf die Erinnerung. Der Stimmungsvergleich ist ein Nullbefund aus\nExperiment 2. Gefunden wurde kein Unterschied, und das ist nicht dasselbe wie ein nachgewiesenes\nGleichbleiben\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">7\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>\u003Cstrong>Die Rolle der Stellvertretung, und warum sie hier ohne ihren Kontext steht.\u003C\u002Fstrong> Trezise bestreitet\nnicht, dass die Zuhörenden zählen. Er rechnet Dori Laub ausdrücklich an, auf die Beziehungsseite\ndes Zeugnisses aufmerksam gemacht zu haben. Laub habe darauf bestanden, dass die Zuhörerin als\nZeugin der Zeugin eine entscheidende Rolle dafür spiele, dass eine solche Erzählung beginnt und\nsich entfaltet. Trezises Kritik gilt Laubs Art des Zuhörens. Sie scheine Laub in gewissem Maß daran\ngehindert zu haben, den anderen Zuhörenden zuzuhören. In dieser Auseinandersetzung fällt der Satz\nüber die Interviewenden, die für andere hören. Er gehört zu Trezises Gegenvorschlag und ist kein\nempirischer Befund\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">6\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Dass dieser Zusammenhang hier nur mit ausdrücklicher Herkunftsangabe auftaucht, hat einen Grund,\nden dasselbe Feld selbst formuliert. Marianne Hirsch und Leo Spitzer warnen davor, Trauma und\nSprachzusammenbruch so stark zu betonen, dass darüber der Reichtum an Wissen verdeckt wird. Diesen\nReichtum haben Tausende von Zeuginnen und Zeugen übermittelt, die aussagen\n\u003Cstrong>wollten\u003C\u002Fstrong>\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">8\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Ein Vokabular, das jedes Erzählen zur Grenzerfahrung\nerklärt, beschreibt weder deren Lage noch die eines Menschen, der sein Leben in einem Interview\nerzählt hat.\u003C\u002Fp>\n\u003Chr>\n\u003Cp>Falls Sie gerade merken, dass Sie Ihre eigene Geschichte länger nicht in eigenen Worten gehört\nhaben: Der \u003Ca href=\"\u002Fselbsttest\">Selbstauskunftsbogen\u003C\u002Fa> besteht aus Fragen, nicht aus Ergebnissen, und\nniemand liest mit.\u003C\u002Fp>\n\u003Col id=\"quellen\">\n\u003Cli>McAdams, D. P. (2018). Narrative Identity: What Is It? What Does It Do? How Do You Measure It? \u003Cem>Imagination, Cognition and Personality\u003C\u002Fem> 37(3), S. 359–372; die Stellen auf S. 361. Rückblick des Autors auf sein Modell, kein empirischer Einzelbefund. Verlagsfassung gelesen. Die deutsche Wiedergabe ist eine eigene Übersetzung.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Adler, J. M., Lodi-Smith, J., Philippe, F. L., &amp; Houle, I. (2016). The Incremental Validity of Narrative Identity in Predicting Well-Being: A Review of the Field and Recommendations for the Future. \u003Cem>Personality and Social Psychology Review\u003C\u002Fem> 20(2), S. 142–175; die Stellen auf S. 142, 168 und 170. Forschungsüberblick. Verlagsfassung gelesen. Die deutsche Wiedergabe ist eine eigene Übersetzung.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Strawson, G. (2004). Against Narrativity. \u003Cem>Ratio\u003C\u002Fem> 17(4), S. 428–452; die Stellen auf S. 429–431. Philosophischer Aufsatz, kein empirischer Befund. Verlagsfassung gelesen. Die deutsche Wiedergabe ist eine eigene Übersetzung.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Markus, G. B. (1986). Stability and Change in Political Attitudes: Observed, Recalled, and „Explained“. \u003Cem>Political Behavior\u003C\u002Fem> 8(1), S. 21–44; Abstract S. 21, Korrelationen S. 31, Erklärungsbereitschaft und Täuschungsabsicht S. 39. Panel 1973\u002F1982, 898 Eltern und 1.135 Kinder mit vollständigen Daten. Die Seitenzahlen stammen aus den Kolumnentiteln eines Repositoriums-Scans, nicht aus einem Verlagssatz. Die deutsche Wiedergabe ist eine eigene Übersetzung.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Echterhoff, G., Higgins, E. T., &amp; Levine, J. M. (2009). Shared Reality: Experiencing Commonality With Others' Inner States About the World. \u003Cem>Perspectives on Psychological Science\u003C\u002Fem> 4(5), S. 496–521; die Stellen auf S. 502. Übersichtsarbeit; die referierten Einzelstudien wurden für diese Seite nicht im Original eingesehen. Die deutsche Wiedergabe ist eine eigene Übersetzung.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Trezise, T. (2008). Between History and Psychoanalysis: A Case Study in the Reception of Holocaust Survivor Testimony. \u003Cem>History &amp; Memory\u003C\u002Fem> 20(1), S. 7–47; die Würdigung Laubs auf S. 7, die Stelle zur Interviewerin als Stellvertreterin auf S. 24, die Kritik an Laubs Art des Zuhörens im selben Abschnitt (Binnenseite nicht ausgezeichnet). \u003Cstrong>Herkunftsfeld:\u003C\u002Fstrong> Auseinandersetzung mit der Rezeption von Video-Zeugnissen Überlebender des Holocaust, kein Befund über Lebenserzählungen im Allgemeinen. Die deutsche Wiedergabe ist eine eigene Übersetzung.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Echterhoff, G., Kopietz, R., &amp; Higgins, E. T. (2013). Adjusting Shared Reality: Communicators' Memory Changes As Their Connection With Their Audience Changes. \u003Cem>Social Cognition\u003C\u002Fem> 31(2), S. 162–186; Experimente 2 (N = 69) und 3 (N = 118). \u003Cstrong>Vorbehalt:\u003C\u002Fstrong> Gelesen wurde die Autorenfassung, nicht der Verlagssatz; Band, Heft und Seiten stammen aus einer Metadatenquelle. Gemessen wurde über Minuten bis wenige Wochen, an deutschen Studierenden.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Hirsch, M., &amp; Spitzer, L. (2009). The witness in the archive: Holocaust Studies \u002F Memory Studies. \u003Cem>Memory Studies\u003C\u002Fem> 2(2), S. 151–170; Fundstelle abschnittsgenau. Die deutsche Wiedergabe ist eine eigene Übersetzung.\u003C\u002Fli>\n\u003C\u002Fol>","",[],1790283454108]