[{"data":1,"prerenderedAt":242},["ShallowReactive",2],{"content:bindungsstile\u002Fvermeidender-bindungsstil":3,"artikel:liste":39},{"frontmatter":4,"sections":24,"html":29,"empfehlungen":30},{"title":5,"metaTitle":6,"description":7,"cluster":8,"type":9,"tuer":10,"anzeigenziel":11,"status":12,"updated":13,"citeKeys":14,"vertiefungTitel":23},"Vermeidender Bindungsstil: Was die Forschung beschreibt und was sie über einen Menschen nicht sagt","Vermeidender Bindungsstil: was die Forschung beschreibt","Was meint die Forschung mit vermeidendem Bindungsstil? Rückzug bei Nähe, seltener Bitten um Hilfe, Sexualität und warum daraus kein Etikett wird.","A","speiche","T1",false,"live","2026-09-25",[15,16,17,18,19,20,21,22],"mikulincer2016","shaver2002","ainsworth1978","collinsfeeney2000","mikulincer2007","bfarm-icd10gm2026","chopik2019","taylor2015","Vertiefung: Deaktivierung, Selbstauskunft und die Grenzen der Befunde",{"snippet":25,"kurzfassung":26,"vertiefung":27,"angebot":28},"\u003Cp>Ein vermeidender Bindungsstil bezeichnet in der Forschung einen hohen Wert auf der Skala\nBindungsvermeidung. Wer dort hoch liegt, hält Nähe, Abhängigkeit und das Zeigen eigener Gefühle\neher klein und sucht unter Belastung seltener direkt Unterstützung. Das ist eine Position auf\neinem Kontinuum, keine Diagnose und kein Persönlichkeitstyp. Warum sich ein bestimmter Mensch\nzurückzieht, lässt sich daraus nicht ablesen\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">2\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">3\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n","\u003Cp>Vielleicht sind Sie auf den Begriff „vermeidender Bindungsstil“ gestoßen, weil sich jemand zurückzieht, sobald es nah wird.\nWeil er in schlechten Phasen kaum erreichbar ist und Aussprachen ausweicht. Oder Sie fragen für\nsich selbst, weil Sie diesen Rückzug an sich kennen.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>In beiden Fällen verspricht der Begriff eine Erklärung. Einen Teil davon kann die Forschung\nliefern. Er betrifft allerdings den, der sich zurückzieht: seine Erwartungen an Nähe und die\nArt, wie er mit ihnen umgeht. Über den Menschen, von dem er sich zurückzieht, sagt der Begriff\nnichts aus.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Was bedeutet „vermeidend“ in der Bindungsforschung?\u003C\u002Fh2>\n\u003Cp>Vermeidend heißt, dass jemand Nähe und Abhängigkeit in engen Beziehungen lieber klein hält. Die\nForschung zu Erwachsenen beschreibt Bindung auf zwei Skalen, Bindungsangst und\nBindungsvermeidung, und jeder Mensch hat auf beiden einen Wert\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Ein\n„vermeidender Bindungsstil“ ist in dieser Sprache ein hoher Wert auf der zweiten Skala bei\nniedrigem Wert auf der ersten. Wie sich daraus vier Eckpunkte ergeben, ist unter\n\u003Ca href=\"\u002Fbindungsstile\u002Fdie-vier-bindungsstile\">die vier Bindungsstile\u003C\u002Fa> nachzulesen.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Was die Skala misst, lässt sich an ihren Fragen ablesen. Shaver und Mikulincer nennen als\ntypische Aussagen aus dem Fragebogen von Brennan, Clark und Shaver (1998) diese\nvier\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">2\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup> (eigene Übersetzung):\u003C\u002Fp>\n\u003Cul>\n\u003Cli>„Ich versuche, meinem Partner nicht zu nahe zu kommen.“\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>„Ich zeige einem Partner lieber nicht, was ich tief im Inneren fühle.“\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>„Ich fühle mich wohl dabei, mich auf Partner zu verlassen.“ (umgekehrt gewertet)\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>„Ich wende mich mit vielem an meinen Partner, auch um Trost und Zuspruch.“ (umgekehrt gewertet)\u003C\u002Fli>\n\u003C\u002Ful>\n\u003Cp>Keine dieser Aussagen fragt nach Angst. Sie fragen, wie viel emotionale Nähe, Abhängigkeit und\nOffenheit sich für jemanden stimmig anfühlt. Die Alltagswendung „Angst vor Nähe“ trifft das deshalb nur\nungefähr, denn Angst ist in dieser Forschung die andere Skala. Und Wörter wie „vermeidender\nBindungstyp“ oder „Vermeider“ machen aus einem Wert auf einer Skala eine Person.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Woher kommt ein vermeidender Bindungsstil, und was hat die Kindheit damit zu tun?\u003C\u002Fh2>\n\u003Cp>Der Name stammt aus Mary Ainsworths Beobachtungen einjähriger Kinder. Kinder ihrer Gruppe A weinten bei\nder Trennung von der Mutter selten und mieden sie bei der Rückkehr\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">4\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Shaver und Mikulincer halten ihr Bild vermeidender Erwachsener für vereinbar mit Ainsworths\nAnalyse dieser Kinder. Deren Mütter wirkten nach dieser Analyse ärgerlicher, fühlten sich mit\nKörperkontakt weniger wohl und duldeten Angst und Bedürftigkeit des Kindes\nweniger\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">2\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Das ist eine Deutung, die zwei Beobachtungen verbindet. Wie ein\nbestimmter erwachsener Mensch zu seiner Position auf der Skala gekommen ist, lässt sich daraus\nnicht rekonstruieren.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Was passiert bei Vermeidung im Inneren?\u003C\u002Fh2>\n\u003Cp>Bei Vermeidung wird der Wunsch nach Nähe gedämpft. So beschreibt es die Forschung, und sie nennt\ndas eine deaktivierende Strategie. Nach der Darstellung von Shaver und\nMikulincer, die sich auf Cassidy und Kobak (1988) stützt, besteht sie in Versuchen, die Distanz\nzu Bindungspersonen möglichst groß zu halten, gegenseitige Abhängigkeit zu meiden, nach\nUnabhängigkeit und Kontrolle zu streben, belastende Gedanken zu unterdrücken und schmerzhafte\nErinnerungen fernzuhalten\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">2\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Das Gegenstück auf der Seite der Bindungsangst heißt Hyperaktivierung. Dabei bleibt das\nBindungssystem hochgefahren, und die Nähe der Bindungspersonen sowie ihre Unterstützung und\nLiebe werden immer wieder gesucht\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">2\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Die beiden Strategien laufen in entgegengesetzte Richtungen.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Warum zieht sich jemand zurück, wenn es ihm schlecht geht?\u003C\u002Fh2>\n\u003Cp>Menschen mit hohen Werten bitten dann seltener offen um Hilfe. Das zeigt eine Studie an Paaren.\nNancy Collins und Brooke\nFeeney beobachteten in einer Studie von 2000 insgesamt 93 Paare, in denen jeweils eine Person dem Partner ein\npersönliches Problem anvertraute. Personen mit hoher Bindungsvermeidung suchten dabei seltener\ndirekt Unterstützung und griffen häufiger zu indirekten Wegen\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">3\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Ein zweiter Befund derselben Studie ist mindestens so wichtig. Wie die\nPerson, die sich anvertraut hatte, das Gespräch danach wahrnahm, hing \u003Cstrong>nicht\u003C\u002Fstrong> mit ihrer\nBindungsvermeidung zusammen\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">3\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Die Vermeidung zeigte sich also im Suchen von Hilfe.\nEinen Unterschied in der Wahrnehmung fand die Studie nicht. Ein nicht signifikantes Ergebnis bei\n93 Paaren beweist allerdings nicht, dass es keinen gibt. Die Autorinnen\nhalten selbst fest, dass ihr Laboraufbau mit fest verteilten Rollen und Kamera solche\nUnterschiede möglicherweise schwer sichtbar macht.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Shaver und Mikulincer beschreiben außerdem eine Asymmetrie zwischen Alltag und Ausnahme. Nach\nihrer Darstellung berichten vermeidend gebundene Menschen im Alltag ein angemessenes\nWohlbefinden, zeigen unter schwerem und anhaltendem Stress aber deutliche Anzeichen von\nBelastung\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">2\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Wollen vermeidend gebundene Menschen eigentlich Nähe?\u003C\u002Fh2>\n\u003Cp>Die Forschung gibt darauf eine geteilte Antwort, und beide Hälften gehören zusammen.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>In Experimenten, in denen Bedrohliches kurz und kaum wahrnehmbar eingeblendet\nwurde, schienen vermeidend gebundene Menschen Bindungsthemen vorbewusst zu aktivieren, obwohl sie\nbewusst jedes Bedürfnis nach Liebe und Unterstützung bestritten. Shaver und\nMikulincer sehen darin eine Parallele zu Befunden, nach denen Selbstauskunft und körperliche\nReaktionen bei Vermeidenden auseinanderfallen\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">2\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Unter hoher geistiger\nBelastung, die nach Deutung der Autoren die Hemmung stört, wurden bindungsbezogene Sorgen bei\nihnen deutlich aktiver\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">2\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Ebenso deutlich betonen dieselben Autoren die andere Hälfte. Die vorbewusste Aktivierung wird\nautomatisch und sehr schnell gehemmt, sobald es um Trennung geht. In solchen Lagen entsprechen die\nReaktionen dem, was die Menschen über sich sagen und wie sie sich verhalten. Vermeidend gebundene\nErwachsene hätten gelernt, die Neigung zu unterdrücken, bei Bezugspersonen Nähe zu suchen. Ihre\nSelbstauskünfte seien deshalb ziemlich genaue Zusammenfassungen ihres Verhaltens in\nBindungssituationen\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">2\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Belegt ist damit, dass das Bindungssystem bei Vermeidung nicht einfach fehlt. Die Formel\n„eigentlich wollen sie doch Nähe“ geht darüber hinaus. Was ein bestimmter Mensch will und ob er\nes je anders erleben wird, sagt keine dieser Studien.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Woran erkennt man einen vermeidenden Bindungsstil, und warum nicht von außen?\u003C\u002Fh2>\n\u003Cp>Gemessen wird er über Aussagen, die jemand über sich selbst macht, im Fragebogen oder im\nInterview. Beide Wege erfassen Verschiedenes; was sie jeweils leisten, erklärt der Text darüber,\n\u003Ca href=\"\u002Fbindungsstile\u002Fwas-bindungstests-leisten\">was Bindungstests leisten\u003C\u002Fa>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Von außen sichtbar ist nur Verhalten. Die Befunde auf dieser Seite beschreiben aber Unterschiede\nzwischen Gruppen von Menschen mit höheren und niedrigeren Werten, im Durchschnitt. Sie sind keine\nMerkmale, an denen sich ein Einzelner zuordnen ließe. Ein Rückzug kann zu einem hohen Wert auf\nder Vermeidungsskala passen. Ob er von dort kommt, zeigt er nicht. Deshalb steht hier keine\nListe mit Anzeichen. Warum diese Haltung für Erkennungslisten überhaupt gilt, begründet der\nBeitrag zu den vier Bindungsstilen.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Was heißt das für den Umgang mit einem vermeidenden Partner?\u003C\u002Fh2>\n\u003Cp>Die Studien auf dieser Seite geben dafür keine Anleitung. Zwei Befunde verschieben aber die\nFrage. Unterstützung wird bei hoher Vermeidung seltener offen und häufiger indirekt gesucht. Und\nwie Menschen, die sich anvertrauten, das Gespräch danach erlebten, hing in der Beobachtungsstudie\nnicht an der Vermeidung\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">3\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Für die Annahme, Zuwendung komme bei solchen\nMenschen grundsätzlich nicht an, liefert diese Studie deshalb keinen Anhaltspunkt; widerlegen kann\nein einzelner Nullbefund sie aber nicht.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Die Frage, ob sich Warten lohnt oder ob eine Beziehung eine Zukunft hat, beantwortet keine dieser\nArbeiten. Sie beschreiben Mittelwerte, keine Verläufe einzelner Paare. Wenn Sie der Rückzug eines\nMenschen dauerhaft belastet, ist ein Gespräch in einer Paar- oder Lebensberatung ein besserer Ort\nfür diese Frage als jeder Text.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Ist „ängstlich-vermeidend“ dasselbe?\u003C\u002Fh2>\n\u003Cp>Es ist eine andere Position auf denselben zwei Skalen. Kim Bartholomew und Leonard Horowitz\nunterschieden 1991 innerhalb der Vermeidung zwei\nFormen: \u003Cem>dismissing\u003C\u002Fem>, wörtlich etwa „abweisend“, mit hoher Vermeidung und niedriger Angst, und\n\u003Cem>fearful\u003C\u002Fem>, ängstlich-vermeidend, mit hohen Werten auf beiden Skalen\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">2\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Shaver und Mikulincer deuten den Unterschied so: Bei der ersten Form funktionieren die\ndeaktivierenden Strategien. Bei der zweiten brechen sie unter starker Belastung zusammen.\nÄngstlich-vermeidende Menschen wünschen sich Nähe und fühlen sich zugleich außerstande, anderen\nzu vertrauen und sich auf sie zu verlassen\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">2\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Dieser Artikel handelt von der\nersten Form. Mit der \u003Ca href=\"\u002Fbindungsstile\u002Fdesorganisierte-bindung\">desorganisierten Bindung\u003C\u002Fa> ist keine der\nbeiden gleichzusetzen.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Was bedeutet ein vermeidender Bindungsstil für die Sexualität?\u003C\u002Fh2>\n\u003Cp>Vor allem etwas über das Wozu. Mikulincer und Shaver fassen die Forschungslage 2007 so zusammen,\ndass bei Vermeidung die Begrenzung von Intimität und der Gewinn von Status und Macht die\nwichtigsten sexuellen Motive zu sein scheinen\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">5\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. In ihrer Übersicht\nstehen dazu mehrere Einzelbefunde:\u003C\u002Fp>\n\u003Cul>\n\u003Cli>Mehrere Studien fanden bei höherer Vermeidung seltener Geschlechtsverkehr, bei Jugendlichen\nwie bei jungen Erwachsenen.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Vier Studien fanden positivere Einstellungen zu unverbindlichem Sex. Ähnliches zeigte sich auch\nbei ängstlich gebundenen Frauen.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Vermeidend gebundene Menschen berichteten weniger Lust beim Sex und drückten dabei seltener\nZuneigung aus. Negative Gefühle beim Sex fanden sich bei Angst und Vermeidung gleichermaßen.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Nähe oder Zuneigung wurden seltener als Grund für Sex genannt, Selbstaufwertung, das\nDazugehören zur eigenen Gruppe, Anpassung an Gruppendruck oder die Möglichkeit, damit anzugeben,\nhäufiger.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Angst wie Vermeidung gingen mit weniger offenen Gesprächen über Sexuelles einher.\u003C\u002Fli>\n\u003C\u002Ful>\n\u003Cp>Einer der Befunde verbindet Sexualität und Gespräch unmittelbar. In einer Studie von Impett und\nPeplau (2002), wie die Übersicht sie wiedergibt, nannten sexuell aktive Frauen mit hoher\nVermeidung als Grund für unerwünschten Sex häufiger, vertraulichen Gesprächen über die Beziehung\naus dem Weg zu gehen\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">5\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Das sind Zusammenhänge, die eine Übersicht aus vielen Studien berichtet, keine Befunde einer\neinzelnen. Das Gesamtbild für beide Skalen, mit der Frage nach Vorliebe und\nZufriedenheit, zeigt der Artikel über \u003Ca href=\"\u002Fbindungsstile\u002Fbindung-und-sexualitaet\">Bindung und Sexualität\u003C\u002Fa>.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Ist ein vermeidender Bindungsstil eine Störung?\u003C\u002Fh2>\n\u003Cp>Bindungsvermeidung ist eine Dimension, auf der jeder Mensch einen Wert hat, und keine\nDiagnose\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Ähnlich klingende Namen gehören zu anderen Begriffen. Die\nICD-10 kennt eine „Ängstliche (vermeidende) Persönlichkeitsstörung“ (F60.6). Ihre amtliche\nDefinition beschreibt Anspannung, Unsicherheit, eine andauernde Sehnsucht nach Zuneigung und\nAkzeptiertwerden und eine Überempfindlichkeit gegenüber Zurückweisung und\nKritik\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">6\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Das ist eine klinische Kategorie mit eigenen Kriterien und nicht\ndasselbe wie ein hoher Wert auf der Vermeidungsskala.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Auch „Bindungsstörung“ ist ein anderer Begriff. Die reaktive Bindungsstörung (F94.1) ist eine\nDiagnose, die in den ersten fünf Lebensjahren auftritt, nach der amtlichen Definition\nwahrscheinlich als Folge schwerer Vernachlässigung, Missbrauch oder\nMisshandlung\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">6\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Lässt sich ein vermeidender Bindungsstil ändern?\u003C\u002Fh2>\n\u003Cp>Im Mittel verschiebt sich die Position mit der Zeit. Eine Längsschnittuntersuchung über\nMenschen zwischen 13 und 72 Jahren fand, dass Bindungsvermeidung über die Lebensspanne linear\nabnahm. Männer lagen dort in jedem Alter im Mittel höher als Frauen. In einer Partnerschaft zu\nsein sagte niedrigere Werte vorher, ohne dass damit gezeigt wäre, dass die Beziehung sie\nsenkt\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">7\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Für Therapie ist die Lage bei der Vermeidung weniger klar als bei der Bindungsangst. Ein\nÜberblick über Therapiestudien findet danach mehr Sicherheit und weniger Bindungsangst; für die\nBindungsvermeidung bleibt der Befund unklar\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">8\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Wer das genauer wissen will:\n\u003Ca href=\"\u002Fbindungsstile\u002Fbindungsstil-aendern\">Ob sich ein Bindungsstil ändern lässt\u003C\u002Fa> führt aus, was diese\nArbeiten zeigen und was nicht.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Wer mehr über die beiden Skalen und die Herkunft der Bindungstheorie wissen will, findet beides\nim Überblick zu den \u003Ca href=\"\u002Fbindungsstile\">Bindungsstilen\u003C\u002Fa>.\u003C\u002Fp>\n","\u003Cp>\u003Cstrong>Woher der Gedanke der Deaktivierung stammt.\u003C\u002Fstrong> Als Ainsworths Kategorien auf Erwachsene\nübertragen wurden, nannten Mary Main und andere 1985 die erwachsene Form der Vermeidung\n\u003Cem>dismissing with respect to attachment\u003C\u002Fem>. Cassidy und Kobak stellten 1988 die Deaktivierung als\ntypische Strategie dieser Gruppe der Hyperaktivierung ängstlicher Personen gegenüber. Shaver und\nMikulincer verknüpfen beide Linien mit den Skalen der Fragebogenforschung: Hohe Werte auf der\nVermeidungsskala entsprechen der deaktivierenden, hohe Werte auf der Angstskala der\nhyperaktivierenden Strategie\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">2\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Die Einzelarbeiten von 1985 und 1988\nsind für diese Seite nicht selbst eingesehen, sie stehen hier so, wie die Übersicht sie\nwiedergibt.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>\u003Cstrong>Was die Selbstauskunft kann.\u003C\u002Fstrong> Aus der Interviewforschung kam der Einwand, Fragebögen\nerfassten nur, was jemand bewusst über sich weiß. Shaver und Mikulincer halten dagegen, dass Menschen mit hohen\nVermeidungswerten im Fragebogen auch in Verfahren, die nicht auf Selbstauskunft beruhen,\nEffekte zeigen, die zu deaktivierenden Strategien passen: das Ausblenden schmerzhafter Gedanken,\ndas Übersehen eigener Feindseligkeit, ein Auseinanderfallen bewusster und unbewusster\nReaktionen\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">2\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Wie sich der Ärger dabei zeigt, behandelt\n\u003Ca href=\"\u002Fbindungsstile\u002Fdurchsetzungsfaehigkeit\">Bindungssicherheit und Durchsetzungsfähigkeit\u003C\u002Fa>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>\u003Cstrong>Wie belastbar die Befunde zur Sexualität sind.\u003C\u002Fstrong> Die Liste oben gibt eine Übersicht wieder,\ndie Mikulincer und Shaver über viele Einzelstudien geschrieben haben. Das macht\nsie breiter abgestützt als eine einzelne Erhebung, aber abhängig von deren Auswahl. Die\nEinzelstudien selbst sind für diese Seite nicht eingesehen; ob sie sich für Aussagen über Ursache\nund Wirkung eignen, lässt sich hier deshalb nicht beurteilen.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>\u003Cstrong>Was diese Seite nicht belegt.\u003C\u002Fstrong> Sie sagt nichts darüber, wie sich eine Beziehung zwischen einem\nängstlich und einem vermeidend gebundenen Menschen entwickelt; Studien zu solchen Paarungen\nliegen vor, sind für diese Seite aber nicht im Volltext geprüft. Sie gibt keine Prognose für\neinzelne Menschen und keine Schritte, mit denen sich ein Partner „erreichen“ ließe. Und sie\nnennt keine feste deutsche Fachübersetzung für \u003Cem>dismissing\u003C\u002Fem>; eine solche war für diese Seite\nnicht belegbar.\u003C\u002Fp>\n\u003Chr>\n\n\u003Col id=\"quellen\">\n\u003Cli>Mikulincer, M., &amp; Shaver, P. R. (2016). \u003Cem>Attachment in Adulthood: Structure, Dynamics, and Change\u003C\u002Fem> (2. Aufl.). Guilford Press. Zwei kontinuierliche Dimensionen der Erwachsenenbindung. Exakte Seitenangaben ohne Volltexteinsicht nicht geprüft.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Shaver, P. R., &amp; Mikulincer, M. (2002). Attachment-related psychodynamics. \u003Cem>Attachment &amp; Human Development, 4\u003C\u002Fem>(2), S. 133–161. DOI 10.1080\u002F14616730210154171. Fragebogen-Items nach Brennan, Clark &amp; Shaver (1998) S. 135; Unterscheidung \u003Cem>dismissing\u003C\u002Fem>\u002F\u003Cem>fearful\u003C\u002Fem> nach Bartholomew &amp; Horowitz (1991) S. 135 und 154; Deaktivierung nach Cassidy &amp; Kobak (1988) S. 141; Selbstauskunft und unbewusste Prozesse S. 146; vorbewusste Aktivierung und ihre Hemmung S. 150–151; Anschluss an Ainsworth S. 150–151. Die referierten Einzelarbeiten sind nicht selbst eingesehen.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Collins, N. L., &amp; Feeney, B. C. (2000). A safe haven: An attachment theory perspective on support seeking and caregiving in intimate relationships. \u003Cem>Journal of Personality and Social Psychology, 78\u003C\u002Fem>(6), S. 1053–1073. DOI 10.1037\u002F0022-3514.78.6.1053. 93 Paare, Verhaltensbeobachtung; Nullbefund zum erlebten Unterstützungsgefühl S. 1063.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Ainsworth, M. D. S., Blehar, M. C., Waters, E., &amp; Wall, S. (1978). \u003Cem>Patterns of Attachment.\u003C\u002Fem> Gruppe A, klassifiziert nach dem Verhalten in den Wiedervereinigungsepisoden. Die Beobachtung ist über Ainsworths Übersichtsartikel von 1979 (\u003Cem>American Psychologist\u003C\u002Fem>, S. 932) belegt, der das Buch zusammenfasst; im Buch selbst ist die Stelle nicht nachgeschlagen.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Mikulincer, M., &amp; Shaver, P. R. (2007). A Behavioral Systems Perspective on the Psychodynamics of Attachment and Sexuality. In: Diamond, Blatt &amp; Lichtenberg (Hrsg.), \u003Cem>Attachment and Sexuality\u003C\u002Fem>, S. 51–78. Analytic Press. Eingesehen in der Manuskriptfassung der Autoren; die Einzelbefunde sind dort zusammengefasst, die Einzelstudien nicht selbst eingesehen.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (2026). \u003Cem>ICD-10-GM Version 2026\u003C\u002Fem>, Kodes F60.6 und F94.1. Amtlicher Wortlaut der Definitionen.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Chopik, W. J., Edelstein, R. S., &amp; Grimm, K. J. (2019). Longitudinal changes in attachment orientation over a 59-year period. \u003Cem>Journal of Personality and Social Psychology, 116\u003C\u002Fem>(4), S. 598–611. DOI 10.1037\u002Fpspp0000167. \u003Cstrong>Vorbehalt:\u003C\u002Fstrong> Mittelwertsveränderungen; der Beziehungsstatus sagt niedrigere Werte vorher, eine Wirkung ist damit nicht gezeigt.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Taylor, P., Rietzschel, J., Danquah, A., &amp; Berry, K. (2015). Changes in attachment representations during psychological therapy. \u003Cem>Psychotherapy Research, 25\u003C\u002Fem>(2), S. 222–238. DOI 10.1080\u002F10503307.2014.886791. \u003Cstrong>Vorbehalt:\u003C\u002Fstrong> systematischer Review, kein randomisierter Wirksamkeitsnachweis.\u003C\u002Fli>\n\u003C\u002Fol>","\u003Cp>Diese Seite hat viel über den Blick auf einen anderen Menschen gesprochen. Wenn Sie die Frage\nlieber an sich selbst richten möchten: Der \u003Ca data-cta=\"primary\" href=\"\u002Fselbsttest\">Selbstauskunftsbogen\u003C\u002Fa> legt Ihnen 21\nAussagen vor und spiegelt, welche der drei Linien des Verlangens bei Ihnen am deutlichsten\nhervortritt. Eine Diagnose stellt er nicht, und gespeichert wird nichts.\u003C\u002Fp>","",[31,35],{"route":32,"title":33,"description":34},"\u002Fbindungsstile\u002Fbindung-und-sexualpraktiken","Bindungsstil und Sexualpraktiken: Was die Forschung misst und was nicht","Bindungsangst und -vermeidung sagen etwas über sexuelle Zufriedenheit, Häufigkeit und Kommunikation. Über einzelne Praktiken sagen sie nichts.",{"route":36,"title":37,"description":38},"\u002Fbindungsstile\u002Fsexuelle-wuensche-aeussern","Sexuelle Wünsche äußern und warum es manchen Menschen schwerer fällt","Warum manche Menschen sexuelle Wünsche kaum aussprechen: was drei Studien zu Bindung und sexueller Kommunikation zeigen, und wo sie sich widersprechen",[40,46,50,54,59,63,67,73,75,79,83,87,91,96,97,99,103,108,112,116,120,124,128,132,138,142,146,150,154,158,162,167,171,175,179,183,187,191,196,200,204,208,213,217,222,226,230,234,238],{"route":41,"title":42,"description":43,"cluster":44,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":45},"\u002Fbegehren-ohne-genuss\u002Falexithymie-bei-maennern","Alexithymie: was sie ist, was ein Test misst und was bei Männern stimmt","Alexithymie heißt, Gefühle schwer zu erkennen und zu benennen. Was ein Test wie die TAS-20 misst und was die Forschung bei Männern korrigiert hat.","I","2026-09-24",{"route":47,"title":48,"description":49,"cluster":44,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":45},"\u002Fbegehren-ohne-genuss\u002Fdon-juan-muster","Don-Juan-Syndrom: woher das Etikett stammt und was über Rückzug bekannt ist","Ist das Don-Juan-Syndrom eine Diagnose? Wie Otto Rank die Figur 1922 las und was die Bindungsforschung über Menschen weiß, die Nähe klein halten.",{"route":51,"title":52,"description":53,"cluster":44,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":45},"\u002Fbegehren-ohne-genuss\u002Fhelfersyndrom","Helfersyndrom: was Schmidbauer meint und was eine Studie dazu zeigt","Was Wolfgang Schmidbauer mit dem Helfersyndrom meint, was eine Studie an Pflegekräften fand und wie das Muster mit Bowlbys Bindungstheorie zusammenhängt.",{"route":55,"title":56,"description":57,"cluster":44,"type":58,"status":12,"tuer":10,"updated":45},"\u002Fbegehren-ohne-genuss","Begehren ohne Genuss: Warum manche Menschen funktionieren und dabei wenig spüren","Innere Leere ist auch für die Forschung schwer zu fassen. Was eine Übersicht über 99 Studien zeigt und warum wenig Spüren als Schutz beginnen kann.","pfeiler",{"route":60,"title":61,"description":62,"cluster":44,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":45},"\u002Fbegehren-ohne-genuss\u002Fparentifizierung-erkennen","Parentifizierung erkennen: was der Begriff meint und was ein Test nicht zeigt","Parentifizierung heißt, ein Kind wird für die Gefühle der Eltern zuständig. Was dazugehört, was nicht und warum ein Fragebogen das nicht entscheidet.",{"route":64,"title":65,"description":66,"cluster":44,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":45},"\u002Fbegehren-ohne-genuss\u002Fvermeidung-oder-entscheidung","Wenn aus einem Nicht-Getanen im Rückblick eine Entscheidung wird","Nachträgliche Gründe sind gut erforscht, aber nur für Getanes. Was Experimente und Freeze-Forschung über eine Vermeidung sagen, die man Entscheidung nennt.",{"route":68,"title":69,"description":70,"cluster":8,"type":9,"status":71,"tuer":10,"updated":72},"\u002Fbindungsstile\u002Fbindung-und-sexualitaet","Bindung und Sexualität: Was der Bindungsstil über Sex aussagt und was nicht","Unsichere Bindung verändert nicht, was Menschen begehren, sondern wozu sie Sex benutzen. Was die Forschung zeigt, mit Studien und Jahreszahlen.","geprüft","2026-08-28",{"route":32,"title":33,"description":34,"cluster":8,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":74},"2026-08-29",{"route":76,"title":77,"description":78,"cluster":8,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":74},"\u002Fbindungsstile\u002Fbindungsstil-aendern","Kann sich ein Bindungsstil ändern? Was die Längsschnittforschung zeigt","Bindungssicherheit ist mäßig stabil, nicht festgelegt. Was Längsschnittstudien über Alter, Therapie und die sogenannte erarbeitete Sicherheit zeigen.",{"route":80,"title":81,"description":82,"cluster":8,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":45},"\u002Fbindungsstile\u002Fdesorganisierte-bindung","Desorganisierter Bindungsstil: Was Main und Solomon beschrieben haben","Desorganisierter Bindungsstil: woran Fachleute ihn bei Säuglingen erkennen und warum man ihn nicht mit Tests für Erwachsene verwechseln sollte.",{"route":84,"title":85,"description":86,"cluster":8,"type":9,"status":71,"tuer":10,"updated":72},"\u002Fbindungsstile\u002Fdie-vier-bindungsstile","Die vier Bindungsstile und warum die Forschung sie nicht als Typen führt","Sicher, ängstlich, vermeidend, ängstlich-vermeidend: woher die vier Stile kommen, wie sie gemessen werden und warum sie keine Persönlichkeitstypen sind.",{"route":88,"title":89,"description":90,"cluster":8,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":74},"\u002Fbindungsstile\u002Fdurchsetzungsfaehigkeit","Bindungssicherheit und Durchsetzungsfähigkeit: was belegt ist und was nicht","Ob sichere Bindung durchsetzungsfähiger macht, ist schwächer belegt, als es klingt. Was die Forschung tatsächlich misst, mit Studien und Jahreszahlen.",{"route":92,"title":93,"description":94,"cluster":8,"type":58,"status":71,"tuer":10,"updated":95},"\u002Fbindungsstile","Bindungsstile: Was die Forschung sagt","Woher die Bindungsstile stammen, was Bowlby und Ainsworth zeigten, und warum die Forschung von Skalen statt Typen spricht.","2026-09-18",{"route":36,"title":37,"description":38,"cluster":8,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":74},{"route":98,"title":5,"description":7,"cluster":8,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":13},"\u002Fbindungsstile\u002Fvermeidender-bindungsstil",{"route":100,"title":101,"description":102,"cluster":8,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":74},"\u002Fbindungsstile\u002Fwas-bindungstests-leisten","Was Bindungstests leisten: Selbstauskunft und das Interview im Vergleich","Selbstauskunftstests und das Adult Attachment Interview überschneiden sich kaum. Was jedes der beiden Verfahren misst, und was daraus folgt.",{"route":104,"title":105,"description":106,"cluster":107,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":45},"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Fanerkennung-als-beduerfnis","Anerkennung als Bedürfnis: warum es wehtut, nicht gehört zu werden","Ist das Bedürfnis nach Anerkennung ein Grundbedürfnis? Was Honneth und Taylor begründen, was die Psychologie dazu misst und wo beides getrennt bleibt.","J",{"route":109,"title":110,"description":111,"cluster":107,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":45},"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Feinwilligung-als-beziehung","Einwilligung als Beziehung: Warum das Formular das Falsche regelt","Informierte Einwilligung als Prozess statt einmaliger Unterschrift. Was rolling consent in der Oral History meint und warum es kein DSGVO-Widerruf ist.",{"route":113,"title":114,"description":115,"cluster":107,"type":58,"status":12,"tuer":10,"updated":45},"\u002Ferzaehlen-und-begehren","Erzählen und Begehren: Warum sich das Erzählte ändert, sobald jemand zuhört","Den Stranger-on-a-train-Effekt gibt es als Fachbegriff nicht. Was zum Erzählen vor Fremden belegt ist und wie das Zuhören das Erzählte verändert.",{"route":117,"title":118,"description":119,"cluster":107,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":45},"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Fnarrative-identitaet-abgenommen","Narrative Identität: Was aus einer Lebensgeschichte wird, die jemand anders behält","Narrative Identität meint ein Selbst, das sich in Geschichten fasst. Was belegt ist, wenn man die eigene erzählt und nichts zurückkommt.",{"route":121,"title":122,"description":123,"cluster":107,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":45},"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Fsekundaere-belastung-zuhoerende","Sekundäre Traumatisierung: wenn fremde Geschichten hängen bleiben","Sekundäre Traumatisierung setzt als Fachbegriff ein Trauma voraus. Was Zuhörende ohne Trauma berichten und welche Unterstützung dabei fehlt.",{"route":125,"title":126,"description":127,"cluster":107,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":45},"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Fsexuelle-biografie-als-erzaehlung","Falsche Erinnerungen? Wie weit die eigene sexuelle Geschichte beim Wiedererzählen abweicht","Warum sich falsche Erinnerungen richtig anfühlen und wie verlässlich das autobiografische Gedächtnis für die eigene sexuelle Vorgeschichte ist, laut Studien.",{"route":129,"title":130,"description":131,"cluster":107,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":45},"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Fzuhoererin-schutzdistanz","Professionelle Distanz beim Zuhören, und was sie von Gleichgültigkeit trennt","Professionelle Distanz muss keine Kälte sein. Was Georg Simmel über den Fremden schrieb und was Studien über gespielte Wärme im Interview zeigen.",{"route":133,"title":134,"description":135,"cluster":136,"type":9,"status":12,"tuer":137,"updated":74},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Ffoucaults-ars-erotica","Foucaults ars erotica: hält die Zuschreibung an die arabische Welt historisch stand?","Foucault zählte „arabo-moslemische Gesellschaften“ ohne Beleg zur ars erotica. Was die arabische Liebesliteratur zeigt, und was Kritik daran einwendet.","E","T4",{"route":139,"title":140,"description":141,"cluster":136,"type":58,"status":12,"tuer":137,"updated":13},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet","Was im Westen ‚Tantra' heißt, und was Tantra tatsächlich war","Was hierzulande als Tantra gilt, ist eine Erfindung der 1960er Jahre. Das historische Tantra war etwas anderes. Sexuelles Ritual war darin nicht die Mitte.",{"route":143,"title":144,"description":145,"cluster":136,"type":9,"status":12,"tuer":137,"updated":74},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Frechter-und-linker-weg","Der 'linke Weg' im Tantra: Verehrung der Frau oder ihre Instrumentalisierung?","Dakṣiṇācāra und Vāmācāra sind mehr als rechts und links. Was die Forschung zur Frauenrolle im „linken Weg“ fand und was offenbleibt.",{"route":147,"title":148,"description":149,"cluster":136,"type":9,"status":12,"tuer":137,"updated":72},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Frussischer-eros","Der russische Eros: warum Russlands Sexualkultur als eigener Sonderweg gilt","Der russische Eros ist keine Volkscharakter-Eigenschaft, sondern eine Diskursgeschichte wiederholter Zyklen von Öffnung und staatlicher Kontrolle.",{"route":151,"title":152,"description":153,"cluster":136,"type":9,"status":12,"tuer":137,"updated":74},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Fsamenerhalt","Samenerhalt: die taoistische Lehre und was von ihr trägt","Die taoistische Lehre vom Samenerhalt trennt Orgasmus und Samenerguss. Das ist real. Ihre Heilsversprechen wie Langlebigkeit sind es nicht. Was belegt ist.",{"route":155,"title":156,"description":157,"cluster":136,"type":9,"status":12,"tuer":137,"updated":74},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Ftaoistische-kunst-der-schlafgemaecher","Die Kunst der Schlafgemächer: was fangzhong shu wirklich war","Fangzhong shu galt als „chinesisches Kamasutra“. Tatsächlich war es eine Gesundheitslehre, die Sex der Kultivierung unterordnete, nicht dem Genuss.",{"route":159,"title":160,"description":161,"cluster":136,"type":9,"status":12,"tuer":137,"updated":74},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Fvan-gulik","Robert van Gulik: wie das Wissen über Chinas Sexualkultur in den Westen kam","Ein niederländischer Diplomat schrieb 1961 das erste westliche Standardwerk zur Sexualgeschichte Chinas und prägte damit auch Foucaults „ars erotica“.",{"route":163,"title":164,"description":165,"cluster":166,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":74},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fasexualitaet","Asexualität: Was sie ist und was sie nicht ist","Asexualität heißt fehlende sexuelle Anziehung, nicht fehlendes Verlangen. Was das Ace-Spektrum umfasst und warum es keine Diagnose ist.","F",{"route":168,"title":169,"description":170,"cluster":166,"type":58,"status":12,"tuer":10,"updated":74},"\u002Fnormalitaet-und-scham","Wann ist eine sexuelle Vorliebe ein Problem? Die Antwort der Diagnosesysteme","Nicht der Inhalt einer Vorliebe entscheidet darüber, ob sie klinisch bedeutsam ist, sondern zwei andere Kriterien. Was DSM-5 und ICD-11 tatsächlich verlangen.",{"route":172,"title":173,"description":174,"cluster":166,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":74},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fscham-nach-einer-fantasie","Scham nach einer sexuellen Fantasie: Was sie bedeutet und was nicht","Eine beunruhigende Fantasie erfüllt für sich kein Diagnosekriterium. Was sexuelle Scham danach auslöst und woher sie kommt.",{"route":176,"title":177,"description":178,"cluster":166,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":74},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fsexuelle-skripte","Sexuelle Skripte: Warum Begehren einem Muster folgt","Gagnon und Simon erklärten sexuelles Verhalten 1973 über drei Ebenen erlernter Skripte, nicht als biologischen Trieb. Was das Modell trägt.",{"route":180,"title":181,"description":182,"cluster":166,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":72},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Ftrauma-und-sexualitaet","Trauma und Sexualität: Was die Forschung zeigt und wo sie unsicher bleibt","Große Stichproben finden keinen generellen Zusammenhang zwischen Kindheitstrauma und bestimmten sexuellen Vorlieben. Was einzelne Studien trotzdem zeigen.",{"route":184,"title":185,"description":186,"cluster":166,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":74},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Funterdrueckung-schadet","Schadet Unterdrückung häufiger als die Vorliebe selbst?","Verstecken und Selbststigma hängen mit mehr Angst und Depression zusammen als die Vorliebe selbst. Was das Minoritätenstress-Modell zeigt.",{"route":188,"title":189,"description":190,"cluster":166,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":74},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fvorliebe-und-stoerung","Vorliebe oder Störung? Was die Diagnosekriterien im Einzelnen verlangen","Kriterium B ist nur die halbe Antwort. DSM-5 und die ICD-11-Arbeitsgruppe ordnen sexuelle Vorlieben nach zwei verschiedenen Logiken.",{"route":192,"title":193,"description":194,"cluster":195,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":74},"\u002Fschattenarbeit\u002Ffreuds-trieblehre-heute","Freuds Trieblehre heute: was von den Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie trägt","Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie: Das Stufenmodell (oral, anal, phallisch) stammt nicht aus 1905. Wie Freuds Theorie wuchs und was davon heute trägt.","B",{"route":197,"title":198,"description":199,"cluster":195,"type":58,"status":12,"tuer":10,"updated":72},"\u002Fschattenarbeit","Schattenarbeit: was C. G. Jung wirklich gemeint hat","Der Schatten ist bei Jung nicht die dunkle Seite und nicht das Böse, sondern etwas deutlich Unbequemeres. Was im Original steht und was die Belege hergeben.",{"route":201,"title":202,"description":203,"cluster":195,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":74},"\u002Fschattenarbeit\u002Findividuation","Individuation bei C. G. Jung: was der Begriff bedeutet und was nicht","Individuation ist bei Jung ein lebenslanger Prozess, kein Zustand und keine Selbstverwirklichung. Was der Begriff meint, und wo die Belege enden.",{"route":205,"title":206,"description":207,"cluster":195,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":72},"\u002Fschattenarbeit\u002Fschattenarbeit-im-netz","Schattenarbeit-Übungen im Netz: was sie mit Jung teilen und was nicht","Übungen, Journaling-Listen, 30-Tage-Programme: Was online Schattenarbeit heißt, teilt mit Jung oft nur den Namen. Was helfen kann und was unbelegt ist.",{"route":209,"title":210,"description":211,"status":71,"updated":212},"\u002Fseiten\u002Finhaltsverzeichnis","Inhalt","Vier Teile, zwölf Kapitel: die Gliederung von „Der Schatten des Begehrens“.","2026-09-16",{"route":214,"title":215,"description":216,"status":71,"updated":212},"\u002Fseiten\u002Fueber-das-buch","Über das Buch","Entstehung, Quellenarbeit und Haltung hinter „Der Schatten des Begehrens“, einem narrativen Sachbuch über Tiefenpsychologie, Kulturgeschichte und Sexualität.",{"route":218,"title":219,"description":220,"cluster":221,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":74},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Ferregung-und-verlangen","Sind Erregung und Verlangen dasselbe? Zwei Modelle, ein Unterschied","Erregung ist eine Reaktion, Verlangen ein Bedürfnis. Beide können unabhängig auftreten. Was Bassons zirkuläres Modell und das Dual-Control-Modell zeigen.","C",{"route":223,"title":224,"description":225,"cluster":221,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":74},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Ferregungsdiskordanz","Erregungsdiskordanz: Wenn der Körper reagiert, ohne dass jemand erregt sein will","Arousal non-concordance: Körper und Erleben fallen nicht immer zusammen, bei Frauen im Mittel seltener als bei Männern. Eine Reaktion ist keine Zustimmung.",{"route":227,"title":228,"description":229,"cluster":221,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":74},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Ffetisch-vorliebe-stoerung","Fetisch, Vorliebe, Störung: wo verläuft die Grenze wirklich?","Ein Fetisch ist keine Diagnose. Was das DSM-5 zusätzlich verlangt, damit daraus eine fetischistische Störung wird, und was die ICD-11 dazu sagt.",{"route":231,"title":232,"description":233,"cluster":221,"type":58,"status":12,"tuer":10,"updated":72},"\u002Fwie-begehren-entsteht","Wie entsteht ein Fetisch? Vier Erklärungsmodelle und was sie taugen","Kopplung, Übergangsobjekt, Bindung, Kulturgeschichte: Vier Modelle erklären, wie ein Fetisch entsteht. Keines erklärt, warum ausgerechnet dieses Objekt.",{"route":235,"title":236,"description":237,"cluster":221,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":74},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Fkonditionierung-und-grenzen","Wie Konditionierung eine sexuelle Vorliebe formen kann und wo das Modell endet","Ein neutraler Reiz kann durch Kopplung mit Erregung selbst erregend werden, zeigte Rachmans Experiment 1966. Warum das den Einzelfall trotzdem nicht erklärt.",{"route":239,"title":240,"description":241,"cluster":221,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":74},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Fwinnicotts-uebergangsobjekt","Winnicotts Übergangsobjekt: was ein Kuscheltier mit einem Fetisch zu tun hat","Warum der Teddybär eines Kindes und ein Fetisch aus derselben Theorie stammen, und was Winnicott damit ausdrücklich nicht gemeint hat.",1790348802794]