[{"data":1,"prerenderedAt":230},["ShallowReactive",2],{"content:bindungsstile\u002Fdesorganisierte-bindung":3,"artikel:liste":26},{"frontmatter":4,"sections":20,"html":24,"empfehlungen":25},{"title":5,"metaTitle":6,"description":7,"cluster":8,"type":9,"tuer":10,"anzeigenziel":11,"status":12,"updated":13,"citeKeys":14,"vertiefungTitel":19},"Desorganisierter Bindungsstil: Was Main und Solomon beschrieben haben","Desorganisierter Bindungsstil erklärt","Desorganisierter Bindungsstil: woran Fachleute ihn bei Säuglingen erkennen und warum man ihn nicht mit Tests für Erwachsene verwechseln sollte.","A","speiche","T1",false,"live","2026-09-24",[15,16,17,18],"granqvist2017","mainsolomon1986","ainsworth1978","mainsolomon1990","Vertiefung: Welche Quelle was trägt",{"snippet":21,"kurzfassung":22,"vertiefung":23},"\u003Cp>Desorganisierte Bindung ist ein Befund bei Kindern bis etwa 20 Monate. Er wird vergeben, wenn\nein Kind vor Mutter oder Vater stark verwirrt, erstarrt oder ängstlich reagiert. Beschrieben haben\ndas Mary Main und Judith Solomon 1986, nicht Ainsworth 1978. Eine Übersicht von 2017 warnt davor,\nden Befund mit Bindungsstilen aus Tests für Erwachsene gleichzusetzen.\u003C\u002Fp>\n","\u003Cp>Die Ausdrücke „desorganisierter Bindungsstil“ und „desorganisierter Bindungstyp“ klingen nach\neiner Eigenschaft Erwachsener. Gemeint ist ursprünglich eine Einstufung, die geschulte Fachleute\nbei Säuglingen und Kleinkindern in einem Laborversuch vornehmen. Was dort beobachtet wird und was\ndaraus folgen darf, ist gut beschrieben, auch von den Forscherinnen, die die Einstufung entwickelt\nhaben\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch3>Welche Muster hat Ainsworth 1978 beschrieben?\u003C\u002Fh3>\n\u003Cp>Die „Fremde Situation“ ist ein standardisiertes Laborverfahren aus kurzen Trennungen und\nWiedervereinigungen. Klassifiziert wird das Verhalten einjähriger Kinder \u003Cstrong>bei der Rückkehr\u003C\u002Fstrong>\nder Bezugsperson. Ainsworth und ihre Mitarbeiter:innen unterschieden dabei drei Muster: sicher\n(Gruppe B), vermeidend (Gruppe A) und ängstlich-ambivalent (Gruppe C)\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">2\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Granqvist und\nKolleg:innen nennen 2017 die beiden unsicheren Muster unsicher-vermeidend und unsicher-ambivalent\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Mehr zum Verfahren\nund zu seinen Grenzen steht auf der Übersichtsseite zu den \u003Ca href=\"\u002Fbindungsstile\">Bindungsstilen\u003C\u002Fa>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Zu Ainsworths System von 1978 gehört desorganisierte Bindung nicht. Die drei Muster bilden aber\nbis heute den Hintergrund, vor dem sie verstanden wird\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch3>Woran erkennt man eine desorganisierte Bindung?\u003C\u002Fh3>\n\u003Cp>An Verhalten, das in der Fremden Situation die Strategie des Kindes gegenüber seiner\nBezugsperson durchkreuzt. Mary Main und Judith Solomon haben dafür sieben Klassen von Verhalten\nbeschrieben. Eine Übersicht von 2017, an der beide mitgeschrieben haben, gibt sie so\nwieder\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>:\u003C\u002Fp>\n\u003Col>\n\u003Cli>widersprüchliches Verhalten nacheinander\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>widersprüchliches Verhalten gleichzeitig\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>ungerichtete, fehlgeleitete, unvollständige oder unterbrochene Bewegungen und Ausdrücke\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Stereotypien, asymmetrische oder zeitlich unpassende Bewegungen, ungewöhnliche Haltungen\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Erstarren, Stillhalten, verlangsamte Bewegungen und Ausdrücke\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>direkte Anzeichen von Furcht vor dem Elternteil\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>direkte Anzeichen von Desorganisation und Desorientierung\u003C\u002Fli>\n\u003C\u002Fol>\n\u003Cp>Den Ausschlag gibt nach dieser Übersicht die Stärke. Es zählt, wie deutlich ein Kind Konflikt,\nDesorientierung oder Furcht zeigt und wie weit das seine Bindungsstrategie\nstört\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Einzelne dieser Verhaltensweisen kommen auch aus anderen Gründen\nvor, etwa bei Erschöpfung, Krankheit, Schmerz oder einer neurologischen Störung, und sind dann\nnicht gemeint\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Die Liste beschreibt, was Auswertende in einem genormten Versuch\nbeobachten. Diese Seite gibt sie deshalb nicht als Prüfbogen für den Alltag weiter.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch3>Ist desorganisierte Bindung ein vierter Bindungsstil?\u003C\u002Fh3>\n\u003Cp>Nicht im Sinn eines weiteren Musters, das gleichrangig neben den drei anderen steht. Ein Kind, das\nals desorganisiert eingestuft wird, bekommt zusätzlich das organisierte Muster zugeordnet, das\nam besten passt, zum Beispiel desorganisiert\u002Fvermeidend\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Die\ndesorganisierte Einstufung tritt also zu einem der drei Muster hinzu, statt es zu ersetzen.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Beschrieben haben Main und Solomon das Verhalten zuerst 1986\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">3\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Vier Jahre\nspäter legten beide eine Anleitung vor, nach der Auswertende ein Kind in der Fremden Situation\nals desorganisiert einstufen\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">4\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Ihr Titel spricht von desorganisiert\u002Fdesorientiert. Im Fachgebrauch trägt die Einstufung das\nKürzel D. Dass der Buchstabe an Ainsworths A, B und C anschließt, macht sie nicht zu einer\nvierten Gruppe gleicher Art. Wer die Beschreibung von 1986 unter Ainsworths Namen führt, schreibt\nihrer Studie von 1978 einen Befund zu, der dort nicht steht.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch3>Ist desorganisierte Bindung eine Diagnose?\u003C\u002Fh3>\n\u003Cp>Nein. Die Übersicht von 2017 hält ausdrücklich fest, dass sie keine validierte klinische\nDiagnose für ein einzelnes Kind ist. Darin unterscheidet sie sich von den beiden\nbindungsbezogenen Störungen, die die Diagnosehandbücher DSM und ICD führen\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\nSie beschreibt auch keine feste\nEigenschaft des Kindes. Die Einstufung hängt meist an der Beziehung zu einer bestimmten\nBezugsperson und bleibt über die Zeit nur mäßig stabil.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Ebenso wenig taugt sie als Test auf Misshandlung. Der mittlere Zusammenhang mit späteren\nVerhaltensproblemen ist nach der Übersicht klein bis mittelgroß\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch3>Gibt es einen desorganisierten Bindungsstil bei Erwachsenen?\u003C\u002Fh3>\n\u003Cp>Als Einstufung aus der Fremden Situation nicht. Main und Solomon raten, ihr Auswertungssystem\nnicht bei Kindern über 20 Monaten anzuwenden\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Ältere Kinder, die früher\nals desorganisiert galten, können kontrollierende Strategien entwickeln, fürsorgliche\noder strafende\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Die Übersicht warnt außerdem\ndavor, die Einstufung von Säuglingen mit Begriffen aus Fragebögen zu Paarbeziehungen zu\nverwechseln. Sie nennt als Beispiel den Erwachsenenstil, der im Englischen \u003Cem>fearful\u003C\u002Fem> heißt. Dass\nbeide dasselbe meinen, ist nach ihren Autor:innen bislang kaum belegt\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Ob ein Online-Test, der einen „desorganisierten Bindungsstil“ ausgibt, dasselbe erfasst wie die\nEinstufung im Labor, ist nach dieser Quelle also kaum belegt. Wie die Erwachsenenstile\ngebildet werden, auch der ängstlich-vermeidende, erklärt der Text über\n\u003Ca href=\"\u002Fbindungsstile\u002Fdie-vier-bindungsstile\">die vier Bindungsstile\u003C\u002Fa>. Fragebogen und Interview\nstellt \u003Ca href=\"\u002Fbindungsstile\u002Fwas-bindungstests-leisten\">Was Bindungstests leisten\u003C\u002Fa> einander gegenüber.\u003C\u002Fp>\n","\u003Cp>\u003Cstrong>Welche Quelle was trägt.\u003C\u002Fstrong> Ainsworth und ihre Mitarbeiter:innen (1978) belegen auf dieser Seite\nausschließlich die drei Muster und das Verfahren, mit dem sie gewonnen wurden. Für alles, was\ndesorganisierte Bindung beschreibt, stützt sich die Seite auf eine Konsensschrift von Pehr\nGranqvist und 42 weiteren Autor:innen aus dem Jahr 2017. Judith Solomon und Mary Main gehören zu\nihnen. Laut Titel richtet sich die Schrift an Fachleute in Klinik und\nPolitik\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>\u003Cstrong>Was an den Originalen nicht geprüft ist.\u003C\u002Fstrong> Die Arbeiten von Main und Solomon selbst (1986 und\n1990) sind für diese Seite nicht im Volltext eingesehen. Ihre bibliografischen Angaben sind gegen\nmehrere unabhängige Nachweise abgeglichen. Die sieben Klassen stehen hier deshalb so, wie die\nÜbersicht von 2017 sie wiedergibt, nicht im Wortlaut der Anleitung von 1990.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>\u003Cstrong>Warum die Übertragung auf Erwachsene offen bleibt.\u003C\u002Fstrong> Die Übersicht spricht von kaum\nvorhandenen Belegen dafür, dass die Säuglingseinstufung und die Fragebogen-Stile dasselbe\nmeinen\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Das ist eine Aussage über die Beweislage. Ob und wie eine frühe\ndesorganisierte Bindung mit späteren Paarbeziehungen zusammenhängt, beantwortet diese Seite\ndeshalb nicht.\u003C\u002Fp>\n\u003Chr>\n\u003Cp>Wo eine Kategorie nicht trägt, hilft eine Beschreibung weiter: Der\n\u003Ca href=\"\u002Fselbsttest\">Selbstauskunftsbogen\u003C\u002Fa> braucht zwölf Minuten und speichert keine Antworten.\u003C\u002Fp>\n\u003Col id=\"quellen\">\n\u003Cli>Granqvist, P., Sroufe, L. A., Dozier, M., Hesse, E., Steele, M., van IJzendoorn, M., Solomon, J., Schuengel, C., u. a. (2017). Disorganized attachment in infancy: a review of the phenomenon and its implications for clinicians and policy-makers. \u003Cem>Attachment &amp; Human Development\u003C\u002Fem> 19(6), S. 534–558. Konsensschrift von 43 Autor:innen, darunter Main und Solomon. Volltext gelesen (Europe PMC, CC BY 4.0); die Fassung enthält keine Seitenumbrüche, Fundstellen deshalb abschnittsgenau: „What is disorganized attachment?“ (sieben Klassen, Schwelle, Zweitkategorie, Alter, Abgrenzung zu Erwachsenenfragebögen), „What are secure and organized-insecure attachment?“ (drei Muster als Hintergrund), „Disorganized attachment vis-à-vis attachment disorder“ (keine Einzelfalldiagnose), „Can disorganized attachment be used to infer children's experiences …“ und „Can the disorganized attachment classification be used to screen for maltreatment?“. Die Liste der sieben Klassen ist die Wiedergabe dieser Übersicht, nicht der Wortlaut von Main und Solomon. Die deutsche Wiedergabe ist eine eigene Übersetzung.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Ainsworth, M. D. S., Blehar, M. C., Waters, E., &amp; Wall, S. (1978). \u003Cem>Patterns of Attachment.\u003C\u002Fem> Belegt die drei Muster (Gruppen A, B, C) und das Verfahren der „Fremden Situation“. \u003Cstrong>Belegt nicht die desorganisierte Bindung.\u003C\u002Fstrong>\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Main, M., &amp; Solomon, J. (1986). Discovery of an Insecure-Disorganized\u002FDisoriented Attachment Pattern. In: T. B. Brazelton &amp; M. W. Yogman (Hrsg.), \u003Cem>Affective Development in Infancy\u003C\u002Fem>, S. 95–124. Norwood, NJ: Ablex. Erstbeschreibung. \u003Cstrong>Vorbehalt:\u003C\u002Fstrong> kein Volltext eingesehen. Bibliografische Angaben gegen mehrere unabhängige Nachweise gesichert; genauer Titelwortlaut und jede Detailaussage ohne Original nicht geprüft.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Main, M., &amp; Solomon, J. (1990). Procedures for Identifying Infants as Disorganized\u002FDisoriented during the Ainsworth Strange Situation. In: M. T. Greenberg, D. Cicchetti &amp; E. M. Cummings (Hrsg.), \u003Cem>Attachment in the Preschool Years\u003C\u002Fem>, S. 121–160. Chicago: University of Chicago Press. Einstufungsverfahren. \u003Cstrong>Vorbehalt:\u003C\u002Fstrong> kein Volltext eingesehen. Belegt sind hier Existenz und Funktion des Verfahrens; seine Kriterien stehen auf dieser Seite nur in der Wiedergabe von [1].\u003C\u002Fli>\n\u003C\u002Fol>","",[],[27,32,36,40,45,49,53,59,64,68,70,74,78,83,87,91,96,100,104,108,112,116,120,126,130,134,138,142,146,150,155,159,163,167,171,175,179,184,188,192,196,201,205,210,214,218,222,226],{"route":28,"title":29,"description":30,"cluster":31,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":13},"\u002Fbegehren-ohne-genuss\u002Falexithymie-bei-maennern","Alexithymie: was sie ist, was ein Test misst und was bei Männern stimmt","Alexithymie heißt, Gefühle schwer zu erkennen und zu benennen. Was ein Test wie die TAS-20 misst und was die Forschung bei Männern korrigiert hat.","I",{"route":33,"title":34,"description":35,"cluster":31,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":13},"\u002Fbegehren-ohne-genuss\u002Fdon-juan-muster","Don-Juan-Syndrom: woher das Etikett stammt und was über Rückzug bekannt ist","Ist das Don-Juan-Syndrom eine Diagnose? 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Was belegt ist.",{"route":143,"title":144,"description":145,"cluster":124,"type":9,"status":12,"tuer":125,"updated":63},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Ftaoistische-kunst-der-schlafgemaecher","Die Kunst der Schlafgemächer: was fangzhong shu wirklich war","Fangzhong shu galt als „chinesisches Kamasutra“. Tatsächlich war es eine Gesundheitslehre, die Sex der Kultivierung unterordnete, nicht dem Genuss.",{"route":147,"title":148,"description":149,"cluster":124,"type":9,"status":12,"tuer":125,"updated":63},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Fvan-gulik","Robert van Gulik: wie das Wissen über Chinas Sexualkultur in den Westen kam","Ein niederländischer Diplomat schrieb 1961 das erste westliche Standardwerk zur Sexualgeschichte Chinas und prägte damit auch Foucaults „ars erotica“.",{"route":151,"title":152,"description":153,"cluster":154,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":63},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fasexualitaet","Asexualität: Was sie ist und was sie nicht ist","Asexualität heißt fehlende sexuelle Anziehung, nicht fehlendes Verlangen. Was das Ace-Spektrum umfasst und warum es keine Diagnose ist.","F",{"route":156,"title":157,"description":158,"cluster":154,"type":44,"status":12,"tuer":10,"updated":63},"\u002Fnormalitaet-und-scham","Wann ist eine sexuelle Vorliebe ein Problem? Die Antwort der Diagnosesysteme","Nicht der Inhalt einer Vorliebe entscheidet darüber, ob sie klinisch bedeutsam ist, sondern zwei andere Kriterien. Was DSM-5 und ICD-11 tatsächlich verlangen.",{"route":160,"title":161,"description":162,"cluster":154,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":63},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fscham-nach-einer-fantasie","Scham nach einer sexuellen Fantasie: Was sie bedeutet und was nicht","Eine beunruhigende Fantasie erfüllt für sich kein Diagnosekriterium. Was sexuelle Scham danach auslöst und woher sie kommt.",{"route":164,"title":165,"description":166,"cluster":154,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":63},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fsexuelle-skripte","Sexuelle Skripte: Warum Begehren einem Muster folgt","Gagnon und Simon erklärten sexuelles Verhalten 1973 über drei Ebenen erlernter Skripte, nicht als biologischen Trieb. Was das Modell trägt.",{"route":168,"title":169,"description":170,"cluster":154,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":58},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Ftrauma-und-sexualitaet","Trauma und Sexualität: Was die Forschung zeigt und wo sie unsicher bleibt","Große Stichproben finden keinen generellen Zusammenhang zwischen Kindheitstrauma und bestimmten sexuellen Vorlieben. Was einzelne Studien trotzdem zeigen.",{"route":172,"title":173,"description":174,"cluster":154,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":63},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Funterdrueckung-schadet","Schadet Unterdrückung häufiger als die Vorliebe selbst?","Verstecken und Selbststigma hängen mit mehr Angst und Depression zusammen als die Vorliebe selbst. Was das Minoritätenstress-Modell zeigt.",{"route":176,"title":177,"description":178,"cluster":154,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":63},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fvorliebe-und-stoerung","Vorliebe oder Störung? Was die Diagnosekriterien im Einzelnen verlangen","Kriterium B ist nur die halbe Antwort. DSM-5 und die ICD-11-Arbeitsgruppe ordnen sexuelle Vorlieben nach zwei verschiedenen Logiken.",{"route":180,"title":181,"description":182,"cluster":183,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":63},"\u002Fschattenarbeit\u002Ffreuds-trieblehre-heute","Freuds Trieblehre heute: was von den Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie trägt","Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie: Das Stufenmodell (oral, anal, phallisch) stammt nicht aus 1905. Wie Freuds Theorie wuchs und was davon heute trägt.","B",{"route":185,"title":186,"description":187,"cluster":183,"type":44,"status":12,"tuer":10,"updated":58},"\u002Fschattenarbeit","Schattenarbeit: was C. G. Jung wirklich gemeint hat","Der Schatten ist bei Jung nicht die dunkle Seite und nicht das Böse, sondern etwas deutlich Unbequemeres. Was im Original steht und was die Belege hergeben.",{"route":189,"title":190,"description":191,"cluster":183,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":63},"\u002Fschattenarbeit\u002Findividuation","Individuation bei C. G. Jung: was der Begriff bedeutet und was nicht","Individuation ist bei Jung ein lebenslanger Prozess, kein Zustand und keine Selbstverwirklichung. Was der Begriff meint, und wo die Belege enden.",{"route":193,"title":194,"description":195,"cluster":183,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":58},"\u002Fschattenarbeit\u002Fschattenarbeit-im-netz","Schattenarbeit-Übungen im Netz: was sie mit Jung teilen und was nicht","Übungen, Journaling-Listen, 30-Tage-Programme: Was online Schattenarbeit heißt, teilt mit Jung oft nur den Namen. Was helfen kann und was unbelegt ist.",{"route":197,"title":198,"description":199,"status":57,"updated":200},"\u002Fseiten\u002Finhaltsverzeichnis","Inhalt","Vier Teile, zwölf Kapitel: die Gliederung von „Der Schatten des Begehrens“.","2026-09-16",{"route":202,"title":203,"description":204,"status":57,"updated":200},"\u002Fseiten\u002Fueber-das-buch","Über das Buch","Entstehung, Quellenarbeit und Haltung hinter „Der Schatten des Begehrens“, einem narrativen Sachbuch über Tiefenpsychologie, Kulturgeschichte und Sexualität.",{"route":206,"title":207,"description":208,"cluster":209,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":63},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Ferregung-und-verlangen","Sind Erregung und Verlangen dasselbe? Zwei Modelle, ein Unterschied","Erregung ist eine Reaktion, Verlangen ein Bedürfnis. Beide können unabhängig auftreten. Was Bassons zirkuläres Modell und das Dual-Control-Modell zeigen.","C",{"route":211,"title":212,"description":213,"cluster":209,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":63},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Ferregungsdiskordanz","Erregungsdiskordanz: Wenn der Körper reagiert, ohne dass jemand erregt sein will","Körper und Erleben fallen nicht immer zusammen: bei Frauen im Mittel seltener als bei Männern. Und eine körperliche Reaktion ist kein Zeichen von Zustimmung.",{"route":215,"title":216,"description":217,"cluster":209,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":63},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Ffetisch-vorliebe-stoerung","Fetisch, Vorliebe, Störung: wo verläuft die Grenze wirklich?","Ein Fetisch ist keine Diagnose. Was das DSM-5 zusätzlich verlangt, damit daraus eine fetischistische Störung wird, und was die ICD-11 dazu sagt.",{"route":219,"title":220,"description":221,"cluster":209,"type":44,"status":12,"tuer":10,"updated":58},"\u002Fwie-begehren-entsteht","Wie entsteht ein Fetisch? Vier Erklärungsmodelle und was sie taugen","Kopplung, Übergangsobjekt, Bindung, Kulturgeschichte: Vier Modelle erklären, wie ein Fetisch entsteht. Keines erklärt, warum ausgerechnet dieses Objekt.",{"route":223,"title":224,"description":225,"cluster":209,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":63},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Fkonditionierung-und-grenzen","Wie Konditionierung eine sexuelle Vorliebe formen kann und wo das Modell endet","Ein neutraler Reiz kann durch Kopplung mit Erregung selbst erregend werden, zeigte Rachmans Experiment 1966. 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