[{"data":1,"prerenderedAt":284},["ShallowReactive",2],{"content:begehren-ohne-genuss\u002Fleistungsdruck-beim-sex":3,"artikel:liste":50},{"frontmatter":4,"sections":29,"html":34,"empfehlungen":35},{"title":5,"metaTitle":6,"description":7,"cluster":8,"type":9,"tuer":10,"anzeigenziel":11,"status":12,"updated":13,"citeKeys":14,"vertiefungTitel":28},"Leistungsdruck beim Sex: was hinter dem Zwang steckt, immer zu können","Leistungsdruck beim Sex: woher der Zwang kommt","Leistungsdruck beim Sex: woher der Maßstab stammt, an dem sich manche Männer messen, und was die Forschung über Wollen und Genießen weiß.","I","speiche","T1",false,"live","2026-09-25",[15,16,17,18,19,20,21,22,23,24,25,26,27],"williams1999","laqueur2003","porterhall1995","stephens2009","sengoopta2006","history-viagra-1998","loe2004","robinson1993","berridge2015pleasure","voon2014","ley2014emperor","robinsonberridge2025","kraus2018icd11","Vertiefung: Herkunft des Maßstabs, Befundlage, offene Fragen",{"snippet":30,"kurzfassung":31,"vertiefung":32,"angebot":33},"\u003Cp>Hinter dem Leistungsdruck beim Sex, dem Zwang, immer zu können, steht ein Maßstab mit Geschichte. Die Medizin des\n19. Jahrhunderts sah Samen als knappe Lebenskraft, und seit 1998 ist Sildenafil (Viagra)\nzugelassen. Die Hirnforschung unterscheidet Wollen und Genießen. Eine kleine Studie fand Hinweise\ndarauf bei Männern mit zwanghaftem Sexualverhalten, doch die Übertragung auf Sex ist\numstritten.\u003C\u002Fp>\n","\u003Cp>Sie merken, dass etwas nicht stimmt, und können es nicht benennen. Am Verlangen scheint es nicht\nzu liegen, es ist da, manchmal sogar reichlich. Trotzdem fühlt sich die Nähe für Sie an, als ginge\nes um etwas anderes.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Über einen bestimmten Mann kann diese Seite nichts sagen. Sie beschreibt zwei Dinge, die sich\nbelegen lassen. Das eine ist die Herkunft des Maßstabs hinter dem Leistungsdruck beim Sex. Das\nandere ist der Unterschied zwischen Wollen und Genießen, wie ihn die Forschung beschreibt. Beides gehört zu einer größeren\nFrage, dem \u003Ca href=\"\u002Fbegehren-ohne-genuss\">Funktionieren bei wenig Spüren\u003C\u002Fa>. Ob eine Distanz nach der\nNähe etwas mit Bindung zu tun hat, ist eine eigene Frage. Ihr geht der Text über den\n\u003Ca href=\"\u002Fbindungsstile\u002Fvermeidender-bindungsstil\">vermeidenden Bindungsstil\u003C\u002Fa> nach.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Warum müssen Männer beim Sex ihre Männlichkeit beweisen?\u003C\u002Fh2>\n\u003Cp>Ein Naturgesetz ist das nicht, denn der Maßstab hat sich über die Zeit verändert. Im alten Rom\nwar Männlichkeit eine soziale Rolle. Nach der Darstellung von Craig\nWilliams bewies ein freier Bürger seinen Rang als Mann durch die aktive Rolle im Sexualakt. Wer die\npassive Rolle einnahm, rückte sozial nach unten. Die entscheidende Achse war aktiv oder passiv,\nnicht hetero- oder homosexuell im heutigen Sinn\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Sex war dort also eine\nBestätigung vor anderen.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Mit Leistung im heutigen Sinn hat das wenig zu tun. Dauer, Wiederholbarkeit und die Güte der\nErektion als Messgrößen sind in den Quellen dieser Seite für die Antike nicht belegt. Rom taugt\ndeshalb als Gegenbild, nicht als Anfang einer Linie, die bis heute reicht. Es zeigt, dass\nMännlichkeit schon früh sozial bewertet wurde. Wie sie bewertet wurde, war etwas anderes.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Woher kommt der Leistungsdruck beim Sex?\u003C\u002Fh2>\n\u003Cp>Die Quellen dieser Seite zeigen zwei Umbrüche. Der erste reicht vom 18. ins 19. Jahrhundert, der\nzweite liegt am Ende des 20. Thomas Laqueur beschreibt in seiner Kulturgeschichte der Masturbation, dass Masturbation um 1700 noch als\nkleineres moralisches Vergehen galt. Im Lauf des 18. Jahrhunderts wurde sie zunehmend für\nkörperliche, seelische und gesellschaftliche Übel verantwortlich gemacht, aus dem moralischen Vergehen wurde\neine medizinische Bedrohung\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">2\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Die viktorianische Medizin dachte dabei in einer Art Haushalt. Roy Porter und Lesley Hall nennen\ndas eine „seminale Ökonomie“: Samen galt als begrenzte Lebenskraft, deren Verlust erschöpft und\nkrank macht\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">3\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Elizabeth Stephens zeigt, wie daraus\nzwischen 1836 und 1866 eine eigene Diagnose wurde, die „Spermatorrhoe“, ein angeblich krankhafter\nSamenverlust. Zu ihren Anzeichen zählten Ärzte so Unterschiedliches wie Erröten, Erschöpfung,\nMelancholie und Selbstzweifel\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">4\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Ob sich aus dieser Sorge, zu viel zu\nverlieren, der heutige Leistungsanspruch entwickelt hat, zeigen die Quellen nicht. Sie zeigen,\ndass männliche Sexualität damals zum Gegenstand ärztlicher Bewertung wurde.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Dazu kamen die Hormone. Der Wissenschaftshistoriker Chandak Sengoopta\nbeschreibt, wie das Konzept der Sexualhormone zwischen 1850 und 1950 Hoffnungen weckte, Eingriffe\nan den Drüsen könnten Krankheiten, Funktionsstörungen und sogar soziale Abweichung heilen. Die\nKeimdrüsen galten als Quelle von Vitalität überhaupt\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">5\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Der zweite Umbruch hat ein genaues Datum. Am 27. März 1998 ließ die US-Arzneimittelbehörde FDA\nSildenafil unter dem Namen Viagra gegen Erektionsstörungen zu\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">6\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Die\nSoziologin Meika Loe argumentiert, das Präparat habe verändert, was in den USA als „normaler“ Sex\ngilt. Sie spricht von einer Medikalisierung der Unzufriedenheit und beschreibt, wie Viagra als\nPille der Männlichkeit vermarktet wurde\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">7\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Seitdem lässt sich das\nFunktionieren herstellen, und damit wird es auch erwartbar. Dieser letzte Satz ist eine Deutung\ndieser Seite, keine Aussage Loes.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Liest man diese Stationen nebeneinander, ist der Leistungsanspruch, im Alltag auch\nPerformance-Druck genannt, kaum ein Fehler Einzelner. Er ist eher ein Maßstab, an dem Medizin und\nMarkt mitgebaut haben. Auch das ist eine Deutung dieser Seite.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Was ist der Unterschied zwischen Wollen und Genießen?\u003C\u002Fh2>\n\u003Cp>In der Hirnforschung sind Wollen und Genießen zwei verschiedene Vorgänge. Terry Robinson und Kent\nBerridge beschrieben 1993, dass das mesolimbische Dopaminsystem des Gehirns das Wollen vermittelt, die\nAnreizmotivation. Den Genuss beim Erleben selbst vermittelt es nach ihrer Theorie nicht. Im\nEnglischen heißen die beiden Komponenten \u003Cem>wanting\u003C\u002Fem> und \u003Cem>liking\u003C\u002Fem>\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">8\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Die\nTheorie entstand, um Drogensucht zu erklären.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>In einer Übersicht von 2015 fassen Berridge und Morten Kringelbach den Stand zusammen. Das Wollen\nentsteht in einem großen, weit verteilten System. Der Genuss selbst entsteht in wenigen, eng\nbegrenzten Zentren. Bei Menschen steigert ein durch das Medikament L-DOPA erhöhter Dopaminspiegel die berichtete Lust\nnicht\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">9\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Man kann also etwas stark wollen, ohne es mehr zu genießen.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Die Einschränkung gehört dazu. Die ursächlichen Belege für diese Trennung stammen fast ganz aus\nVersuchen an Ratten, weil solche Eingriffe am Menschen aus ethischen Gründen nicht möglich sind.\nBildgebende Studien am Menschen zeigen nur, welche Regionen gleichzeitig aktiv sind. Welche Region was\nverursacht, zeigen sie nicht. Das schreiben Berridge und Kringelbach selbst\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">9\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Gibt es Wollen ohne Genießen auch beim Sex?\u003C\u002Fh2>\n\u003Cp>Dafür gibt es einen kleinen Befund und eine deutliche Gegenstimme. Valerie Voon und Kolleg:innen\nuntersuchten 2014 im Hirnscanner 19 heterosexuelle Männer mit zwanghaftem Sexualverhalten und 19\nMänner ohne. Bei sexuell expliziten Videos gaben die Männer mit zwanghaftem Verhalten mehr\nVerlangen an als die Vergleichsgruppe, fanden die Videos aber ähnlich angenehm. Bei erotischen,\nnicht expliziten Reizen lag ihr Gefallen dagegen sogar höher\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">10\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Das Bild ist\nalso uneinheitlicher, als die Formel vom Wollen ohne Genießen vermuten lässt.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>David Ley, Nicole Prause und Peter Finn kommen in einem Überblick von 2014 zu\neinem anderen Schluss. Für sexuelles Bildmaterial sei nie gezeigt worden, dass sich Genießen in\nbloßes Wollen verschiebe, wie es für Drogen gezeigt sei\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">11\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Und die Urheber der Theorie\nselbst grenzen sie in einem Rückblick von 2025 ab. Robinson und Berridge schreiben dort, ihre\nTheorie sei für Drogensucht entwickelt worden, nicht für sogenannte Verhaltenssüchte\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">12\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Wollen ohne Genießen ist beim Sex deshalb ein Erklärungsangebot, kein gesicherter Befund. Und eine\nVerbindung zum Leistungsdruck hat keine dieser Studien untersucht. Untersucht wurden Männer mit\nzwanghaftem Sexualverhalten, nicht Männer, die sich beim Sex unter Druck setzen. Dass beides\nzusammenhängt, liegt als Frage nahe. Belegt ist es nicht.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Ist das eine Sucht oder eine Krankheit?\u003C\u002Fh2>\n\u003Cp>Keine der Quellen dieser Seite macht aus Wollen ohne Genießen eine Diagnose. Es gibt zwar eine Diagnose für zwanghaftes Sexualverhalten, die \u003Cem>Compulsive Sexual Behaviour\nDisorder\u003C\u002Fem> (CSBD) in der ICD-11. Die Arbeitsgruppe der Weltgesundheitsorganisation, die sie\nvorgeschlagen hat, ordnet sie aber als Störung der Impulskontrolle ein und ausdrücklich nicht als\nSucht. Hohes sexuelles Verlangen ohne Kontrollverlust fällt nicht darunter, und Leidensdruck, der\nallein aus moralischer Verurteilung stammt, ebenso wenig\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">13\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Hier treffen zwei Fachdebatten aufeinander, die man leicht zu einer verkürzt. Die eine fragt,\nwie das Gehirn Wollen und Genießen trennt. Die andere fragt, wann Sexualverhalten eine Störung\nist. Ein Befund aus der ersten ist für die zweite weder nötig noch ausreichend. Die Arbeitsgruppe\nhält selbst offen, ob bei CSBD überhaupt Prozesse wie bei einer Sucht ablaufen\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">13\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\nWas die Diagnose voraussetzt und was sie ausschließt, steht im Text darüber, \u003Ca href=\"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fist-sexsucht-eine-diagnose\">ob Sexsucht eine\nanerkannte Diagnose ist\u003C\u002Fa>.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Was kann eine Partnerin mit diesem Wissen anfangen?\u003C\u002Fh2>\n\u003Cp>Von außen lässt sich Wollen ohne Genießen nicht feststellen. Auch in der Studie von Voon schätzten\ndie Männer ihr Verlangen und ihr Gefallen selbst ein\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">10\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Was eine Partnerin\nbeobachtet, ist ihr eigenes Erleben der Nähe, und das kann sie beschreiben. Was im anderen\nvorgeht, bleibt eine Vermutung.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Die Geschichte des Maßstabs kann dabei eine Sprache geben, die niemanden anklagt. Wer weiß, dass\nder Anspruch, immer zu können, gewachsen ist, muss ihn nicht als Charakterfehler lesen, weder beim\nanderen noch bei sich. Was hier steht, ersetzt kein Gespräch mit einer Fachperson, etwa in einer\nPaar- oder Sexualberatung.\u003C\u002Fp>\n","\u003Cp>\u003Cstrong>Wie belastbar die historischen Quellen sind.\u003C\u002Fstrong> Alle Aussagen zu Rom, zum 18. und 19.\nJahrhundert und zu Loe beruhen auf Fachliteratur, die für diese Seite nur bibliografisch und über\nRezensionen oder Zusammenfassungen geprüft wurde\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">2\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">3\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">4\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">5\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">7\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\nDeshalb steht hier kein wörtliches Zitat aus diesen Büchern. Der Begriff der seminalen Ökonomie\nist nur über ein Sekundärzitat bei Stephens bestätigt, eine Seitenzahl bei Porter und Hall ist\nnicht ermittelt\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">3\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Das Zulassungsdatum von Viagra ist dagegen an einer\nzeitgenössischen Meldung gegengeprüft\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">6\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>\u003Cstrong>Was aus Rom nicht folgt.\u003C\u002Fstrong> Die Deutung von \u003Cem>virtus\u003C\u002Fem> als aktive Rolle gilt in der\nAltertumswissenschaft als Konsens\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Ein Leistungsdenken, das Dauer oder\nErektion misst, ist für die Antike in den Quellen dieser Seite nicht belegt. Die griechische\nAntike wurde nicht untersucht. Wer eine gerade Linie von Rom zum heutigen Druck zieht, verlängert\neine Analogie zu einer Herkunft.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>\u003Cstrong>Die Studie von Voon im Einzelnen.\u003C\u002Fstrong> Die Stichprobe war klein, bestand nur aus heterosexuellen\nMännern, und sie wurde zu einem einzigen Zeitpunkt erhoben. Ursache und Wirkung lassen sich so\nnicht trennen. Im Hirnscanner hing die Vernetzung eines Netzwerks aus Gürtelwindung, Striatum und\nAmygdala stärker mit dem Verlangen zusammen als mit dem Gefallen, und bei den Männern mit\nzwanghaftem Verhalten stärker als bei den anderen. Die Autor:innen legen sich nicht fest, ob\nzwanghaftes Sexualverhalten eine Impulskontrollstörung, eine Zwangsspektrumsstörung oder eine\nVerhaltenssucht ist, und fordern weitere Studien\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">10\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>\u003Cstrong>Wie sich Voon und die Kritik zueinander verhalten.\u003C\u002Fstrong> Ley, Prause und Finn nennen die Studie von\nVoon nicht; ihr Überblick erschien im selben Jahr. Ganz widersprechen sich beide Befunde nicht.\nVoon fand mehr Verlangen bei ähnlichem Gefallen, Ley und Kolleg:innen bestreiten, dass das Gefallen\nbei Sexualreizen je zugunsten des bloßen Wollens gesunken sei\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">10\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">11\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\nSie führen aber zu verschiedenen Schlüssen darüber, ob die Sprache der Sucht auf Sexualverhalten\npasst.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>\u003Cstrong>Der Rückblick der Urheber.\u003C\u002Fstrong> Dass Robinson und Berridge ihre Theorie 2025 auf Drogensucht\nbegrenzen, ist die wichtigste Einschränkung auf dieser Seite. Sie stammt von den Urhebern\nselbst. Der Wortlaut wurde für diese Seite nur über eine automatisierte\nAuszug-Fassung des Volltexts geprüft, deshalb steht die Aussage hier als Referat\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">12\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\nIm selben Text räumen sie ein, dass selbst die Übertragung der Befunde von Nagetieren auf Primaten\nin Teilen des Fachs umstritten ist.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>\u003Cstrong>Was dieser Text nicht zeigt:\u003C\u002Fstrong>\u003C\u002Fp>\n\u003Cul>\n\u003Cli>Dass Männer mit Leistungsdruck zwanghaftes Sexualverhalten entwickeln.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Dass Wollen ohne Genießen beim Menschen breit belegt ist. Die Humanbefunde sind klein und\nuneinheitlich.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Dass der heutige Anspruch in gerader Linie aus Rom oder dem 19. Jahrhundert stammt.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Irgendetwas über einen bestimmten Menschen.\u003C\u002Fli>\n\u003C\u002Ful>\n\u003Cp>\u003Cstrong>Offene Fragen, die hier keine Antwort bekommen.\u003C\u002Fstrong> Welche Rolle Pornografie für Erwartungen an\nSex spielt, ist eine eigene Frage und wird hier nicht behandelt. Ebenso die Frage, was die\nSozialpsychologie unter prekärer Männlichkeit versteht, also einer Männlichkeit, die immer wieder\nbestätigt werden muss. Und ob Versagensangst und Leistungsdruck dasselbe meinen, wurde für diese\nSeite nicht geprüft.\u003C\u002Fp>\n\u003Chr>\n\n\u003Col id=\"quellen\">\n\u003Cli>Williams, C. A. (1999). \u003Cem>Roman Homosexuality: Ideologies of Masculinity in Classical Antiquity.\u003C\u002Fem> Oxford University Press, Oxford (2. Aufl. 2010). Hier: das „Penetrative Paradigm“, Nachwort der 2. Auflage. \u003Cstrong>Vorbehalt:\u003C\u002Fstrong> nur bibliografisch und über Rezensionen geprüft, kein Volltext eingesehen; Seitenangaben liegen nicht vor.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Laqueur, T. W. (2003). \u003Cem>Solitary Sex: A Cultural History of Masturbation.\u003C\u002Fem> Zone Books, New York. \u003Cstrong>Vorbehalt:\u003C\u002Fstrong> nur über Verlagsangaben und Rezensionen geprüft, kein Volltext eingesehen.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Porter, R., &amp; Hall, L. (1995). \u003Cem>The Facts of Life: The Creation of Sexual Knowledge in Britain, 1650–1950.\u003C\u002Fem> Yale University Press, New Haven. \u003Cstrong>Vorbehalt:\u003C\u002Fstrong> Der Begriff „seminal economy“ ist nur über ein Sekundärzitat bei Stephens (2009) bestätigt; das Buch wurde nicht eingesehen, die Seitenzahl ist ungeklärt.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Stephens, E. (2009). Coining Spermatorrhoea: Medicine and Male Body Fluids, 1836–1866. \u003Cem>Sexualities\u003C\u002Fem> 12(4), S. 467–485. DOI 10.1177\u002F1363460709105713. \u003Cstrong>Vorbehalt:\u003C\u002Fstrong> nur Abstract und Zusammenfassungen eingesehen; die genannten Anzeichen sind eine Auswahl aus dem dort beschriebenen Katalog.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Sengoopta, C. (2006). \u003Cem>The Most Secret Quintessence of Life: Sex, Glands, and Hormones, 1850–1950.\u003C\u002Fem> University of Chicago Press, Chicago. \u003Cstrong>Vorbehalt:\u003C\u002Fstrong> nur über Verlagsangaben und eine Rezension geprüft, kein Volltext eingesehen.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>History.com Editors. FDA approves Viagra. \u003Cem>This Day in History\u003C\u002Fem>, 27. März 1998. Datum gegengeprüft an einer zeitgenössischen Meldung: ScienceDaily, 1. April 1998, „FDA Approves Impotence Pill, Viagra“.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Loe, M. (2004). \u003Cem>The Rise of Viagra: How the Little Blue Pill Changed Sex in America.\u003C\u002Fem> New York University Press, New York. \u003Cstrong>Vorbehalt:\u003C\u002Fstrong> nur über Verlagsangaben, Katalog und Rezensionen geprüft, kein Volltext eingesehen.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Robinson, T. E., &amp; Berridge, K. C. (1993). The neural basis of drug craving: An incentive-sensitization theory of addiction. \u003Cem>Brain Research Reviews\u003C\u002Fem> 18(3), S. 247–291. DOI 10.1016\u002F0165-0173(93)90013-P. \u003Cstrong>Vorbehalt:\u003C\u002Fstrong> Werkangaben dreifach geprüft; die Kernaussage nur über spätere Zusammenfassungen, der Volltext wurde nicht eingesehen.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Berridge, K. C., &amp; Kringelbach, M. L. (2015). Pleasure systems in the brain. \u003Cem>Neuron\u003C\u002Fem> 86(3), S. 646–664. DOI 10.1016\u002Fj.neuron.2015.02.018. Volltext eingesehen. \u003Cstrong>Vorbehalt:\u003C\u002Fstrong> Die ursächlichen Belege stammen überwiegend aus Tierversuchen; Humanbefunde sind nach Angabe der Autoren korrelativ.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Voon, V., Mole, T. B., Banca, P., u. a. (2014). Neural correlates of sexual cue reactivity in individuals with and without compulsive sexual behaviours. \u003Cem>PLOS ONE\u003C\u002Fem> 9(7), e102419. DOI 10.1371\u002Fjournal.pone.0102419. Abstract und Ergebnisteil im Volltext eingesehen. \u003Cstrong>Vorbehalt:\u003C\u002Fstrong> n = 19 + 19, nur heterosexuelle Männer, Querschnitt; bei erotischen Reizen lag das Gefallen in der Gruppe mit zwanghaftem Verhalten höher.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Ley, D., Prause, N., &amp; Finn, P. (2014). The emperor has no clothes: A review of the ‚pornography addiction‘ model. \u003Cem>Current Sexual Health Reports\u003C\u002Fem> 6(2), S. 94–105. DOI 10.1007\u002Fs11930-014-0016-8. Volltext eingesehen.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Robinson, T. E., &amp; Berridge, K. C. (2025). The incentive-sensitization theory of addiction 30 years on. \u003Cem>Annual Review of Psychology\u003C\u002Fem> 76(1), S. 29–58. DOI 10.1146\u002Fannurev-psych-011624-024031. \u003Cstrong>Vorbehalt:\u003C\u002Fstrong> Fundstelle vorläufig; der Wortlaut wurde nur über eine automatisierte Auszug-Fassung des Volltexts geprüft, nicht am Rohtext. Deshalb hier nur referiert.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Kraus, S. W., Krueger, R. B., Briken, P., u. a. (2018). Compulsive sexual behaviour disorder in the ICD-11. \u003Cem>World Psychiatry\u003C\u002Fem> 17(1), S. 109–110. DOI 10.1002\u002Fwps.20499. Volltext eingesehen. Stellungnahme der WHO-Arbeitsgruppe, die die Kategorie vorgeschlagen hat.\u003C\u002Fli>\n\u003C\u002Fol>\n\u003C!-- todo resarch andere Kulturen in den vergleich mit aufnehmen, orgassmus und eakulation verschieden, Eigenes thema pornos und porno sucht, falsches bild -->","\u003Cp>Um Ihr eigenes Verlangen geht es im \u003Ca data-cta=\"primary\" href=\"\u002Fselbsttest\">Selbstauskunftsbogen\u003C\u002Fa>, nicht um das eines anderen\nMenschen. Nach 21 Aussagen zeigt er, welche der drei Linien des Verlangens bei Ihnen hervortritt.\nEine Diagnose ist das nicht, und behalten wird von Ihren Antworten nichts.\u003C\u002Fp>","",[36,40,46],{"route":37,"title":38,"description":39},"\u002Fbegehren-ohne-genuss\u002Fparentifizierung-erkennen","Parentifizierung erkennen: was der Begriff meint und was ein Test nicht zeigt","Parentifizierung heißt, ein Kind wird für die Gefühle der Eltern zuständig. Was dazugehört, was nicht und warum ein Fragebogen das nicht entscheidet.",{"route":41,"title":42,"description":43,"image":44,"imageAlt":45},"\u002Fbegehren-ohne-genuss\u002Falexithymie-bei-maennern","Alexithymie: was sie ist, was ein Test misst und was bei Männern stimmt","Alexithymie heißt, Gefühle schwer zu erkennen und zu benennen. Was ein Test wie die TAS-20 misst und was die Forschung bei Männern korrigiert hat.","\u002Fimages\u002Fi-01-alexithymie.jpg","Ein farbenfrohes, herzförmiges Objekt, das perfekt verschlossen in einem durchsichtigen Glaswürfel liegt.",{"route":47,"title":48,"description":49},"\u002Fbegehren-ohne-genuss\u002Fvermeidung-oder-entscheidung","Wenn aus einem Nicht-Getanen im Rückblick eine Entscheidung wird","Nachträgliche Gründe sind gut erforscht, aber nur für Getanes. Was Experimente und Freeze-Forschung über eine Vermeidung sagen, die man Entscheidung nennt.",[51,53,59,63,70,72,73,74,81,86,90,94,98,102,106,113,117,121,127,131,136,140,144,148,152,156,160,166,170,174,178,182,186,190,194,199,203,207,211,215,219,223,227,231,236,242,246,250,255,259,264,268,272,276,280],{"route":41,"title":42,"description":43,"image":44,"imageAlt":45,"cluster":8,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":52},"2026-09-24",{"route":54,"title":55,"description":56,"image":57,"imageAlt":58,"cluster":8,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":52},"\u002Fbegehren-ohne-genuss\u002Fdon-juan-muster","Don-Juan-Syndrom: woher das Etikett stammt und was über Rückzug bekannt ist","Ist das Don-Juan-Syndrom eine Diagnose? Wie Otto Rank die Figur 1922 las und was die Bindungsforschung über Menschen weiß, die Nähe klein halten.","\u002Fimages\u002Fi-02-don-juan.jpg","Eine endlose Reihe eleganter, identischer Torbögen, die in die Ferne führen.",{"route":60,"title":61,"description":62,"cluster":8,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":52},"\u002Fbegehren-ohne-genuss\u002Fhelfersyndrom","Helfersyndrom: was Schmidbauer meint und was eine Studie dazu zeigt","Was Wolfgang Schmidbauer mit dem Helfersyndrom meint, was eine Studie an Pflegekräften fand und wie das Muster mit Bowlbys Bindungstheorie zusammenhängt.",{"route":64,"title":65,"description":66,"image":67,"imageAlt":68,"cluster":8,"type":69,"status":12,"tuer":10,"updated":52},"\u002Fbegehren-ohne-genuss","Begehren ohne Genuss: Warum manche Menschen funktionieren und dabei wenig spüren","Innere Leere ist auch für die Forschung schwer zu fassen. Was eine Übersicht über 99 Studien zeigt und warum wenig Spüren als Schutz beginnen kann.","\u002Fimages\u002Fi-00-begehren-ohne-genuss.jpg","Eine sterile, aber beeindruckende moderne Architekturhalle, die von kühlem Licht durchflutet wird.","pfeiler",{"route":71,"title":5,"description":7,"cluster":8,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":13},"\u002Fbegehren-ohne-genuss\u002Fleistungsdruck-beim-sex",{"route":37,"title":38,"description":39,"cluster":8,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":52},{"route":47,"title":48,"description":49,"cluster":8,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":52},{"route":75,"title":76,"description":77,"cluster":78,"type":9,"status":79,"tuer":10,"updated":80},"\u002Fbindungsstile\u002Fbindung-und-sexualitaet","Bindung und Sexualität: Was der Bindungsstil über Sex aussagt und was nicht","Unsichere Bindung verändert nicht, was Menschen begehren, sondern wozu sie Sex benutzen. Was die Forschung zeigt, mit Studien und Jahreszahlen.","A","geprüft","2026-08-28",{"route":82,"title":83,"description":84,"cluster":78,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":85},"\u002Fbindungsstile\u002Fbindung-und-sexualpraktiken","Bindungsstil und Sexualpraktiken: Was die Forschung misst und was nicht","Bindungsangst und -vermeidung sagen etwas über sexuelle Zufriedenheit, Häufigkeit und Kommunikation. Über einzelne Praktiken sagen sie nichts.","2026-08-29",{"route":87,"title":88,"description":89,"cluster":78,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":85},"\u002Fbindungsstile\u002Fbindungsstil-aendern","Kann sich ein Bindungsstil ändern? Was die Längsschnittforschung zeigt","Bindungssicherheit ist mäßig stabil, nicht festgelegt. Was Längsschnittstudien über Alter, Therapie und die sogenannte erarbeitete Sicherheit zeigen.",{"route":91,"title":92,"description":93,"cluster":78,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":52},"\u002Fbindungsstile\u002Fdesorganisierte-bindung","Desorganisierter Bindungsstil: Was Main und Solomon beschrieben haben","Desorganisierter Bindungsstil: woran Fachleute ihn bei Säuglingen erkennen und warum man ihn nicht mit Tests für Erwachsene verwechseln sollte.",{"route":95,"title":96,"description":97,"cluster":78,"type":9,"status":79,"tuer":10,"updated":80},"\u002Fbindungsstile\u002Fdie-vier-bindungsstile","Die vier Bindungsstile und warum die Forschung sie nicht als Typen führt","Sicher, ängstlich, vermeidend, ängstlich-vermeidend: woher die vier Stile kommen, wie sie gemessen werden und warum sie keine Persönlichkeitstypen sind.",{"route":99,"title":100,"description":101,"cluster":78,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":85},"\u002Fbindungsstile\u002Fdurchsetzungsfaehigkeit","Bindungssicherheit und Durchsetzungsfähigkeit: was belegt ist und was nicht","Ob sichere Bindung durchsetzungsfähiger macht, ist schwächer belegt, als es klingt. Was die Forschung tatsächlich misst, mit Studien und Jahreszahlen.",{"route":103,"title":104,"description":105,"cluster":78,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":13},"\u002Fbindungsstile\u002Fgaslighting-was-es-wirklich-bedeutet","Gaslighting: Was der Begriff bedeutet und wo er aufhört","Was bedeutet Gaslighting? Was die Forschung darunter versteht, warum ein Machtgefälle dazugehört und warum verschiedene Erinnerungen allein keines sind.",{"route":107,"title":108,"description":109,"image":110,"imageAlt":111,"cluster":78,"type":69,"status":79,"tuer":10,"updated":112},"\u002Fbindungsstile","Bindungsstile: Was die Forschung sagt","Woher die Bindungsstile stammen, was Bowlby und Ainsworth zeigten, und warum die Forschung von Skalen statt Typen spricht.","\u002Fimages\u002Fa-00-bindungsstile.jpg","Eine dynamische, in sich verschlungene abstrakte Skulptur aus farbigen Elementen.","2026-09-18",{"route":114,"title":115,"description":116,"cluster":78,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":13},"\u002Fbindungsstile\u002Fnarzissmus-erkennen","Narzisst erkennen: Was die Diagnose verlangt und was man von außen nicht sieht","Woran lässt sich ein Narzisst erkennen? Was DSM-5 und ICD-11 für die Diagnose verlangen und welche Frage sich über eine Beziehung beantworten lässt.",{"route":118,"title":119,"description":120,"cluster":78,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":85},"\u002Fbindungsstile\u002Fsexuelle-wuensche-aeussern","Sexuelle Wünsche äußern und warum es manchen Menschen schwerer fällt","Warum manche Menschen sexuelle Wünsche kaum aussprechen: was drei Studien zu Bindung und sexueller Kommunikation zeigen, und wo sie sich widersprechen",{"route":122,"title":123,"description":124,"image":125,"imageAlt":126,"cluster":78,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":13},"\u002Fbindungsstile\u002Fvermeidender-bindungsstil","Vermeidender Bindungsstil: Was die Forschung beschreibt und was sie über einen Menschen nicht sagt","Was meint die Forschung mit vermeidendem Bindungsstil? Rückzug bei Nähe, seltener Bitten um Hilfe, Sexualität und warum daraus kein Etikett wird.","\u002Fimages\u002Fa-01-vermeidender-bindungsstil.jpg","Ein kühler, minimalistischer Raum, der durch eine halbdurchlässige Wand in zwei Bereiche getrennt wird.",{"route":128,"title":129,"description":130,"cluster":78,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":85},"\u002Fbindungsstile\u002Fwas-bindungstests-leisten","Was Bindungstests leisten: Selbstauskunft und das Interview im Vergleich","Selbstauskunftstests und das Adult Attachment Interview überschneiden sich kaum. Was jedes der beiden Verfahren misst, und was daraus folgt.",{"route":132,"title":133,"description":134,"cluster":135,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":52},"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Fanerkennung-als-beduerfnis","Anerkennung als Bedürfnis: warum es wehtut, nicht gehört zu werden","Ist das Bedürfnis nach Anerkennung ein Grundbedürfnis? Was Honneth und Taylor begründen, was die Psychologie dazu misst und wo beides getrennt bleibt.","J",{"route":137,"title":138,"description":139,"cluster":135,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":52},"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Feinwilligung-als-beziehung","Einwilligung als Beziehung: Warum das Formular das Falsche regelt","Informierte Einwilligung als Prozess statt einmaliger Unterschrift. Was rolling consent in der Oral History meint und warum es kein DSGVO-Widerruf ist.",{"route":141,"title":142,"description":143,"cluster":135,"type":69,"status":12,"tuer":10,"updated":52},"\u002Ferzaehlen-und-begehren","Erzählen und Begehren: Warum sich das Erzählte ändert, sobald jemand zuhört","Den Stranger-on-a-train-Effekt gibt es als Fachbegriff nicht. Was zum Erzählen vor Fremden belegt ist und wie das Zuhören das Erzählte verändert.",{"route":145,"title":146,"description":147,"cluster":135,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":52},"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Fnarrative-identitaet-abgenommen","Narrative Identität: Was aus einer Lebensgeschichte wird, die jemand anders behält","Narrative Identität meint ein Selbst, das sich in Geschichten fasst. Was belegt ist, wenn man die eigene erzählt und nichts zurückkommt.",{"route":149,"title":150,"description":151,"cluster":135,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":52},"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Fsekundaere-belastung-zuhoerende","Sekundäre Traumatisierung: wenn fremde Geschichten hängen bleiben","Sekundäre Traumatisierung setzt als Fachbegriff ein Trauma voraus. Was Zuhörende ohne Trauma berichten und welche Unterstützung dabei fehlt.",{"route":153,"title":154,"description":155,"cluster":135,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":52},"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Fsexuelle-biografie-als-erzaehlung","Falsche Erinnerungen? Wie weit die eigene sexuelle Geschichte beim Wiedererzählen abweicht","Warum sich falsche Erinnerungen richtig anfühlen und wie verlässlich das autobiografische Gedächtnis für die eigene sexuelle Vorgeschichte ist, laut Studien.",{"route":157,"title":158,"description":159,"cluster":135,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":52},"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Fzuhoererin-schutzdistanz","Professionelle Distanz beim Zuhören, und was sie von Gleichgültigkeit trennt","Professionelle Distanz muss keine Kälte sein. Was Georg Simmel über den Fremden schrieb und was Studien über gespielte Wärme im Interview zeigen.",{"route":161,"title":162,"description":163,"cluster":164,"type":9,"status":12,"tuer":165,"updated":85},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Ffoucaults-ars-erotica","Foucaults ars erotica: hält die Zuschreibung an die arabische Welt historisch stand?","Foucault zählte „arabo-moslemische Gesellschaften“ ohne Beleg zur ars erotica. Was die arabische Liebesliteratur zeigt, und was Kritik daran einwendet.","E","T4",{"route":167,"title":168,"description":169,"cluster":164,"type":69,"status":12,"tuer":165,"updated":13},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet","Was im Westen ‚Tantra' heißt, und was Tantra tatsächlich war","Was hierzulande als Tantra gilt, ist eine Erfindung der 1960er Jahre. Das historische Tantra war etwas anderes. Sexuelles Ritual war darin nicht die Mitte.",{"route":171,"title":172,"description":173,"cluster":164,"type":9,"status":12,"tuer":165,"updated":13},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Fkamasutra","Was wirklich im Kamasutra steht, und warum der Westen es für einen Stellungskatalog hält","Das Kamasutra gilt als Sexstellungsbuch. Nur eines seiner 36 Kapitel handelt von Stellungen. Was der Text stattdessen lehrt und woher die Verwechslung kommt.",{"route":175,"title":176,"description":177,"cluster":164,"type":9,"status":12,"tuer":165,"updated":85},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Frechter-und-linker-weg","Der 'linke Weg' im Tantra: Verehrung der Frau oder ihre Instrumentalisierung?","Dakṣiṇācāra und Vāmācāra sind mehr als rechts und links. Was die Forschung zur Frauenrolle im „linken Weg“ fand und was offenbleibt.",{"route":179,"title":180,"description":181,"cluster":164,"type":9,"status":12,"tuer":165,"updated":80},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Frussischer-eros","Der russische Eros: warum Russlands Sexualkultur als eigener Sonderweg gilt","Der russische Eros ist keine Volkscharakter-Eigenschaft, sondern eine Diskursgeschichte wiederholter Zyklen von Öffnung und staatlicher Kontrolle.",{"route":183,"title":184,"description":185,"cluster":164,"type":9,"status":12,"tuer":165,"updated":85},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Fsamenerhalt","Samenerhalt: die taoistische Lehre und was von ihr trägt","Die taoistische Lehre vom Samenerhalt trennt Orgasmus und Samenerguss. Das ist real. Ihre Heilsversprechen wie Langlebigkeit sind es nicht. Was belegt ist.",{"route":187,"title":188,"description":189,"cluster":164,"type":9,"status":12,"tuer":165,"updated":85},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Ftaoistische-kunst-der-schlafgemaecher","Die Kunst der Schlafgemächer: was fangzhong shu wirklich war","Fangzhong shu galt als „chinesisches Kamasutra“. Tatsächlich war es eine Gesundheitslehre, die Sex der Kultivierung unterordnete, nicht dem Genuss.",{"route":191,"title":192,"description":193,"cluster":164,"type":9,"status":12,"tuer":165,"updated":85},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Fvan-gulik","Robert van Gulik: wie das Wissen über Chinas Sexualkultur in den Westen kam","Ein niederländischer Diplomat schrieb 1961 das erste westliche Standardwerk zur Sexualgeschichte Chinas und prägte damit auch Foucaults „ars erotica“.",{"route":195,"title":196,"description":197,"cluster":198,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":85},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fasexualitaet","Asexualität: Was sie ist und was sie nicht ist","Asexualität heißt fehlende sexuelle Anziehung, nicht fehlendes Verlangen. Was das Ace-Spektrum umfasst und warum es keine Diagnose ist.","F",{"route":200,"title":201,"description":202,"cluster":198,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":13},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fhochsensibilitaet-test","Hochsensibilität im Test: Was der Fragebogen misst und was er offenlässt","Was ein Hochsensibilitätstest erfasst, wie viele Menschen in die hochsensible Gruppe fallen und warum die Forschung selbst bessere Messverfahren verlangt.",{"route":204,"title":205,"description":206,"cluster":198,"type":69,"status":12,"tuer":10,"updated":85},"\u002Fnormalitaet-und-scham","Wann ist eine sexuelle Vorliebe ein Problem? Die Antwort der Diagnosesysteme","Nicht der Inhalt einer Vorliebe entscheidet darüber, ob sie klinisch bedeutsam ist, sondern zwei andere Kriterien. Was DSM-5 und ICD-11 tatsächlich verlangen.",{"route":208,"title":209,"description":210,"cluster":198,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":13},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fist-sexsucht-eine-diagnose","Ist Sexsucht eine anerkannte Diagnose?","Die WHO führt Sexsucht nicht als Sucht. Was es stattdessen gibt, und was hohes Verlangen von Kontrollverlust und schlechtem Gewissen trennt.",{"route":212,"title":213,"description":214,"cluster":198,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":85},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fscham-nach-einer-fantasie","Scham nach einer sexuellen Fantasie: Was sie bedeutet und was nicht","Eine beunruhigende Fantasie erfüllt für sich kein Diagnosekriterium. Was sexuelle Scham danach auslöst und woher sie kommt.",{"route":216,"title":217,"description":218,"cluster":198,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":85},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fsexuelle-skripte","Sexuelle Skripte: Warum Begehren einem Muster folgt","Gagnon und Simon erklärten sexuelles Verhalten 1973 über drei Ebenen erlernter Skripte, nicht als biologischen Trieb. Was das Modell trägt.",{"route":220,"title":221,"description":222,"cluster":198,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":80},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Ftrauma-und-sexualitaet","Trauma und Sexualität: Was die Forschung zeigt und wo sie unsicher bleibt","Große Stichproben finden keinen generellen Zusammenhang zwischen Kindheitstrauma und bestimmten sexuellen Vorlieben. Was einzelne Studien trotzdem zeigen.",{"route":224,"title":225,"description":226,"cluster":198,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":85},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Funterdrueckung-schadet","Schadet Unterdrückung häufiger als die Vorliebe selbst?","Verstecken und Selbststigma hängen mit mehr Angst und Depression zusammen als die Vorliebe selbst. Was das Minoritätenstress-Modell zeigt.",{"route":228,"title":229,"description":230,"cluster":198,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":85},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fvorliebe-und-stoerung","Vorliebe oder Störung? Was die Diagnosekriterien im Einzelnen verlangen","Kriterium B ist nur die halbe Antwort. DSM-5 und die ICD-11-Arbeitsgruppe ordnen sexuelle Vorlieben nach zwei verschiedenen Logiken.",{"route":232,"title":233,"description":234,"cluster":235,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":85},"\u002Fschattenarbeit\u002Ffreuds-trieblehre-heute","Freuds Trieblehre heute: was von den Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie trägt","Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie: Das Stufenmodell (oral, anal, phallisch) stammt nicht aus 1905. Wie Freuds Theorie wuchs und was davon heute trägt.","B",{"route":237,"title":238,"description":239,"image":240,"imageAlt":241,"cluster":235,"type":69,"status":12,"tuer":10,"updated":80},"\u002Fschattenarbeit","Schattenarbeit: was C. G. Jung wirklich gemeint hat","Der Schatten ist bei Jung nicht die dunkle Seite und nicht das Böse, sondern etwas deutlich Unbequemeres. Was im Original steht und was die Belege hergeben.","\u002Fimages\u002Fb-00-schattenarbeit.jpg","Eine Lichtinstallation in einem Raum, die farbige, abstrakte Schatten an die Wände wirft.",{"route":243,"title":244,"description":245,"cluster":235,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":85},"\u002Fschattenarbeit\u002Findividuation","Individuation bei C. G. Jung: was der Begriff bedeutet und was nicht","Individuation ist bei Jung ein lebenslanger Prozess, kein Zustand und keine Selbstverwirklichung. Was der Begriff meint, und wo die Belege enden.",{"route":247,"title":248,"description":249,"cluster":235,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":80},"\u002Fschattenarbeit\u002Fschattenarbeit-im-netz","Schattenarbeit-Übungen im Netz: was sie mit Jung teilen und was nicht","Übungen, Journaling-Listen, 30-Tage-Programme: Was online Schattenarbeit heißt, teilt mit Jung oft nur den Namen. Was helfen kann und was unbelegt ist.",{"route":251,"title":252,"description":253,"status":79,"updated":254},"\u002Fseiten\u002Finhaltsverzeichnis","Inhalt","Vier Teile, zwölf Kapitel: die Gliederung von „Der Schatten des Begehrens“.","2026-09-16",{"route":256,"title":257,"description":258,"status":79,"updated":254},"\u002Fseiten\u002Fueber-das-buch","Über das Buch","Entstehung, Quellenarbeit und Haltung hinter „Der Schatten des Begehrens“, einem narrativen Sachbuch über Tiefenpsychologie, Kulturgeschichte und Sexualität.",{"route":260,"title":261,"description":262,"cluster":263,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":85},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Ferregung-und-verlangen","Sind Erregung und Verlangen dasselbe? Zwei Modelle, ein Unterschied","Erregung ist eine Reaktion, Verlangen ein Bedürfnis. Beide können unabhängig auftreten. Was Bassons zirkuläres Modell und das Dual-Control-Modell zeigen.","C",{"route":265,"title":266,"description":267,"cluster":263,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":85},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Ferregungsdiskordanz","Erregungsdiskordanz: Wenn der Körper reagiert, ohne dass jemand erregt sein will","Arousal non-concordance: Körper und Erleben fallen nicht immer zusammen, bei Frauen im Mittel seltener als bei Männern. Eine Reaktion ist keine Zustimmung.",{"route":269,"title":270,"description":271,"cluster":263,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":85},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Ffetisch-vorliebe-stoerung","Fetisch, Vorliebe, Störung: wo verläuft die Grenze wirklich?","Ein Fetisch ist keine Diagnose. Was das DSM-5 zusätzlich verlangt, damit daraus eine fetischistische Störung wird, und was die ICD-11 dazu sagt.",{"route":273,"title":274,"description":275,"cluster":263,"type":69,"status":12,"tuer":10,"updated":80},"\u002Fwie-begehren-entsteht","Wie entsteht ein Fetisch? Vier Erklärungsmodelle und was sie taugen","Kopplung, Übergangsobjekt, Bindung, Kulturgeschichte: Vier Modelle erklären, wie ein Fetisch entsteht. Keines erklärt, warum ausgerechnet dieses Objekt.",{"route":277,"title":278,"description":279,"cluster":263,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":85},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Fkonditionierung-und-grenzen","Wie Konditionierung eine sexuelle Vorliebe formen kann und wo das Modell endet","Ein neutraler Reiz kann durch Kopplung mit Erregung selbst erregend werden, zeigte Rachmans Experiment 1966. Warum das den Einzelfall trotzdem nicht erklärt.",{"route":281,"title":282,"description":283,"cluster":263,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":85},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Fwinnicotts-uebergangsobjekt","Winnicotts Übergangsobjekt: was ein Kuscheltier mit einem Fetisch zu tun hat","Warum der Teddybär eines Kindes und ein Fetisch aus derselben Theorie stammen, und was Winnicott damit ausdrücklich nicht gemeint hat.",1790367871388]