[{"data":1,"prerenderedAt":233},["ShallowReactive",2],{"content:begehren-ohne-genuss\u002Falexithymie-bei-maennern":3,"artikel:liste":29},{"frontmatter":4,"sections":23,"html":27,"empfehlungen":28},{"title":5,"metaTitle":6,"description":7,"cluster":8,"type":9,"tuer":10,"anzeigenziel":11,"status":12,"updated":13,"citeKeys":14,"vertiefungTitel":22},"Alexithymie: was sie ist, was ein Test misst und was bei Männern stimmt","Alexithymie: Merkmale, Test und Männer","Alexithymie heißt, Gefühle schwer zu erkennen und zu benennen. Was ein Test wie die TAS-20 misst und was die Forschung bei Männern korrigiert hat.","I","speiche","T1",false,"live","2026-09-24",[15,16,17,18,19,20,21],"nemiahfreybergersifneos1976","bagbyparkertaylor1994a","taylorporcellibagby2024","grynberg2012","levantallenlien2014","levant1998","levant2006","Vertiefung: Stichproben, Messfragen und was hier bewusst keine Zahl bekommt",{"snippet":24,"kurzfassung":25,"vertiefung":26},"\u003Cp>Alexithymie bedeutet, dass jemand eigene Gefühle schlecht erkennt und kaum Worte für sie findet.\nAuch Gefühl und Körperempfindung sind schwer zu trennen. Gemessen wird das mit Fragebögen wie\nder Toronto Alexithymia Scale. Bei gedrückter Stimmung kann der Wert steigen. Bei jungen\nMännern, die nicht in Behandlung waren, hing sie vor allem mit bewusstem Zurückhalten zusammen.\u003C\u002Fp>\n","\u003Cp>Zwischen „ich weiß es nicht“ und „ich rede nicht darüber“ liegt ein Unterschied, den von außen\nniemand sieht. Für den, der wartet, ist das Ergebnis dasselbe. Es kommt nichts. Für die Frage,\nworan es liegt, ist es der ganze Unterschied. Der Fachbegriff Alexithymie beschreibt die erste\nMöglichkeit. Die Forschung zur Alexithymie bei Männern hat im Lauf von rund zwanzig Jahren\ngelernt, die zweite ernster zu nehmen.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch3>Was ist Alexithymie?\u003C\u002Fh3>\n\u003Cp>Alexithymie ist die Schwierigkeit, eigene Gefühle zu erkennen und in Worte zu fassen. Auch ein\nGefühl von bloßer körperlicher Aufregung zu trennen, fällt dann schwer. Die maßgebliche Definition stammt aus einem Beitrag von\nNemiah, Freyberger und Sifneos aus dem Jahr 1976\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Sie beschreibt einen erschwerten Zugang zum Gefühl und kein Fehlen von Gefühlen.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Umgangssprachlich heißt Alexithymie auch Gefühlsblindheit. Das Wort führt leicht in die Irre.\nBlind ist der Blick auf das Gefühl, nicht das Gefühl selbst. Mit Gefühllosigkeit oder Gefühlskälte\nist Alexithymie deshalb nicht gleichzusetzen. Wie der Begriff entstand und worüber die Forschung bis heute\nstreitet, steht im Grundlagentext zum \u003Ca href=\"\u002Fbegehren-ohne-genuss\">Funktionieren ohne Spüren\u003C\u002Fa>.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch3>Woran merkt man Alexithymie?\u003C\u002Fh3>\n\u003Cp>Die Definition von 1976 nennt vier Merkmale\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">1\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>:\u003C\u002Fp>\n\u003Cul>\n\u003Cli>\u003Cstrong>Gefühle erkennen.\u003C\u002Fstrong> Es fällt schwer, ein Gefühl als solches wahrzunehmen und von einer bloß\nkörperlichen Erregung zu unterscheiden.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>\u003Cstrong>Gefühle beschreiben.\u003C\u002Fstrong> Auch wer merkt, dass etwas in ihm vorgeht, findet kaum Worte dafür.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>\u003Cstrong>Fantasie.\u003C\u002Fstrong> Die Fantasietätigkeit ist eingeschränkt.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>\u003Cstrong>Blickrichtung.\u003C\u002Fstrong> Das Denken ist nach außen gerichtet, eher auf Abläufe und Tatsachen als auf\ndas eigene Erleben.\u003C\u002Fli>\n\u003C\u002Ful>\n\u003Cp>Wie das im Alltag aussehen kann, lässt sich nur als Beispiel sagen. Herzklopfen vor einem\nGespräch kann Angst sein, Ärger oder Vorfreude. Wem die Zuordnung schwerfällt, der spürt den\nKörper deutlich und weiß trotzdem nicht, was er fühlt.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Keines dieser Merkmale lässt sich von außen sicher ablesen. Schweigt jemand über ein Gefühl,\nweil er es nicht erkennt, oder weil er es nicht zeigen will? Dieser Frage ist die Forschung zu\nMännern nachgegangen, dazu weiter unten.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch3>Gibt es einen Alexithymie-Test?\u003C\u002Fh3>\n\u003Cp>Ja, als Fragebogen, den man über sich selbst ausfüllt. Die Studien auf dieser Seite arbeiten mit\nder Toronto-Alexithymie-Skala (Toronto Alexithymia Scale), kurz TAS-20. Bagby, Parker und Taylor haben sie 1994\nvorgelegt. Sie besteht aus zwanzig Aussagen und drei Teilskalen\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">2\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\nEines der vier Merkmale kommt darin nicht vor:\u003C\u002Fp>\n\u003Cdiv class=\"tabelle\" role=\"region\" aria-label=\"Tabelle\" tabindex=\"0\">\n\u003Ctable>\n\u003Cthead>\n\u003Ctr>\n\u003Cth>Merkmal nach der Definition von 1976\u003C\u002Fth>\n\u003Cth>In der TAS-20\u003C\u002Fth>\n\u003C\u002Ftr>\n\u003C\u002Fthead>\n\u003Ctbody>\n\u003Ctr>\n\u003Ctd>Gefühle erkennen und von körperlicher Erregung unterscheiden\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>Teilskala „Schwierigkeit, Gefühle zu identifizieren“\u003C\u002Ftd>\n\u003C\u002Ftr>\n\u003Ctr>\n\u003Ctd>Gefühle beschreiben\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>Teilskala „Schwierigkeit, Gefühle zu beschreiben“\u003C\u002Ftd>\n\u003C\u002Ftr>\n\u003Ctr>\n\u003Ctd>Nach außen gerichtetes Denken\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>Teilskala „extern orientiertes Denken“\u003C\u002Ftd>\n\u003C\u002Ftr>\n\u003Ctr>\n\u003Ctd>Eingeschränkte Fantasietätigkeit\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>nicht erfasst\u003C\u002Ftd>\n\u003C\u002Ftr>\n\u003C\u002Ftbody>\n\u003C\u002Ftable>\n\u003C\u002Fdiv>\n\u003Cp>Was ein Wert auf diesem Fragebogen bedeutet, ist in der Forschung selbst umstritten. Ein\nEinwand, der in der Literatur umläuft, betrifft die erste Teilskala. Sie überschneide sich mit\nallgemeinem seelischem Leidensdruck und messe deshalb nicht allein Alexithymie. Taylor, einer\nder Urheber, führt diesen Einwand 2024 mit zwei Kollegen als einen von drei Kritikpunkten\nan\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">3\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Die drei räumen selbst ein, dass die Werte durch negative Stimmung mäßig erhöht sein\nkönnen. Die absolute Stabilität leide darunter, für die relative Stabilität gebe es\ndagegen starke Belege\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">3\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Wer im Vergleich zu anderen hoch liegt, liegt dort\nalso in der Regel auch später noch. Die Zahl selbst kann schwanken.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Wo ein hoher Wert beginnt, ist eine Frage der Einteilung. Die Testautoren haben 1997 Trennwerte\nempfohlen. Eine Übersichtsarbeit von 2012 führt sie in einer Tabelle bei einer der ausgewerteten\nStudien auf. Dort galt 51 und weniger als niedrig und 61 und mehr als hoch. Werte über 51 und unter\n61 zählten als mittel. Zugleich hält die Übersicht fest, dass die Studien die Werte trotz dieser Empfehlung\nnicht einheitlich einteilten\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">4\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Solche Grenzen teilen die Teilnehmenden einer\nStudie in Gruppen. Eine Schwelle, ab der bei einer Person Alexithymie feststeht, sind sie nicht.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Ein Grundeinwand betrifft die Form des Tests. Dieselbe Übersicht fragt, ob ein Fragebogen zur\nSelbsteinschätzung taugt, wenn gerade das Nachdenken über die eigenen Gefühle schwerfällt\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">4\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\nDie Urheber der TAS-20 sehen die Grenze selbst. Sie empfehlen seit Jahren, Alexithymie mit mehreren\nVerfahren zu erfassen. Die TAS-20 und andere Selbstauskunftsbögen sollten durch Interviews oder\naufgabenbasierte Verfahren ergänzt werden, etwa durch das Toronto Structured Interview for\nAlexithymia\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">3\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Für den Einzelnen folgt daraus eine Vorsicht. Ein hoher Wert trennt eine dauerhafte Eigenart\nnicht zuverlässig von einer gerade belasteten Lage. Er ist kein Befund über eine Person, und er\nist keine Diagnose. Das gilt für einen Online-Test ebenso wie für einen Fragebogen in einer Studie.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch3>Fehlt bei Männern das Gefühl oder das Wort dafür?\u003C\u002Fh3>\n\u003Cp>Bei jungen Männern wird das Gefühl eher zurückgehalten, als dass es fehlt. Dafür spricht eine\nStudie von 2014 mit Männern, die nicht in Behandlung waren. In zwei Teilstudien mit 258 und 85 Männern im College-Alter prüfte sie\ndrei Mechanismen gegeneinander: bewusste Unterdrückung, Verdrängung und Dissoziation\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">5\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Die drei unterscheiden sich darin, wie viel der Betroffene selbst mitbekommt. Unterdrückung ist\nder bewusste unter ihnen. Das Gefühl ist da, und es wird nicht gezeigt. Sie sagte die Werte auf\nbeiden verwendeten Fragebögen deutlich stärker vorher als Verdrängung oder Dissoziation. Das\ngalt auch, wenn Depression und allgemeine Stimmungslage herausgerechnet\nwurden\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">5\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Der Schluss der Autoren ist sparsam und deshalb brauchbar. Bei Männern, die nicht aus einer\nklinischen Stichprobe stammen, sei eher der mildere, bewusstere Mechanismus am Werk. Verdrängung\nund Dissoziation wären eher dort zu erwarten, wo eine Behandlung\nstattfindet\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">5\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Eine Entwarnung ist das nicht. Aber die Frage heißt danach\nanders: Was hält jemand zurück, und wovor?\u003C\u002Fp>\n\u003Ch3>Warum fehlen gerade die Wörter für Verletzlichkeit?\u003C\u002Fh3>\n\u003Cp>Weil die These dahinter nicht alle Gefühle gleich behandelt. Ronald Levant vermutete, dass viele\nMänner im Lauf einer gewöhnlichen Erziehung verlernen, ihr Erleben zu benennen. Gelernt hätten\nsie das an den Regeln dafür, wie ein Mann zu sein hat. Unter Druck stünden dabei bestimmte\nGefühle: Angst, Trauer, Zuneigung, Bedürftigkeit. Ärger und Lust seien eher ermutigt worden.\nDeshalb liege die Lücke genau dort, wo es um Verletzlichkeit und Bindung\ngeht\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">5\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Ausgeführt hat Levant die These in einem Buchbeitrag von\n1998\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">6\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Der Fachausdruck dafür lautet „normative männliche Alexithymie“.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Ohne ihre Grenzen gehört diese These nicht weitergegeben. Die deutlichste hat Levant selbst mit\nseinen Ko-Autoren in der Arbeit von 2014 gezogen. Die Theoretiker der männlichen Sozialisation,\nihn eingeschlossen, hätten deren schädigende Wirkung für die meisten Männer womöglich\nüberschätzt\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">5\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Was die enge Fassung der These stützt, ist ein Laborbefund derselben Arbeit. In einem\nPriming-Versuch machten Männer mit hohen Alexithymie-Werten mehr Fehler, wenn sie Wörter für\nVerletzlichkeit und Bindung erkennen sollten. Bei Wörtern für Aggression und Lust war das nicht\nso\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">5\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Die Lücke zeigte sich an einer bestimmten Stelle und nicht im\nGefühlsleben insgesamt.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Für die These gibt es seit 2006 einen eigenen Fragebogen, die Normative Male Alexithymia Scale.\nSie umfasst zwanzig Aussagen und baut Männlichkeitsnormen in die Aussagen selbst\nein\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">7\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Mit der TAS-20 hängt sie erwartungsgemäß zusammen. Sie setzt also\ndieselbe Idee um und bestätigt sie nicht unabhängig.\u003C\u002Fp>\n","\u003Cp>\u003Cstrong>Woher die Daten kommen.\u003C\u002Fstrong> Die Arbeit von 2014 beruht auf zwei Teilstudien mit 258 und 85\nMännern im College-Alter, überwiegend weiß und heterosexuell\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">5\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Die erste\nmisst Zusammenhänge zwischen Selbstauskünften, die zweite ist ein Reaktionsexperiment. Über\nältere Männer, über andere Länder und über Frauen sagen beide nichts.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>\u003Cstrong>Warum „nichtklinisch“ in diesem Text so oft vorkommt.\u003C\u002Fstrong> Die Einschränkung trägt die Aussage.\nDie Studie von 2014 rekrutierte Männer im College-Alter, keine Patienten. Für diese Gruppe\nerwarten ihre Autoren eher bewusste Unterdrückung; Verdrängung oder Dissoziation vermuten sie\neher dort, wo behandelt wird\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">5\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Eine Aussage über Männer in Behandlung\nenthält der Befund damit nicht, weder eine beruhigende noch eine beunruhigende.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>\u003Cstrong>Wo Zurückhalten aufhört und Dissoziation anfängt.\u003C\u002Fstrong> In der Arbeit von 2014 sagte die\nDissoziation die Werte schwächer vorher als die Unterdrückung, bei jungen Männern, die nicht\nwegen einer Behandlung in der Studie waren\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">5\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Ab wann aus Zurückhalten ein\nAbschalten wird, entscheidet keine der hier verwendeten Arbeiten.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>\u003Cstrong>Warum der Männer-Fragebogen die These nicht beweist.\u003C\u002Fstrong> Die 2006 vorgelegte Skala wurde eigens\nfür die Hypothese gebaut und nimmt Männlichkeitsnormen in ihre Aussagen\nauf\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">7\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>. Dass sie mit dem allgemeinen Alexithymie-Maß zusammenhängt, ist\ndeshalb die erwartete Folge ihrer Konstruktion und kein unabhängiger Nachweis.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>\u003Cstrong>Was hier bewusst keine Zahl bekommt.\u003C\u002Fstrong> Zum Geschlechtsunterschied in Alexithymie-Werten\nkursiert eine Effektstärke. Sie wurde für diese Seite nicht an der Primärquelle geprüft, und\ndeshalb steht sie hier nicht, auch nicht gerundet, auch nicht als Größenordnung. Dasselbe gilt\nfür die Frage, wie häufig Alexithymie in der Bevölkerung vorkommt, auch für Deutschland.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>\u003Cstrong>Woher die Trennwerte 51 und 61 stammen.\u003C\u002Fstrong> Sie gehen auf eine Empfehlung von Taylor, Bagby und\nParker aus dem Jahr 1997 zurück. Dieses Buch wurde für diese Seite nicht eingesehen. Belegt sind die\nZahlen hier über die Übersichtsarbeit von 2012, und dort nur als Tabelleneintrag. Mit diesen Werten\nhat eine der ausgewerteten Studien unter Berufung auf die Empfehlung gearbeitet. Andere\nStudien teilten anders ein\u003Csup>\u003Ca href=\"#quellen\">4\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fsup>.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>\u003Cstrong>Was in keiner dieser Arbeiten steht.\u003C\u002Fstrong> Dass die Sozialisation die Ursache ist, zeigt keine von\nihnen. Gemessen wurde, was zusammen auftritt, und in einem Fall, wie schnell und wie fehlerfrei\njemand Wörter erkennt. Was woraus entsteht, wurde nicht gemessen. Ebenso wenig gezeigt ist, dass\nsich der Befund auf Männer außerhalb der untersuchten Gruppen überträgt oder dass ein hoher\nTestwert eine Behandlung nahelegt. Und über eine bestimmte Person sagt keine dieser Arbeiten\netwas. Was hier steht, ersetzt kein Gespräch mit einer Fachperson.\u003C\u002Fp>\n\u003Chr>\n\u003Cp>Der \u003Ca href=\"\u002Fselbsttest\">Selbstauskunftsbogen\u003C\u002Fa> misst keine Alexithymie; er ordnet eine andere Frage:\nWelche der drei Linien des Verlangens am stärksten trägt. Gespeichert wird dabei nichts, und eine\nDiagnose kommt am Ende nicht heraus.\u003C\u002Fp>\n\u003Col id=\"quellen\">\n\u003Cli>Nemiah, J. C., Freyberger, H., &amp; Sifneos, P. E. (1976). Alexithymia: A view of the psychosomatic process. In O. W. Hill (Hg.), \u003Cem>Modern Trends in Psychosomatic Medicine\u003C\u002Fem>, Bd. 3, S. 430–439. Butterworths, London. Die kanonische Definition mit vier Merkmalen; sie stammt aus dieser Arbeit, nicht aus dem Sifneos-Artikel von 1973. \u003Cstrong>Vorbehalt:\u003C\u002Fstrong> nicht im Volltext eingesehen; Angaben und Inhalt der Definition sind aus einer im Volltext geprüften Primärquelle [5] übernommen.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Bagby, R. M., Parker, J. D. A., &amp; Taylor, G. J. (1994). The twenty-item Toronto Alexithymia Scale, Teil I: Item selection and cross-validation of the factor structure. \u003Cem>Journal of Psychosomatic Research\u003C\u002Fem> 38(1), S. 23–32. DOI 10.1016\u002F0022-3999(94)90005-1. Zwanzig Aussagen, drei Teilskalen; die Fantasietätigkeit aus [1] wird nicht erfasst. \u003Cstrong>Vorbehalt:\u003C\u002Fstrong> nicht im Volltext eingesehen; Angaben und Aufbau der Skala sind über die im Volltext geprüfte Arbeit [5] gesichert, die mit der Skala misst.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Taylor, G. J., Porcelli, P., &amp; Bagby, R. M. (2024). Alexithymia: A defense of the original conceptualization of the construct and a critique of the attention-appraisal model. \u003Cem>Clinical Neuropsychiatry\u003C\u002Fem> 21(5), S. 329–357. DOI 10.36131\u002Fcnfioritieditore20240501. Volltext eingesehen. Die Autoren nennen drei in der Literatur umlaufende Einwände gegen das Konstrukt, darunter die Überschneidung der Teilskala zum Erkennen von Gefühlen mit allgemeinem Leidensdruck. Das Zugeständnis, dass die Werte der TAS-20 durch negative Stimmung mäßig erhöht sein können und deshalb eher relativ als absolut stabil sind, stammt von den Urhebern der Skala selbst. Die Empfehlung, die TAS-20 und andere Selbstauskunftsbögen durch Interviews oder aufgabenbasierte Verfahren zu ergänzen (genannt u. a. das Toronto Structured Interview for Alexithymia), steht in Abschnitt 3. \u003Cstrong>Vorbehalt:\u003C\u002Fstrong> Eine Einzelseite für diese Stellen ist nicht ermittelt.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Grynberg, D., Chang, B., Corneille, O., Maurage, P., Vermeulen, N., Berthoz, S., &amp; Luminet, O. (2012). Alexithymia and the processing of emotional facial expressions (EFEs): Systematic review, unanswered questions and further perspectives. \u003Cem>PLOS ONE\u003C\u002Fem> 7(8), e42429. DOI 10.1371\u002Fjournal.pone.0042429. Volltext eingesehen (Open Access). Systematische Übersicht; Fundstellen: Tabelle 1 und Abschnitt „Limitations of the studies reviewed“ (Online-Zeitschrift ohne Seitenzahlen). \u003Cstrong>Vorbehalt:\u003C\u002Fstrong> Die Trennwerte 51 und 61 stehen nur als Tabelleneintrag, als die Werte, mit denen eine der ausgewerteten Studien nach der Empfehlung von Taylor, Bagby und Parker (1997) arbeitete. Das Buch von 1997 wurde nicht eingesehen. Die Übersicht hält fest, dass die Studien nicht einheitlich einteilten.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Levant, R. F., Allen, P. A., &amp; Lien, M.-C. (2014). Alexithymia in men: How and when do emotional processing deficiencies occur? \u003Cem>Psychology of Men &amp; Masculinity\u003C\u002Fem> 15(3), S. 324–334. Volltext eingesehen (akzeptierte Manuskriptfassung). Zusammenfassung der Hypothese der normativen männlichen Alexithymie; zwei Teilstudien, n = 258 und n = 85, college-alte, überwiegend weiße und heterosexuelle Männer; Unterdrückung sagt sowohl die allgemeinen als auch die themenspezifischen Alexithymie-Werte stärker vorher als Verdrängung oder Dissoziation, unter Kontrolle von Depression und Affekt; Priming-Befund zu Verletzlichkeits- und Bindungswörtern. Die Selbstrelativierung zur schädigenden Wirkung der männlichen Sozialisation steht im Diskussionsteil (S. 25 der Manuskriptfassung; die Seitenzahl der Zeitschriftenfassung ist nicht ermittelt). \u003Cstrong>Vorbehalt:\u003C\u002Fstrong> nichtklinische Stichproben, ein Land, eine Altersgruppe.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Levant, R. F. (1998). Desperately seeking language: Understanding, assessing, and treating normative male alexithymia. In W. S. Pollack &amp; R. F. Levant (Hg.), \u003Cem>New Psychotherapy for Men\u003C\u002Fem>, S. 35–56. John Wiley &amp; Sons, New York. Ursprungstext der Hypothese; eine frühere Fassung erschien 1995. \u003Cstrong>Vorbehalt:\u003C\u002Fstrong> nicht im Volltext eingesehen, die Angaben stammen aus dem Literaturverzeichnis von [5]; der Inhalt der Hypothese ist hier nach der Zusammenfassung in [5] wiedergegeben.\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>Levant, R. F., Good, G. E., Cook, S., O'Neil, J., Smalley, K. B., Owen, K. A., &amp; Richmond, K. (2006). The Normative Male Alexithymia Scale: Measurement of a gender-linked syndrome. \u003Cem>Psychology of Men and Masculinity\u003C\u002Fem> 7, S. 212–224. Eigenes Messinstrument für die Hypothese, 20 Aussagen. \u003Cstrong>Vorbehalt:\u003C\u002Fstrong> nicht im Volltext eingesehen; bibliografische Angaben und die Existenz des Instruments sind über das Literaturverzeichnis von [5] gesichert, Aufbau (Männlichkeitsnormen in den Aussagen) und Zusammenhang mit der TAS-20 nach der Recherchenotiz; die Gütewerte der Skala werden hier nicht wiedergegeben.\u003C\u002Fli>\n\u003C\u002Fol>","",[],[30,32,36,40,45,49,53,60,65,69,73,77,81,86,90,94,99,103,107,111,115,119,123,129,133,137,141,145,149,153,158,162,166,170,174,178,182,187,191,195,199,204,208,213,217,221,225,229],{"route":31,"title":5,"description":7,"cluster":8,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":13},"\u002Fbegehren-ohne-genuss\u002Falexithymie-bei-maennern",{"route":33,"title":34,"description":35,"cluster":8,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":13},"\u002Fbegehren-ohne-genuss\u002Fdon-juan-muster","Don-Juan-Syndrom: woher das Etikett stammt und was über Rückzug bekannt ist","Ist das Don-Juan-Syndrom eine Diagnose? Wie Otto Rank die Figur 1922 las und was die Bindungsforschung über Menschen weiß, die Nähe klein halten.",{"route":37,"title":38,"description":39,"cluster":8,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":13},"\u002Fbegehren-ohne-genuss\u002Fhelfersyndrom","Helfersyndrom: was Schmidbauer meint und was eine Studie dazu zeigt","Was Wolfgang Schmidbauer mit dem Helfersyndrom meint, was eine Studie an Pflegekräften fand und wie das Muster mit Bowlbys Bindungstheorie zusammenhängt.",{"route":41,"title":42,"description":43,"cluster":8,"type":44,"status":12,"tuer":10,"updated":13},"\u002Fbegehren-ohne-genuss","Begehren ohne Genuss: Warum manche Menschen funktionieren und dabei wenig spüren","Innere Leere ist auch für die Forschung schwer zu fassen. Was eine Übersicht über 99 Studien zeigt und warum wenig Spüren als Schutz beginnen kann.","pfeiler",{"route":46,"title":47,"description":48,"cluster":8,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":13},"\u002Fbegehren-ohne-genuss\u002Fparentifizierung-erkennen","Parentifizierung erkennen: was der Begriff meint und was ein Test nicht zeigt","Parentifizierung heißt, ein Kind wird für die Gefühle der Eltern zuständig. Was dazugehört, was nicht und warum ein Fragebogen das nicht entscheidet.",{"route":50,"title":51,"description":52,"cluster":8,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":13},"\u002Fbegehren-ohne-genuss\u002Fvermeidung-oder-entscheidung","Wenn aus einem Nicht-Getanen im Rückblick eine Entscheidung wird","Nachträgliche Gründe sind gut erforscht, aber nur für Getanes. Was Experimente und Freeze-Forschung über eine Vermeidung sagen, die man Entscheidung nennt.",{"route":54,"title":55,"description":56,"cluster":57,"type":9,"status":58,"tuer":10,"updated":59},"\u002Fbindungsstile\u002Fbindung-und-sexualitaet","Bindung und Sexualität: Was der Bindungsstil über Sex aussagt und was nicht","Unsichere Bindung verändert nicht, was Menschen begehren, sondern wozu sie Sex benutzen. Was die Forschung zeigt, mit Studien und Jahreszahlen.","A","geprüft","2026-08-28",{"route":61,"title":62,"description":63,"cluster":57,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":64},"\u002Fbindungsstile\u002Fbindung-und-sexualpraktiken","Bindungsstil und Sexualpraktiken: Was die Forschung misst und was nicht","Bindungsangst und -vermeidung sagen etwas über sexuelle Zufriedenheit, Häufigkeit und Kommunikation. Über einzelne Praktiken sagen sie nichts.","2026-08-29",{"route":66,"title":67,"description":68,"cluster":57,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":64},"\u002Fbindungsstile\u002Fbindungsstil-aendern","Kann sich ein Bindungsstil ändern? Was die Längsschnittforschung zeigt","Bindungssicherheit ist mäßig stabil, nicht festgelegt. Was Längsschnittstudien über Alter, Therapie und die sogenannte erarbeitete Sicherheit zeigen.",{"route":70,"title":71,"description":72,"cluster":57,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":13},"\u002Fbindungsstile\u002Fdesorganisierte-bindung","Desorganisierter Bindungsstil: Was Main und Solomon beschrieben haben","Desorganisierter Bindungsstil: woran Fachleute ihn bei Säuglingen erkennen und warum man ihn nicht mit Tests für Erwachsene verwechseln sollte.",{"route":74,"title":75,"description":76,"cluster":57,"type":9,"status":58,"tuer":10,"updated":59},"\u002Fbindungsstile\u002Fdie-vier-bindungsstile","Die vier Bindungsstile und warum die Forschung sie nicht als Typen führt","Sicher, ängstlich, vermeidend, ängstlich-vermeidend: woher die vier Stile kommen, wie sie gemessen werden und warum sie keine Persönlichkeitstypen sind.",{"route":78,"title":79,"description":80,"cluster":57,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":64},"\u002Fbindungsstile\u002Fdurchsetzungsfaehigkeit","Bindungssicherheit und Durchsetzungsfähigkeit: was belegt ist und was nicht","Ob sichere Bindung durchsetzungsfähiger macht, ist schwächer belegt, als es klingt. Was die Forschung tatsächlich misst, mit Studien und Jahreszahlen.",{"route":82,"title":83,"description":84,"cluster":57,"type":44,"status":58,"tuer":10,"updated":85},"\u002Fbindungsstile","Bindungsstile: Was die Forschung sagt","Woher die Bindungsstile stammen, was Bowlby und Ainsworth zeigten, und warum die Forschung von Skalen statt Typen spricht.","2026-09-18",{"route":87,"title":88,"description":89,"cluster":57,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":64},"\u002Fbindungsstile\u002Fsexuelle-wuensche-aeussern","Sexuelle Wünsche äußern und warum es manchen Menschen schwerer fällt","Warum manche Menschen sexuelle Wünsche kaum aussprechen: was drei Studien zu Bindung und sexueller Kommunikation zeigen, und wo sie sich widersprechen",{"route":91,"title":92,"description":93,"cluster":57,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":64},"\u002Fbindungsstile\u002Fwas-bindungstests-leisten","Was Bindungstests leisten: Selbstauskunft und das Interview im Vergleich","Selbstauskunftstests und das Adult Attachment Interview überschneiden sich kaum. Was jedes der beiden Verfahren misst, und was daraus folgt.",{"route":95,"title":96,"description":97,"cluster":98,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":13},"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Fanerkennung-als-beduerfnis","Anerkennung als Bedürfnis: warum es wehtut, nicht gehört zu werden","Ist das Bedürfnis nach Anerkennung ein Grundbedürfnis? Was Honneth und Taylor begründen, was die Psychologie dazu misst und wo beides getrennt bleibt.","J",{"route":100,"title":101,"description":102,"cluster":98,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":13},"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Feinwilligung-als-beziehung","Einwilligung als Beziehung: Warum das Formular das Falsche regelt","Informierte Einwilligung als Prozess statt einmaliger Unterschrift. Was rolling consent in der Oral History meint und warum es kein DSGVO-Widerruf ist.",{"route":104,"title":105,"description":106,"cluster":98,"type":44,"status":12,"tuer":10,"updated":13},"\u002Ferzaehlen-und-begehren","Erzählen und Begehren: Warum sich das Erzählte ändert, sobald jemand zuhört","Den Stranger-on-a-train-Effekt gibt es als Fachbegriff nicht. Was zum Erzählen vor Fremden belegt ist und wie das Zuhören das Erzählte verändert.",{"route":108,"title":109,"description":110,"cluster":98,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":13},"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Fnarrative-identitaet-abgenommen","Narrative Identität: Was aus einer Lebensgeschichte wird, die jemand anders behält","Narrative Identität meint ein Selbst, das sich in Geschichten fasst. Was belegt ist, wenn man die eigene erzählt und nichts zurückkommt.",{"route":112,"title":113,"description":114,"cluster":98,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":13},"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Fsekundaere-belastung-zuhoerende","Sekundäre Traumatisierung: wenn fremde Geschichten hängen bleiben","Sekundäre Traumatisierung setzt als Fachbegriff ein Trauma voraus. Was Zuhörende ohne Trauma berichten und welche Unterstützung dabei fehlt.",{"route":116,"title":117,"description":118,"cluster":98,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":13},"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Fsexuelle-biografie-als-erzaehlung","Falsche Erinnerungen? Wie weit die eigene sexuelle Geschichte beim Wiedererzählen abweicht","Warum sich falsche Erinnerungen richtig anfühlen und wie verlässlich das autobiografische Gedächtnis für die eigene sexuelle Vorgeschichte ist, laut Studien.",{"route":120,"title":121,"description":122,"cluster":98,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":13},"\u002Ferzaehlen-und-begehren\u002Fzuhoererin-schutzdistanz","Professionelle Distanz beim Zuhören, und was sie von Gleichgültigkeit trennt","Professionelle Distanz muss keine Kälte sein. Was Georg Simmel über den Fremden schrieb und was Studien über gespielte Wärme im Interview zeigen.",{"route":124,"title":125,"description":126,"cluster":127,"type":9,"status":12,"tuer":128,"updated":64},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Ffoucaults-ars-erotica","Foucaults ars erotica: hält die Zuschreibung an die arabische Welt historisch stand?","Foucault zählte „arabo-moslemische Gesellschaften“ ohne Beleg zur ars erotica. Was die arabische Liebesliteratur zeigt, und was Kritik daran einwendet.","E","T4",{"route":130,"title":131,"description":132,"cluster":127,"type":44,"status":12,"tuer":128,"updated":64},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet","Was im Westen ‚Tantra' heißt, und was Tantra tatsächlich war","Was hierzulande als Tantra gilt, ist eine Erfindung der 1960er Jahre. Das historische Tantra war etwas anderes. Sexuelles Ritual war darin nicht die Mitte.",{"route":134,"title":135,"description":136,"cluster":127,"type":9,"status":12,"tuer":128,"updated":64},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Frechter-und-linker-weg","Der 'linke Weg' im Tantra: Verehrung der Frau oder ihre Instrumentalisierung?","Dakṣiṇācāra und Vāmācāra sind mehr als rechts und links. Was die Forschung zur Frauenrolle im „linken Weg“ fand und was offenbleibt.",{"route":138,"title":139,"description":140,"cluster":127,"type":9,"status":12,"tuer":128,"updated":59},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Frussischer-eros","Der russische Eros: warum Russlands Sexualkultur als eigener Sonderweg gilt","Der russische Eros ist keine Volkscharakter-Eigenschaft, sondern eine Diskursgeschichte wiederholter Zyklen von Öffnung und staatlicher Kontrolle.",{"route":142,"title":143,"description":144,"cluster":127,"type":9,"status":12,"tuer":128,"updated":64},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Fsamenerhalt","Samenerhalt: die taoistische Lehre und was von ihr trägt","Die taoistische Lehre vom Samenerhalt trennt Orgasmus und Samenerguss. Das ist real. Ihre Heilsversprechen wie Langlebigkeit sind es nicht. Was belegt ist.",{"route":146,"title":147,"description":148,"cluster":127,"type":9,"status":12,"tuer":128,"updated":64},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Ftaoistische-kunst-der-schlafgemaecher","Die Kunst der Schlafgemächer: was fangzhong shu wirklich war","Fangzhong shu galt als „chinesisches Kamasutra“. Tatsächlich war es eine Gesundheitslehre, die Sex der Kultivierung unterordnete, nicht dem Genuss.",{"route":150,"title":151,"description":152,"cluster":127,"type":9,"status":12,"tuer":128,"updated":64},"\u002Fkulturgeschichte-der-sexualitaet\u002Fvan-gulik","Robert van Gulik: wie das Wissen über Chinas Sexualkultur in den Westen kam","Ein niederländischer Diplomat schrieb 1961 das erste westliche Standardwerk zur Sexualgeschichte Chinas und prägte damit auch Foucaults „ars erotica“.",{"route":154,"title":155,"description":156,"cluster":157,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":64},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fasexualitaet","Asexualität: Was sie ist und was sie nicht ist","Asexualität heißt fehlende sexuelle Anziehung, nicht fehlendes Verlangen. Was das Ace-Spektrum umfasst und warum es keine Diagnose ist.","F",{"route":159,"title":160,"description":161,"cluster":157,"type":44,"status":12,"tuer":10,"updated":64},"\u002Fnormalitaet-und-scham","Wann ist eine sexuelle Vorliebe ein Problem? Die Antwort der Diagnosesysteme","Nicht der Inhalt einer Vorliebe entscheidet darüber, ob sie klinisch bedeutsam ist, sondern zwei andere Kriterien. Was DSM-5 und ICD-11 tatsächlich verlangen.",{"route":163,"title":164,"description":165,"cluster":157,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":64},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fscham-nach-einer-fantasie","Scham nach einer sexuellen Fantasie: Was sie bedeutet und was nicht","Eine beunruhigende Fantasie erfüllt für sich kein Diagnosekriterium. Was sexuelle Scham danach auslöst und woher sie kommt.",{"route":167,"title":168,"description":169,"cluster":157,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":64},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fsexuelle-skripte","Sexuelle Skripte: Warum Begehren einem Muster folgt","Gagnon und Simon erklärten sexuelles Verhalten 1973 über drei Ebenen erlernter Skripte, nicht als biologischen Trieb. Was das Modell trägt.",{"route":171,"title":172,"description":173,"cluster":157,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":59},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Ftrauma-und-sexualitaet","Trauma und Sexualität: Was die Forschung zeigt und wo sie unsicher bleibt","Große Stichproben finden keinen generellen Zusammenhang zwischen Kindheitstrauma und bestimmten sexuellen Vorlieben. Was einzelne Studien trotzdem zeigen.",{"route":175,"title":176,"description":177,"cluster":157,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":64},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Funterdrueckung-schadet","Schadet Unterdrückung häufiger als die Vorliebe selbst?","Verstecken und Selbststigma hängen mit mehr Angst und Depression zusammen als die Vorliebe selbst. Was das Minoritätenstress-Modell zeigt.",{"route":179,"title":180,"description":181,"cluster":157,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":64},"\u002Fnormalitaet-und-scham\u002Fvorliebe-und-stoerung","Vorliebe oder Störung? Was die Diagnosekriterien im Einzelnen verlangen","Kriterium B ist nur die halbe Antwort. DSM-5 und die ICD-11-Arbeitsgruppe ordnen sexuelle Vorlieben nach zwei verschiedenen Logiken.",{"route":183,"title":184,"description":185,"cluster":186,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":64},"\u002Fschattenarbeit\u002Ffreuds-trieblehre-heute","Freuds Trieblehre heute: was von den Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie trägt","Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie: Das Stufenmodell (oral, anal, phallisch) stammt nicht aus 1905. Wie Freuds Theorie wuchs und was davon heute trägt.","B",{"route":188,"title":189,"description":190,"cluster":186,"type":44,"status":12,"tuer":10,"updated":59},"\u002Fschattenarbeit","Schattenarbeit: was C. G. Jung wirklich gemeint hat","Der Schatten ist bei Jung nicht die dunkle Seite und nicht das Böse, sondern etwas deutlich Unbequemeres. Was im Original steht und was die Belege hergeben.",{"route":192,"title":193,"description":194,"cluster":186,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":64},"\u002Fschattenarbeit\u002Findividuation","Individuation bei C. G. Jung: was der Begriff bedeutet und was nicht","Individuation ist bei Jung ein lebenslanger Prozess, kein Zustand und keine Selbstverwirklichung. Was der Begriff meint, und wo die Belege enden.",{"route":196,"title":197,"description":198,"cluster":186,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":59},"\u002Fschattenarbeit\u002Fschattenarbeit-im-netz","Schattenarbeit-Übungen im Netz: was sie mit Jung teilen und was nicht","Übungen, Journaling-Listen, 30-Tage-Programme: Was online Schattenarbeit heißt, teilt mit Jung oft nur den Namen. Was helfen kann und was unbelegt ist.",{"route":200,"title":201,"description":202,"status":58,"updated":203},"\u002Fseiten\u002Finhaltsverzeichnis","Inhalt","Vier Teile, zwölf Kapitel: die Gliederung von „Der Schatten des Begehrens“.","2026-09-16",{"route":205,"title":206,"description":207,"status":58,"updated":203},"\u002Fseiten\u002Fueber-das-buch","Über das Buch","Entstehung, Quellenarbeit und Haltung hinter „Der Schatten des Begehrens“, einem narrativen Sachbuch über Tiefenpsychologie, Kulturgeschichte und Sexualität.",{"route":209,"title":210,"description":211,"cluster":212,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":64},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Ferregung-und-verlangen","Sind Erregung und Verlangen dasselbe? Zwei Modelle, ein Unterschied","Erregung ist eine Reaktion, Verlangen ein Bedürfnis. Beide können unabhängig auftreten. Was Bassons zirkuläres Modell und das Dual-Control-Modell zeigen.","C",{"route":214,"title":215,"description":216,"cluster":212,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":64},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Ferregungsdiskordanz","Erregungsdiskordanz: Wenn der Körper reagiert, ohne dass jemand erregt sein will","Körper und Erleben fallen nicht immer zusammen: bei Frauen im Mittel seltener als bei Männern. Und eine körperliche Reaktion ist kein Zeichen von Zustimmung.",{"route":218,"title":219,"description":220,"cluster":212,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":64},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Ffetisch-vorliebe-stoerung","Fetisch, Vorliebe, Störung: wo verläuft die Grenze wirklich?","Ein Fetisch ist keine Diagnose. Was das DSM-5 zusätzlich verlangt, damit daraus eine fetischistische Störung wird, und was die ICD-11 dazu sagt.",{"route":222,"title":223,"description":224,"cluster":212,"type":44,"status":12,"tuer":10,"updated":59},"\u002Fwie-begehren-entsteht","Wie entsteht ein Fetisch? Vier Erklärungsmodelle und was sie taugen","Kopplung, Übergangsobjekt, Bindung, Kulturgeschichte: Vier Modelle erklären, wie ein Fetisch entsteht. Keines erklärt, warum ausgerechnet dieses Objekt.",{"route":226,"title":227,"description":228,"cluster":212,"type":9,"status":12,"tuer":10,"updated":64},"\u002Fwie-begehren-entsteht\u002Fkonditionierung-und-grenzen","Wie Konditionierung eine sexuelle Vorliebe formen kann und wo das Modell endet","Ein neutraler Reiz kann durch Kopplung mit Erregung selbst erregend werden, zeigte Rachmans Experiment 1966. 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